Probleme mit Lüftersteuerung

hubbabubba123

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Hallo,

ich habe einen ziemlich betagten PC den ich mir vor etwa 8 Jahren zusammengeschraubt habe.
Drin ist ein Asus m4a88t-m mit einem AMD Phenom und ein Coolermaster CPU-Lüfter, der mir etwas zu laut geworden ist.

Mein Problem ist dass ich fancontrol (ich benutze Debian) nicht zum laufen bekomme weil die lm_sensors offenbar keine Lüfterdrehzahlen auslesen können. Beim Aufruf von "sensors" bekomme ich zwar CPU-Temperatur etc, aber nur bei "Power fan" (ich vermute das ist der Netzteillüfter) bekomme ich eine RPM-Zahl die beiden anderen stehen immer auf 0.

Was funktioniert ist dass der Versuch mit pwmconfig eine Konfiguration zu erstellen zwar in der Lage ist den Lüfter auf Maximalgeschwindigkeit zu bringen, dann aber abbricht.

Hat jemand eine Idee woran das liegen könnte?

Ich denke daher (das ist er eigentliche Grund meines Postings) darüber nach den Lüfter zu ersetzen und wollte fragen ob mir jemand einen möglichst günstigen, leisen und steuerbaren CPU-Lüfter für einen mehr oder weniger office-PC empfehlen könnte.

Danke!
 
Also vielleicht reicht es ja, den Kühlkörper zu putzen, und im BIOS die Lüftersteuerung umzukonfigurieren.
Empfehlenswert wäre etwa eine Grunddrehzhal vom Lüfter von etwa PWM Stufe 40%, wo er schon gut kühlt, aber noch nicht störend laut ist, und ab 60°C dann erst an Drehzahl zunimmt bis 100% PWM bei 70°C.
Dh., wenn eine solche Einstellung im BIOS möglich ist.
 
hubbabubba123 schrieb:
Ich denke daher (das ist er eigentliche Grund meines Postings) darüber nach den Lüfter zu ersetzen und wollte fragen ob mir jemand einen möglichst günstigen, leisen und steuerbaren CPU-Lüfter für einen mehr oder weniger office-PC empfehlen könnte.

Welcher Phenom ist das (wegen TDP)?

Vielleicht genügt es, auf die Lüftersteuerung des CPU-Lüfters ganz zu verzichten und ihn einfach (mit Low-Noise Adaptern) auf einer langsamen, konstanten Drehzahl laufen zu lassen.
 
Es ist ein Phenom II x6. Genauer kann ich es nicht sagen.

Ich habe die BIOS-Konfiguration bereits geändert. Die Drehzahl ist jetzt niedriger bei normalen Temperaturen, macht mir aber immer noch zu viel Krach. Ich kann im BIOS nur Temperaturbereiche einstellen, keine Drehzahlen und die vom BIOS gewählte Drehzahl bei niedrigen Temperaturen (ganz aus ist der fan nie) macht immer noch etwas zu viel Lärm.

Und was ist ein "Low-Noise Adapter"?
 
Also 95 bis 125 Watt TDP, je nach CPU-Variante.

Kannst Du mal ein Foto oder die genaue Modellbezeichnung des CPU-Kühlers einstellen? Das BIOS kann den Lüfter PWM oder DC regeln?
 
Hier ein Foto.
Das BIOS hat eine Funktion mit der man eine hohe und eine "kritische" Temperatur einstellen kann, demenstsprechend früher oder später dreht der fan hoch.
PWM bzw DC müsstest Du mir erst erklären.

Jedenfalls ist pwmconfig in der Lage den Lüfter auf maximale Drehzahl hochzufahren, von daher sollte eine Steuerung über software prinzipiell möglich sein.

Ich würde gerne einen Weg finden die Drehzahl noch etwas zu senken und würde dann mal schauen wie sich die Temperatur so verhält.

Update:
Da pwmconfig die Drehzahl hoch stellen kann, vermute ich das BIOS nutzt PWM.
 

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Das schaut staubig aus, wenn Du den Lüfter vom Lamellenlkörper runternimmst, sind dann die Kühlrippen auch voller Staub zugesetzt?

Mit Lüftersteuerung unter Linux kenne ich mich nicht aus und kann an der Stelle wenig beitragen. Ich würde daher raten, die entsprechenden Tools zu deinstallieren und das BIOS den Lüfter steuern lassen.

Anschließend eine Dose Druckluft und eine kleine Tube Wärmeleitpaste (jeweils ca. 5€) beschaffen und
1. Kühler demontieren
2. Kühler ausblasen (Druckluftdose nicht schütteln, aufrecht halten, Outdoor-Event)
3. Kühler mit neuer Wärmeleitpaste montieren

Damit sollte schon alles wieder ruhig laufen. Falls nicht, nochmal nachfragen, dann suchen wir einen passenden, langsamdrehenden neuen Lüfter, der auf den vorhandenen Kühlkörper geschnallt werden kann. Wie groß ist der Lüfter? Das schaut nach 120mm (Rahmen) aus?
 
Ja 120mm.

Also ich werd' mal ein wenig Staub entfernen, aber den Kühler zu demontieren hab' ich keine grosse Lust.

Das Problem ist ja nicht dass die CPU zu heiss wird, sondern dass der Lüfter zu schnell dreht, von daher ist mir nicht klar was ich gewinnen würde wenn ich die Wärmeleitpaste ersetzten würde...

Ich wüsste halt gerne warum mein System keine Drehzahlen auslesen kann und hätte gerne einen Lüfter mit dem das geht.
 
hubbabubba123 schrieb:
Ich wüsste halt gerne warum mein System keine Drehzahlen auslesen kann und hätte gerne einen Lüfter mit dem das geht.

Das Tachosignal zur Drehzahlanzeige haben eigentlich alle Lüfter im Consumerbereich. Wenn Du keine Drehzahlen siehst, könnte das am Mainboard oder am Linux liegen. Schau mal den Stecker Deines Lüfters an, wenn der drei oder vier Pins bzw. Buchsen hat, liegt es nicht am Lüfter.
 
Ich hab' nochmal mit dem BIOS gespielt und festgestellt dass die "Fan Auto Mode Start Voltage" (s. Bild) offenbar die Anfangsdrehzahl regelt.
Mit den Einstellungen wie abgebildet kann ich momentan leben (wenn ich "Smart QFan" ausschalte läuft der Lüfter immer mit Maximaldrehzahl).
Meine CPU wird zwar jetzt etwas heisser aber 40 Grad sollten kein Problem sein oder?

UPDATE:
Wenn ich so darüber nachdenke scheint es so zu sein dass die Geschwindigkeit des fans hier über die Spannung geregelt wird. Das könnte auch der Grund sein warum das PWM-tool nicht funktioniert. Ich denke das hast Du oben mit PWM/DC gemeint oder?
 

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Wenn der CPU-Lüfterstecker am Mainboard 4-polig ist, dann wird der über PWM gesteuert.

Diese Phenom2 x6 CPU soll max. nur 60° (hängt auch vom genauen Modell ab) heiß werden, lt. Herstellerangaben, also viel Spielraum hat man bei den Einstellungen nicht mehr, nur gerade mal von 55° auf 60° könnte man nachtunen.

Keinesfalls die Auto Lüftersteuerung deaktivieren, und den Lüfter auf niedrigster Stufe laufen lassen.
Das kann gefährlich nach hinten los gehen, wenn die CPU mal auf allen Kernen von einem Programm voll ausgelastet ist, dann wird sie sofort überhitzen.
 
hubbabubba123 schrieb:
Wenn ich so darüber nachdenke scheint es so zu sein dass die Geschwindigkeit des fans hier über die Spannung geregelt wird. Das könnte auch der Grund sein warum das PWM-tool nicht funktioniert. Ich denke das hast Du oben mit PWM/DC gemeint oder?

Also ich interpretiere den Screenshot so, daß der Lüfter bei 45°C mit 4 V startet und dann bis 55°C auf 12V hochläuft. Das ist eine recht steile Lüfterkurve und das kann akustisch sehr störend wirken.

Ich empfehle, mal mit 6V bei 25°C zu starten und das obere Limit auf 55°C zu belassen, da die CPU wie von HITCHER bemerkt nicht so heiß laufen darf.

Bei einem acht Jahre alten Rechner fürchte ich aber, daß doch einmal die Wärmeleitpaste erneuert werden muß. Das macht Dir ein kleiner Computerladen auch für eine Spende in die Kaffeekasse.
 
cool and silent schrieb:
Also ich interpretiere den Screenshot so, daß der Lüfter bei 45°C mit 4 V startet und dann bis 55°C auf 12V hochläuft.

Dache ich auch, aber im Moment hat meine CPU 34° und der Lüfter läuft trotzdem. Es scheint eher so zu sein dass der Lüfter immer läuft, dann bei 45° mit hörerer Drehzahl und dann bei 55° mit nochmal höherer Drehzahl.

Ich würde gerne die "idle" Drehzahl mit der der fan immer zu laufen scheint etwas reduzieren, aber das scheint nicht zu gehen.

Und was ich nicht verstehe ist dass mein fan einen 4pin-Stecker hat. Da sollte man doch eigentlich PWM erwarten und damit eine Angabe nicht in Volt sondern in RPM.

Leider funktionieren wie gesagt die PWM-basierten Tools zur Lüftersteuerung nicht und mir ist leider absolut nicht klar ob es mit einem anderen PWM-Lüfter funktionieren würde...
 
Mit einem anderen Lüfter ändert sich mit Sicherheit nichts grundlegend bei den Steuerungsmöglichkeiten, es sei denn der aktuelle Lüfter hat kein PWM. Hat das Kabel eine Buchse mit drei oder vier Pins?

Ein neuer Lüfter kann aber bei 4V möglicherweise niedriger drehen als der aktuelle Lüfter und ist dann leiser. Schwer zu sagen, denn Du hast ja keine Drehzahlanzeige wenn ich es richtig verstanden habe.

Welche Möglichkeiten die PWM-Steuerung bei Deinem Mainboard bietet , ist auch nicht ganz klar.

Meine Empfehlung wäre, einen DC-Lüfter zu kaufen, der sich im Bereich von ca. 400 bis 1000 RPM gut regeln lässt. Nach dem Einbau wäre dann zu prüfen, ob Deine CPU unter Volllast nicht zu heiß wird, denn es könnte ja sein, daß der alte Lüfter mit hoher Drehzahl sehr viel Luft fördert.
 
Das Lüfterkabel wie das MB haben 4 pins.
Mir ist das rätselhaft. 4 pins sind doch pwm. Wenn ich da eine dc-Lüfter anschliesse kann ich am Ende vielleicht gar nichts mehr regeln...
Ich würd's ja nur gerne verstehen denn im Moment ist eigentlich eher das Netzteil mein Problem. Das ist jetzt lauter als der CPU-Lüfter.
Wenn man halt man anfängt sich über Lärm zu ärgern hört man wohl nicht mehr auf bis es lautlos ist...
 
Wie schaut denn der Screenshot vom BIOS aus, wenn Du oben bei "Smart QFan" auf Disabled schaltest? Ändert sich was an dem Bild oder am Verhalten des Systems?

Beim Netzteil ist es zum Glück einfacher - man kann es nur komplett ersetzen und sonst nicht viel machen. Oder mal mit Druckluift ausblasen, wie es auch beim Kühler fällig wäre.
 
Wenn ich Smar-QFan ausschalte dann habe ich keinerlei Möglichkeiten zur Konfiguration im BIOS mehr (die Einstellmöglichkeiten werden dann nicht mehr eingeblendet) und das Resulat ist dass der Lüfter immer mit Volldrehzahl läuft - aber fancontrol funktioniert trotzdem nicht.

Und das Netzteil werde ich vermutlich tatsächlich mal austauschen...
 
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