RAID mit Intel P67 & Marvell 9182 @ SATA 6Gb/s

john carmack

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Hallo Leute,

der Intel P67 Chipsatz verfügt nativ über 2 SATA 6Gb/s Ports.
Mainboard Hersteller gehen als her und verbauen zusätzliche Chips zb. von Marvell um 2 zusätzliche SATA 6Gb/s Ports zur verfügung zu stellen.

Ich würde gerne wissen ob man 4 SATA 6Gb/s Laufwerke zu einem RAID zusammenschließen kann.

Geht das?
 
N

nexus76

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Da jeder Controller über ein eigenes BIOS verfügt, wird das mit je 2 Ports nicht so einfach funktionieren, weil Du die Laufwerke nicht zusammenfassen kannst.
SoftRAID wäre eine Alternative, oder einen richtigen RAID Controller kaufen. z.B. sowas
 

john carmack

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Schade... hab ich mir schon fast gedacht... Also zusätzlich zu einem P67 Board auch noch einen teuren RaidController :(

@ nexus76
Die HighPoint RocketRaids unterstützen halt leider nur SATA2!


...sehe grad auf anderen Seiten das es praktisch gar keine SATA 6Gb/s Controller gibt...
 

HisN

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Software-Raid.
Kannste dann halt nur nicht von booten


Und mir sind keine Geräte bekannt die einen Unterschied in der Leistung (signifikant) zwischen SATA3 und SATA2 herausarbeiten können.

Was willste denn anklemmen?

(Immer daran denken, der Marvell ist sowieso nur mit einer PCIe-Lane angeklemmt, da limitiert schon der Controller zwei Laufwerke^^).
 
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Humptidumpti

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Wieso sollte es sie auch geben. Selbst die modernsten Sata Festplatten kommen gerade einmal in Datentransferregionen wo Sata 1,5Gbit/s limitiert. Ergo sind Controller mit Sata 6Gbit/s relativ nutzlos wenn man nicht gerade plant ein Raid aus den modernsten SSDs zu nutzen. Und da limitiert dann meist sowieso auch wieder der Controller.

@john carmack
Was soll das denn für ein Raid werden? Software Raid funktioniert ja. Fragt sich dann nur ob auch das OS mitspielt.

@Falke
SAS 6Gbit/s ist Ungleich Sata 6Gbit/s. Sata Festplatten laufen nicht mit 6Gbit/s an SAS 6Gbit/s Ports.
 

john carmack

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@ Humptidumti & HisN
Sollte ein RAID5 aus 4 Platten werden aus dem ich auch booten kann.


Wirklich schade sowas.
Naja...egal wirds halt ein SATA2 RAID.

Wollte mein System halt zukunftssicher aufbauen. Bei einem Test habe ich auch keine SATA2 Platte an einem SATA1 Port zum laufen bekommen. Das geht leider nicht.
Wer weiß wie lange es noch SATA 2 Platten zu kaufen gibt. Die werden jetzt schon immer weniger...
 

Humptidumpti

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Gnz im Ernst. Das Raid 5 wäre an den Controllern sowieso scheiße gewesen. Da ist einfach keine Performance drin. Nichts wovon man booten möchte.

Raid 5 mit ordentlichem Speed benötigt einen Hardware Raidcontroller mit XOR Engine und Cache. Das gibts nur in externen Controllern und nicht für unter 200-250€.
 

HisN

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Ist eigentlich unverständlich. SATA ist voll hoch/runter kompatibel. Bei Platten die ein Problem mit alten Controllern haben ist meistens ein SATA1-Compatibilitäts-Jumper an der Jumperleiste vorhanden.

Würde an Deiner Stelle keinen großen Aufriss machen. Und von einem Raid5 booten ... ein OS von einem Raid5 ist in der Regel schnarchlahm, Raid5 ist bei dem Umgang mit vielen Winz-Dateien einfach nicht performant genug, mir ist auch nicht ganz klar warum ein OS überhaupt auf ein Raid5 gehört. Aber das muss jeder für sich selbst herausfinden.
 

john carmack

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Hatte u.a. auch an ein RAID10 gedacht...

Aber egal... Wird eh zu teuer wenn noch ein Controller her muss. Dann eben eine günstige SATA2 Lösung...

Trotzdem Danke :)
 

BorstiWE

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Hier mal ein paar Erfahrungen mit dem Intel-P67-Onboard-Raid auf einem Asus-P8P67 DELUXE Rev 3.0 B3-Stepping (Kaufdatum: Mai 2011):

(zunächst OHNE Write-Back-Cache, weil man für WB-Cache eine USV benutzen sollte):
Kopieren unter Win7 x64 von RAID10 auf RAID5 = 5 MB/s
Kopieren innerhalb des RAID5-Volumes = 7 MB/s (das ist USB2-Geschwindigkeit!!!)

Mit WB-Cache wird es etwas schneller, aber hierfür sollte man sich eine USV zulegen:
Kopieren von RAID10 auf RAID5 = 15,3 MB/s
Kopieren innerhalb eines RAID5-Volumes = 17,9 MB/s

Mein 15 Jahre alter Comuter von Aldi (Pentium 4 @ 500 MHz) kopiert innerhalb einer SATA2-Platte, die über einen Promise-Ultra100 TX2 und einen IDE-SATA150-Konverter für 1,99 € aus China angeschlossen ist, mit 23 MB/s (!!!)

Der ASUS-Support will innerhalb eines RAID5-Volumes mit ca. 28 MB/s kopiert haben.

Mein 15 Jahre alter Comuter von Aldi (Pentium 4 @ 500 MHz) kopiert zwischen 2 SATA2-Platten, die über einen Promise-Ultra100 TX2 und je einen IDE-SATA150-Konverter für 1,99 € aus China angeschlossen sind, mit 31 MB/s (!!!)

Schneller wurde es dann nur im RAID10:
Kopieren von RAID5 auf RAID10 = 58,8 MB/s (ohne WB-Cache = 48,5 MB/s)
Kopieren innerhalb des RAID10-Volumes = 63,4 MB/s (ohne WB-Cache = 42,6 MB/s)

"Die Luzi" geht hier aber auch erst auf RAID0 ab, was ca. 99% aller user auf Grund des hohen Total-Datenverlustrisikos NICHT brauchen:
Kopieren von RAID10 auf RAID0 = 51,5 MB/s (ohne WB-Cache)
Kopieren von RAID0 auf RAID10 = 75 MB/s (ohne WB-Cache)
Kopieren innerhalb eines RAID0-Volumes = 103 MB/s (ohne WB-Cache)

Meine Raid-Konfiguration:
4 Platten a 2 TB von Samsung (HD204UI)
RAID10: 1 TB nutzbar, Stripesize 16 kB
RAID5: 3,9 TB nutzbar, Stripesize 128 kB
RAID0: 4,9 TB nutzbar, Stripesize 128 kB

Die kopierten Daten bestanden aus 15 Dateien mit insgesamt 48,3 GB und 15 kleinen Dateien mit je ca. 3 kB, die ich unter Win7 ganz platt kopiert hatte und die Zeit gestoppt, denn so manche Festplatten-Tester hatten mir auch ganz utopische Werte von über 200 MB/s angezeigt, wovon ich in der Realität aber nie etwas hatte.

Die richtige Katasrofe beginnt aber erst mit der "Intel Rapid Storage Technology" deren Initialisierung meiner 4 2TB-Platten und der 2 Volumes geschlagene 64 Stunden brauchte, OHNE auch nur einen merkbaren Effekt auf die Geschwindigkeit zu haben.

Des Weiteren ließ sich keine weitere SATA-Platte an die noch 2 freien SATA-Anschlüsse anschließen, die ebenfalls von der Intel-RST verwaltet werden, ohne dass diese Platte automatisch als Hot-Spare in das Raid-System eingebunden wurde.

Mein Motherboard hat 6 SATA-Anschlüsse, die dann letztendlich von der Intel-RST verwaltet werden (4x SATA300 und 2x SATA600)
Bei meinen Tests liefen alle Platten an den 4 SATA300 Anschlüssen.

Eine Konfiguration innerhalb der Intel-RST, die eine 5. Platte als einfaches Systemlaufwerk freigibt, gibt es laut Auskunft des Intel-Supportes NICHT.
Wozu denn auch,
denn so inkompetenten Systementwicklern ist auch der Begriff BACKUP ein Fremdwort !!!

Laut Auskunft des Intel-Supports ist die Intel-RST auch nicht dafür ausgelegt Wechselrahmen bzw. Backplanes zu verwenden,
sondern man solle doch gefälligst in seinen Rechner krabbeln und sich dort einen freien Anschluss für sein Backup-Laufwerk suchen.

DAS soll nun also DIE Storage-Lösung für meinen neuen Prozessor i7 2600k sein,
der ca. 250 mal so schnell ist, wie mein alter Pentium 4 @ 500 MHz !!!!

Meiner Meinung nach ist das auch KEIN Raid, was da von Intel angepriesen wird, denn z.B. zum RAID5-Konzept gehört es, dass n-1 Platten die Daten PARALLEL aufnehmen und dafür 1 Mal Parity-Daten geschrieben werden.
Demnach könnte das Ganze theoretisch mit (n-1)-facher Geschwindigkeit von Statten gehen.
Von mir aus auch abzüglich von ca. 20% für die Berechnung der Prüfsumme, wofür auf den teuren echten Hardware-RAID-Controllern extra eigene Prozessoren eingesetzt werden.

Bei der Intel-RST dagegen dümpelt mein i7 2600k im Idle-Modus vor sich hin, wärend er ansonsten mit Datenübertragungsraten von vor 15 Jahren ausgebremst wird.

Deshalb ist das, was da von Intel angeboten wird auch KEIN Raid, sondern lediglich ein äußerst lahmer Raid-kompatibler Modus, der dann aber auch wieder zu KEINEM echten Raid-Controller kompatibel ist.

Laut Support von Intel UND Asus dauert es in einem RAID5 aber immer länger,
je mehr Platten in das Raid5-Volume eingebunden sind, weshalb es für mich eben KEIN Raid5 ist,
weil die Geschwindigkeitsvorteile des Raid5-Konzeptes unter den Tisch fallen und dieses Konzept damit sinnlos wird.

Mir ist es unbegreiflich, wie es innerhalb EINER Firma angehen kann, dass die eine Entwicklungsfgruppe so eine performante Spitzentechnologie wie den i7 2600k zustande bringt, während die andere Entwicklungsgruppe sich mit Ergebnissen von vor 15 Jahren zufrieden gibt.

Das Einzige, was an dieser "Intel Rapid Storage Technology" wirklich Rapid war, war der Support, denn der war Rapid away.


FAZIT:
Raid0 braucht keine Sau, weil das Total-Datenverlustrisiko mit der Anzahl der eingesetzten Platten steigt.
Raid1 ist was für Sicherheitsfanatiker, die aber auch nicht ohne Backup auskommen, denn ein Raid1 schützt nun mal nicht vor Viren und persönlicher Dummheit (ungewolltes löschen).
Raid5 ist dermaßen wenig performant, dass es mit einem Prozessor der i-Reihe NICHT nutzbar ist.
Raid10 hat Fehler, denn nach meinen Kopiertests fand die Intel-RST bei der Überprüfung 9 Fehler OHNE WB-Cache und 94 Fehler mit WB-Cache.
(Dafür dauerte die Überprüfung aber auch "nur" 32 Stunden.)

Das ist KEIN Raid und so einen SCHEIß braucht KEINE SAU !!!


Ich habe mich daher mit einem echten Hardware-RAID-Controller für 400,-€ aus der Affäre gezogen,
denn das muss man Intel ja lassen:

So eine High-End-Technologie, wie die Sandy-Bridge mit den 1155-Sockel-Prozessoren,
hat es zu einem so günstigen Preis noch nie gegeben.
(Win7-Leistungsfaktor des Prozessors = 7,6 von möglichen 7,9 und
NUR gemessene 75 Watt Stromverbrauch des Gesamzsystems im Idle-Modus,
NUR gemessene 160 Watt bei Vollast und locker bis auf 3,8 GHz übertacktbar.)

Daher verbuche ich diese 400,-€ eben als Mehrkosten,
die so ein High-End-System nun mal nach sich zieht.

Letztendlich habe ich aber ca. 5 TB schnelle Storage,
die zu diesem Preis schon gar nicht in SSD realisierbar wäre.

Gruß,
BorstiWE
 
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HisN

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Sharkoon 5-Bay-Raid oder Lian-Li EX503.
Mit 5 Platten bestückbar.
Raid 0,1,10,5,JBOD
Kann man von Booten wenn per eSATA oder Sata-Breakout angeschlossen. Kostet keine 400 Euro.

Im Raid5 sequentieller Read-Speed über 200MB/sec, sequentielles Write 100MB/sec

Nebenbei kann man am Gehäuse und am Netzteil sparen wenn man die ganzen Platten extern parkt^^.
Ich würde trotzdem kein OS drauf packen, das gehört auf eine SSD.
 

BorstiWE

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@digitalangel18
OK, dann eben Pentium 3 bei 500 MHz von vor 13 Jahren. (mein letztes Gebot, LOL)

Ich glaube aber nicht, dass das an der Intel-Katrastrofe viel ändert.

@HisN
Ich habe mich aber für die "3Ware Raid SAS/SATA2 9750-8i PCIe" entschieden.
Da passen 8 Platten ran (etwas zukunftssicherer, weil mehr erweiterbar.)

Netzteil und Gehäuse sind leider schon gekauft und bei einem Stromverbrauch von ca. 4 Watt je Platte ist der Spareffekt beim Netzteil nicht soooo sehr der Knaller.

Warum nicht das OS auf ein Raid10 ???
Das ist bei einem Plattendefekt "nur" doppelt so gefährdet, wie auf einem Raid1, aber ganz gewaltig sicherer, als auf einer einzelnen Platte, womit ich bis jetzt auch schon gut lebte.

Nach meinem Test mit Win7 Ultimate x86 ging das vom Raid10 mit seiner Stripesize von 16 kB sogar von dem Intel-Raid absolut zufriedenstellend schnell.
(Das MoBo braucht da am meisten Zeit, den Takt von 1,8 GHz auf 3,4 GHz anzuheben.)

Natürlich ist eine SSD das ultimative Optimum, kostet aber auch für 240GB schlappe 350,- Euronen.
Da war mein 8TB-Festplattenstapel aber 100,- € günstiger.

Gruß,
BorstiWE
 
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