Privat vs. Öffentlich - wo studieren?

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:bussi:

Bei mir ist die "gelbe Spitze" in den letzten Jahren jedenfalls deutlich nach unten verlagert worden. Außerdem ist es ja nicht so, dass man hier in Deutschland ums Verhungern kämpfen würde.
 
Natürlich kommt eine Ratenzahlung auf dich zu nach dem Studium. Du bekommst das Geld ja nicht geschenkt, sondern es ist ein Kredit. Die Konditionen sind dennoch besser als ein "normaler" Kredit bei einer Bank.

Nein, sie bieten dir aber viel Freiraum bei der Rückzahlung.

Sie sind nicht riskanter als Bafög oder andere Kredite, wenn du weisst was du machst und worauf du dich einlässt.

greetz
 
Weniger als 50% des Durchschnittseinkommens in Deutschland machte einen trotzdem in so manchem Land zum gemachten Mann...

Ich kenne solche Zahlen, musste ein ganzes Buch zu einem solchen Thema auswendig lernen :rolleyes:

Relative Deprivation ist eine Sache, aber bislang waren wir auf der Schwelle "Privatuni oder nicht". Das ist nur ein weiterer Punkt für mich zu denken, dass man mit dem was man hat zufrieden sein sollte.
Für mich fällt das Geld auch nicht vom Himmel. Es geht mir dabei um die Erlangung von Softskills. Ich kenne genug Personen, die alles abräumen was es zu holen gibt an der Uni, aber privat kriegen sie nicht mal einen Nagel in die Wand. Von der sozialen Kompetenz ganz zu schweigen :) (Verallgemeinert)

Während es bei Älteren eher eine Tendenz zur Stabilisierung des Reichtums gab, gibt es eben leider auch Randgruppen in der Hinsicht. Alleinerziehende und wieder die von uns schon "beklagten" Ausländer.

Wer hoch hinaus will mit einem Kredit muss auch bereit sein, tief zu fallen.
 
Zuletzt bearbeitet:
¦square²¦ schrieb:
... Die Konditionen sind dennoch besser als ein "normaler" Kredit bei einer Bank....

Um wieviel besser? Und ist die spätere monatliche Belastung gut zu ertragen wenn man nur einen normalen Job macht?

¦square²¦ schrieb:
... Nein, sie bieten dir aber viel Freiraum bei der Rückzahlung....

Dennoch bleibt die Rückzahlung von mehreren tausend Euro, egal welchen "Freiraum" man hat. Die Banken verschenken nichts.

¦square²¦ schrieb:
... Sie sind nicht riskanter als Bafög oder andere Kredite, wenn du weisst was du machst und worauf du dich einlässt.greetz

Eigentlich doch, weil der Betrag deutlich höher ist als bei Bafög-only. Der Kredit für Gebühren steht im Raum! Und beim Studienantritt weiß eigentlich niemand was auf einen zukommt und woraufman sich einläßt. Man kann die nächsten Jahre nicht voraussehen oder -planen, deshalb brechen auch so viele Leute das Studium ab.

Zwirbelkatz schrieb:
Weniger als 50% des Durchschnittseinkommens in Deutschland machte einen trotzdem in so manchem Land zum gemachten Mann....

Jetzt bleibt mal auf dem Teppich. Was nützt dir diese Zahl wenn du in D lebst, die Kosten in D hast und die Gebühren in D bezahlen musst. Was interessiert es was du mit den 50% in irgendeinem Land anfangen kannst wenn du hier lebst und nicht dort? Dort bekommst du das Geld nämlich nicht, sondern nur hier. Der Vergleich hinkt auf beiden Beinen.
Zwirbelkatz schrieb:
... dass man mit dem was man hat zufrieden sein sollte. ....

Das heißt Stillstand ;)
Und Risiko muss IMO berechenbar sein, und Kredite für Gebühren bei einer geringen Chance des wirklichen Nutzen sind unberechenbar.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Studieren kostet Geld. Ein Studium an einer öffentlichen Uni kann ebenfalls sehr teuer werden.
 
¦square²¦ schrieb:
...Ein Studium an einer öffentlichen Uni kann ebenfalls sehr teuer werden.

Dir ist aber der unterschiedliche Betrag schon bewusst? Private Gebühren ca. 500,- pro Monat. Bei 7 Semestern sind das ca. 7x6x500=21.000 Euro + Unterhalt
Ein Studium öffentlich aktuell ca. 500,- pro Semester = 3500 Euro + Unterhalt.

Erkennst du wo das Problem liegt? ;)
 
Die Rückzahlung hast du auch bei Krediten an einer öffentlichen Uni z.B. Bafög

Private Unis bieten auch Voll-/Teilstipendien an. Wenn die finazielle Situation es nicht erlaubt kann man auch mit viel Pauken und guten Noten sein Studium deutlich kostengünstiger gestalten.

Es liegt an einem selbst was man daraus macht.

Ich habe mich vor meinem Studium sehr genau informiert und wusste was auf mich zukommt.

Ich kenne nicht alle private Unis. Die Uni an der ich studiert habe, hat einen mehrtägigen Aufnahmetest durchgeführt. Wer nicht wusste worauf er sich einlässt ist schon dort gescheitert und kam erst gar nicht in die Situation sein Studium abzubrechen.
 
Fu Manchu schrieb:
Was nützt dir diese Zahl wenn du in D lebst, die Kosten in D hast und die Gebühren in D bezahlen musst. Was interessiert es was du mit den 50% in irgendeinem Land anfangen kannst wenn du hier lebst und nicht dort? Dort bekommst du das Geld nämlich nicht, sondern nur hier. Der Vergleich hinkt auf beiden Beinen.

Ein Kind kann hier relativ arm sein. Das heißt der Zugang zu Luxusgütern wie einer Privatuni sind ihm verwährt. Es kann aber trotzdem an der Infrastruktur teilhaben, an der hoffentlich niedrigen Kriminalität, an einem Platz in der Schule und an einer zumindest basal gewährleisteten Sozialhilfe.
Viel schlimmere Indikatoren dieser Armut sind Eltern, die das Kindergeld versaufen und sich aufgegeben haben.

Neben dem Mangel an materiellen Dingen fehlt es oft an Zuwendung, Erziehung und Bildung. Kinder aus armen Familien haben häufiger gesundheitliche Probleme - verursacht durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Sie können sich im Unterricht nicht konzentrieren und brechen öfter die Schule ab. Bei Kindern ausländischer Eltern kommen Sprachprobleme hinzu. Sie leben häufiger in beengten Wohnverhältnissen, in vernachlässigten Stadtteilen mit schlechten Schulen und unzureichenden sozialen Angeboten. Mangelhafte Ausbildung und folglich schlechte Berufschancen sowie Teenagerschwangerschaften zementieren Armutsbiografien.

Wohl dem, der das nicht zu befürchten hat. Das kommt laaaaaaange bevor man überhaupt sowas wie ein Abitur auch nur begreifen können würde. Ist die große Frage, ob das nicht eher auch mit sozialer Armut einher geht. Nämlich von den Erziehungsberechtigten.

Um jetzt endlich mal den Kreis zu schließen und nicht komplett OT zu werden: Solche Dinge lassen mich daran zweifeln, ob man mit den ganz fetten Fischen versuchen will, mitzuschwimmen. Wie du richtig erkennst gibt es auch genug Probleme vor der eigenen Tür.
Mein Bild mit dem "gemachten Mann" war überspitzt, das ist klar.

ch kenne nicht alle private Unis. Die Uni an der ich studiert habe, hat einen mehrtägigen Aufnahmetest durchgeführt. Wer nicht wusste worauf er sich einlässt ist schon dort gescheitert und kam erst gar nicht in die Situation sein Studium abzubrechen.
Für sowas bin ich ja mal gar nicht gemacht. Dann doch lieber der gute alte NC. So hält man es an meiner Uni. Bwl und Vwl und Jura sind fast gänzlich NC frei, allerdings wird dann im Grundstudium gesiebt wie die Sau.
 
>> Ein Studium öffentlich aktuell ca. 500,- pro Semester = 3500 Euro + Unterhalt.

Und selbst das nur in knapp der Hälfte aller Bundesländer.
 
Sorry ich glaube du interpretierst mich falsch. Ich versuche nicht zu erklären, dass ein Studium an einer privaten Uni günstiger ist als an einer öffentlichen Hochschule.

Ich möchte nur sagen, dass es schon Sinn machen kann an einer privaten Uni zu studieren und es einige Wege gibt dieses Studium zu finanzieren ohne einen OE leisen zu müssen.

Ein Studium an einer privaten Uni kann sehr wohl rentabler sein, als an einer öffentlichen Uni.
 
Der gute alte NC bringt auch nichts, wenn das Abitur an sich schon so wenig taugt und überdem von Schule zu Schule variert.

Bei mir gabs nen NC und es wurde in den ersten beiden Semestern stark gesiebt.


@Zwirbelkatz Nen Bachelor kriegt man teilweise schon mit 6 Semestern.
Aber ist das iwchtig? War doch nur nen Rechenbeispiel.
 
Ich will nicht den Korintenkacker spielen, sonst könnte man die Hälfte von dem was ich da oben abgelassen habe auch zersägen.

Nur 7 Semester ist Utopie und stellt keine reelle Kostengröße dar. Wenn man nur Lehre will reicht son Bätschelehr ja vllt., aber wenn es einen Master geben soll?
Ich muss gestehen ich bin noch mit Magister und Diplom aufgewachsen. Zumal doch die Kosten für Miete und Nahrung noch mal ganz andere sind.
Das ist in der Schweiz und z.B. in St. Gallen noch mal eine ganz andere Hausnummer von den Lebenshaltungskosten.
 
¦square²¦ schrieb:
Die Rückzahlung hast du auch bei Krediten an einer öffentlichen Uni z.B. Bafög.

Die Rückzahlung des Bafög ist aber auch von der Studienzeit, der Leistung und der Zahlung abhängig. Meine Freundin bekam über 4.000 Euro erlassen (von 12.000) weil sie den Betrag in einem Rutsch beglichen hat und wegen guter Noten und schnellem Abschluss. Welche Bank bietet solche Konditionen?

¦square²¦ schrieb:
...Private Unis bieten auch Voll-/Teilstipendien an. ....

Das Thema hatten wir schon, Stipendien bekommen wie viel Prozent/Leute? Der Threadersteller hofft auch darauf, wie viele viele tausend andere auch. Ein Fakt mit dem man echt rechnen kann! :D


¦square²¦ schrieb:
...Wenn die finazielle Situation es nicht erlaubt kann man auch mit viel Pauken und guten Noten sein Studium deutlich kostengünstiger gestalten.
Es liegt an einem selbst was man daraus macht.....

Ja, wenn man gute Noten hat, bzw. falls. Aber der Threadersteller scheint das nicht zu haben, weil er nicht auf den NC hoffen will oder auf Wartesemester (siehe weiter oben). Und Stipendien werden wirklich nur für echte Leuchten vergeben, und nicht jeder ist ein 1er-Schüler, wir hier im Land sind wohl eher die normalen durchschnittlichen Leute mit realistischen Vorstellungen, haben evtl ein gutes Abi, aber kaum eines mit 1.0, oder?


¦square²¦ schrieb:
...Die Uni an der ich studiert habe, hat einen mehrtägigen Aufnahmetest durchgeführt. Wer nicht wusste worauf er sich einlässt ist schon dort gescheitert und kam erst gar nicht in die Situation sein Studium abzubrechen.

Finde ich persönlich auch nicht übel, aber es gibt echt gute Leute mit Prüfungsangst, die kommen durch so einen Test nicht mehr durch. Jede Aufnahmeart hat seine Vor- und Nachteile. Aber ob solche Tests dafür sorgen das weniger abbrechen wird sich zeigen. Hat deine UNI Zahlen veröffentlich bzg. Abbrecherquoten? Welche ist es?

Zwirbelkatz schrieb:
3500 ? Was genau willst du nach 7 Semestern erreicht haben?

Den Bachelor im Regelstudium! Und nimms als Rechenbeispiel! Es soll nur den Unterschiedsbetrag zwischen privater und öffentlichen UNI zeigen
Zwirbelkatz schrieb:
...Zumal doch die Kosten für Miete und Nahrung noch mal ganz andere sind....

Welche bei privatem und öffentlichen Studium anfallen, daher kann man diese Rechnung im Vergleich rausnehmen, weil sie gleich ist. Die privaten Gebühren decken nämlich keine Unterkunft und Futter.
Zwirbelkatz schrieb:
Ich will nicht den Korintenkacker spielen...
Das wäre schön!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Fu Manchu schrieb:
Die Rückzahlung des Bafög ist aber auch von der Studienzeit, der Leistung und der Zahlung abhängig. Meine Freundin bekam über 4.000 Euro erlassen (von 12.000) weil sie den Betrag in einem Rutsch beglichen hat und wegen guter Noten und schnellem Abschluss. Welche Bank bietet solche Konditionen?

Wie lang ist das denn her. Der Rückzahlungsbetrag ist afaik auf 10.000 begrenzt.. und da kommt eh niemand auf soviel.
Wer also 5 Jahre studiert und den vollen Bafögsatz bekommt, erhält quasi ein riesiges Geldgeschenk.

Ach was heißt hier voller Satz. Man kommt mit weit weniger als 524€ pro Monat Bafög nach 5 Jahren schon auf viel mehr als 10.000€.

Man kann Bafög also keineswegs mit einem Kredit vergleichen.
 
Meine Freundin bekam über 4.000 Euro erlassen (von 12.000) weil sie den Betrag in einem Rutsch beglichen hat und wegen guter Noten und schnellem Abschluss. Welche Bank bietet solche Konditionen?

Hut aber vor solcher Leistung. Aber wenn ich von Durchfallquoten zwischen 60 und 70% in Medizin, Maschinenbau, Biochemie und Co höre dann ist sie eben einfach findig und fleißig. Mglw. hat sie auch einen nicht so arg selektiven Studiengang gemacht. Da wir WiPsychologie hier alle scheinbar nicht genau einstufen können wäre noch zu fragen, inwiefern die realistischen Absolvierungschancen für diesen Studiengang ausschauen.
 
Jace schrieb:
...Man kann Bafög also keineswegs mit einem Kredit vergleichen.

Was ja wohl ein Argument für mich wäre ;).
Und wer private Gebühren zahlt braucht evtl noch das Bafög oben drauf, weil die Gebühren ja nur fürs Studium sind, nicht für das tägliche Leben.

Zwirbelkatz schrieb:
...Mglw. hat sie auch einen nicht so arg selektiven Studiengang gemacht. ....
Treffer :D
 
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