Rechner entamerikanisieren?

MountWalker

Fleet Admiral
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Ich bin ja sehr langjäähriger Fedorauser und bin an sich technisch auch zufrieden mit der Distro, aber RedHat ist ja nun seit einigen Jahren Eigentum von IBM und ich stolpere nun gerade darüber, dass IBM schon seit dessen erster Amtszeit ganz gut mit dem Trumpismus kann und sich auch auf die neue Trump-Administration freut.
https://www.zdnet.com/article/ibm-appoints-former-trump-economic-advisor-gary-cohn-as-vice-chairman/
https://thehill.com/homenews/administration/5040827-trumps-latest-admin-picks/
https://finance.yahoo.com/news/ibm-...novation-is-a-win-for-business-163041839.html

In mir kommt da gerade die Angst auf, dass so viel Arrangement auch zu Hintertürchen führen könnte. Wie seht ihr das? Wäre das der Moment, jetzt voll auf OpenSuse oder Manjaro oder was anderes zu wechseln?
 
Ich dachte, dass das gar nicht mit Open Source geht? ;)

Benutze das womit du dich am wohlsten fühlst und was für dich am meisten geeignet ist.
 
debain ev rein openscource udn communty gar keine firma dahinter oder arch basierte distrie oder solus oder nixos oder ev linux mitn 22 mit desktop cinamone mater oder xfce
 
na ja ... die Linux Foundation hat ihren Sitz in den USA ... den Kernel benutzen alle ... und auch wenn die Linux Foundation vor einiger Zeit einige Russen ausgeschlossen hat, kann das zwar bedeuten, dass diese versucht haben Russische Hintertüren einzubauen, muss aber nicht. Üblicher weise, würde ich sagen, dass Schwachstellen in populären Opensource Projekten recht zuverlässig gefunden und gestopft werden. Aber soweit ich das Finden kann Hat Manjaro deutsche Wurzeln und auch Arch ist zumindest nicht institutionell aus den USA :) ob das heute noch irgendwas aussagt, darf aber bezweifelt werden.
 
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Schon vor Amtseinführung waren da:
Kontrolle Panama-Kanal, Kauf Grönland, Einverleibung Kanadas, Umbenennung Golf von Mexico in Golf von America usw.
 
JennyCB schrieb:
Schon vor Amtseinführung waren da:
Und was hat donald jetzt mit Linux zu tun? die AFD Hat sich auch auf die Seite der Bauern gestellt als es um Subventionen ging ... im Parteiprogramm der AFD Stand damals jedenfalls dass alle Subventionen abgeschafft werden sollen. Populistische Politik ... nicht mehr und nicht weniger.

Andererseits denke ich dass Populisten größere Fische Angeln als die ca. 4% Linuxnutzer am Desktop, daher sehe ich eine Beeinflussung durch donald eher nicht so realistisch.
 
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Pyrukar schrieb:
Und was hat donald jetzt mit Linux zu tun? (...)
Siehe erster Beitrag - nicht Linux allgemein, aber Fedora ist eine Subsidiary von RedHat, die mittlerweile Subsidiary von IBM sind, die (IBM) sich dem Trumpismus anbiedern. Die Linux Foundation hat solche Anbiederungen noch nicht gemacht, IBM hat sie gemacht. Um Firefox mache ich mir keine Sorgen, auch wenn die in Kalifornien bleiben.
 
Also bisher hab ich von der Präsenz von IBM bei Red Hat noch nicht viel bemerkt, was mmn gut ist. Ob die umstellung mit Alma und RHEL Binärkompatiblen Distros was damit zu tun hat kann ich nicht sagen. In Fedora sind alle Komponenten OSS, proprietäre Teile kommen erst mit RPMfusion - von daher denke ich, ist es erstmal soweit sicher. Debian ist aber was dieses Thema angeht wirklich DIE Bank, weniger falsch machen geht nicht - leider ist es nicht so bequem bzw die Beschaffung aktueller Software und Configs, zumindest am Beginn.
 
ich denke
wenn du alle kulissen weglässt
kommt eine uralte wahrheit zutage

klopft die macht (edit: allgemein, keine bestimmte) an deiner türe und will was von dir
hast du die wahl
erstens: scheiss auf den stolz und kooperiere
oder
geh mit wehenden fahnen unter
auf die eine oder andere art

jo, vereinfacht & sehr grob.
aber auf das läuft es sich raus.
und das
seit es zivilisation gibt
mal offensichtlich
mal versteckter
was sich ändert, sind die bezeichnungen dafür
 
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Schaltet mal eure Agrarsubventionen-Anti-ÖR-Diskussion etwas zurück, hier gehts um Fedoras Um-Drei-Ecken-Verhältnis zum Trumpismus und mein Unbehagen, dass diese Linuxdistro davon negativ beeinflusst werden könnte, nicht um Alietsche Weidel - auch wenn die auch mit dem Trumpismus kokettiert.

Ich lese aufmerksam und nehme das Stimmungsbild in mich auf und hab auch den zweiten Absatz von #7 wahrgenommen, ich sammle Gedankenanstöße - also keine Scheu.
 
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MountWalker schrieb:
Was ist dies für ein Framing-Begriff?

Klingt für mich schon nach sehr starker "Schwurbelei".

Wer war eigentlich US-Präsident, als unsere Regierungsmitglieder belauscht worden sind- habe ich doch glatt vergessen! :freak:

Außerdem hat dir doch @HITCHER_I schon einen tollen Hinweis gegeben, wie du dich vor dem "Trumpismus" schützen kannst.
 
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@Pepsi.Cola

Trump behauptet nicht selbst, ein ganz normaler Fortführender der bestehenden US-Politik-Tradition zu sein sondern sagt selbst, dass er etwas völlig neues sei. Natürlich hat er damit seinen eigenen -ismus. Wir haben noch 10 Tage bis "day one only".

Und sorry, aber nein, die offizielle Staatsdistribution Russlands zu empfehlen, ist albern. Meine Sorge ist, dass RedHat zu sowas wie Astra werden könnte, und ihr emfpehlt mir Astra - ganz sicher nicht.

Mir gehts auch nicht um kokrete Zielvorschläge - ich kenne ja welche - sondern um ein allgemeines Stimmungsbild zu dieser Frage. Eure Stimmungen zählen dazu und werden wahrgenommen. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie schon geschrieben wurde, musst du dich mit deiner Distribution wohlfühlen und du bist nicht der Einzige, der sich angesichts der weltweiten Entwicklung Sorgen um unsere digitale Abhängigkeit macht. Ein Schwerpunkt unserer IT oder noch schlimmer, der ganze digitale Zahlungsverkehr läuft über die USA und man weiß ja nicht, wie es weitergeht, wenn sich weitere Firmen wie jetzt Facebook der neuen Regierung anbiedern.

Dir muss aber auch klar sein, dass dir kein System Sicherheit bieten kann, wenn Behörden auf deinen PC zugreifen möchten.

Ich kann dir Tuxedo OS empfehlen. Das ist eine auf Ubuntu basierende Distribution mit KDE, die aus Deutschland kommt, bei der aber das ganze Canonicelzeug entfernt wurde (z.B. Snap). Auch kannst du parallel dazu Softmaker Office aus Deutschland nutzen. Das ist ja dann schon mal ein Anfang in Richtung digitale Souveränität.
 
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Einfach Windows nutzen, da musste keine Angst haben, dass es "schlimm" werden könnte :D (Da ist es sicher)
 
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MountWalker schrieb:
Ich bin ja sehr langjäähriger Fedorauser und bin an sich technisch auch zufrieden mit der Distro, aber RedHat ist ja nun seit einigen Jahren Eigentum von IBM und ich stolpere nun gerade darüber, dass IBM schon seit dessen erster Amtszeit ganz gut mit dem Trumpismus kann und sich auch auf die neue Trump-Administration freut.
https://www.zdnet.com/article/ibm-appoints-former-trump-economic-advisor-gary-cohn-as-vice-chairman/
https://thehill.com/homenews/administration/5040827-trumps-latest-admin-picks/
https://finance.yahoo.com/news/ibm-...novation-is-a-win-for-business-163041839.html

In mir kommt da gerade die Angst auf, dass so viel Arrangement auch zu Hintertürchen führen könnte. Wie seht ihr das? Wäre das der Moment, jetzt voll auf OpenSuse oder Manjaro oder was anderes zu wechseln?
Benutze einfach eine Distri aus Nordkorea, China oder Russland oder nutze die Möglichkeiten von reproducible builds.

https://en.wikipedia.org/wiki/Reproducible_builds

Ergänzung ()

Soulfly2711 schrieb:
Ich würde vermutlich als Erstes den Aluhut absetzen.
Achtung: Aluhüte verstärken die Strahlung der US-Regierung, s. Anhang.
 

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Meine Empfehlung für jede(n), die/der mich nach einem linuxbefeuerten Desktop fragt, ist: openSUSE Tumbleweed slowroll. Über lange Zeit war das mal Ubuntu LTS gewesen, aber die Eigenlösungen von Canonical (Snap & Co.) sowie generell den Weg der OS-Versionierung wollte ich irgendwann einfach nicht mehr haben, zumal ich damals noch eine parallele Installation von Manjaro für die Zockerei hatte.

Ich gebe aber auch ganz klar zu, dass ich die Auswahl der Linuxdistribution nicht anhand der Möglichkeit politischer Einflussnahme mache. SUSE sitzt in Luxemburg und gehört wohl einer schwedischen Investmentgesellschaft. Was auch immer man nun daraus konstruieren kann.
 
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Pyrukar schrieb:
Aber soweit ich das Finden kann Hat Manjaro deutsche Wurzeln und auch Arch ist zumindest nicht institutionell aus den USA :) ob das heute noch irgendwas aussagt, darf aber bezweifelt werden.
Sagen wir mal Manjaro hat EU Wurzeln 😉, aber wie du schon schreibst, das sagt bei Linux gar nichts aus.

Distro's sind ja im Grunde, nur Zusammenstellungen von OSS aus der ganzen Welt, egal wo deren offizieller Sitz ist.
Wenn da irgend ein Staat eine Hintertür einbauen will, wird das irgendwann einem Entwickler in der Welt auffallen, und er wird es öffentlich machen.

Aber ja, ein offensichtliches "Staats" Linux wie Astra würde ich jetzt nicht empfehlen.🙄
Ja auch unter Linux gibt es KEINE absolute Sicherheit, man kann nur die Augen offenhalten.
Sgt.Seg schrieb:
Einfach Windows nutzen, da musste keine Angst haben, dass es "schlimm" werden könnte :D (Da ist es sicher)
Doch gerade bei Windows kannst du dir sicher sein, das es Schlimmer werden WIRD!. 🙄🤨
 
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