Private Krankenzusatzversicherungen

Anne_K

Newbie
Registriert
Juni 2011
Beiträge
3
Die gesetzliche Krankenkasse zahlt nicht mehr so viele Leistungen bei Krankheit. Da müssen wir mit dem Notwendigsten auskommen. Jetzt habe ich auf der Seite Finanzcheck gelesen, dass es verschiedene Zusatzversicherungen gibt. ich überlege schon, ob ich eine Zahnzusatzversicherung abschließen soll. Was haltet ihr von solchen Versicherungen? Mit welchen Monatsbeiträgen muss ich bei einer Zahnversicherung rechnen?

Anne
 
kommt auf dein alter an :) und ob dir zähne fehlen ...
wenn gewünscht kann ich ein angebot per pn zukommen lassen .. ob dir das dann etwas ist, musst du selbst entscheiden .. ich erachte es als empfehlenswert (weil wenn es doch mal nötig ist .. und im alter ist es das so oder so, wirds teuer)
 
Bei solchen Angeboten muss man immer etwas vergleichen, weil Preise und Konditionen sich z.T. stark unterscheiden. Ich z.B. habe u.a. eine private Zahnzusatzversicherung. Meine Zähne sind vollständig und in sehr gutem Zustand. Das beeinflusst auch den Preis der Versicherung. Wenn jemand mit verfaulten Stumpen in der Versicherung aufschlägt, wird er sicher keinen günstigen Tarif bekommen.
 
Besorg dir mal den ausführlichen Zahnzusatzversicherungstest der Finanztest. Der lohnt sich auf jeden Fall!
Ich selbst bin beim Testsieger (Central) versichert und nehme die Versicherung in wenigen Wochen in Anspruch (Heil- und Kostenpläne wurden bereits genehmigt).
Solltest du Wert auf eine professionelle Zahnreinigung legen, solltest du vielleicht Platz 2 (Arag) wählen, da die im Jahr zwei solcher Behandlungen übernehmen.
Ergänzung ()

Bei den Heimseiten der jeweiligen Versicherungen findest du vermutlich überall Beitragsrechner, die dir deinen monatlichen Versicherungsbetrag ausspucken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schau dich mal beim münchner verein um! Zahle bei denen 30€/Monat, hab im Krankenhaus 1. Klasse und Chefarzt, Krankentransport, 1x jährlich brille, und Zuzahlung beim Zahnarzt (ich glaube 50 %).
 
lohn sich meiner einschätzung nach nicht, wenn man einigermaßen vernünftig lebt und seine zähne pflegt. sollte man eher zu den kanditaten gehören, die eher schlechtes material haben (bereits jetzt mehrere löcher), sollte man darüber nachdenken. schlussendlich ist es aber nur geldmacherei.

edit:

und weil ich gerade gringo-82 lese. UNBEDINGT VORHER die bedingungen KOMPLETT lesen! die meisten versicherungen sind schweinehunde und wollten nur dein bestes und das ist nicht deine gesundheit.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ godapol .. jo deswegen sind alle leute ab 50+ öfter beim zahnarzt .. das hat weniger was mit den aktuellem zustand deiner zähne zu tun, als mit der tatsache, das mit dem alter die probleme kommen ... was denkst warum die gesetzlichen solche kosten kaum noch tragen ;)
 
Da sollte man schon sehr aufpassen was man macht. Meine Erfahrung ist das wenn eine Versicherung da ist, wird die sich im Bedarfsfalle meist erstmal weigern oder bezahlt nur einen Teil - womit dann der Nutzen eh nur sehr gering ist.

Ist zwar eine andere Baustelle, aber ähnlich. Im letzten Jahr war ich leider mehrere male kurz im Krankenhaus, nachdem ich den Bau Jahrzehnte nicht von innen gesehen habe. Ich hatte viele Jahre überlegt, eine Versicherung abzuschliessen, die mir ein Einzelzimmer gewährt hätte und Chefarzt-Behandlung. Letztendlich habe ich sie aber nicht abgeschlossen, da die Versicherung auch nicht billig ist.
Als ich dann im Krankenhaus war, war ich überrascht, dass man dies auch im Krankenhaus in verschiedenen Variationen angeboten bekommt für die Zeit die man da ist - also nicht darüber hinaus.
So habe ich also 70 €/Tag (normalerweise 2-Bett-Zimmer, gab aber keinen zweiten der das gewollt hätte und somit war ich alleine) bezahlt und hatte mein Einzelzimmer sowie Chefarzt-Bahndlung. Die Versicherung hätte mich 60 €/Monat gekostet - allerdings auch, in den Jahren wo ich gesund war!
Ich möchte wetten, dass das Krankenhaus sogar mehr davon hatte, als wenn ich den Zwischen-Dealer-Krankenkasse oder Versicherung dazwischen geschaltet hätte!

Was bleibt ist, ich habe sehr viel Geld gespart........
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerade bei der Zahnzusatzversicherung auf die Wartezeiten und zu ersetzenden Kosten in den ersten Jahren beachten. Dort wird oftmals begrenzt.
Die Diskussion ob nötig oder nur Geldverschwendung gibt es schon immer und Versicherungen sind ja sowas von Böse....
Meißt melden sich eh immer nur die Personen bei denen, ob zu recht oder unrecht, der Versicherer nicht zahlt....
 
Hallo Anne,

mal davon ausgegangen, dass die gestzlichen Leistungen nicht nur im Zahnbereich gering sind, sondern auch im ambulanten und stationären Bereich, sollte eine Zahnversicherung auch nicht das einzige sein, welches man privat zusätzlich abdeckt.

Für einen Zahnversicherung gilt aber folgendes: Die Leistungen werden hauptsächlich für den Zahnersatzbereich abgedeckt. Dies wird meist über einen Prozentsatz beworben. Dies unterscheidet sich dann, ob damit die

- Gesamtkosten inkl. der gesetzlichen Vorleistung
- des Rechnungsbetrages
- der Restkosten oder
- der gesetzlichen Leistung

gemeint sind.

Eine Versicherung die 100% der gesetzlichen Leistungen zahlt, kann bei Imlantaten sehr gering ausfallen, da die Kasse nur einen Bruchteil dessen zahlt. Sind es z.B. 10% der Rechnung, so zahlt die Zusatzversicherung eben auch nur 10% dazu. Vorausgesetzt, Implantete sind in den Bedingungen überhaupt aufgeführt.

Eine Versicherung die z.B. 50% des Rechnungsbetrages leistet und Implantate mit einschließt, ist in diesem Fall deutlich mehr wert.

Du solltest also vorher überlegen, ob du bei Zahnersatz auf eine professionelle Behandlung wert legst, oder ob ein "Kassengebiss" reicht.

Achte auch darauf, dass Füllungen (z.B. Keramik) nicht zum Zahnersatz gehören, sondern zur Zahnbehandlung. Meist kann dies in Kombination mit einem weiteren Tarif oder einem Kombitarif abgedeckt werden. Das gleiche gilt auch für die Zahnprophylaxe.

Ein weiterer Punkt ist die sog. Zahnstaffel. Eine Zahnversicherung muss sich in den ersten Jahren erst aufbauen (durch Beiträge), weshalb die Erstattungshöchstbeträge in diesen Jahren begrenzt werden. Eine Wartezeit über mehrere Monate fällt meist zusätzlich an. (Man möchte sich hiermit jedoch vielmehr vor Betrügern schützen).

Und zuletzt möchte der Zaharzt auch Geld verdienen. Achte also darauf, ob mind. bis zum 3,5fachen Satz der Gebührenordnung für Zahnätzte (GOZ) geleistet wird.

Mit dem richtigen Tarif, kann eine Zahnzusatzversicherung richitg Gold wert sein. Bei behandungsintensive Zähne der Eltern (Vererbung?) z.B. würde ich nicht lange warten.

Das wäre dann wohl alles, oder hab ich was vergessen? Achja, denk an Risikozuschläge oder Ausschlüsse bei event. fehlenden Zähnen!!!

Beste Grüße
Martin
 
Karre schrieb:
@ godapol .. jo deswegen sind alle leute ab 50+ öfter beim zahnarzt .. das hat weniger was mit den aktuellem zustand deiner zähne zu tun, als mit der tatsache, das mit dem alter die probleme kommen ... was denkst warum die gesetzlichen solche kosten kaum noch tragen ;)

und warum lege ich dass geld dann nicht selber an, anstatt es einer versicherung in den rachen zu schmeissen? sicherlich gibt es fälle, in denen sich so etwas lohnt. aber der überwiegende teil der leute dürfte damit wohl keine probleme haben.

wenn ich jetzt 20 euro monatlich spare, habe ich in 20 jahren (da bin ich 54) bei nen zinssatz von 3 % 6.500 EUR auf der seite. da dürfte doch einiges gehen...
 
@LARS_SHG
Rechnung vom Chefarzt schon bekommen? Vielleicht hat er dich behandelt, aber dann nicht mit den privaten Leistungen.
Ein 30jähriger schließt solch einen Tarif übrigens für 35-40€ im Monat ab.
 
@godapol

Aber auch nur wenn nichts unvorhersehbares passiert.
Nehmen wir mal das Beispiel Unfall....
 
@godapol

und die 6500 minus Inflation sind dann nur noch nach heutiger Sich ca. 5000€ Wert. Das wären dann 2-3 Imlantate mit vollverbledeter Metallkeramikkrone. Den Vorteil für jährliche Zahnprophlaxe, Inlays, Füllungen etc., die ich in den 20Jahren von der Versicherung erstattet bekomme mal ganz abgesehen.

Nicht vergessen: Auch eine Versicherung kalkuliert Beitrag + Verzinsung - Leistung - Abschluss und Verwaltungskosten. Anders geht es wirtschaftlich nicht. Ist bei Lotto nicht anders.
 
Wenn man in Jungen Jahren eine Versicherung abschließt, kann man sehr günstig einen guten Rundumschutz erhalten. Man muss eben auch konsequent sein und jeden kleinen scheiß an die Krankenversicherung weiterleiten (Impfgebühren, Hubschraubertransport (das waren bei meinem Sportunfall schon >5000€) Zahnprophylaxe, Massagen, Physiotherapie Heilzeugs, Brillen usw....)
Einzelzimmer/Doppelzimmer im Krankenhaus ist finde ich schon ein Luxus auf den ich im Fall eines Falles nicht verzichten möchte. (jedenfalls 100x angenehmer als 2 Wochen in einem 6 bis 10 Bett Zimmer zu liegen)

wenn ich jetzt 20 euro monatlich spare, habe ich in 20 jahren (da bin ich 54) bei nen zinssatz von 3 % 6.500 EUR auf der seite. da dürfte doch einiges gehen...
Dann geh ein einziges Mal nur ins Krankenhaus, oder auf Kur und die Kohle ist schwupp die wupps weg. Wenn du nach einem Unfall auch noch Physiotherapie brauchst, wirds richtig teuer.
 
Zuletzt bearbeitet:
BTT: Zahnzusatz ist meißt vom Einstiegsalter abhänig. Je älter desto teurer. Um diese Frage zu beantworten.
 
Sorry - ja stimmt. Ist ein bisschen verwirrend im diesem Thread. Ich dachte es geht auch um private Zusatzversicherungen. (tut es scheinbar auch zum Teil)
 
@ MSHomerJay
Rechnung vom Chefarzt schon bekommen?
Du hast offensichtlich meinen Text nicht gelesen, es gibt keine weitere Rechnung! Der Chef-Chirurg des Hauses der mich operiert hat, hatte sich hinterher bei mir nochmal gemeldet, da ich einen recht großen Gallenstein hatte um mir diesen zu zeigen.

Ein 30jähriger schließt solch einen Tarif übrigens für 35-40€ im Monat ab.
Zum einen bin ich >40. Zum anderen waren es bei meinen diversen Anfragen die ich vor einigen Jahren im Alter von ~ 35 gestellt habe, keine Versicherung dabei, bei der es unter 50 € war - es sei denn, es waren wieder Ausnahme-Tatbestände drin, die habe ich gleich ignoriert!
 
@Lars_SHG
das Einbettzimmer beläuft sich bei ca 70€ pro Tag. Mit einem stationären Zusatztarif werden diese Kosten direkt mit der Versicherung abgerechnet (dies hast du dann aus deiner eigenen Tasche bezahlt).

Der Chefarzt rechnet dagegen mit dem Patienten ab. Tut er dies nicht, kann er seine Leistungen nur mit der gesetzlich Versicherung abrechnen. Dafür bekommt er dann natürlich weniger bis garnichts. Einen pauschalen Tagespreis kann er aber nicht mit dir vereinbaren, weshalb er wohl auf seine privatärzliche Vergütung verzichtet hat - soviel Glück hat nicht jeder.

Die 35-40€/Monat für einen 30jährigern war nur ein Beispiel für andere. Ich will damit ausdrücken, dass das Einstiegsalter eine entscheidene Rolle spielt. Die Gesundheitsfragen und daraus folgenden Risikozuschläge kommen dann noch hinzu. 60€ wie in deinem Fall sind wirklich ne Menge - leider trifft das für viele Menschen zu.
 
Zurück
Oben