Piktogramm schrieb:BTRFS ist im Vergleich zu ZFS ein Trauerspiel
Ich habe seit mind. 2013 BTRFS auf einem Laptop und seit 2015 auf dem Desktop im Einsatz. Auf der Arbeit verwendet der NFS-Server BTRFS (mit RAID1). Alles funktioniert voellig unauffaellig. Wir haben ZFS auf anderen Maschinen im Einsatz. Funktioniert auch unauffaellig.
Was die Sache mit BSD und AT&T auf der technischen Seite betrifft, hat AT&T Unix mit System V in eine ganz andere Richtung weiterentwickelt als BSD, die aber offenbar fuer professionelle Anbieter interessanter war. So hatte z.B. Sun als Berkeley-Spinoff[*] am Anfang das BSD-basierte SunOS, und hat dann ca. 1990 auf das auf System Vr4 basierende Solaris gewechselt, unter lautstarkem Protest der SunOS-Traditionalisten. Wer also behauptet, nur Unix von AT&T waere das Wahre, der sollte von BSD die Finger lassen.
Meine eigene Erfahrung ist, dass sie die Unix-Varianten (inkl. Linux) auf der System-Call-Ebene nicht so sehr unterscheiden (bzw. man ueber die Unterschiede leicht herumarbeiten kann; ich vermute, auch BSD unterstuetzt inzwischen das von System Vr4 kommenden sigaction(), Linux tut es jedenfalls). Viel mehr Probleme habe ich im Userland: Wenn es nicht GNU ist, ist es fuer mich ein Problem. Aber das GNU Userland laeuft auf allen moeglichen Unices; es wird halt auf BSD oder Solaris oft nicht installiert, weil da die Sysadmins oft meinen, dass man das nicht braeuchte.
P.S.: Nicht ganz: Der Name Sun kam von "Stanford University Network", drei der vier Gruender kamen von Stanford. Das entscheidende in diesem Zusammenhang ist aber, dass der Software-Mensch bei Sun von Berkeley kam, und derselbe Bill Joy war, der in Berkeley die BSD-Entwicklung anfuehrte, bis er Berkeley verliess und Sun mitbegruendete.
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