Privat vs. Öffentlich - wo studieren?

thrillkill

Lieutenant
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Ist es richtig, dass man auf privaten Unis tendenziell besser Ausgebildet wird und demzufolge auch bessere Berufschancen hat?
 
Ein Freund von mir Studiert auf einer privat Uni, die mit 500€ / Monat noch recht billig ist, und lernt das gleiche wie ich ;) (Und ich zahle 500€ / Semester).

Natürlich wird man auf Privat-Unis durch die wesentlich kleineren "Klassen" besser gefördert, aber das ist es mit nicht wert, fast 30.000€ bis Studienende dafür auszugeben.
 
es ist egal. vielleicht ermöglicht das einen kleinen vorteil beim einsteig. aber die leute die dir da gegenüber sitzen sind auch nicht blöd. und die werden den abschluss nicht bevorzugen wenn du sozial total scheisse rüberkommst. und wenn du erst in einem betrieb bist, ist es auch egal. denn dann sieht cheffe was du drauf hast. ich kenne genug leute, welche ''nur'' eine ausbildung haben und das sind chefs bzw vorgesetzte und haben studierende unter sich.
wenn du die kohle hast ok, aber ansonsten würd ich sagen das macht nix. entweder du rockst oder nicht!


gruß rossi
 
Warum sollte jemand von der Privatuni sozial total scheisse rüber kommen? Werden jetzt die Vorurteile ausgepackt?
Nein, die Kohle habe ich nicht. Ich würde aber einen Kredit aufnehmen oder versuchen an ein Stipendium ran zu kommen. Das wärs mir wert.

Labtec ist nicht besonders verwunderlich, dass er das gleiche lernt, wenn er den gleichen Studiengang hat O_o
 
Ich bin auch überzeugt, dass ein Arbeitgeber das durchaus wertet:

Ein Abschluss einer PrivatUni lässt (auf den ersten Blick) eine bessere Bildung vermuten, aber hat auch gleichzeitig ein schnöseliges Image. Man denkt auch, dass derjenige vielleicht weniger selbstständig ist, da er ja immer besser betreut wurde.
Wenn schon Privat, dann wohl richtig teuer/elitär, damit man auch direkt die guten Kontakte knüpft. Denn die wären evtl. das Geld wert...
 
Öffentlich reicht wohl in den meisten fällen.
außer die privat uni hat nen superspezial studiengang, wie zum beispiel die PFH Stade mit ihrem Kohlefaseringenieuren, für sowas würde ich auch 500/ monat bezahlen, aber leider bin ich schon akademiker...

es bring aber sehr viel wenn du öffentlich studierst und dann kohle für ein auslandssemester/jahr ausgibst, das bringt viel mehr. dann sieht der lebenslauf super aus.
 
Zuletzt bearbeitet: (miau)
ich glaube auch das es positiv beim arbeitgeber rüberkommt nur ist die frage ob man sich für diese eventuelle chance so hoch verschulden soll.

mein tipp wenn du gut bist (und ein arbeitstier :) ) dann such die doch einen dualen studiengang bei der vwa z.b studiengang Betriebswirt.

diese leute werden total gesucht und man bekommt ja auch gleichzeit eine ausbildung und gehalt.
 
@thrillkill
ich mein jetzt nicht, weil er von ner privatuni kommt, kommt er gleich scheisse rüber. egal wo er herkommt.
auch wenn er klug ist, aber wenn er z.b. sich in der firma bzw gegenüber kunden nicht artikulieren kann und keine soziale kompetenz aufweist kriegen die leute die ihn einstellen wollen das auch mit. und stellen ihn erst gar nicht ein. daraus folgt. egal, ob privat oder nicht.
und sagt jetzt nicht, dass teamfähigkeit heutzutage nicht gefragt ist und dazu gehört sowas.
 
Bei einigen Studiengängen ist auch die Zugangsberechtigung entscheidend.
Wenn an einer Privatuni 30 von 40 Bewerbern genommen werden und an einer öffentlichen 40 von 500, kann das auch ein Qualifikationsmerkmal sein.
Des weiteren wird man an einer öffentlichen Uni auch ein wenig getestet, ob man sich mit genügend Biss und eigener Strukturierung durchkämpft.

Ein Stipemdium gibt es auch für öffentliche Unis; bei Privatunis dürfte das Stipendium in vielen Fällen die Kosten bei weitem nicht decken.
 
Rossi-X und was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

Martin.H die Qualiverfahren für Privatunis sind meistens viel diferentierter als für öffentliche. Dort geht es immernoch oft einfach nur um den NC. Bei der Bewerberanzahl hast du allerdings recht.
 
auf privatunis werden solche gespräche und das auftreten genaustens trainiert, man lernt redewendungen, wie man läuft, sich verhält und wie man aufzutreten hat.
das geld ist eine privatuni wert, wenn man sich eine gute aussucht.
und wer eine privatuni schaffen will ist nicht asozial bzw hat keine soziale kompetenz.
mfg
 
@thrillkill
hä? du wolltest wissen, ob man da bessere berufchancen durch privatunis hat. und ich sage, dass es nicht nur auf den abschluss auf einer privatuni ankommt. ganz einfach.
 
Da es durchaus Unterschiede in der Qualität der Lehre an allen Hochschulen gibt (sei sie privat oder öffentlich) erstellen Unternehmen in der Regel eigene Rankings der einzelnen Hochschulen, die bei einer Einstellung zu Rate gezogen werden.
Es hängt also nicht von privat oder öffentlich ab, sondern wie deine zukünftige Uni eingestuft ist. Das ist allerdings von Arbeitgeber zu Arbeitgeber unterschiedlich. Zudem führen kleine Firmen nicht solche Rankings. Hier kommt es zu einem noch größeren Teil auf die persönliche Erscheinung an.
Ich persönlich würde allerdings kein Geld für eine privat Uni ausgeben, da ich der persönlichen Meinung bin, dass dies nicht wirklich einen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt bringt, allerdings einen Haufen Kohle kostet.
 
Es wäre sehr hilfreich, wenn du uns sagen würdest, was du studieren willst.

Ich kann dir ja mal das erzählen, was ich grade so durchmache.
Also,

ich und mein Zwillingsbruder machen jeweils ein Duales Studium in Elektrotechnik, ich an einer privaten Fachhochschule, mein Bruder an einer öffentlichen. Mein Studiengang hat so 20 Studenten im 1. Semester, bei meinem Bruder ein paar hundert. Dafür hat er eine Firma mit 3000 Mitarbeitern, sodass er in der Forschung ausgebildet werden kann, meine Firma hat bloß 20 Mitarbeiter und setzt auch nur 2,5 Mio. im Jahr um. Trotzdem bezahlen sie für mich fürs komplette Studium ~25000€ plus meine Ausbildungsvergütung, weil sie der Ansicht sind, die Ausbildung sei besser. So im direkten Vergleich muss ich auch sagen, das mein Bruder inhaltlich noch nicht so weit ist wie ich. Diesbezüglich liegt meine Firma also richtig. Meine Hochschule genießt aber auch einen sehr guten Ruf, hier kommen sogar Leute aus der Schweiz hin, obwohl das nur ne Popelhochschule ist. Das muss ja nicht überall so sein.

Nun ist es so, dass ich es dir nicht ans Herz legen würde BWL an ner privaten Hochschule zu studieren, dass halt ich für Müll. Eignen tut sich das allerdings wohl für technische Berufe, s.o. PFH Stade. Die privaten Fachhochschulen sind auf dem Gebiet z.T. hochspezialisiert, was aber auch deren einzige Chance ist, am Markt zu bestehen.

Viel wichtiger als eine gute Hochschule glaube ich ist es aber schnell fertig zu werden. Eine Firma hat kein Interesse Leute zu holen, die schon 30 sind, aber keine Berufserfahrung vorzuweisen haben. Von da her ist ein duales Studium eine gute Sache. private Hochschulen können aber in der Regel nur einen Bachelorabschluss anbieten, der Master muss also an einer öffentlichen gemacht werden. Doch wer auf einer guten PFH war kann dann natürlich glänzen.

Das ganze birgt natürlich für dich ein erhebliches finanzielles Risiko, von da her will ich dir in deine Entscheidung nicht reinreden. Ich glaub nicht, das der Abschluss 30000 mehr wert ist, zumindest mir nicht. Aber ich bekomms ja bezahlt. Wäre doch auch eine Alternative für dich
 
ghettokn00b schrieb:
...Nun ist es so, dass ich es dir nicht ans Herz legen würde BWL an ner privaten Hochschule zu studieren, dass halt ich für Müll. Eignen tut sich das allerdings wohl für technische Berufe, s.o. PFH Stade. ...

Dem muss ich widersprechen. Auch BWL kann man an einer privaten FH sehr gut studieren. Inhaltlich sind sie ähnlich/gleich zu den öffentlichen, aber die Lerngruppen sind kleine, Ausstattung aktueller, Betreuung besser. Warum sollte gerade BWL an privaten Schulen Müll sein?

Ich habe an einer privaten BWL (fern-)studiert. Die Betreuung war erstklassig, kleine Gruppen (5-20 Teilnehmer), immer aktuelle und neue Unterlagen, neben dem Fernstudium auch Präsensphasen in Top-Lage mit Top-Ausstattung. Da weiß man wofür man bezahlt.
Inhaltlich immer aktuell (keine Unterlagen mit 16% USt usw ;)) der augenblicklichen Wirtschaftslage/Gesetzeslage angepasst.

BWL an einer privaten? Immer wieder gerne. IMO.

Der Vorteil der privaten ist der, die Studenten sind die Kunden und erhalten so den Service den sie sich kaufen. Noten kann man aber auch dort nicht kaufen, die privaten schauen auf ihren Ruf.
 
Ich will Wirtschaftspsychologie studieren.

Warum hälst du BWL an privaten Unis für unsinnig? Es kommt mir gerade dort am sinnvollsten vor.
 
gut ihr habt ja insofern recht, dass öffentlich Unis stark überlastet sind mit BWL´ern. Frage ist nur ob das ganze Inhaltlich auch besser ist, da hab ich immer meine Probleme das bei Geisteswissenschaften und so einzuordnen.
sorry mein Fehler.

Von Wirtschaftspsychologie hab ich jetzt keine Vorstellung, aber große Studiuengängen sind das doch nicht oder? Hast du überhaupt eine private Hochschule gefunden die das anbietet?
 
Wenn du es nicht schaffst selbstständig zu lernen und pfiffig genug bist, die Klausuren zu überleben, in denen ausgesiebt wird (trotz NC und eventueller Bezahlung), dann sind beide Alternativen relativ hinfällig.


An einer öffentlichen Uni biste halt eine wandelnde Matrikelnummer und musst überall anonym Klinke putzen gehen. Könnte mir für mich persönlich vorstellen, dass ein Abschluß auf einer öffentlichen mehr von Selbstständigkeit zeugen kann, als auf einer privaten.
Aber das ist subjektiv und Ansichtssache und soll bitte nicht in Flame enden!

Angesichts der Studiengebühren um die 500€ pro Semester in manchen Bundesländern ist die Frage ohnehin etwas sonderbar. Zum Glück zahle ich derzeit noch "nur" derer 190.

Wipsychologie hab ich selbst noch nie gehört, bei uns gibt es nur "WiPäd". Ist aber dann wohl etwas Anderes.
Ob das viel gescholtene Arbeitsamt da vllt. Kontaktadressen für dich bereit hält?
 
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