Plastik-Müll: eine ernstzunehmende Bedrohung?

Livven

Commander
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Hallo zusammen!

Was hält ihr von Plastik und, vor allem, von dessen Gefahren für Mensch und Natur?

Umweltbrief schrieb:
[...]​
Simultan durchgeführte Studien ergaben: Riesige Mengen an Plastik-Müll
befinden sich in unseren Weltmeeren. [...] In vielen Regionen sind mittlerweile mehr
Plastik-Partikel als Plankton nachweisbar. Die meisten Kunststoffe,
vorwiegend aus privaten Haushalten und der Industrie, sind biologisch nicht
abbaubar und ihre Giftstoffe werden über das Plankton aufgenommen. Für
viele, im Meer lebende, Tierarten ist Plankton ein wichtiger
Nahrungsbestandteil. So gelangen die Gifte in die Nahrungskette. Mit
dramatischen Folgen für das gesamte Ökosystem und auch für uns Menschen, die
wir am Ende dieser Nahrungskette stehen.
[...] Unzählige Meeressäuger sterben, weil sie sich in den
Müll-Teppichen verfangen oder durch das Verschlucken dieser unverdaulichen
"Beute" elend zu Grunde gehen.

[...]​
Zwischen Kalifornien und Hawaii hat sich ein fast geschlossener, drei
Millionen Tonnen schwerer Teppich aus Plastik von etwa der Größe
Mitteleuropas ausgebreitet. Er stammt aus der weltweiten Produktion von
jährlich 125 Millionen Tonnen Kunststoff. In diesem Bereich des
Nordpazifik kommen mittlerweile auf jedes Kilo tierischen Planktons sechs
Kilo Plastikabfall. [...]
Grund für die Müllschwemme weitab von menschlichen Siedlungen sind kreisende
Strömungen von Wind und Wasser. [...] Wird der vor den Küsten Asiens und Amerikas
treibende Müll von dieser Strömung erfasst, verbleibt er nach Angaben der
National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) mindestens 16 Jahre im
pazifischen Megastrudel. Nicht lange genug, um zersetzt zu werden; denn
bislang werden die meisten der konventionellen Kunststoffe nicht von
Mikroorganismen abgebaut. Bis UV-Strahlung und Oxidation eine Spielzeugente
in ihre Moleküle zerlegt haben, können bis zu 500 Jahre vergehen.


Mehr Informationen:
[size=-2]Quelle[/size]


Wenn man dann bedenkt, dass somit immer mehr Plastik und somit giftige Stoffe in die Gewässer dieser Erde gelangen, ist es fast schon eine Qual, sich die Folgen vorzustellen:
  • Wenn Meeressäuger oder andere Tiere solche giftigen Stoffe als Nahrung aufnehmen, wird durch die Nahrungskette der Mensch davon direkt betroffen sein. Wer weiß, wie gefährlich so etwas ist.
  • Viele Tiere, die am oder im Wasser leben, wie Seevögel, Seerobben, Wale oder Schildkröten, halten den Plastik-Müll für Nahrung, essen ihn, oder verheddern sich in Plastik-Tüten o.Ä. In jedem Falle müssen sie einen qualvollen Tod sterben.
  • Daraus lässt sich schließen: Plastik-Müll ist um Längen schlimmer als das verheerendste Supertanker-Unglück.
  • In einem Kubikmeter Wasser werden bis zu 100.000 Plastik-Teilchen von einer Größe von <0,01mm gefunden - welchen Gefahren diese beherbergen, ist nicht einmal ahnbar (Quelle).
  • Selbst im Weltraum könnte Plastik-Müll die Menschen gefährden, wie es 2006 bei der Landung der Atlantis der Fall gewesen ist (Quelle).

Aus meiner Sicht ist Plastik-Müll eine Bedrohung, wenn nicht die Bedrohung der Menschheit im 21. Jahrhundert. Bis die Treibhausgase so bedrohliche Werte erreicht haben, und die Klimakatastrophe in Teilen der Erde der Bevölkerung zum Verhängnis wird, könnte dieser Stoff bereits Millionen von Tieren ihr Leben genommen haben.

Wäre es aus dieser Hinsicht sinnvoll, wenn man Plastik nach einer gewissen Übergangszeit gänzlich verbieten würde?
 
Zuletzt bearbeitet: (Zahlreich vorhanden...)
Ja, das ist echt heftig.
Wir haben in meiner Klasse mal n Referat über Müll halten müssen.
Da haben wir auch die Plastik-Teppiche auf dem Pazifik behandelt.
Laut einigen Kapitänen sind die so groß, dass man bis zu allen Horizonten hin nur dieses Plastik sieht.
Klar, dass die Teppiche vor Amerikas Küste sind, oder?
 
is auf jeden fall ne gefahr, durch das zeug sterben ja schon einige fische und so
meiner meinung nach sollte man sofort plastikproduktion einstellen und nur noch solche tüten und behälter wie den neosac aus frankreich, der löst sich innerhalb von 3 wochen von alleine auf und zersetzt sich in co2 und h2o soweit ich weiß und lässt kein müll mehr über
aber das gibt viel mehr schädliches zeugs...
 
Das schlimme is ja das sich das Plastik auch in hungert Jahren noch nicht zersetzt hat. Es wird nur immer Kleiner bis es schließlich von Plankton gefressen wird. Naja ein weiters Prob. das der Mensch erschaffen hat.
 
kiesbyjo schrieb:
Klar, dass die Teppiche vor Amerikas Küste sind, oder?
Ähm, da kann ich dir nicht Recht geben:
Umweltbrief schrieb:
Grund für die Müllschwemme weitab von menschlichen Siedlungen sind kreisende
Strömungen von Wind und Wasser. Klimatisch wird der weltgrößte
Ozean zwischen Japan und Kalifornien durch Passatwinde bestimmt: Am Äquator
steigt heiße Luft auf, wird durch die Erddrehung westwärts abgelenkt,
sinkt erkaltet auf etwa 30 Grad nördlicher Breite wieder ab und strömt in
einer Ausgleichsbewegung ostwärts zurück. Durch den kreisenden Luftstrom wird
auch das Wasser bewegt, langsam zwar, aber beständig. Ein sanfter Strudel
gigantischen Ausmaßes dreht sich so um ein Zentrum etwa 2000 Kilometer
nordwestlich von Hawaii. Wird der vor den Küsten Asiens und Amerikas
treibende Müll von dieser Strömung erfasst, verbleibt er nach Angaben der
National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) mindestens 16 Jahre im
pazifischen Megastrudel.
[size=-2]Quelle[/size]​
 
Aber man muss auch bedenken, dass der "Plastik-Müll" wenn er richtig entsorgt wird auch als Rohstoff für weiterer Produkte dienen kann.

Es kommt halt nur darauf an, was "man" mit dem Müll macht.
Wandel vom Abfallstoff zum Energielieferanten
Steigende Energiepreise, begrenzte Rohstoffressourcen
und der Klimawandel führen bei
vielen Industrieunternehmen zum zunehmenden
Einsatz von CO2-reduzierten Sekundärbrennstoffen
als Ersatz für fossile Brennstoffe.
 
Zuletzt bearbeitet:
recycling ist das stichwort

man kann alles recyclen, egal ob metalle, kunststoffe oder keramiken

nur ist das eben teuer. die menschheit ist eben kurzsichtig und geht den weg der am profitabelsten ist.
das recyceln ist einfach teurer als die neuproduktion.

kunststoffe sind einfach nicht wegzudenken, nur der umgang damit muss anders werden.
wie alle umweltschutzmaßnahmen lässt sich das nur nie weltweit umsetzen.
 
Es gibt doch eine Studie von der Weltbank, die besagt, dass Investitionen in Klimaschutz der einzige Weg sind, sich vor weitaus fataleren Folgen in der Zukunft zu schützen. Aber eigentlich weiß das doch jeder Mensch, nur wird es nicht gemacht, warum auch immer.

Das gleiche Spiel mit Plastik. Ich weiß ganz genau, dass es schädlich ist, reiss mir beim Einkaufen dennoch eine Plastik-Tüte ab.
Eigentlich besteht das Problem auch nicht in dem tollen Stoff selber - lediglich all' der achtlos weggeworfene Müll verursacht die Probleme.

Sollte es, ähnlich dem Flaschen-/Dosenpfand, auch Verpackungspfand geben?
 
Zuletzt bearbeitet: (Vielfältiger denn je...)
Die Frage ist auch:
Muß man alles wie deppert einpacken?
Transportsicher schön und gut, aber wenn ein Handy oder auch nur eine daumennagelgroße Speicherkarte in Schuhkartongröße verpackt wird...also da hats doch was....

Bei mir in der Firma fällt z.B beim auspacken einer Stehleiter(8m) + der Halterung dazu eine Plastikplanenmüllmenge an die, zusammengestampft, eine Aufsatzpalette locker überfüllt!
Also einen Raum einnimmt von 1200x800x600mm
Das "lustige" dabei:
Die Verpackung schützt in keiner weise vor Transportschäden.
Eine Art große "Leichensäcke" zum wiederverwenden wären sehr viel sinnvoller.

Mülltrennung ist ein Teil des Problems:
Diese erfolgt meist nur zur temperaturgerechten aufbereitung für die Müllverbrennung, nicht fürs recycling.
Dazu ist die Sortenreinheit und Fremdstofftrennung gar nicht wirtschaftlich durchführbar.

Was in der Industrie einfach weggeschmissen wird ist sowieso ein Wahnsinn!
Bei uns zum Beispiel:
LKW-Dieseltanks, Beifahrersitze, Armaturenbretter, Schrauben, Schellen usw. alles FABRIKSNEU wird weggeschmissen, weil zurückschicken nicht geht und die Teile auch anderweitig nicht verwendet werden können.
Und das 100-fach im Jahr....

Meine Arbeitsgruppe hat da letztes Jahr eine Verbesserung gebracht, die wenigstens FIRMENINTERNE Teile wirtschaftlich wiederverwendet:
Einsparung 230.000 Euro im Jahr, davon sehen ich einmalig 170 Euro Prämie...
Überstellungssitze, Tanks, Konsolen usw. werden nicht mehr weggeschmissen sondern in dem Container der wieder in die USA zurückgeschickt wird, in wiederverwendbaren Holzkisten verpackt, einfach formlos mitgegeben....verursacht NULL Kosten.
So einfach kanns sein, aber auf sowas kommt kein Disponent, Berufs-Rationalisierer oder Manager....


Nun, einige Länder/Kontinente haben Plastitüten schon verboten.
Papier ist übrigends keinen deut besser was die Umweltfreundlichkeit betrifft, nur schöner zu entsorgen.

Ich verwende Klappboxen fürs einkaufen, da wird auch nichts zermanscht!


1. WEG(wieder) von Einwegverpackungen(Flaschen, Dosen, Sackerln), wie ich noch klein war gab es sowas gar nicht!

2. Transportschutz anders erreichen als Unmengen von Luftpolsterfolie und Plastikschnipsel in 3x so große Kartons zu stopfen.

3. Produktpräsentation über die Verpackung verbieten/regeln. Was da speziell beim Kinderspielzeug aufgeführt wird ist einfach unpackbar!
Neulich eine Puppe ausgepackt, da war die Verpackung das 5x Volumen der Puppe+Zubehör
Man muß auch an die Werkzeuge(Spritzgußformen usw.) denken, die benötigt werden um eine Verpackung herzustellen die wesentlich größer als das Produkt ist, da entfällt wohl 50% der Kosten auf die Verpackung...

4. was weis ich, rückkehr ins 18. Jahrhundert.
 
Vielleicht gibt es dann mal Plastik Fischer, die unsere Meere abgrasen, denn viel Fisch wird es in unseren Ozeanen in Zukunft nicht mehr geben.
 
wer glaubt plastickflaschen sind pauschal schlechter für die umwelt als glasflaschen hat unrecht. dies liegt auch am hohen transportgewicht der flaschen. giftig sind die kunststoffe niemals evtl. manche zusätze. das recyceln von haushaltsgelben sack abfall ist ökologisch auch lächerlich.
btw die tüten vom lidl (hab ich bei jemand gesehn) haben nen blauen engel und das glaube ich ja ist ein ultraökosymbol...

EDIT
kennt ihr die folge insb Lt. Junior Crazy-Chief? //SPOILER mr burns benutzt eine art platicknetz um meerestiere zu fangen und zu verarbeiten. http://en.wikipedia.org/wiki/The_Old_Man_and_the_Lisa SPOILER ENDE\\ http://www.beamtech.de/filmeneu/filmdetail.php4?ID=4070
 
Zuletzt bearbeitet:
Schon mal alle Quellen durchgelesen? Dann noch nachgedacht? Noch einmal nachgedacht? Nein, wohl kaum.

Zumal dein Post didaktisch eine einzige Katastrophe ist - man weiß nicht, welche Aussage sich auf was bezieht, von den Rechtschreib-/Grammatik-/Syntax-Fehlern mal ganz abgesehen.
 
glas lässt sich wenigstens 100% wiederverwerten ohne qualitätsverlust
man müsste nur nen weg finden diesen Stabiler(bruchkanten) und leichter zu machen
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn diese "Plastikteppiche" wirklich so gewaltig sind und auf den Weltmeeren schwimmen, wieso sieht man sie dann nicht auf Satellitenbildern?
 
Ich würde gerne mal wissen welche Regionen glaube kaum das das all zuviele Regionen sind, und wenn dann meistens Küstennah dennoch kann mann es nicht gut heissen das Kunststoff im Meer ist.

Aber es kommt die Zeit in der mann das wieder aus den Meeren filtert, und es wieder braucht, mann kann ja einige Kunststoffe wunderbar wiederverwerten oder wieder zu Öl verwandeln.

Und eine Welt im mom ohne Kunsstoffe währe undenkbar, da es doch so verbreitet ist und überall anwendung findet, erstmal ein anderes Ersatzproduckt finden, mann kann zwar mitlerweile vieles aus gepressten Naturfasern oder mit Metallen machen aber nicht alles, und auf eine Holztastertur hätte ich keine Lust.

Und ich nehme lieber eine mehrweg Kunsstofflasche als Glas, aus schon gennanten gründen (leichter, und fast unkaputtbar)
 
Hab die Tage ne Doku zu genau dem Thema gesehen.

Gefährlich wird das Plastik im Wasser erst wenn es zu recht kleinen Partikeln zerbröselt ist.
Kunststoffe reichern Schwermetalle an. Und werden die kleinpartikel dann mit der Nahrung aufgenommen, dannlanden auch die Schwermettale im Tier.
Und am ende der nahrungskette stehen halt häufig die Menschen.
Und so trifts wenigstens auch die richtigen.

Das problem an Plastik ist außerden, selbst wenn von heute auf morgen keins mehr produziert bzw "entsorgt" würde. dann würde es noch einige Jahrzehnte dauern bis das Plastik das heute schon überall rumfliegt vollständig zersetzt ist. (ein hoch auf die Oxidation)

vorsicht ironie: aber man könnte ja wieder mehr FCKW benutzten denn wenn die Ozonschicht dünner wird, dann steigt der UV Anteil im Sonnenlicht und es entsteht auch mehr Ozon in Bodennähe.
Und sowohl UV Licht als auch starke Oxidationsmittel zersetzten Plastik ganz toll.
:freaky:
 
chinamaschiene schrieb:
[...]
btw die tüten vom lidl (hab ich bei jemand gesehn) haben nen blauen engel und das glaube ich ja ist ein ultraökosymbol... [...]

ich benutze stoff taschen! das ist viel ökologischer als plastik tüten mit blauem engel.
Und ich achte darauf das plastik in meinem haushalt minimiert wird. Und bei mir ist alles auf recycling und mehrweg getrimmt.
 
Plastikmüll zu minimieren ist ziemlich schwer, wenn z. B. jedes Bonbon in der Tüte noch extra in Plastik gewickelt ist. Das einzige, was man dagegen tun kann, ist, das Zeug nicht zu kaufen :freak:
 
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