Als FakeRaid bezeichnet man die onboard Raidfunktionen von Chipsätzen, wobei die eigentlich Arbeit nicht etwa der Chipsatz übernimmt, sondern der Prozessor. OnboardRaid ist nicht per se "kacke", aber im Großen und Ganzen wohl nur ein Feature mehr auf der Liste.
Ein Vorteil von onboard Raid ist, man kann für gewöhnlich ohne Probleme das Betriebsystem auf dem Array installieren (weil die Platten dem OS bereits als ein Laufwerk vorgeworfen werden).
Nachteil, geht dein Board kaputt oder willst du auf eine andere Hardware umsteigen, braucht das neue Board passendes (soll heißen kompatibles) onboard Raid.
Bei Software Raid wird die Raidimplementierung vom Betriebssystem (oder einem Treiber) komplett in Software übernommen.
Vorteil: Die Platten kannst du in jedes beliebige andere Systeme stecken, auf dem das gleiche OS läuft und schon funktioniert dein Raidarray wieder (Ausnahmen gibts natürlich auch hier

).
Nachteil: Die gesamte Implementierung läuft in Software und belastet damit die Systemresourcen. Entsprechende Arrays stehen meist nicht als Bootmedium für das Betriebssystem zur Verfügung (auch hier gibt es Ausnahmen), weil das OS selbst ja das Raid implementiert.
Es gibt zu beiden Varianten natürlich noch mehr Vor- und Nachteile. Ich habe mich hier für die offensichtlichen Entschieden.
Also reicht für den Otto-Normal-User daheim auch das günstige und gute Software-RAID?
Ja. Auch "Professionelle-User" setzen auf software Raid. Da ist nichts schlimmes oder böses dran. Man muß nur die Vor- und Nachteile kennen und dann abwägen, ob für den konkreten Einsatz das eine oder das andere sinnvoller ist.