News Rechenzentren: Microsoft investiert in Unterseekabel für die Cloud

Parwez

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Microsoft hat zur weltweiten Vernetzung der Rechenzentren gleich mehrere Investitionsprojekte im Bereich Unterseekabel bekanntgegeben. Sie sollen auch in Zukunft weltweit eine schnelle und hohe Verfügbarkeit der Daten aus Microsofts Cloud‑Plattform Azure, Office 365 und anderen Cloud-Diensten des Unternehmens sicherstellen.

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Und über 129 von 130 Wellenlängen gehen P0rnz und Katzenvideos. :freak:
 
auf das die NSA noch mehr durchschicken kann ^^

was ich aber nicht verstehe.
Wieso geht Hibernia West nicht in Spanien an Land wieso alles über England?
Geht ja fast vor der Spanischen Küste vorbei.
 
Was mich jetzt noch interessieren würde:
Wieviele Fasern hat das Kabel jetzt?
 
Ist jemand näher mit der Materie vertraut? Soweit ich das verstanden habe, ist das keines der Kabel, die für den normalen, öffentlichen Internetverkehr genutzt werden, sondern eine reine Unternehmenslösung. Das Tiefseekabelunternehmen nennt einen Plan mit Zeit, A- und B-Punkt und interessierte Unternehmen können sich dann sozusagen einkaufen.
 
@Knuddelbearli:

Deine Theorie mit der NSA könnte durchaus was damit zu tun haben wobei wir ja nicht wissen wie stark die US Geheimdienste mit ihren spanischen Kollegen zusammen arbeiten aber das die Briten es gerne und auf extreme Weise tun kann man fast schon davon ausgehen, dass dies ein starker Faktor ist, der aber natürlich offiziell niemals zugegeben werden würde
 
Knuddelbearli schrieb:
auf das die NSA noch mehr durchschicken kann ^^

was ich aber nicht verstehe.
Wieso geht Hibernia West nicht in Spanien an Land wieso alles über England?
Geht ja fast vor der Spanischen Küste vorbei.

Verträge, Baerli, Verträge. Im amerikanischen Königreich dürfen die USA alles und in dortigen Gewässern liegen auch die öffentlichen Kabel :)

Infos über Lines per Cable etc wären wirklich interessant - trotzdem gute News.
 
Ich dachte immer, dass Unterseekabel extrem aufwändig und teuer sind. Und jetzt leistet sich MS "nur" für Cloud ein komplett eigenes? Hat vermutlich auch was mit der neuen Produktausrichtung zu tun (Office nur noch online gestreamt, ohne Installation und so).


Knuddelbearli schrieb:
was ich aber nicht verstehe.
Wieso geht Hibernia West nicht in Spanien an Land wieso alles über England?
Geht ja fast vor der Spanischen Küste vorbei.

Weil in UK (Mitglied der "5 Eyes") der GCHQ gut mitmischt? :p
 
Microsoft leistet sich kein eigenes Kabel sondern beteiligt sich nur an Projekten. Im Gegenzug wird ihnen, soweit die Vermutungen, eine gewisse Bandbreite zugesichert/garantiert.
Seitens Microsoft ein guter Schachzug.
 
Die Kapazitätserhöhung nach Amerika ist immer zu begrüßen gerade aufgrund zunehmender Cloud und Streaming-Dienste.
 
Nein, das steht sicher nur in Verträgen die unter Verschluss sind und über die nicht geredet werden darf.

Das Projekt des Kabels von den USA nach Irland soll ein Volumen von 300 Millionen Euro haben. Die Bandbreite des Kabels die hier angegeben wird (13TB/s pro Adernpaar) deckt sich mit der Newsmeldung auf einer anderen (großen deutschen) Seite.
 
DeusoftheWired schrieb:
Ist jemand näher mit der Materie vertraut? Soweit ich das verstanden habe, ist das keines der Kabel, die für den normalen, öffentlichen Internetverkehr genutzt werden, sondern eine reine Unternehmenslösung. Das Tiefseekabelunternehmen nennt einen Plan mit Zeit, A- und B-Punkt und interessierte Unternehmen können sich dann sozusagen einkaufen.
Schlussendlich geht über solche Kabel auch normaler öffentlicher Verkehr.

Am Ende gibt es eine Betreibergesellschaft für das Unterseekabel, die jeweils an Land einen Zugangspunkt schaffen. Wer sich dann an direkt an diesen Zusatzpunkt klemmt, ist denen per se erstmal völlig latte, solange jemand dafür bezahlt. Direkte Anbindungen können sich dann ohnehin nur die Big-Player leisten. Darunter fallen die großen Tier-1- und vielleicht noch Tier-2-Carrier (Deutsche Telekom, TeliaSonera, AT&T, NTT). Gleiches gilt für eine Anbindung der größeren Internet-Knoten (in Europa z.B. der DE-CIX, AMS-IX, LINX, etc.) Das ein oder andere große Unternehmen (Kategorie Google, Amazon, MS, IBM, etc.) mietet sich da ggf. auch gesicherte Zugänge und Bandbreiten.

Die kleineren Tier-3-ISPs müssen dann stattdessen aus Kostengründen über die Knotenpunkte gehen oder ggf. mit anderen und größeren ISPs "peeren".
 
als ob regionale cloud-lösungen unmöglich wären. aber nee, der lebenslauf soll zentral in usa gespeichert werden.
 
Da gibs genug Gründe. Z.B. verschieben/replizieren von 100 VMs in eine andere Region. Aktive Georeplikation für Datenbanken, Storage Pools, ....
 
@[GP] mino

Jedem steht es frei, sich bei einem lokalen Hoster (Host Europe, Hetzner, 1&1, whoever) seine eigene Public / Private / Hybrid-"Cloud" aufzubauen. Wer nur lokale Kunden (ob intern oder extern ist egal) hat, kann damit schon glücklich werden. Die Wege dorthin lassen sich dann auch entsprechend absichern.

Wer globalen Zugriff braucht, muss sich so oder so um Geo-Replikationen oder zumindest Caching (Akamai lässt grüßen) Gedanken machen. Produktiv auf einem Web-Server in Japan arbeiten, ist auf dauer eine Qual. Da killen einem die Round-Trip-Times jeden Spaß, wo selbst ein noch so dickes Kabel nicht viel hilft. Und spätestens dann fließen Daten über irgendwelche öffentliche Wege.

Zum Thema lokal: Amazon (AWS) hat es schon und zumindest Microsoft und IBM bauen aktuell ebenfalls in Frankfurt neue Rechenzentren für Azure respektive Softlayer, weil man dort auch erkannt hat, dass deutsche Kunden ungern ihre Daten außerhalb des Landes lagern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Simon schrieb:
Zum Thema lokal: Amazon (AWS) hat es schon und zumindest Microsoft und IBM bauen aktuell ebenfalls in Frankfurt neue Rechenzentren für Azure respektive Softlayer, weil man dort auch erkannt hat, dass deutsche Kunden ungern ihre Daten außerhalb des Landes lagern.

Was mit der US-Jurisdiktion, dass Unternehmen, die auch nur einen einzigen Ableger innerhalb der USA haben, zur heimlichen Herausgabe sämtlicher Daten (egal, wo die liegen) verpflichtet sind, sowieso irgendwie hinfällig ist.

Nach einer zweistündigen Anhörung nannte die New Yorker Bezirksrichterin Loretta Preska als Grund für die Entscheidung, dass ein Unternehmen sämtliche Daten aushändigen muss, die es kontrolliert, wenn der entsprechende Gerichtsbeschluss eines US-Bundesrichters vorliegt. Wo die Daten gespeichert werden, ist dabei unerheblich. „Es ist eine Frage der Kontrolle, nicht eine Frage des Standorts“, so Preska.
https://www.computerbase.de/2014-08/microsoft-muss-us-behoerden-saemtliche-nutzerdaten-aushaendigen/

Dann kann man sich die Mühe auch gleich sparen...
 
Die NSA ist zu 51% an dem Projekt beteiligt.
 
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