Privat vs. Öffentlich - wo studieren?

Also wenn das Geld keine Rolle spielt, ist eine private Universität in den meisten Fällen vorzuziehen. Zumindest im Berufsleben fasst man deutlich leichter Fuß, wenn man eine hochwertige Ausbildung genießen durfte.

Oft ist es "leider" nicht die wirkliche Qualität der Uni, die über Einstiegsgehälter oder Berufschancen entscheidet, sondern der Ruf der Bildungseinrichtung. Vor allem international hat man hier mehr Möglichkeiten.

Aussagen, wie "mir wäre es das Geld nicht wert" kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Wenn das Geld vorhanden ist, so würde ich es mir keine Sekunde lang überlegen müssen. Bildung wird immer und immer wichtiger. Da ist es von Vorteil, wenn man sich im Vergleich zu den Mitbewerbern und Konkurrenten am Arbeitsmarkt besser positionieren kann.

Meine Kinder werde ich, sofern ich in Wien bleibe, schon ab der Grundschule in eine bilinguale (Englisch, Deutsch) geführte, private Grundschule schicken. Das Niveau hier ist deutlich über dem von staatlichen Alternativen. Vor allem der höhere Ausländeranteil in den Wiener Schulen ist leider alles andere als förderlich.

Da ich mir gute Bildung durchaus leisten kann und auch will ist das kein Problem - allerdings ist es generell schon schade, dass (Aus)Bildung immer mehr von sozialer Zugehörigkeit bestimmt wird.
 
Kann "Zwirbelkatz" nur zustimmen. Ein Arbeitgeber wird sich schon genau anschauen, ob du zu den besten einer kleinen "privaten" Gruppe gehörst oder ob du dich von den tausenden Kommillitonen an einer öffentlichen Uni dadurch absetzt, dass du dich schnell und erfolgreich durchs Studium gekämpft und es trotzdem unter die Besten geschafft hast.

Falls du in Deutschland studieren willst, würde ich mir ganz genau überlegen, ob du das Geld ausgibst. Hier sind die staatlichen Unis immer noch so gut (ja auch ich habe mit 500 Leuten in einem Raum gesessen), dass sich das Geld aus meiner Sicht nicht lohnt. Wenn du es nach Harvard, Yale, Princton, Oxford, Kings, Cambrigde, MIT oder Stanford (mehr fallen mir gerade nicht ein) schaffst, hast du sicherlich beste Berufschancen, aber hier schaffen es eben auch nur die Besten übehaupt hin. Und da diese Unis reich sind, haben sie auch kein direktes finanzielles Interesse an dir. Bei "jungen" Privatunis (und das sind nun mal fast alle in Deutschland) kommt immer der Verdacht auf, dass du dir etwas "erkaufst".

Eine Freundin von mir ist auf eine dieser "jungen Privatunis" reingefallen (Iserlohn). Klar war das ne tolle Zeit: Party, Wohnheim am See, super Ausstattung... nur einen Job hat sie immer noch nicht, weil die Uni eben keiner kannte. Dafür aber einige tausend Euro an Schulden.

Aus eigener Erfahrung sage ich dir, dass selbst an den oben genannten "Elite-Unis" nicht alles "gold" ist. Es kommt darauf an, was du draus machst. Ich empfehle dir, an einer öffentlichen Uni zu studieren. Mit dem gesparrten Geld kann man so viele schöne Dinge machen.
 
Servus,

wie bei öffentlichen Hochschulen, gibt es auch bei den privaten gute und weniger gute Schulen. Ob eine private Uni für dich besser ist, hängt auch vom Studiengang ab.

Ist die Uni auf diesen Studiengang spezialisiert?
Wie ist ihr Ruf?
Was sagen ehemalige Studenten über das Studium und die Möglichkeiten danach?
Was bietet die private Uni mehr, als die öffentliche Hochschule?

All diese Fragen kannst du mit etwas Recherche schnell beantworten. Besuche die in Frage kommenden Hochschulen (sowohl privat als auch öffentlich) an einem Tag der offenen Tür. Dort kommt man sehr schnell ins Gespräch mit Dozenten und Studenten.
So kannst du dir dein eigenes Bild machen und die richtige Entscheidung für dich treffen.

Generell kann man nicht sagen, ob private Unis besser sind als die öffentlichen Hochschulen.

Ich habe beides kennengelernt. Ich war an einer privaten Hochschule, habe dort BWL studiert. Die Vorzüge gegenüber einer öffentlichen Hochschule waren gewaltig. Die Studiengebühren sind gut angelegtes Geld an dieser Uni. Ich kenne niemanden aus meinem Jahrgang, der nach der Uni länger als 4 Wochen benötigte um einen Job zu finden. Viele wurden auch während des Studiums geworben. Stipendien gibts auch an privaten Unis. Musst Dich vorher erkundigen.

greetz
 
XJ-286 schrieb:
Meine Kinder werde ich, sofern ich in Wien bleibe, schon ab der Grundschule in eine bilinguale (Englisch, Deutsch) geführte, private Grundschule schicken. Das Niveau hier ist deutlich über dem von staatlichen Alternativen.

Die Frage, die sich hier stellt, ist ja nur, ob das wirklich sinnvoll ist. Ist es wirklich so klug, Kinder immer früher mit Wissen voll zu pumpen? Wenn du Pech hast, denn geht der Schuss voll nach hinten los und deine Kinder können am Ende überhaupt nichts vernünftig, da sie einfach total überfordert worden sind. Nach der Grundschule können sie dann weder Deutsch, noch Englisch, noch Mathematik, noch irgendein anderes Fach richtig. Ich persönlich finde es da um einiges sinnvoller, Kindern erstmal richtig ihre Muttersprache beizubringen, bevor man sie an diverse Fremdesprachen heranführt. Die meisten haben damit schließlich schon genug zu tun. Ich denke, ab einem bestimmten Punkt übertreibt man es einfach. Mittlerweile wird schon in einigen Kindertagesstätten Englisch gelehrt. Was kommt als nächstes? Sobald ein Kind fünf Schritte laufen kann und zehn Wörter in seiner Muttersprache sprechen kann wird es mit Wissen bombardiert?
 
@ XJ-286

"Meine Kinder werde ich, sofern ich in Wien bleibe, schon ab der Grundschule in eine bilinguale (Englisch, Deutsch) geführte, private Grundschule schicken. Das Niveau hier ist deutlich über dem von staatlichen Alternativen. Vor allem der höhere Ausländeranteil in den Wiener Schulen ist leider alles andere als förderlich."

Laß doch deine Kinder erst mal Kinder sein. Es bringt ihnen auch nichts, wenn sie in einem elitären Zirkel privilegierter Neureicher groß werden, weil sie dann fern jeglicher Realität aufwachsen. Warum es nicht förderlich sein soll, dass man viele Ausländer im Freundeskreis hat, must du noch mal erklären. Ich profitiere da heute immer noch von. Multikulti passt doch voll ins Thema Globalisierung. Mach das doch nicht an der Nationalität fest!
 
XJ-286 schrieb:
allerdings ist es generell schon schade, dass (Aus)Bildung immer mehr von sozialer Zugehörigkeit bestimmt wird.

Quark

Vor 100 Jahren hat vllt. 1% der MÄNNER studiert, jetzt sieht das ja wohl ein wenig anders aus. Allerdings ist man drauf und dran dieses Bildungszuwachs wieder mit inflationären Studiengebühren zu revidieren.
Roland Koch (Hessen) meinte, dass man dem mit Bafög und Stipendien entgegenwirken wolle :freak:
Ich habe selten so gelacht...


Deine Pläne für deine Kinder finde ich aber positiv. Auch der abnehmende Lerneffekt bei überwiegend ausländischen Mitschülern ist erkennbar, Rütli Schule und Co. Dennoch bedarf es einer Integration und soll nicht rassistisch rüber kommen.
Ich wäre in Wien auch ein Ausländer :p

In 10-15 Jahren gehen die kinderreichen Kohorten der 60er in Rente und jede Menge Know How mit ihnen. Aber um die generelle Notwendigkeit einer umfangreichen Ausbildung geht es hier ja gar nicht ;)

Von einem Freund erfahre ich "täglich", wie ihn das Geseier über "Elite-Uni" in Darmstadt nervt. Wenn man sich in diese Denke einreihen möchte und das Arbeitgeber honorieren ist es möglicherweise das Risiko wert, sich zu verschulden.




@Joker
Freundeskreis =|= Bildungseinrichtung.
 
Der Wunsch nach überdurchschnittlicher Bildung sollte nicht immer als Reichenprivileg etc. in Verruf gebracht werden.

greetz
 
Vor allem der höhere Ausländeranteil in den Wiener Schulen ist leider alles andere als förderlich.

Ich höre irgendwie oft, dass Ausländer generell verteufelt werden... Häufig, naja eigentlich immer wird dabei eine Nation so generalisiert so wie "die Türken" oder "die Albaner" bzw. die "Russen" wobei oft mit all diesen Ausdrücken weniger die Abstammung der betreffenden Person gemeint ist sondern eher ihr Erscheinungsbild.
Nunja zu meiner eigentlichen Aussage :P
Mich regt es teilweise auf, dass sich Deutsche in irgendeiner Art als besser erachten als Menschen aus einem anderen Land z.B. den Osteuropäischen Ländern (beinahe hätte ich Ostblock gesagt ;-) ), einfach weil sie dort her kommen verteufelt und auch missachtet werden.
Klar liegt die Kriminalitätsrate innerhalb von Immigrationsschwerpunktgebieten sehr hoch und bei Nicht-Deutschstämmigen höher als bei Deutschen. - Nun warum wohl? Wer sich die deutsche Gesellschaft und ihre zum größten Teil absolut beinahe nicht mehr als miserabel zu bezeichnende

Integrationsarbeit/ das dazu angelegte Prinzip anschaut, wird sofort sehen, dass da doch was nicht stimmen kann!!
Oft sind Kindergärten noch der Ort, an dem durch gute Mitarbeit und Hilfe von Seiten der Eltern am meisten getan wird, da ein 3-jähriges Kind meist noch keine negativen Gedanken gegen "Ausländer" (eigentlich ein ziemlich komisches Wort, wenn man bedenkt, dass eigentlich jeder auf der Welt fast überall "Ausländer" ist ^^) hegt.
Nunja dann kommt die Grundschule: 99% aller Erfahrungen mit ausländischen Kindern an Grundschulen, die ich gemacht habe waren negativ, was sich darin geäußert hat, dass die Lehrer sie sozusagen links liegen gelassen haben und auch wenig auf ihre Lernbedürfnisse eingegangen sind.
Auch sozial fängt hier schon die Abgrenzung von Deutschen und Ausländern an.
Hier finde ich hat z.B. Holland ein sehr gutes Prinzip eingeführt: es werden regelmäßige Sprachtests in der Schule durchgeführt, und wer Probleme mit Orthographie oder Diktion hat, wird in einem extra Kurs unterrichtet bis er dem Niveau seiner Jahrgansstufe angemesse Sprachkenntnisse erworben hat.
Klar würde ich in meiner jetzigen Situation sagen, wenn ich Vater eines Kindes wäre, mit dem ich sagen wir mal von Albanien hierher gezogen wäre, dass ich Deutsch lernen würde und vor allem, dass ich mein Kind zum Deutsch sprechen bewege.
Das Problem ist ja, dass die Eltern aber oft nur wenige Worte Deutsch beherrschen, wohingegen die Sprösslinge sich zwar oft nicht perfekt artikulieren können, jedoch die Sprache zumindest auf Verständigungsbasis beherrschen.

Jetzt ein weiterer Abschnitt, der ja jetzt langsam von den Hauptschulen in die sog. "Realschule +" (absoluter Schwachsinn wie ich finde, will dies aber hier nicht weiter ausführen) übergeht.
Die weiterführende Schule stellt für denjenigen, der sie besucht, ein Sprungbrett und eine Grundlagenschaffung für Karriere und zukünftige Arbeit dar. In den sozialen Problembereichen, in die häufig die oben bereits erwähnten Ausländer fallen, ist aber häufig die Motivation sowieso am Boden, außerdem kriegt man ja mehr "Respect" wenn man etwas klaut oder Körperverletzung begeht. Vor einigen Wochen habe ich hierzu eine interessante Diskussion im ZDF gesehen: Zitat: "Nunja... Im Knast kriegt man ja wenigstens jeden Tag was zu Essen..." Nur ein Beispiel dafür, dass oft die Bedingungen innerhalb der Inhaftierungsanstalten besser sind als die, welche bei den Insassen zu Hause herrschen.... muss man sich nur einmal drüber klar werden....

Nunja lange Rede kurzer Sinn: Man darf imo niemals eine Aussage für eine Volksgruppe z.B. eine Landesbevölkerung generalisieren; muss sich vor allem in Falle von Problemen einmal deren Ursache(n!!) vor Augen führen.


War ein wenig zuviel Off Topic eventuell :D
Aber @ Topic: Ich bin zwar erst 16 --> in der 10. und wähle gerade meine Leistungs- respektive Grundfächer für die Oberstufe, nur habe ich mir auch schon einmal, weil der große Bruder von einem Kumpel von mir sich erfolgreich in Camebridge beworben hat, darüber Gedanken gemacht, wie das einmal aussehen kann mit Studium und so.

Ich habe jetzt ein Vollstipendium für ein komplettes Schuljahr (11/1, 11/2) für Amerika in Reichweite, bzw ich bin in der Runde der letzten 3 und habe gute Hoffnungen und ich persönlich finde die Vorstellung interessant an einer privaten Uni zu studieren. Nur würde ich dir auch sagen, dass eine multilinguale und internationale Erfahrung nie schlecht sein kann, sprich ich würde egal ob private oder öffentliche Universität in jedem Fall versuchen zumindest einmal ein Semester im Ausland zu verbringen...

MfG, Br0t
 
Zuletzt bearbeitet:
Kein schlechtes Niveau für jemanden deines Alters.
Dennoch muss Immigration und in Folge Toleranz, Akzeptanz und Eingliederung immer von beiden Seiten kommen. Da sehe ich bei manchen arabischstämmigen Mitbürgern Nachholbedarf.

Ich hab nebenbei nen Job im Einzelhandel und finde es immer wieder traurig, wenn die "kleinen Kinder" mit ihren Müttern kommen müssen, um für sie zu sprechen weil Deutschkenntnisse fehlen. Da kann ich allerdings eine Machohaltung von deren Männern ebenfalls nicht von der Hand weisen.

Für so ein Schulstipendium muss man vermutlich zu den Besten gehören.
 
Natürlich hast du recht, dass Ausländer oft pauschal diskreditiert oder diskriminiert werden - und das nicht nur im Bezug auf die (Aus)Bildung und das Berufsleben.

Allerdings kenne ich - mehrere Verwandte arbeiten auch im Bildungssektor und ich studiere zumindest als 2. Fachbereich Wirtschaftspädagogik - genug Institutionen, in denen das Lernen schon nahezu unzumutbar geworden ist. Meine Cousine (8 Jahre) wurde vor 2 Jahren eingeschult. Leider waren ihr auf Grund der Kosten Privatschulen verwehrt geblieben. In ihrer Klasse mit 25 Schülern waren nur 3 gebürtige Österreicher - ganz genau, nur 3 Personen. Neben vielen Vertretern aus osteuropäischen Ländern gehen vor allem 2 Franzosen und ein Spanier mit ihr zur Schule.

Persönliche Gespräche mit den Lehrkräften haben leider bestätigt, dass es nahezu unmöglich ist, das Niveau einer Volksschule aus den ländlicheren Gebieten zu erreichen.

Als Außenstehender kann man das oft nur schwer mitverfolgen, oder ist an Aussagen von 3. Personen gebunden, ich kann allerdings genug berichten und kenne mit auch mit dem Bildungssystem recht gut aus.

In höheren Schulen wird es natürlich meist besser - was jedoch auch oft daran liegt, dass BHS oder Unis von weitaus weniger Personen aus sozial schwachen Kreisen besucht werden.

Dass ich Integration damit nicht unterstütze, indem ich den Anteil österreichischer Schüler an öffentlichen Schulen dadurch dezimiere, dass ich meine eigenen Kinder privat ausbilden lassen will, das ist mir in jedem Falle klar - aber hier stehen für mich meine Kinder ohne Zweifel über dem Allgemeinwohl - als Elternteil sollte man immer von Nutzenmaximierung für seine "Kleinen" ausgehen.


**
Noch eine kleine Ergänzung
Prinzipiell ist es erwiesen, dass Privatschulen auf allen Bildungsstufen in den letzten Jahren deutliche Zugewinne verzeichnen konnten - und das in einer Zeit, in denen die meisten öffentlichen Bildungseinrichtungen ständig über fehlende Schüler, knapp bemessene Ressourcen und Geburtenrückgang klagen müssen.

Ich bin mir sicher, dass schon in wenigen Jahren (15+) ein großer Teil der österreichischen und deutschen Bevölkerung die private Ausbildung der öffentlichen vorziehen wird. Das hat aber vor allem eine ganz große Auswirkung....

Denn, welche Bildungssegmente werden von Privatschulen vorwiegend behandelt?
Natürlich jene, in denen die Berufschancen gut sind und man sich marketingtechnisch einigermaßen verkaufen und profilieren kann. Dass eine Privatschule sich mit polytechnischen Lehrgängen etc. vermarkten möchte, glaube ich ehrlich gesagt weniger. Die aktuell erfolgreichen privaten Institute setzen alle auf ganz spezifische Fachbereiche mit hoher Nachfrage.

"Uninteressantere" Bildungsbereiche werden an staatlichen Schulen hängen bleiben, da diese ja auch irgendwer bearbeiten muss. Und gerade das wird das Niveau noch weiter sinken lassen.

Im Moment scheint die Welt in vielen Bereichen noch OK zu sein, aber ein (gar nicht langsamer) Prozess der Umstrukturierung hat leider schon begonnen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die öffentliche Bildung trotz mangelnder Ressourcen im Stande sehen wird, um hier mitzuhalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Könntet ihr bitte OnTopic bleiben... es geht immernoch darum, ob man bei einer Bewerbung als Student von einer Privatuniversität bevorzugt wird.
 
Ja, und genau das kann man doch nicht pauschal sagen, oder hast du zufällig 2 Leute mit genau den gleichen Qualifikationen zur Hand, und kannst das mal schnell testen ?!
 
Erstens hast du ja bereits einige Meinungen zu dem Thema bekommen und zweitens ist die Diskussion doch gar nicht so offtopic. Außerdem finde ich die Diskussion sehr interessant und es ist doch wirklich schön, wenn es auf ForumBase auch mal tiefer gehende Diskussionen gibt als "Welche CPU sollte man sich kaufen?".
 
bei ner privatschule hast du den vorteil, dass genau auf deine schwächen eingegangen wird und das du immer gefördert wirst.
du bekommst einen strengen lernplan und ich würde deswegen behaupten, dass es leichter ist zum lernen und zum bestehen.

ich studiere an der ETH in der schweiz und sehr viele deutsche kommen in die schweiz um zu studieren, weil unsere profs sich besser um die studenten kümmern.
wir haben zum beispiel für jedes fach übungen und eine testatbedingung (prüfungszulassung), welche vom professor vorgeschrieben wird das zb. 80% der übungen abgegeben und sinnvoll bearbeitet sein müssen, sonst bekommt man die zulassung zur klausur nicht.
unsere übungsgruppen sind zwischen 15 bis maximal 30 studenten gross. die assistenten (studenten höheres semester) werden geschult wie und was sie uns beibringen müssen.
wenn man fragen zum stoff hat etc. kann man jederzeit mit dem prof oder einem assi einen termin abmachen.

sehr viele deutsche studenten sind von der art und weise wie das studium an der geregelt wird überwältigt und sie loben alles... ;o)
immer wenn ich über einen prof in der schweiz nörgle, sagt mir ein deutscher mitstudent, dass ich froh sein soll. denn die schlechtesten profs an der ETH sind bei weitem besser als die durchschnittsprofs in DE, das sagt jedenfalls ein kolleg andauernd. der kolleg studiert glaub ich in aachen und ist für nen jahr in an der ETH.

gut 30 bis 50% aller studierenden an der eth kommen aus deutschland...
 
thrillkill schrieb:
es geht immernoch darum, ob man bei einer Bewerbung als Student von einer Privatuniversität bevorzugt wird.
IMO: Jein :D.

Je nach Unternehmen wirst du eine andere Kultur vorfinden. Gerade im BWL Bereich (auch BWL-Psychol.) kannst du auf Leute treffen die sehr leistungsorientiert sind und dem privaten Bereich grundsätzlich mehr Leistung zuschreiben.
Gehst du aber in öffentliche Betriebe (DRKs, Krankenhäuser, Diakonien, Städtische Einrichtungen) kann der soziale Aspekt überwiegen und sie favorisieren die öffentlichen Schulen. Das aber vorherzusagen ist schwierig.

Du müsstest vorher bereits wissen wohin dein Weg dich führen soll. Hohe Leistungsbereitschaft die du auch dadurch zeigst, das du deine Lehre nicht den öffentlichen Kassen und einem öffentlichen Haushalt überläßt oder hohe Leistungsbereitschaft (das will eh jede Uni) mit dem Hintergedanken das Privatleistung dir eine gute Bildung verschafft.

Außerdem ist der Ruf einer Uni selten vom privaten oder öffentlichen Charakter geprägt. Aachen steht in D und EU mit an erster Stelle bei Ingeneuren >> öffentlich, St. Gallen steht in EU bei BWL mit an erster Stelle >> Privat. Das ganze ist auch vom Fach abhängig. Und bei einer so jungen Disziplin wie BWL-Psychol. gibt es wohl noch keine Einschätzung.

Anders: wenn du das Geld hast und du es dir leisten kannst nimm eine private (IMO). Wenn das Geld fehlt stellt sich die Frage eh nicht, einen Kredit würde ich nicht für eine private Uni aufnehmen, die Gefahr des Studiumsabbruches ist immer gegeben. Und ob die private Uni einen so hohen Gehaltssprung aufweißt das der Kredit dagegen nicht ins Gewicht fällt ist mehr als fraglich.

Ich habe damals die private genommen weil sie mir nebenberuflich viel geboten hat, der Vorteil lag woanders.

CrazyTurgeon schrieb:
...du bekommst einen strengen lernplan ...

Der Lehrplan bei aktuellen Bachelor-Studiengängen an öffentlichen ist schon übertrieben streng, da gibt es keine Luft mehr für Patzer.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Computer Freak schrieb:
Erstens hast du ja bereits einige Meinungen zu dem Thema bekommen und zweitens ist die Diskussion doch gar nicht so offtopic.

Erstens hätte ich gerne noch ein paar und zweitens ging es gerade um Ausländer in Grundschulen.

Außerdem finde ich die Diskussion sehr interessant und es ist doch wirklich schön, wenn es auf ForumBase auch mal tiefer gehende Diskussionen gibt als "Welche CPU sollte man sich kaufen?".
Ich finde die Diskussion auch interessant und musste mir verkneifen etwas dazu zu schreiben aber ansonsten kommen wir vom eientlichen Thema, was mir persönlich sehr wichtig ist, ab, was gar nicht toll ist. Ihr könnt ja einen extra Thread aufmachen, evlt. lass ich mich da auch blicken ;-)


Labtec schrieb:
Ja, und genau das kann man doch nicht pauschal sagen, oder hast du zufällig 2 Leute mit genau den gleichen Qualifikationen zur Hand, und kannst das mal schnell testen ?!

Was willst du jetzt damit sagen? Personalchefs müssen Bewertungskriterien entwickeln um sich entscheiden zu können und dazu gehören nunmal auch Rankings, was in welchem Bereich bevorzugt wird- weiß nicht genau wo das Problem.
.
 
Ich sag mal so, manchmal wünscht man sich aber auch individuellere Betreuung.
An der TUM bekam ich damals ein Schreiben, dass ich das Glück habe nicht an einer Massenuniversität zu studieren und man sich individuell um mich kümmert, mit diesem Papier wird man dann erstmal in die Wüste geschickt!

Ich kann nur so viel sagen, wenn ich später wirklich ein Unternehmen gründen sollte, werde ich sehr viel Wert auf die Universitäre Herkunft meiner Mitarbeiter legen, egal ob privat oder öffentlich, aber die Uni muss einen guten Ruf haben, und da kann man sich als Arbeitgeber schon informieren aus bekannten Quellen. Diplom ist wirklich nicht gleich Diplom, das weiß jeder, der auch nur ein bisschen Ahnung hat.

Und bevor ich 30.000 für ein Studium rauswerfe, nehme ich es lieber zu meinem Gründungskapital dazu. Nicht viel, aber naja.
 
Fu Manchu schrieb:
IMO: Jein :D.

Je nach Unternehmen wirst du eine andere Kultur vorfinden. Gerade im BWL Bereich (auch BWL-Psychol.) kannst du auf Leute treffen die sehr leistungsorientiert sind und dem privaten Bereich grundsätzlich mehr Leistung zuschreiben.
Gehst du aber in öffentliche Betriebe (DRKs, Krankenhäuser, Diakonien, Städtische Einrichtungen) kann der soziale Aspekt überwiegen und sie favorisieren die öffentlichen Schulen. Das aber vorherzusagen ist schwierig.

.

Wie meinst du Privat - leistungsorientiert und Öffentlich - sozial ?
 
thrillkill schrieb:
Wie meinst du ... ?

Private Unternehmen, die selber nur nach Leistung bemessen werden (GuV, Bilanz, CF, Aufträge, Umsatz, Renditen usw.) messen auch anderen Institutionen nach deren Leistung, Image und Anspruch.
Die privaten Unis/FHs bieten genau diesen Anspruch (oder nur angeblich), sie setzen auf Leistung durch direkte Betreuung, kleine Gruppen, direktere Förderung - und lassen es sich honorieren durch finanzielle Leistung. Private sind stärker im Marketing tätig, rühren öfter die Werbetrommel, sie sind IMO agiler und fixer am Markt. Das wird von den privaten Unternehmen, die sich auf gleicher Stufe damit sehen, auch oft erkannt. Alles IMO!
Öffentliche UNIs werden versorgt, die privaten stehen mit ihrem Kapital und den dahinter sitzenden Eignern in einem Wettbewerb mit anderen privaten und zusätzlich den öffentlichen.

Öffentliche Unternehmen sind (wir kennen es alle) "behäbiger". Sie können und wollen oft auch nichts mit dem bezahlten Bildungsansatz zu tun zu haben, weil privaten oftmal auch der Hauch des elitären anhaftet. Diese Unternehmen sind vom Ansatz her den gleichgestellten öffentlichen Schulen zugetan.

Es ist auch so, das sich die Privaten auch nur solchen Fächern zuwenden von denen sie wissen, das ihre Studienabgänger daraus später Kapital schlagen können. Private können sich mit ihrem Lehrkörper auf wenige Fächer spezialisieren, sie konzentrieren damit auch Fachwissen. IMO ein Vorteil, wenn man genau das Fach braucht.

Und zuletzt sitzen überall Menschen, die rein subjektiv andere Menschen beurteilen. Ob das so richtig ist mag jeder für sich selbst entscheiden.
 
Zurück
Oben