News Produktion eines P55-Boards kostet 105 US-Dollar

Ein Vergleich der Lizenzkosten von AMD, Intel und nVidia Chipsätze wäre interessant und sicherlich nicht so schwer zu recherchieren. Bei den anderen Komponenten kann man als Nicht-Insider nur sehr grob schätzen, wie hier passiert (da gabs wohl in der AT Redaktion ein paar Gläsel Wein, die zu Übermut einluden).
 
HighTech-Freak schrieb:
Logistik&Verkauf ist auch nicht wirklich nachvollziehbar! Niemals kostet das doppelt so viel wie bei einem Low-End-Board...
Unterschätze nicht die Kosten für eine Verpackung. Bunt bedruckter Karton mit Handbuch und Kabelgedöhns. Die günstigen Boards gehen meist an OEMs, da ist kaum mehr als ein kaffeefilterfarbender Karton drum herum.

Die Kosten für die Kühllösungen und Stromversorgung halte ich allerdings auch für etwas zu hoch gegriffen. Und SLI kann man sich sparen, wenn es auch ohne zusätzliche Lizenzgebühren MultiGPU alla ATi gibt.
 
Lächerlich, dass der P55 nur 5$ weniger kostet als P45+ICH10, obwohl es weder den Speichercontroller noch den PEG handeln muss.
Ich denke bei den Preisen wird sich LGA775 noch lange Zeit größter Beliebtheit erfreuen.
 
Ich denke das sind die "theoretischen" Produktionskosten.
Im norfallfall kommen da noch Faktoren wie Mengenrabatt für die Einzelteile hinzu sowie Verträge wo preislich eventuell noch etwas anderes geregelt ist.

Aber generell kann man nicht von Abzocke seitens intel oder ähnliches sprechen, dies sind Unternehmen die Gewinn erwirtschaften müssen.
AMD oder sonstwer macht es auch nicht anders.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal sehen wie sich die Preise dann in der Realität entwickeln. Aber ob so oder so: Neue Sachen sind immer etwas teurer.
Da der i7+Board immer günstiger wird, weil schon länger auf dem Markt, denke ich nicht das ein i5+Board eine großartige Ersparnis sein kann.
 
ok ich glaube solangsam hats jeder kappiert, dass das mehr Einzelproduktionskosten sind, dann können wir uns ja dennoch auf günstige Preise einstellen ;-)
 
_strauch_ schrieb:
Ich frag mich wie dann Boards für 100€ in den Handel kommen. Klar der € ist mehr Wert, aber da kommen ja noch MwSt und diverse Gewinne drauf. Anderseits allein auf den nVidia support zu verzichten bringt schon 10$.

Ich fürchte, dieses Gigabyte-Board wird dann schon zu dem günstigsten gehören, was mit dem P55 möglich ist...
 
Ich will irgendwie nicht glauben, das ein P45 Board für ca. 100€ schon zu den respektablen gehört und wir uns da bei P55 auf einmal im unmachbaren Bereich bewegen ...

Ach diese Preisschätzung ist ja schwachsinn ... da warten wir mal besser, bis die Boards da sind, dann kann man nämlich die Preise auch sehen und sie werden sicher nicht extrem über dem alten Sockel liegen ...

mfg Chuck
 
Völliger Blödsinn diese Rechnung.

So ein Board ist ein Millionenfacher Massenteil.
Man kann schon mal davon ausgehen, daß die ganzen Bauteile zusammen so gut wie GAR NICHTS mehr kosten in diesen Stückzahlen.
Ebenso wie die Fertigstellung.

Wenn ich mir unsere Großhandelpreise ansehe.... puh... , dann kenn ich da noch einen Vertreter aus der Elektronikbranche... die können dir 80% Preisnachlass geben und haben immer noch Gewinn!

Bei Schrauben, oder Kühlkörpern z.B ist noch VIEL krasser.... da haben wir 97% Preisnachlass auf Einzelhandel!

Jeder Kaufmann hier wird mir das bestätigen können.
 
Ob AMD, Intel P55 oder X58 oder 775, die Boards können sich eigentlich nur in den Lizenzkosten unterscheiden, und die wären/sind das interessante. Die Komponenntenpreise verhandelt eh jeder Hersteller selbst mit seinen Lieferanten, die Qualitätsgrade werden sich über die Sockel nicht unterscheiden, sondern über die "Preisklasse" die der Hersteller ansprechen will.
 
Lol da hatte wer wohl bei der Aufstellung der Rechnung ne tolle Glaskugel :D...
Mal im ernst das einzige was man wirklich navollziehen kann sind die Lizenzkosten!
Der Rest wirkt einfach nur irgendwie aus den Fingern gesogen.

Komischerweise merkt man auch bei den Komentaren hier, je mehr Ahnung von Elektrotechnik und Metallverarbeitung desto eher werden die Kosten angezweifelt... Tja CB das war mal wieder ein Schuss in den Ofen, so was von anderen zu übernehmen :D, das war Pokemonisch :D
 
Ich glaube der Preis ist realistisch, wenn man nur ein einziges Mainboard kauft.
Bei Massenbestellungen werden wahrscheinlich Rabatte von 60% und höher angeboten bzw. nur ein Bruchteil vom Preis verlangt.

Vor allem der Preis für Logistik und Verkauf ist für mich sehr unrealistisch. In meiner alten Firma wurden Paletten von einem Produkt gekauft und da waren die Kosten für die Logistik und den Verkauf pro Stück heruntergerechnet bei ca. 40 Cent, wenn es hoch kommt.
Inklusive Lagerhaltung waren es dann knapp 2 Euro!
 
Selten so schön gelacht...

http://www.thomann.de/de/dunlop_cry_baby_gcb95.htm
Das Gehäuse würde bei der Abnahme von einem Stück in Deutschland 83€ kosten... :D

Ähnlich verhält es sich wohl mit der Rechnung hier. Wie man bei der Highend-Stromversorgung auf 55$ kommt muss man mir mal vorrechnen :freaky:

Auf die Preise kommt man vll wenn man seine Widerstände, Spulen, Kondensatoren etc alle bei Reichelt zu regulären Preisen bestellt. Wenn man mal in ner Firma war, die Bauteilbestellungen für andere Firmen übernimmt, dann bekommt man da als "Muster" schon mal ne Rolle mit 1000 Widerständen geschickt, obwohl man nur 3-4 brauch, weil es teurer ist einen Mitarbeiter ins Lager zu schicken und extra n bissel was abzuknipsen. Das wären dann in Conrad-Preisen mal 20-30€, die man einfach so geschickt bekommt.

Wie schon geschrieben sind die Lizenzkosten das einzige, was meiner Meinung nach stimmen könnte. Wenn man in gewisse Firmen einblick bekommt, dann Schüttelt man nur den Kopf, was das Gerät in der Produktion kosten und was der Kunde zum schluss bezahlt.
Ich sag mal ein Faktor 5-10 kommt da bei vielen Produkten zu Stande :D

Was man natürlich beachten muss ist die Entwicklung, Rechtemanagement und Umweltauflagen etc, welche bei vielen Produkten den größeren Anteil ausmacht, als die Produktionskosten (Materialkosten)!
 
buntstift23 schrieb:
Genau, wir ziehen mal 30% ab damit die Zahl in deinen Augen vielleicht n bisschen realistischer ist, aber dann genau unglaubwürdig wie vorher, weil sich das dann wieder nur irgendein Depp ausgedacht hat ;-)
Richtig! Das war auch nicht ernst gemeint -.- ;)
Sollte nur meine Meinung dazu bekräftigen... Is wie mit "russischen Engineering": geschätzt, überschlägig gerechnet und zur Sicherheit bissl dazu geben: fertig ist das "China-Produkt"!

MFelgate schrieb:
Unterschätze nicht die Kosten für eine Verpackung. Bunt bedruckter Karton mit Handbuch und Kabelgedöhns. Die günstigen Boards gehen meist an OEMs, da ist kaum mehr als ein kaffeefilterfarbender Karton drum herum.

Die Kosten für die Kühllösungen und Stromversorgung halte ich allerdings auch für etwas zu hoch gegriffen. Und SLI kann man sich sparen, wenn es auch ohne zusätzliche Lizenzgebühren MultiGPU alla ATi gibt.

Es geht hier um Low-end-Verpackung, nicht OEM-Verpackung... OEM-Verpackung gibts defacto nicht. Lieferum im recycling-Karton mit 20 Motherboards drinne...
Und was das Kabel-Gedöhns & den Rest betrifft: IDE & Sata Kabel sind sowohl beim Low-End als auch beim High-End board dabei. Abgesehen davon, dass Kabel eigentlich so gut wie nie mehr als 10Cent das Stück kosten, glaube ich nicht, dass die aufwendigere Verpackung so viel mehr kostet.
Meine GA-G33M-DS2R habe etwa 90€ gekostet mit 2x Sata, 1x IDE, Bedienungsanleitung, "Glitzerverpackung" mit geprägter 3D-Oberfläche. Bei meinem früheren HighEnd-Board [Ga-K8NXP-SLI (uralt)] war auch nicht sehr viel mehr dabei.

EDIT: Im Übrigen stimme ich meinem Vorredner voll und ganz zu!

MfG, Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Qualität hat ihren Preis. Leider unterscheiden sich deutsche Qualitätsbedürfnisse und die Vorstellungen der asiatischen/amerikanischen Hersteller gewaltig, so daß der 'Preis' eigentlich kaum noch als Wertigkeitsäquivalent herhalten kann - schon der Lizenzen wegen.

Ein Vergleich eines SuperMicro Single Socket LGA1366/X58 Mainboards für einen XEON W35XX im Vergleich zu einem ASUS P6T6WS Revolution offenbart schon bei den Spannungswandlern und Phasen äußerst interessante Unterschiede. Während die SuperMicro Boards 230 - 250 Euro kosten, zahlt man zwischen 30 und 50 Euro mehr für das ASUS, obwohl das ASUS in puncto Layer und Spannungswandler qualitativ einen besseren Eindruck macht. Wenn SLI-Lizenzen und eventuell noch Kosten für nF200 Chips derart hohe Kosten bescheren, ist irgendwie etwas 'verzerrt' ...
 
Das sind doch nur 10 € für Nvidia insgesammt sogar 5 € vieleicht. Da hat Intel viel dazu beigetragen.
 
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