Cr4y schrieb:
Ich mein, Snapdragons sind unter Android groß geworden - wie schwer kann es sein?
Android leidet aber auch daran, dass die Telefone mit oftmals alten Kernelversionen kommen, die mit proprietären Code/Firmware und DeviceTree verbandelt sind. Eine Aktualisierung des Kernels ist so viel schwerer als es sein müsste.
Da müsste sich enorm viel Ändern in der Firma, um das als Problem zu sehen, interne Prozesse/Denkweisen umzustellen um die eigene Plattform so hinzustellen, ganz abgesehen von den Kosten da sehr viel Code neu zu schreiben.
KlausBaerbel schrieb:
Vielleicht ist einfach die zu erwartende Marge in Verbindung mit der zu leistenden Entwicklungsarbeit zu gering. Die paar langhaarigen Linuxfrickler bringens nicht. Ausserhalb der CB-Forenblase spielt Linux für den Enduser keine nenennswerte Rolle.
Qualcomm hat durchblicken lassen, dass sie in den Bereich Server expandieren wollen. IoT/Embedded hat die Firma auch als Geschäftsfeld. In den Bereichen braucht es halbwegs vernünftige Unterstützung von Linux. Wenn das ordentlich gemacht hat, ist ein Großteil der Unterstützung für die SoCs für Endkunden ein Nebenprodukt dieser Unterstützung.
LamaMitHut schrieb:
Was ist eigentlich aus RISC-V geworden?
Die ISA wird weiterentwickelt, es kommen immer wieder CPU-Designs aber die sind meist nicht annähernd so mächtig wie die großen ARMs bzw. X86er
peru3232 schrieb:
ab M3 wird es praktisch aktiv blockiert...
Quelle? Weil die Entwickler, ich folge dem Ganzen und eine aktive Blockade wurde da glaube nicht benannt. Mit den M3 SoCs gab es halt allerhand Änderungen, aber Blockade?
Fika schrieb:
Wo ist eigentlich der Vorteil ob man von der einen oder anderen Lizenz-Befehlssatz abhängig ist?
Der Vorteil ist eigentlich, wenn man keine Abhängigkeiten hat. Die Enshitification wird für Anbieter ja weniger attraktiv, wenn die Kunden frei sind zu wechseln.
BxBender schrieb:
ARM ist quasi übers Knie gebrochen ein abgespeckter X86, dem man alles weggenommen hat, was für eine bestimmte Sache nicht unbedingt gebraucht wird.
[...]
Der ganze Post ist wild und großartig falsch. Egal ob man nun die theoretische CISC-RISC betrachtet oder die reale Implementierung.
Farrinah schrieb:
NT4 Server wurde damals von Linux nur abgelöst wegen der Kosten aber nicht wegen der Qualität.
Kosten sind da auf jeden Fall auch ein großer Faktor, aber I/O war und bedingt ist beim NT-Kernel keine Stärke und auch damals waren die erreichbaren Uptimes mit Linux besser. Performance und Verfügbarkeit sind in dem Bereich harte Faktoren für die Bewertung von Qualität.
GrooveXT schrieb:
dass moderne X86 CPUs im Kern auch nur noch RISC und keine CISC Architekturen mehr sind. Da kommen nur noch Befehlsdecoder vorne vor, die komplexen x86 Befehle auf RISC runter brechen. Leider bin ich auch nicht tief genug drin, um zu verstehen warum Apples Chips soviel mächtiger sind, aber es liegt nicht an ARM.
Vereinfacht stimmts. Real folgen weder die ISAs strickt dem CISC/RISC-Prinzip und die für ARM und X86 verwendeten µOps folgen auch nicht sklavisch dem RISC-Prinzip. Wo sinnvoll kommt da auch Op-Fusion zum Einsatz.
Farrinah schrieb:
Woanders ist Linux aber absolut Führend, bei der Großkotzigkeit einiger Linux Nutzer die denken sie wären etwas besonderes und Linux wäre einmalig Gut und das Beste was es gibt.
Ein bisschen Satire ist das ja schon
Farrinah schrieb:
Stimme ich dir zu. Deshalb wird in Hoch Kritischen Systemen auch ein OpenBSD genutzt und kein Linux.
Kommt es auf Performance und Hohe Netzwerklast an ist FreeBSD die Nr.1.
Netflix z.B. nutzt ein FreeBSD System, aus gutem Grund.
Bei (hoch) kritischen Systemen würde ich ein CDN für eine Videoplattform nicht zwingend dazu zählen. Zudem halte ich die Aussage auch für falsch. Normalerweise werden "hoch kritische Systeme" so definiert, dass sie unmittelbar zu größeren Vermögens- oder Personenschäden führen können. Wobei in Bereichen wo diese Definition greift in etwa Alles zum Einsatz kommt. Also Windows/DOS in allen Versionen, *nix, proprietärer Kram.
Der ursächliche Grund, wieso Netflix BSD nutzt ist laut dem leitendem Ingenieur, der das Ganze auf der FOSDEM vorgestellt hat die Lizensierung:
https://archive.fosdem.org/2019/int...actor at the time was licensing restrictions.
Wobei die Performance als Folge der Entscheidung natürlich auch gern gesehen wird.
Man muss aber auch dazu sagen, der Netzwerkstack und generell I/O Stack von Linux mittlerweile auch überarbeitet wurde. Die Unterschiede zu Open/Free BSD und mainline Linux sind klein genug geworden, dass das bei Entscheidungen für die Aufwahl kaum mehr eine Rolle spielen sollte.
Farrinah schrieb:
Alles andere zieht Linux den Kürzeren gegenüber einem BSD System.
Einmal Quelle süß sauer bitte. Anforderungen: Jünger als vier Jahre, und Benchmarks, die unter den selben Rahmenbedingungen stattfanden (also gleiche Prozessoren, selbes Powerprofil und auf allen Systemen Spectre/Meltdown Mitigations an/aus).
Ich gehe auf jeden Fall mit, dass ZFS im Kernel ein großer Pluspunkt bei BSD ist.