Ich sehe von dir hier einige Probleme wenn ich den Anfangspost lese und dann was weiter passiert ist.
Ich zähl sie einfach mal wahllos auf:
1. Du fängst dort an, die Rangordnung ist: Sie ist dein Chef. Punkt. Wenn sie dir die Arbeitsanweisung gibt, einen Kunden nicht ohne Bezahlung nach hause zu schicken, dann hast du das zu tun. Wenn der Kunde deswegen nicht mehr wiederkommt, kannst du darauf verweisen deine Arbeitsanweisung wurde ausgeführt mit Höflichkeit und daraufhin ist der Kunde abgesprungen.
2. Deine Chefin hat, ob zu Recht oder Unrecht, einen Groll gegen dich, deine Arbeitsweise (die oben erklärlicherweise inkorrekt ist), deinen Leistungen. Diese bekommst du nun mit (woher mag man nur erahnen). In dem Moment, indem sie dir fachliche Inkompetenz unterstellt, hättest du handeln müssen. Stimmt es was sie sagt, brauchst du mehr Unterweisungen, brauchst du ihre Hilfe oder du musst eines tun: KÜNDIGEN. Denn falls das nicht stimmt, und wir wissen hier nicht ob es stimmt, oder ob es nicht stimmt, falls es nicht stimmt dann mag sie dein Gesicht nicht. Warum? Keine Ahnung, mein Onkel sagt dazu immer: "Ist so". Klar kannst du dich wehren, mit Händen und Füßen, und natürlich wird sie alles von sich weisen. Eure Aneinanderreibung jedoch mit Kleinigkeiten, Nichtigkeiten, die in einem großen Stile jedoch zu wirklichen Konsequenzen und Unternehmensfolgen führen können, machen euch beide kaputt.
Sie wird in dem Falle sowieso nicht mit dir zusammenarbeiten WOLLEN, selbst wenn du der beste Angestellte des Jahres bist und KEINE Fehler machst.
In dem anderen Falle, indem die Unterstellungen NICHT zu Unrecht waren, musst du dir zwangsläufig EBENSO einen anderen Job suchen. Denn hier lernst du scheinbar nichts, deine Fehler werden nicht korrigiert, es wird von dir verlangt FACHLICH etwas zu unternehmen, du für dich. Während man von dir ebenfalls verlangt dich deinen Vorgesetzten zu fügen.
Nummer 3: Eine schreiende Vorgesetzte ist dein Todesurteil im Unternehmen. Auch hier: Es wird dir nichts bringen. Du kannst Schulungen machen ohne Ende, du kannst dich weiterbilden und 0 Fehler machen. Ihr werdet nie auskommen. Und die Frage die sich mir stellt ist: Warum hast du nicht schon früher versucht von da weg zu kommen? In jedem Fall bist du doch unzufrieden mit der Situation. Du machst DICH damit kaputt, scheinbar macht sie sich kaputt, oder DURCH DICH kaputt, was in keinem der beiden Fälle gut ist. Was mit ihr nach deinem verschwinden passiert, kann uns erstmal egal sein.
Aber du machst dir dein Leben zur Hölle. Sollte es so sein, dass dir es an Sorgfalt fehlt: Tu was!
Sollte es so sein, dass dir fachlich etwas fehlt: Tu was!
Sollte es so sein, dass der Job dir nicht ganz zu sagt: Tu was!
Sollte es so sein, dass der Job dir gefällt, aber DA nicht: Tu was!
Der, der was in deinem Leben ändern kann bist du. So eine Chose über einen so langen Zeitraum mitzumachen ist fahrlässig. Von dir wie auch von deiner Vorgesetzten.
Da muss ich, und es fällt mir sehr schwer, Timomsv recht geben. In diesem Falle hier sieht es für mich auch eher nach einem gerechtfertigten Entlassungsfall aus.
Gewisse Strukturen in gewachsenen Unternehmen muss man entweder akzeptieren oder sich etwas anderes suchen. Aber man muss sich nun mal an die Spielregeln des Unternehmens halten.
Da kann ich dich beruhigen. Nicht jeder möchte den untersten Arschkriecher spielen und nimmt deshalb auch in kauf in einem Unternehmen NICHT mehr angestellt zu sein. Wenn ich meiner Chefin für private Gespräche, in deren Zeit ich arbeiten muss, noch nen Kaffee bringen sollte, würde ich mich wohl nicht weigern, aber eine Brühe kochen die noch nach 2 Jahren in der Tasse haftet. Das ist keine Arbeitsverweigerung. Und ich habe in meiner Zeit nach meiner Ausbildung als Geselle unserem Chef eine Tasse Kaffee gekocht. Und warum? Weil der Mensch nett zu mir war. Er hatte es sich verdient, einen Kaffee von mir zu bekommen. Denn er konnte Kritik austeilen, er konnte mit Kritik umgehen, er hat mich zum eigenen Handeln hingewiesen, und hat es auch akzeptiert wenn man ihm mit einer sachlichen Argumentation erklärte, WARUM man etwas NICHT getan hat. Er hat nie gebrüllt, er ist nie ausgerastet, er war bestimmend und kompetent. Einen solchen Chef wünscht sich JEDER. Und daher verbiegt man sich auch ein wenig, denn er hätte sich für uns ein Bein ausgerissen.
Wenn es aber nur nehmen nehmen nehmen ist, dann ist, für mich persönlich, definitiv was falsch.
Ich kann für dich nur hoffen das du hier eventuell noch mehr Feedback bekommst ( idealerweise von Arbeitgebern und leitenden Angestellten ) um dir zu zeigen wies ehr du auf dem Holzweg bist.
Nichtsdestotrotz hoffe ich das du deine Probleme in den Griff bekommst oder dich halt umorientierst. Denn eine Sache steht fest. Jeden Morgen mit einem flauen Gefühl im Magen den Gang zur Arbeit anzutreten ist mit Sicherheit ungesund. Und da ist es dann zweitrangig woran es liegt. Es muss schlichtweg geändert werden.
Völlige Zustimmung. Der Zustand ist die Hölle. Für ihn. Und darum muss das geändert werden. Wenn man sich nicht einig wird, dann muss man eben gehen. Oder eben die Inkompetenz des Vorgesetzten bewiesen vorzeigen können. Was ich hier in dem Falle jedoch nicht sehe.