Privat vs. Öffentlich - wo studieren?

Ich diskutiere hier mit um nicht an meiner Hausarbeit weiter machen zu müssen, somit reihe ich mich im Reigen der Faulheit ein!


Mein Beispiel galt dem Wunsch an eine "Elite" Uni zu gehen. Wenn diese jetzt Privat ist und in meinem Fall in St. Gallen (was obendrein in der relativ teuren Schweiz ist), dann zahlt man eben noch mehr drauf. Wollte man sowas mit Kredit & Bafög schultern würde ich gerne mal einen Sparplan für sowas sehen :p
Das amortisiert sich denn vllt. wenn man 35 ist.
 
Eine Abbruchquote kenne ich nicht. Ich kenne niemanden aus meinem Jahrgang der abgebrochen hat. Es gibt ein paar Leute die es nicht geschafft haben, das waren aber sehr wenige. Einstelliger Prozentbereich.

Wenn ihm das Lernen, die Prüfungen und all die Sachen die zu einem Studium dazugehören zu viel sind, ist ein Studium vielleicht auch nicht das Richtige für ihn.

Ich kann immer nur von der Uni ausgehen, an der ich studiert habe. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Gebühren für die Leistung angemessen waren. Wer sich mit den Bedingungen einer privaten Ausbildung nicht anfreunden kann, kann die öffentlichen Einrichtungen nutzen. Wir haben in Deutschland viele gute öffentliche Hochschulen.

Mir kommt es so vor als wenn der Threadersteller nicht wirklich sicher ist, welche Richtung er einschlagen soll. An seiner Stelle würde ich einige Probevorlesungen mitmachen.
 
1.) Die Frage ist in vielen Fällen auch, ob es sich überhaupt auszahlt, zu studieren. Wenn man natürlich bis zum Abitur noch überhaupt nichts gelernt hat, sondern nur ein Gymnasium gemacht hat, weil das eben bequem war und man sich mit allgemeinbildetem Zeug herumgeschlagen hat, dann muss man natürlich studieren, weil sonst ist man von der Ausbildung auf dem Niveau eines Hilfsarbeiters. Wenn man schon vorher so intelligent war, eine Berufsausbildung zu wählen und schon so eine Arbeit finden würde, dann ist es die Frage, ob es sich auszahlt. Es Unmengen von Leuten, die ihren Beruf aufgegeben haben, um irgendein Management BWL Zeug zu studieren, was aber kein Mensch braucht am Anfang, weil man sowieso unten einsteigt und Routinearbeiten erledigt. Die wären dann froh, wenn sie ihre alte Arbeit wieder bekommen könnten.

2.) Wenn ich eine Bank wäre, würde ich nie einem Studenten mehr als ein paar Tausend Euro Kredit geben. Das ist nicht wirtschaftlich, weil das Risiko zu groß ist. Da kann er noch so viel Zinsen zahlen. Die Engländer und Amerikaner machen das, darum haben sie jetzt auch die Wirtschaftskrise, weil sie jedem Penner einen Kredit geben auch wenn klar ist, dass er den nie zurückzahlen kann.
 
Ehm.. mit Verlaub. Was? o_O

Kredite fürs Studium sind aufgrund der höheren Gebühren, auch bei öffentlichen Colleges, in Amerika gang und gäbe.
Genau wie das Sparbuch fürs College, das bei Geburt fürs Kind an gelegt wird.

Die aktuelle Krise hat eher was mit zu tiefen Zinsen, massig Kredite an Hausbesitzer, dann den steigenden Zinsen zu tun und nicht mit irgendwelchen Studenten, die Kredite nicht mehr zurückzahlen können.

Aber du musst es wohl besser wissen als all die Banken. ;D
 
Du hast ab privaten Uni den gleichen Stoff nur wird, wie schon erwähnt das Auftreten und Vorträge mehr ins Gewicht genommen.
Einen entscheidenden Vorteilen haben die privaten Unis dennoch. Man kann früh Leute aus der Wirtschaft kennen lernen weil die Leute gerne an privaten Unis Vorträge halten und so Beziehungen für das Berufsleben schonmal knüpfen.
 
Jace schrieb:
Stipendien werden für sehr gute Abschlussnoten, Semesternoten (fällt bei dir weg) und für soziales Engagement vergeben. Wo kannst du denn da punkten?

Meine Noten sind alles andere als gut ;-)
Aber bei einem Stipendium kommt oft ein Motivationsschreiben ins Spiel, schließlich sitzen dort auch nur Menschen und hier könnte ich Punkten.
Ich mache derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland, spreche gut Russisch und bin selbst Spätaussiedler. UND ich bin sehr flexibel. Für eine gute Uni würde ich sofort in den Kongo gehen.
Meine Eltern unterstützen mich mit allen Mitteln, dennoch wäre ein Privatstudium eine große Belastung, die ich ihnen gerne ersparen würde und mit mitte Zwanzig hochverschuldet ohne Job ist nicht gerade toll aber wäre es mir wert.
Ich weiß, dass die Wahrscheinlichkeit auf ein Stipendium sehr gering ist aber ich wäre selbst schuld, wenn ich es wenigstens nicht versuchen würde!

Der Studiengang ist einfach wie für mich geschaffen. Jedes einzelne Fach, dass ich mir bisher angeschaut habe, interessiert mich und ich will mehr darüber wissen. Ich bin bereit, nein ich will mir dafür den Arsch aufreissen und das geht am besten wenn man genauso motivierte Menschen um sich hat und von Professoren gefördert wird.
 
Bereit dir den Arsch aufzureißen aber keine guten Noten? Tut mir Leid, aber das widerspricht sich.

Ein FSJ im Ausland haben schon ganz andere gemacht mit zusätzlich nem 2.0 Schnitt oder so und es gab nichts. Ich möchte dir die Hoffnung nicht nehmen, ich glaube einfach nur, dass du keine Chance hast.
Und ganz ehrlich.. wenn du schon hier den Thread aufmachst und fragst, inwieweit das Studium an einer privaten Uni besser ist..
Für mich bedeutet das implizit, dass du keine Ahnung hast, wie stark sich der Unterricht unterscheidet und die späteren Jobchancen (wobei das auch nur Statistiken sind, viele Studenten an Privatunis kommen ja auch aus gutem Hause und dann spielen auch die Verbindungen der Eltern mithinein).. wie kannst du dann behaupten, es ist dir einen Kredit wert?
 
Also ich STudiere an einer Privatuni Angewandte Informatik und muss sagen: Die 490 € im monat Lohnen sich
Ich merke das daran das es ein Duales Studium ähnlich der BA ist, Ich habe allerdings am ende ein FH Abschluss, und aller 3 monate arbeiten gehe in einer Firma. und die Ganzen AI die an ner Statlichen waren/sind haben Keinen Plan von der Materie. die Sind Wie Fachinformatiker (In der Theorie sind sie Profesoren, doch wenns ans eingemachte geht sinds kleinkinder die gerademal wissen wo der PC an geht)
Auserdem haben wir in der Uni Bessere rechentechnik und Mehr Alte und neuere Programme womit das Anwendungsgebit Breiter gefächert wird. und die Zusammenarbeit mit den Firmen Besser wird da wir die meisten Programme schon von der Funktion kennen.
Also der einzige nachteil den Ich atm von Privaten UNIS hab ist die Monatliche gebühr
 
Jace schrieb:
Bereit dir den Arsch aufzureißen aber keine guten Noten? Tut mir Leid, aber das widerspricht sich.

Nö. Für mich war das Abitur lediglich eine Übergangsphase, die es galt nach dem Minimalprinzip zu absolvieren. Es war einfach eine Notwendigkeit um später studieren zu können. Vorallem weil mir eingetrichtert wurde, dass zukünftig Noten bei der Bewerbung kaum noch eine Rolle spielen würden und Einstellungstests etc. weit mehr Gewichtung fänden. Leider wird immernoch nach dem veralteten NC System ausgesiebt (ist ja auch am einfachsten). Verkalkuliert, würde ich sagen. Daher bereue ich es mitlerweile kaum etwas gemacht zu haben.

Ein FSJ im Ausland haben schon ganz andere gemacht mit zusätzlich nem 2.0 Schnitt oder so und es gab nichts. Ich möchte dir die Hoffnung nicht nehmen, ich glaube einfach nur, dass du keine Chance hast.

Das denkt jeder. Hast du dazu Zahlen? Ich weiß, dass man nicht damit rechnen kann aber es wird immer so dargestellt, als wäre es wie Lotto spielen. Dem ist aber nicht so, man hat eine, wenn auch geringe, reelle Chance unterstützt zu werden.


Und ganz ehrlich.. wenn du schon hier den Thread aufmachst und fragst, inwieweit das Studium an einer privaten Uni besser ist..
Für mich bedeutet das implizit, dass du keine Ahnung hast, wie stark sich der Unterricht unterscheidet und die späteren Jobchancen (wobei das auch nur Statistiken sind, viele Studenten an Privatunis kommen ja auch aus gutem Hause und dann spielen auch die Verbindungen der Eltern mithinein).. wie kannst du dann behaupten, es ist dir einen Kredit wert?

Bitte was?
.
 
Und später ist das Studium auch nur ne Übergangsphase zum Job, als Notwendigkeit um zu arbeiten, wo du nach dem Minimalprinzip arbeitest? Und der Job dann die Übergangsphase zur Rente, als Notwendigkeit überhaupt Rente zu bekommen, etc?
Es ist nen Unterschied ob jemand, der schon ne Menge geleistet hat, mir sagt, er ist bereit sich den Arsch aufzureißen, als wenn es jemand sagt, der eben noch nicht wirklich etwas getan hat.
Selbst wenn es zu individuellen Vorstellungsgesprächen kommt. Dann behauptest du.. du bist gewillt 100% zu geben. Der Typ schaut auf dein Abiturzeugnis und denkt sich seinen Teil.. schließlich kann auch nen Idiot, der mit großer Mühe das Abi geschafft hat, ähnliches behaupten.



Zahlen? Hast du Zahlen? Ich nicht, muss ich zugeben. Aber ich habe Beispiele von Personen die FSJ Ausland und gute Noten hatten und kein Stipendium abbekommen haben.
Des weiteren sehe ich hier doch auch an der Uni, was für nen Abizeugnis oder Erstsemesterzeugnis man braucht um ein Stipendium zu bekommen. Und die decken meistens nur die Gebühren ab, also kein Vollstipendium.

Ok.. in einfachen Worten.
Du behauptest, es wäre dir einen Kredit wert, nur damit du auf eine privat geführte Uni gehen kannst.
Gestern hast du allerdings noch gefragt, ob es sich überhaupt lohnt.
Ich persönlich kann das nicht in Einklang bringen.
 
So, ich gebe auch einfenig Pfeffer von mir dazu. Ich studiere an einer privaten Uni Game Design. Der einfache Grund warum privat, unser Staat hat es leider noch nicht geschafft dieses Fach an gängigen Unis einzuführen. Naja nicht ganz, ab nächsten Semester kann man im Game Design einen Masterabschluß absolvieren. Jedoch nicht den Bachelor, was dadurch jeden Sinn verliert. Aber nun gut, zurück zum Thema.
Ob du an einer privaten Universität bessere Berufschancen hast, liegt schlicht und einfach an der Uni selbst. Im Fall von meiner Schule, würde ich sagen dass ich sicherlich bessere Chancen habe, allein schon durch die Verbindungen bzw. Kontakte meiner Professoren und Dozenten zu der Industrie. Ein klarer Plus für eine private Einrichtung sind aber auch oft ganz einfach bessere Ausstattung und viel bessere Betreuung. Was einen Arbeitgeber dann im endeffekt interessiert, ist dein können. Ich muss bis zum Abschluß mindestens 2D Spiel im Flash und in C++ programmieren, Claymodele erstellen, mich mit Engines wie Shark3D und Cry auskennen und ein vollwertiges 3D Game zum Abschluß machen. Mein Portfolio ist damit sicherlich gut gefüllt.

Da ich sechs Jahre an einer staatlichen Uni studiert habe, nähmlich pseudo "elitären" LMU, muss ich sagen sind pivaten klar im Vorteil, denn die staatlichen sind einfach riesige Bürokratiemühlen. Aber wie oben erwähnt, es kommt einfach auf den Fach und die Schule an, ob es sich mehr lohnt.
 
Ich glaube nicht, dass man deinen Fall speziell übertragen kann.
Bei dir geht es um ein Fach, dass bis vor einiger Zeit gar nicht unterrichtet wurde und jetzt eben nur an privaten Fachhochschulen.
WIrtschaftspsychologie ist kein Allerweltsfach, aber sowohl an öffentlichen als auch an privaten Unis vertreten.
 
Jaceb ich drücke es auch mal in einfachen Worten aus: ich fragte hier ob es sich lohnt auf eine Private zu gehen. Wenn es sich lohnen würde, sprich ich wüsste, dass eine optimale Ausbildungsvoraussetzung garantiert ist, wäre ich bereit einen Kredit aufzunehmen.

Das Studium ist für mich kein Übergang, sondern die Basis der weiteren kompletten Berufserfahrung, auf das ich aufbauen will. Das Abi ist einfach viel zu allgemein, als das ich interesse hatte da viel Energie rein zu stecken. Das ist der große Unterschied in der Motivation. Dieses Studium WILL ich machen, das Abitur war ein notwendiges Übel um Studieren zu können und endlich das zu lernen, was einen interessiert.
Auserdem ist "Abitur" in Deutschland absolut nichtsaussagend.

Das die Noten einen Ausenstehenden nicht davon überzeugen werden, dass ich bereit bin viel zu opfern, ist mir bewusst. Auch ist mir bewusst, dass ich mir durch den schlechten nc viele Steine in den Weg gelegt habe. Da hast du recht.

Die persönlichen Erfahrungen bringen halt nicht viel, weil es nur Momentaufnahmen der ganzen Lage sind. Ich für meinen Teil kenne einige Leute, die Stipendien erhalten haben. Und das nicht für besondere Leistungen oder durch Vitamin B.
 
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