Raid0-Zugriff auf Daten?

Discraider

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Hi Kollegen
Folgendes Situation:
Hatte Maxtor Shared Storage II (Netzwerklaufwerk mit 1 TB) im Einsatz. Diese habe ich halbjährlich auf eine externe 1TB-Festplatte backupt. Nun wie das so ist, funktionierte das Ding 5 Monate nach dem letzten Backup nicht mehr...
Habe das Teil voneinander genommen und festgestellt, dass offenbar der Controller dieses Teils defekt ist und die Festplatten (2 * 500GB Seagate SATA) ok sind (zum Glück).
Ich hatte das Ganze in RAID0 betrieben, sodass ich 1 TB zur Verfügung hatte.

Nun das Problem:
Habe nun eine dieser beiden Festplatte an meinen PC gehängt (Win 7) und mittels Linuxreader-Tools die entsprechenden Partitionen (nehme an EXT2) gesehen.
Auf die "grosse" Partition "Linux Raid Volume" kann ich nicht zugreifen...
Wie kann ich meine Daten dort wieder holen ?
Habe keine Linux-Maschine + auch keinen blassen Schimmer von Linux...

Der Support ist leider mehr oder weniger nicht mehr vorhanden, da Maxtor aufgekauft wurde von Seagate und dieses Produkt nicht mehr weiter hergestellt werden. Die Garantie ist natürlich auch schon abgelaufen.

Wie kann ich die beiden Festplatten, welche mit RIAD0 beglückt wurden auslesen?

Bin für jeden Hinweis (vorallem wenn diese mich technisch nicht überfordern) dankbar!

Gruss + Dank
The Discraider
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Überflüssige ??? entfernt.)
Vllt. bekommst das Gerät noch auf Ebay, ansonsten sieht's eher schlecht aus.

Im Handbuch steht ja vermutlich nichts dazu was da genau mit den HDDs passiert oder?
 
Mit einem Datenrettungstool kannst Du beide Drives virtuell zu einem RAID zusammenfügen und die Daten dann auslesen, wenn es kostenneutral sein soll, wirst Du um Linux nicht umhin kommen.
 
Allzuviele Möglichkeiten gibt es ja nicht.
Filesystem wird ein Linux-übliches sein.
Welche Speicherungsform - ob das ein Hardware-oder Software-Raid ist- geht aus Datenblättern und Guides, die zu dem Produkt zu finden sind, nicht hervor.

In einem Review ist zu lesen:
http://www.kickstartnews.com/reviews/hardware/maxtor_shared_storage_II_1tb.html schrieb:
Since the box said "Automatic RAID 1 mirroring", I assumed the drive defaulted to RAID 1 configuration, but I was wrong. It was set for spanning (RAID 0) instead of mirroring.
woraus sich erahnen lässt, dass der gute Mann keine Ahnung hat, da "spanned" und "RAID0"(striped) was völlig anderes ist.
Anderswo schreibt man:
http://techgage.com/article/maxtor_shared_storage_ii_1tb/ schrieb:
Perhaps the most annoying limitation of this drive is the inability to make use of the RAID 1 option, that is, the case can not be opened without damaging the product. This simply perplexes me, and is the most dangerous thing about the product. Since you're options are combining or mirroring the drives, combining them will result in double the chance of failure, since all of the data is gone if one of the drives stop working. Even though data can be mirrored, since the case can't be opened, there's little use in trying to recover your data yourself.
auf Seite 3 erfährt man immerhin, dass die Konfiguration spanning/mirroring über die mitgelieferte Kommunikationssoftware erfolgt und der Verfasser meint
The spanning option is a form of RAID 0, which treats the two internal drives as one big drive
Naja- dürftige Ausbeute. Da wird nichts anderes übrigbleiben, als auf den Platten selbst nachzusehen, wie die Anordnung ist, um dann zu entscheiden, welches die geeignete Methode zur Rekonstruktion der Daten sein könnte...
Ich werd mal den Mod bitten, das ins Datenrettungsforum zu verschieben, wo es hingehört.
Ergänzung ()

Bevor ein Blick auf die Inhalte der Platten erfolgt - bitte noch ein paar Infos:

System ist Win7, das hab ich mitbekommen.
- SATA-Platten - genaue Bezeichnung?
- welches Board (genaue Bezeichnung, bei GA- auch BIOS-Version) und damit ich nicht selbst nachsehen muss,
- welche SB für SATA und zusätzliche SATA/IDE-Controller hat das drauf?
- Wieviele Anschlüsse sind wo frei, hast Du eine leere, mindestens 1TB große Platte?
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für die schnellen + kompetenten Antworten.
Wenn ich ein Datenrettungstool verwende (darf auch was kosten), wie kann ich die beiden Platten an den PC hängen? Kann leider nur EINE anschliessen...
Gibt es da irgendwelche Adapter und dann über USB bspw.??
Vielen Dank für Euer Feedback.
The Discraider
 
Discraider schrieb:
wie kann ich die beiden Platten an den PC hängen? Kann leider nur EINE anschliessen...
Gibt es da irgendwelche Adapter und dann über USB bspw.??

Also, ich würde sogar 3 Platten an den Rechner hängen: 2 originale vom RAID 0, und eine frisch formatierte, ausreichend große als Zielplatte. Auf den RAID-Platten sollte ja keinesfalls etwas verändert werden.

Halbwegs günstige Adapter gibt es z.B. von Dawicontrol (z.B. DC-154 für 56,95 Euro bei Reichelt.de). Erstmal nicht im RAID-Modus betreiben! Dazu noch R-Studio (knapp 80 kanadische Dollar, www.r-tt.com - als Demoversion voll funktionsfähig, kann nur nix speichern. Lag auch der letzten Computerbild-Datenrettungs-CD in einer etwas angestaubten Version bei), und schon kann die Bastelei losgehen. Einfach ein virtuelles RAID 0 anlegen, dort die beiden Platten "reinziehen" (die mit dem erkannten Dateisystem zuerst), und mit der Blockgröße herumexperimentieren. Gute Startwerte sind 64KB oder 128KB.

Mit nur zwei Platten eines Hardware-RAID 0 sollte das auch für Anfänger machbar sein, natürlich entsprechend Ruhe und Zeit vorausgesetzt. Und hoffentlich hat der Controller sich nicht auf den Festplatten "verewigt", wie es Software-Raids tun...
------------------
Ergänzung (nach der berechtigten Kritik von Ernst@at):
- Mein Vorschlag bezieht sich ausschießlich auf den sog. "stripped"-Modus / RAID0, der zur Steigerung der Zugriffsgeschwindigkeit verwendet wird.
- USB-Adapter sind günstiger, aber erheblich langsamer als (e)SATA. Und arbeiten gelegentlich auch unzuverlässiger. Zeit = Geld, daher mein o.g. Vorschlag. Man kann ja auch einen gebrauchten Adapter kaufen, und nach Gebrauch wieder über eBay loswerden.
- mit dem o.g. Programm lassen sich auch virtuelle Laufwerke aus verschiedenen Quellen zusammensetzen ("spanned"). Einen Versuch ist das allemal wert, immerhin kann an den Originaldaten nichts kaputtgehen, da Windows nicht auf Linux-Datensystemen schreibt.
 
Zuletzt bearbeitet: (ergänzt)
Antworte doch mal auf die gestellten Fragen, die sind essentiell wichtig.

Den Vorschlag von _TK_ finde ich nicht besonders - um den Preis eines solchen Adapters kriegt man ja schon eine 1TB-Platte! :lol:

Da Du nicht gezielt antwortest, rate ich mal: Ist es ein Board mit nur 2 SATA-Anschlüssen, und einer von der Systemplatte belegt? Dann wäre entweder ein 15€ USB-Adapter völlig ausreichend, oder ein interner 2xSATA PCIe Controller um etwa den gleichen Preis, falls das Board überhaupt PCIe-slots hat.

Die Methode des Herumprobierens sollte bei Ratschlägen von Experten (wozu hat sich der TE sonst in diesem Forum eingefunden?) eigentlich nicht angedacht werden - solche Ratschläge kriegt er woanders auch. :p

Erstmal sollte festgestellt werden, ob es sich um ein "striped" oder ein "spanned" Volume und ob es sich um einen Soft- oder Hardware-RAID handelt - bei "spanned" bräuchte man nur einen USB-Adapter, bei "spanned" bzw einem Software-RAID keine RAID-Rettungssoftware; bei einem Hardware-RAID "striped" könnte man statt der RAID-Rettungssoftware einfach einen 19€ SATA-RAID-Controller verwenden, wenn das Board diese Feature nicht besitzt...

Der Lösungen gibt es viele, die günstigste und zielführendste kann man aber erst dann vorschlagen, wenn man seine Fragen beantwortet kriegt, um die technischen Möglichkeiten einschätzen zu können und ein wenig analysiert hat, welcher Fall den überhaupt vorliegt. :mad:
 
Hi Kollege
Sorry, dass ich nicht entsprechendes Feedback gegeben habe.

Wie ich eingangs erwähnt habe:
"Bin für jeden Hinweis (vorallem wenn diese mich technisch nicht überfordern) dankbar!"
Deine Fragen tun das bereits...
Einzige Antwort wo ich (die Frage verstehe) liefern kann:
- 2*Seagate Barracuda 7200.10 500 GB, Firmware 3.AA E

Für einen Nicht-Sachverständigen wie mich, haben mir die Beiträge von Mueli + _TK_ gefallen und habe nun folgenden Plan:
- Online-Bestellung von Delock 70137 SATA-Controller (22 EUR)
--> Dann kann ich die Platten grundsätzlich mal an den PC hängen...
- 1TB Externe HD USB2.0 habe ich noch, welche ich verwenden kann (als 3. Platte)
- Kauf von Restorer Ultimate Pro (50$)

Ich hoffe, dass ich mit diesem Vorgehen die Daten "selber" (ohne direktes Expertenwissen) retten kann.

Was meinst Du / Ihr?

Bin nach wie vor um jede Hilfe resp. Beiträge dankbar!
 
Ich hätte mir nicht gedacht, dass Dich das Ablesen der Typenbezeichnung des Mainboards (die irgendwo gross aufgedruckt ist) technisch überfordern würde - zumal Du es ja beim Anstöpseln der Platte(n) schon vor Augen hattest.

Zwischen einem "Nicht-Sachverständigem", als der Du Dich bezeichnest, und einem Noob liegen Welten. Einem Noob würde ich zutrauen, einen PCI-Express Controller zu ordern, obwohl das Board überhaupt keinen PCI-Express Slot besitzt.

Welches Format jetzt tatsächlich auf den Platten vorliegt, kann man ganz einfach ohne zu kaufende Hard/Software eruieren, und erhält Antwort auf die Frage:
Wurden die Platten hardwaremäßig als
- JBOD (Einzelplatten)
- RAID0 (striped) - mit welcher Stripesize?
- SPAN (einfaches anenanderfügen)
verwendet, oder bei JBOD die Partition(s) softwaremäßig als
- striped extent
- spanned extent
angelegt.

Nur bei JBOD und RAID0 müssen für die Datenextraktion beide Platten gleichzeitig angeschlossen werden, d.h. es wäre ein Adapter oder Zusatzcontroller notwendig.

zum Übertragen der Daten auf ein Windows-NTFS Filesystem reicht eine Linux-Rescue-CD, welche genauso einfach zu bedienen ist wie ein Recoverytool.

Bei Verwendung eines Recoverytools braucht Du auf jeden Fall einen Zusatzcontroller.
Wie es Dir gefällt...

Bei Verwendung des angedachten Zusatzcontrollers sollte folgender Herstellerhinweis Beachtung finden:
Wenn SATA Festplatten angeschlossen werden, muss ein Raid System Aufgebaut werden. Für den NON-RAID-MODUS ist ein Update mit Dokumentation erhältlich (siehe Treiber).
Also sollte man vorher wissen, ob JBOD oder RAID0 - bei Definition als RAID0 werden außerdem durch Anlegen des Arrays Datenbereiche auf der Platte zerstört, wenn die nicht vorher gezielt gesichert werden. SPAN-Mode kann der Controller nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo.

ich habe seit heute ebenso ein problem mit meinen beiden platten welche im raid0 sind bzw waren.

die platten waren auf einen mainboard von
EVGA nForce 680i sli

alles lief ok bis eine platte tack tack machte und der rechner eingefroren ist.
pc neu hoch gefahren aber es kam kein windows mehr.

habe mir zwei neu platten gekauft und wollte sie installieren jeoch geht das nicht, sprich
das MB kennt die neuen karten nicht sondern noch immer das alte system... ich vermute der controler vom board ist hinüber und die platten haben vielleicht doch nichts.

nun zu meiner frage.
kann ich die platten auf einem anderen rechner auslesen?
wenn ja wäre ich um einen rat sehr sehr dankbar.

grüsse
Ergänzung ()

@ Ernst@at

könntest du mir BITTE helfen.
ich habe nun ein echtes problem. mein backup 2 tage alt von der externen festpaltte ist nicht mehr da.... habe scheisse gebaut.

könntest du bitte mit mir direkt in kontakt treten unter

tina.bangerl@aon.at

beste grüsse
 
Zuletzt bearbeitet:
@philgp:

Wichtig wäre mal zu sehen, was im Schirm direkt nach dem BIOS-Post als RAID-Status angezeigt wird. Ist eine der beiden Platten im Status offline/not found und läuft die auf einem anderen Rechner (dort KEIN chkdsk, KEIN Datenträger initialisieren zulassen!) auch nicht mehr an, sodaß sie dort weder im BIOS noch in der Datenträgerverwaltung angezeigt wird, dann ist da kaum mehr etwas zu machen. (außer teurer professioneller Datenrettung von dieser kaputten Platte, damit man auf die 2. Hälfte der Daten auch wieder Zugriff hat)
Ansonsten mach einen neuen Beitrag dazu auf, da jeder Fall individuelle Behandlung erfordert und ein Mix aktueller Beiträge zu verschiedenen Situationen nur verwirrt
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Kollegen

Habe nun den erwähnten SATA-Controller bekommen und eingebaut. Habe dann beide Platten angehängt und mir über eine Demo-Version Restorer Ultimate den Inhalt teilweise anschauen können.
Ist es so, dass ein Restore (wie auch immer dieser gemacht wird) die Files zurückholen kann, jedoch nicht die Ordnerstrukturen und Filenamen wie sie waren?
Können dann lediglich die verschiedenen Typen lokalisiert und entsprechend abgelegt werden?
Wenn ich bspw. 10'000 Musikdatein in sauberen Ordnerstrukturen vorliegen hatte, ist dies für die Katz? Bekomme ich dann einfach ein "Topf" mit 10'000 Musikdateien restored und nicht mal die ursprünglichen Dateinamen sind da??
Wen dem so ist, wird es relativ unwahrscheinlich, ein Delta zwischen einem 5-monatigem Backup und den restored Daten hinzubekommen (bei 1TB)...

Gruss + Dank für Eure Antworten
The Discraider
 
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