Poweline Inhouse Netzwerk

tman76

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Hallo zusammen!

Zuerst einmal will ich mitteilen, dass ich absoluter Rookie bin.....

Also, zu meinem Plan:

Wir planen gerade unser Haus. Grundriss ist fertig, jetzt geht es ans Eingemachte. Momentan machen wir uns Gedanken über die Verteilung des Internets in unserem Haus. Möglichkeit eins ist die Verlegung von Netzwerkkabeln/-Dosen etc. Was ich aber auch interessant finde, ist ein Inhouse Poweline Netzwerk (dlan???). Anschließen möchte ich 1 Rechner im Büro, 1 Fernseher im Wohnzimmer und 1 Rechner im Kinderzimmer. Und dazu habe ich ein paar Fragen.

- ich möchte jeden Raum einzeln absichern, ist damit die Nutzung von dlan ausgeschlossen? Ich verstehe den Punkt "Nutzung einer Phase" als nicht-Elektriker leider nicht....
- was spricht dafür, was dagegen? Herkömmliches Netzwerk vs. dlan auch i.S.v. Kosten
- devolo oder Netgear - welches Produkt ist empfehlenswert für einen 08/15-Haushalt?

Ich kann mir vorstellen, dass solche Fragen schon sehr häufig hier gestellt worden, würde mich über Antworten aber natürlich sehr freuen!

Vielen Dank für eure Mühe!

tman76
 
Wenn ich das richtig verstanden habe, befindet sich das Haus noch im Bau?

Dann verlege lieber gleich Cat7-Kabel inkl. Dosen... Ist auf Dauer besser. Je nach endgültiger Funktion könnte jedes Gerät netzintern mit 1 Gbit/s kommunizieren =)

Und irgendwann später dann 10 Gbit/s (das ist maximal bei Cat7 ^^).

Und dann gibt es noch Cat8 ... das halte ich aber für überdimensioniert =).
 
Hey,

am besten mal die News von heute lesen. Danach sollte klar sein, das Dir keiner eine pauschale Antwort geben kann.

Das Phasenproblem ist jenes, ich hoffe, ich bekomme das richtig zusammen: wenn Du eine moderne Elektroinstallation hast, dürfte selbige über den Sicherungskasten via drei Phasen ge-/entkoppelt sein. I.d.R. aber erreichen die Powerlineadapter nur innerhalb einer gleichen Phase auch eine Verbindung. Befrage dazu einfach (D)einen Elektriker, ob Du mehrere Phasen drinne hast :)

Und was heisst, einzeln absichern? Die meisten Adapter haben "in sich" eine 128bittige AES Verschlüsselung. I.d.R. kann niemand von außerhalb oder einer anderen Wohnung so auf den dLAN zugreifen.

Ich habe bei mir in meiner kleinen Wohnung drei Sets durchtesten müssen, um am Ende mit einem Netgear "mit Steckdose" (XAV2501 imho) ein gewünschtes Ergebnis zu erreichen.

PS: wenn noch im Bau, würde ich durch die Elektriker einfach Cat Kabel mit durchziehen lassen, soviel teurer kann das nicht werden. Powerline kostet immerhin auch ne Stange Geld.
 
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Glückwunsch zum Hausbau! Wenn ihr neu baut, nutzt die Chance alles umsetzen zu können. Du kannst für 30 EUR 100 m LAN-Kabel in Decken, Wände, Putz verlegen. Tu das! Du brauchst dann keine Adapter mehr und musst dir keine Gedanken um Stromkreise/Phasen zu machen.

PS: Ich würde auch gleich große Schächte durchs Haus ziehen, an die man leicht rankommt. So kann man bei Bedarf einfach neue Kabel reinwerfen. Zumindest einen Schacht, der über alle Stockwerke geht, vom Keller bis zum Dachboden.
 
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Cat7 Verlegekabel.

Das Powerlan zeug ist als Notlösung zu betrachten genauso wie WLan wenn es um stationäre Clients geht.
 
Würde auch lieber Netzwerk-Verlegeleitung verwenden. Dosen aufcrimpen fertig.
Geht schnell, ist schnell :-)

DLAN funktioniert zwar mittlerweile auch ziemlich gut aber ein Gigabit-Netzwerk mit meinetwegen Cat6. oder Cat.7 Kabeln ist dem doch vorzuziehen!
 
Da das Haus noch in Planung hast würde ich auch gleich anständig die Kabel schon zu den Punkten legen lassen die mich interessieren + genügend Leerrohre legen lassen; Kosten nicht so viel, jedenfalls viel weniger als nochmal später die Wände aufzustemmen. Powerline ist meiner Meinung nach eher Pfusch und nur der allerletze Ausweg wenn sonst gar nix mehr geht. Wer weiß was in 10 Jahren ist (Kühlschränke mit inet um einfach die Milch nachzubestellen, rezepte vorgeschlagen zu kriegen mit dem was man grad so da hat usw) deshalb lieber 2 leerrohre mehr um nachträglich nen Kabel einzuziehen als später sich drüber zu Ärgern warum man nicht daran Gedacht hat im Bügelzimmer ne Dose zu installieren damit die Frau/Mann während des Bügelns aufn Schirm die Folge xy über ZDF Mediathek schaun kann....
deshalb: es geht immer noch nix über ne guten alten ethernetkabel.
 
Leerrohre sind sowieso das allerwichtigste in einem Neubau!
Ich habe in meiner Wohnung in jeder Ecke, jedes Raumes ein 30mm Rohr liegen!
Dachte am Anfang auch, dass es etwas übertrieben ist, aber ich hab die Dinger schon sehr oft gebraucht!
 
eben@DerBaya
da kauft man sich dann ein schönes 5.1 System und läßt die hintern 2 Boxen weg weil man nicht weiß wie man die Kabel hinbringt^^
 
Übersichtlich in einem satz: nichts kann eine verkabelung des netzwerks ersetzen.

dLAN ist ok, vorallem für leute die keine ethernetkabel (oder vlt sogar FDDI) legen können. Die brutto übertragungsrate von Homeplug AV liegt bei 200 MBit/s, die von Mediaxtream bei 882 MBit/s. Die Nettowerte sind dramatisch tiefer. Bei Homeplug AV bestensfalls 90 MBit/s bei UDP paketen, bei TCP unter 70 MBit/s und bei Mediaxtream weiß ich es nicht. Ersteres ist stabler bei längerer leitung, letzteres bricht schnell ein, ist bei kurzstrecken jedoch besonders schnell. Keiner von beiden bringt eine hohe geschwindigkeit (>50 MBit/s) über eine mittellange strecke oder länger. dLAN ist sicherlich günstiger als ethernet kabel.

Entsprechend würde ich dir zu ethernet raten. Selbst das quasi veraltete ethernet mit 100 MBit/s ist deutlich schneller als das Homeplug AV system. Ich empfehle Cat 6 Kabel bzw wenn du ein paar euro mehr ausgeben willst Cat 7 Kabel mit entsprechenden speziellen buchsen (sind keine RJ-45 anschlüsse mehr, aber beim fest verlegen im haus ist es ja eh relativ egal). Mit Cat 6 erreichst du 10 GBit/s. Mit Cat 7 sind es 10 GBit/s bis vlt 100 GBit/s (wenn mal spezifiziert) und damit ein stückchen zukunftssicherer. FDDI (glasfaser) ist deutlich schneller, kann durch verbesserte technik ohne kabelaustausch verschnellert werden, überträgt keine elektrischen ströme ist jedoch sehr teuer, vorallem an den endgeräten.

Ethernet verlegt man am besten indem jedes stockwerk einzeln angeschlossen und dann dieses jeweils zum zentralen anschluss bzw zum nächsten stockwerk mit einem kabel verbunden wird. Die geschwindigkeiten sind ausreichend, auch wenn dann die stockwerksgrenze natürlich ein flaschenhals darstellt. Empfehlen würde ich dir höherwertigere switche (z.B. Cisco), die kaufst du einmal und dann halten die "ewig", kannst aber auch zu billigeren geräten greifen, damit wirst du auch nicht schlecht fahren (z.B. 3x 1 GBit switch von dlink z.B. D-Link Switch DGS-1016D (gerne auch ein mit nur 8 ports) für jeweils ~ 130 euro + kabel). Damit hättest du den main switch im keller, ein verteiler für erdgeschoss und ein fürs obergeschoss. Gesamtpreis vlt 1000 euro. Beim verlegen ist grundlegend nur zu beachten das ein einzelnes segment nicht länger als 100 m werden darf. Theoretisch könntest z.B. auch alle kabel aus dem jeweiligen räumen direkt in den keller ziehen, oder wo auch immer der internetzugang/main switch steht.

Bei dLAN sind die adapter sehr teuer, aber du musst ja nur die zimmer bestücken in denen du das brauchst (~ 100 Euro für ein gerätepaar). Insofern kommst du auf vlt 200 euro.

Könntest du dsa mit dem "einzeln absichern" genauer erläutern? Möchtest du ein extra sicherungskasten pro stockwerk legen? FI-Schalter pro raum? FI-Schalter sollten nicht stören, die arbeiten ja quasi "passiv", moderne sicherungskasten könnten hingegen ein problem werden. Ich würde da auf alle fälle mal deinen elektrotechniker fragen (better safe than sorry).
 
Auf jenden Fall ist ein fernünftiges Ethernet mit aktuell 1000MB mit Cat7 dass du später noch höher gehen kannst bei Bedarf.

Genügend Leerrohre in den einzelnen Zimmern und fals möglich vom Keller bis in das oberste Geschoss einen Kanal, nicht nur Rohre.

Mein bester Kumpel hat das in seiner Wohnung so gemacht, aber natürlich erst nachträglich ^^ war ne sau arbeit und der hat geschimpft/ sich geärgert wie ein Rohrspatz dass er das nicht von Anfagn an so gemacht hat. Aber wenn man so ein System hat, das ist einfach genial. Egal wo man ist, man kann einfach den Lappy/PC ans Netzwerk anschliessen und loslegen. Egal ob der Raum mal dafür gedacht war oder eben nicht.

Nachtrag: ich würde alle Dosen direkt in den Keller verlegen, da mit einem Patchpanel auf einen grossen Switch und nicht in jedem Stockwerk "zusammenfassen" mit Switches.
 
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@Dabaur: Alle Dosen in den Keller zu verlegen macht aber nur Sinn, wenn kein Kabel über 100m lang ist. Uns ist sogar noch begebracht worden das die nur 90m lang sein sollen damit man noch 10m zum Endgerät Luft hat =).
 
Wenns noch in der Planungsphase ist: Leerrohre, Cat6/7-Verlegekabel, Doppeldosen in jedes Zimmer außer vllt. dem Klo. Endpunkt ist dann da wo der Internetanschluss "ankommt", also wohl meist im Hauswirtschaftsraum. Dort ein Patchpanel in entsprechender Größe an die Wand wo die Verlegekabel "ankommen", einen Gbit-fähigen Switch & einen Router. Letzteres wahlweise mit oder ohne Modem.

Vorteile: Zuverlässig, schnell, im Vergleich zu PowerLAN günstig, die Dosen können auch für Telefonie genutzt werden.
Nachteil: Etwas mehr Aufwand als PowerLAN. Aber da das Haus ja noch gebaut wird, entfällt dieser Nachteil im Großen Ganzen.

Es gibt imho keinen Grund eine ordentliche Netzwerkverkabelung einem PowerLAN vorzuziehen, wenn das Haus erst noch gebaut wird.

Besorge dir am besten einen Elektriker der sich mit Netzwerkverkabelung auskennt und sprich das mit dem durch. Vorsicht: Nicht jeder Elektriker der Telefonie verlegen kann, weiß auch worauf es bei Netzwerkverkabelung ankommt!
Und: Bloß nicht mit der Menge der Dosen knausern!
 
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Shadowlike schrieb:
@Dabaur: Alle Dosen in den Keller zu verlegen macht aber nur Sinn, wenn kein Kabel über 100m lang ist. Uns ist sogar noch begebracht worden das die nur 90m lang sein sollen damit man noch 10m zum Endgerät Luft hat =).

Naja ich weis ja nicht wir gross das Haus wird ^^ aber wenn der Schacht zentral liegt sollte da kein Problem entstehen. Nehmen wir mal an eine durchschnittliche Deckenhöhe von 3 Meter (wobei das ja schon sehr hoch ist, normal meine ich sind um die 3.5 Meter), mit Keller und 3 Stockwerken. Dann bleibt denke ich genug Spielraum bis in alle Ecken ;)

Grob gerechnet: vom Patchpannel bis in die Wand ca 4-5m, Höhenunterschied ca 12-15m, ca 60-65m Rest bis zur Steckdose + Entfernung zum Endgerät! Das müsste eigentlich passen wenn man die Röhren vernünftig legt.
 
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Wow, vielen Dank für die schnellen Antworten!!! Bin überwältigt!

KG+EG+OG wird die Dimension, 135 m2

Mit einzeln absichern meine ich natürlich, für jeden Raum einen eigenen FI....

Dlan scheint ja tatsächlich nur eine Notlösung zu sein, von daher ist die Entscheidung dank euch gefallen: Cat6/7-Kabel + Netzwerkdosen!
 
Für jeden Raum einen separaten FI wird teuer und ist nicht nötig!
Ein FI pro Stockwerk, und in jedem Raum ein LS-Schalter, für die Küche klar mehr!
Man kann oder macht auch heut zu Tage das Licht getrennt von den Steckdosen.
Also einen LS für Licht, einen für Steckdosen!

Tipp: Im Büro ist es manchmal auch eine Überlegung wert, die Steckdosen nicht Unterputz zu verlegen sondern in einem Brüstungskanal!

Und was die Netzwerkdosen angeht bin ich mit den Corning S250 Modulen + Dosen schon immer gut gefahren...!
 
Geschätzt ist das Haus 8 x 10 Meter, und 2,5 Meter x 3 Geschosse. Also keine 30 Meter. Cat6 mit RJ45 Steckern. http://heimwerker.shop.ebay.de/Elektromaterial-/12954/i.html?_nkw=cat6+100m
Leerrohre und Schächte sind immer gut. Gefällt mir, dass das andere auch machen! :)

PS: Handwerker! Frage unbedingt Freunde und Bekannte zur Baukontrolle. Ein Freund von mir hat mir mehrmals versichert, dass die Elektriker ihm überall Netzwerkkabel und Dosen setzen. Als ich dann Splitter und Router für DSL einrichten wollte, fand ich einen ISDN-S0-Ring im Haus vor.
 
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Wie z.B. t-6 bereits geschrieben hat kannst du alle kabel auch direkt zum main switch/panel legen. Entsprechend müsstest diesen einen switch größer (32 ports oder sogar mehr) dimensionieren. Diese verlegungsmethode hätte den vorteil das kein flaschenhals entsteht (der aber in der realität von eher geringer bedeutung wäre) und du das panel zum anschluss von analog und isdn telefonen verwenden kannst (musst dir merken welcher anschluss wo rauskommt. die ethernet kabel selber sind mit analog und isdn signalen kompatibel). Nachteilig wirkt sich die längeren kabelwege, kabellänge und dadurch die umständlichere verlegung der kabel aus.
Schlussendlich ist es geschmackssache und die erstere lösung ist, wenn auch komplizierter zu verlegen, oft vorteilhaft.

Als tipp würde ich dir geben, jeden raum mit einem oder zwei dosen zu versehen. Ich würde zwei/drei LAN anschlüsse und einen telefonanschluss vorsehen (einfach drei/vier ethernet kabel, wobei jeweils ein strang farblich markieren wird, falls du da mal telefone anschließen willst). Ins bad würde ich ebenfalls legen, dort könnte man z.B. mal ein internetradio anschließen oder was auch immer man in 20 jahren netzwerkfähiges im bad gebrauchen könnte. Interessant könnte noch sein, im obergeschoss und erdgeschoss jeweils ein extra kabel für ein WLAN AP zu verlegen und vlt sogar schon eine position vorbereiten wohin man diesen montieren könnte (das reservierte kabel muss ja schließlich irgendwohin führen). Eine erhöhe position ist eher vom vorteil. Mit einem AP pro stockwerk stellst du sicher, dass du eine hohere transferrate per wlan erhälst und vermutlich möchtest du mind. ein AP betreiben.
 
Interessant könnte noch sein, im obergeschoss und erdgeschoss jeweils ein extra kabel für ein WLAN AP zu verlegen und vlt sogar schon eine position vorbereiten wohin man diesen montieren könnte (das reservierte kabel muss ja schließlich irgendwohin führen). Eine erhöhe position ist eher vom vorteil. Mit einem AP pro stockwerk stellst du sicher, dass du eine hohere transferrate per wlan erhälst und vermutlich möchtest du mind. ein AP betreiben.
Dem sei hier noch hinzuzufügen, dass mit geeigneten Switches & WLAN-APs auch PoE (Power over Ethernet) genutzt werden kann, also dass der AP über das Netzwerkkabel vom Switch (oder geeignetem Patchpanel) mit Strom versorgt werden. So ist man nicht gezwungen noch extra eine Stromdose in die Nähe der LAN-Dose zu setzen.
 
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