Ich würde einige der Aussagen die dort getroffen wurden auch als "gewagt" einstufen
Und ja, es ist müßig darüber zu diskutieren ob man nun sagt der Prozess bekommt einen virtuellen Adressraum von 4 GB oder der Prozess bekommt einen nutzbaren virtuellen Adressraum von 2 GB...
Wichtig ist nur: Du kannst mehrere Prozesse haben, die alle einen eigenen virtuellen nutzbaren Adressraum von 2 GB haben, du kannst also problemlos 4 GB RAM vollbekommen mit ausreichend Prozessen.
Aber nun schau ich Fußball :-)
Edit: "XP teilt den Speicher in 2GB UserSpace und 2GB Kernel-Space auf, und nur in den 2GB Userspace dürfen Daten und Programme des Anwenders ausgeführt werden"
Nein! XP teilt den Virtuellen Adressraum in 2 GB User-Space und 2 GB-Kernel-Space auf. Das ist ein entscheidender Unterschied!
6 Prozesse die je 400 MB User-Space-Speicher belegen, benötigen zusammen logischerweise ~2,4 GB RAM - da muss bei einem System mit verbauten 4 GB (und nutzbaren sagen wir mal 3,5 GB) RAM noch nicht zwangsläufig ausgelagert werden...
Edit3: Wie gesagt: Als Windows XP auf den Markt kam, waren Rechner mit 512 MB bis 1024 MB Speicher Standard bis High-End... wie sollen denn die 512 MB verbauter Speicher in 2x2 GB aufgeteilt werden?
Edit2: Wie du weißt gibt es doch auch Windows 2003-Server mit bis zu 64 GB RAM im 32-Bit-Betrieb dank PAE... dort findet die exakt gleiche Aufteilung statt mit 2x2 GB (oder halt wahlweise 1x3 GB und 1x1 GB). Deiner Logik nach dürfte ein solcher Server aber nie mehr als 4 GB im RAM belegen können...
Edit4: Ach ja ich finde die englischen Texte übrigens besser, da die deutschen maschinell übersetzt sind meist und oft keinen großen Sinn ergeben...
http://support.microsoft.com/kb/555223/en-us
Da steht z.B.
http://support.microsoft.com/kb/555223/en-us schrieb:
At some point, the resource in critical short supply can not be increased. This means an architectural limit has been reached. Some commonly reported architectural limits in Windows include:
1. 2 GB of shared virtual address space for the system
2. 2 GB of private virtual address space per process
3. 660 MB System PTE storage
4. 470 MB paged pool storage
5. 256 MB nonpaged pool storage
Gerade Punkt 1 und 2 sind für uns relevant.
Der virtuelle Adressraum von 4 GB setzt sich aus Punkt 2 und Punkt 1 zusammen, der System-Adressraum ist für alle Prozesse wie man sieht identisch. Aber nur weil es Systemadressraum ist heißt das nicht, dass er nicht ausgelagert werden kann, genauso dass er wirklich 2 GB Arbeitsspeicher benötigt.