Rechner instabil wenn kalt

Kelshan

Lieutenant
Registriert
März 2008
Beiträge
655
Hey Leute,

ich hab ein etwas merkwürdiges Problem in meinem Rechner. Und zwar hab ich vor etwa einer Woche ein wenig aufgerüstet, d.h. mir ein neues Mainboard (Gigabyte H87-HD3), eine neue CPU (Core i5 4570) und neuen RAM (2x4GB 1600Mhz GSkill Ripjaws X; genaue Bezeichnung F3-12800CL9D-8GBXL) gegönnt. Alles andere ist wie vorher. Wobei ich zwischendurch noch das Netzteil getauscht habe (von Seasonic 380W auf Seasonic 620W - etwas überdimensioniert, aber ich kam halt grad sehr günstig dran), zumindest dieses würde ich als Ursache also ausschließen, denn am Problem hat sich dadurch leider nichts geändert.

AN SICH bin ich mit dem Rechner absolut super zufrieden, wahnsinnig schnell gegenüber meiner "alten Möhre". Allerdings nur, wenn ich ihn dann mal zum Laufen bekommen habe. Denn da liegt das Problem:

Der Rechner ist total instabil wenn er kalt ist!

Kalt heißt, der Raum hat im Moment etwa 18°C wenn ich morgens aufstehe, und der Rechner war über Nacht abgeschaltet und komplett vom Strom getrennt. Nur eine Stunde oder so zwischendurch ausschalten reicht nicht, um das Problem hervor zu rufen. Bisher trat es wirklich nur auf wenn er über Nacht aus war.

Das äußert sich dann dadurch, dass Windows (8.1) beim Booten am Anfang hängen bleibt, und/oder direkt ein Bluescreen erscheint, und/oder nach Anzeige des Desktops Fehlermeldungen kommen, dass Dienste und/oder Programme nicht gestartet werden konnten, und/oder dass ich bei Start eines Spieles (GW2/TSW) der Rechner in einen Bluescreen verabschiedet.

Nach ein paar Versuchen und/oder wenn ich es schaffe den Rechner ohne Absturz so 5min in Gang zu halten, dann ist er plötzlich völlig stabil. Dann kann ich ihn auch eine Weile abschalten und dann ohne Probleme wieder hochfahren. Ich kann stundenlang zocken ohne auch nur einen einzigen Absturz oder Bluescreen, Benchmarks laufen lassen, usw. usf. Überhaupt gar kein Problem.

Bis ich ihn dann abends wieder abschalte und über Nacht ruhen lasse.


Ich selbst habe bei so etwas immer erst einmal den Speicher in Verdacht, deshalb hab ich das mal hier ins RAM-Forum gepostet. Gerade bei so Modellen mit etwas "besseren" Timings kam es ja schon z.B. vor, dass diese auch nur mit einer etwas höheren Spannung laufen als "normal". Heute hatte ich daher die Spannung mal auf 1.6V, 1.66V und schließlich 1.7V erhöht. Interessanterweise hat dies lediglich dazu geführt, dass der Rechner auch im warmen Zustand instabil wurde, also selbst nach 15+ Minuten immer wieder abgestürzt ist. Daher wieder zurück auf 1.5V und es lief wieder stabil (da warm ;)).

Insgesamt schon probiert:
  • Spannung erhöhen (1.6V, 1.66V, 1.7V)
  • BIOS F3 und BIOS F5, bei beiden dasselbe Problem. F5 ist das aktuellste BIOS für das Board.
  • Timings auf Board-Default (war glaub ich CL11-11-11-28) - keine Änderung
  • Timings auf XMP Profil 1 (CL9-9-9-24)

Als nächstes will ich gleich im warmen Betrieb (auch wenn er da grad wieder stabil ist) mal Memtest eine Weile laufen lassen.

Morgen früh im kalten Zustand werde ich das ganze Mal mit den anderen beiden RAM-Slots testen. Bisher steckten die RAMs in den Slots 1&2, die zusammen DualChannel bieten, jetzt hab ich es mal zu 3+4 umgesteckt (ebenfalls DualChannel). Also mal sehen ob das etwas ändert. Egal ob ja oder nöö würde ich dann auch gleich im noch kalten Zustand noch Memtest booten.
Und falls das nichts hilft die RAM-Module mal einfach nur jeweils einzeln verwenden.

Und dann gehen mir langsam die Ideen aus.


Hat jemand so etwas schon mal erlebt und irgendeine Idee woran das ansonsten liegen könnte? Bin für alle Ideen offen. ;)


Anhang - Noch mal das System im Ganzen:
Mainboard: Gigabyte H87-HD3
CPU: Core i5 4570 mit Boxed Kühler
RAM: 2x4GB GSkill Ripjaws X 1600 CL9
Grafikkarte: XFX Radeon HD6850 1GB (steckt im obersten PCI-Express 3 Slot; Strom ist dran)
Netzteil: Seasonic S12-II 620W
SSD: Intel X25-M Postville G2, 80GB
HDD: WD Blue, 640GB
DVD-Brenner: Irgendein LG, SATA
 
Ich denke elektrische oder mechanische Fehler sind hier nicht ganz auszuschliessen , zb. schlechte Steckverbindungen oder fehlerhafte Kondensatoren.
Die Beschreibungen von fehlerhaften Laden von Daten könnten Probleme beim Sata Stecker sein bzw. wenn der Rechner immer im kalten Zustand hängen bleibt deutet auf Probleme bei Elkos im Board hin.

Ich würde sagen , das Zeugs ist eine Woche alt , tausche es um ! Und achte sehr auf einen sauberen Neubau der Komponenten .
 
O-Saft schrieb:
Notiere mal die Bluescreens und pack die mit bei.
Jup, werde ich ab jetzt machen. Stand aber mehr oder minder jedes Mal etwas anderes drin.

Einige Sachen habe ich in der Ereignisanzeige gefunden:
Der Computer wurde nach einem schwerwiegenden Fehler neu gestartet. Der Fehlercode war: 0x0000001e (0xffffffffc0000005, 0xfffff8005eef81b0, 0x0000000000000000, 0x0000000006977c00).
Der Computer wurde nach einem schwerwiegenden Fehler neu gestartet. Der Fehlercode war: 0x0000000a (0x0000000800000020, 0x0000000000000002, 0x0000000000000000, 0xfffff80069b822fb).
Der Computer wurde nach einem schwerwiegenden Fehler neu gestartet. Der Fehlercode war: 0x000000d4 (0x0000000000000003, 0x0000000000000002, 0x0000000000000001, 0xfffff80204850103).
Der Computer wurde nach einem schwerwiegenden Fehler neu gestartet. Der Fehlercode war: 0x000000d1 (0xfffff80ab20b1f18, 0x0000000000000002, 0x0000000000000008, 0xfffff80ab20b1f18).
Usw.
Ergänzung ()

Hab mich gerade einfach noch mal daran gemacht, den kompletten PC einmal zu zerlegen und ganz sauber neu zusammen zu stecken. Habe sogar die CPU entfernt und geschaut wegen der Pins, man hört da ja öfter, dass da auch mal etwas verbogen ist. Konnte aber mit bloßem Auge nichts Ungewöhnliches erkennen, scheint alles "in Reih und Glied" zu stehen. Außerdem hab ich auch mal die SATA-Kabel getauscht - man weiß ja nie. Auch wenn ich das als Ursache für sehr unwahrscheinlich halte.

Ich sag mal, wenn es Montag früh (bin morgen gar nicht da fällt mir gerade ein) immer noch herumspinnt, dann werde ich mir mal anderes RAM zum Testen besorgen, und wenn das nichts hilft, dann das Mainboard zurück schicken und umtauschen lassen.

Aber falls jemand sonst noch eine gute Idee hat, dann nur her damit. ;)
 
hmm , klingt für mich nach ner "kalten" löststelle die im kalten zustand nicht so richtig kontakt hat aber wenn sie warm ist durch ausdehnung der kontakt gegeben ist

teste mal das alte netzteil, ich vermute aber das mainboard
 
Das alte Netzteil hat den Geist aufgegeben, da ist also nicht mehr viel zu testen. Allerdings war es wie gesagt mit dem schon genauso (Netzteil erst gestern getauscht). Daher schließe ich das wie gesagt eh aus. (Die Chance dass das neue die gleiche Macke hat sollte ja ziemlich gering sein).

Kalte Lötstelle (o.Ä.) ist natürlich möglich, wiederum vor allem bei Mainboard oder Speicher (vermutlich dann aber eher Ersteres, schätze ich).
 
ok hab das wohl überlesen
ja dann bleibt ja nur das mainboard, am besten direkt einschicken , problem sehe ich aber das die den fehler evtl. nicht reproduzieren können
bliebe noch die alternative sofern 14 tägiges rückgaberecht noch besteht einfach zurückgeben
 
damn80 schrieb:
ok hab das wohl überlesen
ja dann bleibt ja nur das mainboard, am besten direkt einschicken , problem sehe ich aber das die den fehler evtl. nicht reproduzieren können
bliebe noch die alternative sofern 14 tägiges rückgaberecht noch besteht einfach zurückgeben

ich würde es auch einschicken
 
Kelshan schrieb:
Das alte Netzteil hat den Geist aufgegeben, da ist also nicht mehr viel zu testen. Allerdings war es wie gesagt mit dem schon genauso (Netzteil erst gestern getauscht). Daher schließe ich das wie gesagt eh aus. (Die Chance dass das neue die gleiche Macke hat sollte ja ziemlich gering sein).

Kalte Lötstelle (o.Ä.) ist natürlich möglich, wiederum vor allem bei Mainboard oder Speicher (vermutlich dann aber eher Ersteres, schätze ich).

Eventuell mit weiterem Netzteil testen,vielleicht ist es zu schwach!


Ansonsten wie alt ist dein Board?
Kalte Lötstellen können immer auftreten.Allerdings wenn es erst seit kurzem ist das eventuell auszuschließen.
 
Zu schwach ein Seasonic 620W Netzteil? Das wage ich doch sehr zu bezweifeln bei dem Rechner. ;)

Das Board war gerade neu, Freitag vor einer Woche bekommen (Neuware und auch definitiv alles bis dahin ungeöffnet gewesen).

Das Problem war heute übrigens immer noch da, sogar schlimmer als letzte Woche. Ich werde jetzt das Mainboard mal wieder gut verpacken und zu Amazon zurück schicken. Danke für die versuchte Hilfe. ;)

[Edit]
Cool, die schicken mir ja sogar erst das Ersatzteil zu bevor ich das vermutlich defekte einschicken muss. Das ist natürlich nicht unpraktisch. ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay, kleines großes Update in der Sache: Ersatz-Mainboard kam eben an und wurde direkt eingebaut. Der Rechner lief heute zuvor noch gar nicht, ist also komplett kalt. Eingeschaltet, einmal kurz ins BIOS, noch mal Defaults geladen, XMP-Profil eingestellt, integrierte Grafik abgeschaltet, etc., gespeichert, Neustart.

Windows 8 startet, lädt aus irgendeinem Grund einen Teil der Erstkonfiguration ("Hallo", "Apps werden heruntergeladen", etc.), aber startet absolut stabil und läuft seitdem auch. Noch zwei Mal Testweise ganz am Anfang (also als er noch fast kalt war) abgeschaltet, Strom weg, wieder eingeschaltet, nicht das geringste Problem.

War also wie zuletzt erwartet ganz offensichtlich wirklich das Mainboard defekt.

Danke noch mal für die Zeit. Vielleicht kann ein zufällig vorbei kommender Mod die Sache ja dann doch in das Mainboard-Forum schieben (Probleme mit Intel), da gehört es wohl eher hin.
 
jap wie gedacht war da iwo auf dem board der wurm drin

find ich gut das du dich zurückmeldest, denn davon leben foren
 
Da muss ich auch gleich doch (leider) noch eine Rückmeldung geben. Nämlich: Zu früh gefreut.

Bereits am Tag nach dem Umbau war es plötzlich wieder instabil beim ersten Starten am Morgen. Hätte ich mir also sparen können. Ich hoffe Amazon belangt mich nicht in irgendeiner Weise für den Aufwand, dass ich da jetzt ein (vermutlich) völlig intaktes Board ausgetauscht habe. *grml*

Dachte dann schon "dann bleibt ja nur noch der Prozessor übrig", habe mich dann aber die letzten Tage doch erst noch mal daran gemacht, die RAM-Module noch mal in Ruhe durchzutesten. Verschiedene Latenzen, verschiedene Spannungen und am Ende dann noch mal jedes Modul einzeln. (Ich bin der Meinung das hatte ich schon getestet, aber da muss ich mich dabei wohl irgendwie vertan haben und hab vllt. zweimal das selbe Modul getestet o.Ä.)

Seit heute früh bin ich jedenfalls ziemlich sicher, dass doch ein Modul davon kaputt ist. Mit dem anderen Modul lief es jetzt zwei Tage in Folge absolut problemfrei. Wenn ich das vermutlich kaputte Modul mit einbaue (egal ob auf einem Kanal oder im DC) oder es allein laufen lasse (auch im gleichen Slot) funktioniert das Hochfahren (im kalten Zustand) wieder bloß in etwa 1/5 der Fälle, bis er dann "warm" ist.

Für den Moment (bin jetzt auch gerade über die 14 Tage nach Bestellung drüber >.<) behalte ich erst einmal nur das eine Modul drin und gebe mich mit den 4GB zufrieden. Ich brauche aktuell nämlich schlicht einen laufenden Rechner, und mit 4GB komme ich auch erstmal klar. Sobald ich das nächste Mal Geld übrig hab, kaufe ich mir einfach noch ein Kit und tausche das defekte Kit dann bei GSkill direkt um. (Lebenslange Garantie immerhin...) So kann ich den Rechner wenigstens so lange weiter verwenden.

Dann hab ich zwar 16GB, aber das bringt mich auch nicht um. *hust* ;)
 
Ohne alles gelesen zu haben...

Ich hatte mal ein ähnliches Phänomen: Wenn der Rechner kalt war, stürtzte er ständig ab - wenn er warm war nicht... Hab laaange Gebraucht, bis ich den Übeltäter gefunden habe. Es war die Northbridge, welche eigentlich durch den Prozessorkühler (damals war TopFlow state of the art) mit "belüftet" werden sollte. Ich hatte so einen fetten Zalmann drauf, der im kaltek Zustand sehr lange passiv blieb.

Die Northbridge kochte dann immer, während die CPU noch eiskalt war (war übrigens ein hochgezüchteter e4300)... ein zusätzlicher - sehr langsam drehender Lüfter behob das Problem ;-)

Gut - es gibt keine Northbridges mehr - aber vielleicht wird irgend ein Teil auf deinem Mainboard zu heiß / nicht genügend belüftet - ggf. eines, dass sich - nach dem Aufheizen des Gehäuses - im Luftstrom der CPU oder Graka abkühlt?

Nur eine Idee, falls du noch nicht auf dem richtigen Weg bist :-)
 
Zurück
Oben