Reiser4 lebt

old news :D

die wenigsten scheinen das zu wissen, dies wird hoffentlich nochmals weitere entwickler anlocken, die die restlichen probleme ausmerzen werden

ich freu mich auch ungemein, dass es endlich soweit sein wird :)
 
@freak01

Reiser4 würde mich brennend interessieren. Nutze zur Zeit reiserFS 3.6 auf meinen Gentoo Systemen. Demnächst kommt noch eine HDD mit ordenlich großer Kapazität hinzu.
Ich würde gerne mein Gentoo auf die andere HDD mit Reiser4 verschieben.
Die Zen-Sources würde ich dann auch nutzen, wegen Reiser4.

Wie geht den Reiser4 denn wirklich ab?
 
hat denn Reiser FS so viele Vorteile gegen über ext3 (oder auch ext4) bzw. den kommenden btrfs bzw. zfs in der Solaris-Welt?
 
Reiser4 soll ja zumindest Daten Komprimieren können wie bei ZFS auch.

ZFS selber läuft ja nicht über den devicemapper und hat ja eigene tools. (ZFS soll ja bei Linux über Fuse laufen)
Linux, Solaris und BSD ticken da einen bischen anders.

ReiserFS und Reiser4 sollen ja die Knüller bei kleinen Dateien sein. Zumindest kann ich es bei ReiserFS 3.6 bestätigen, wie es mit kleinen Datenhäppchen schnell umgeht.

Mir fehlt nur ein Erfahrungsbericht von Reiser4 im Alltag als Bestätigung.
 
Ggü. ext3/4 ist jedes Dateisystem besser - ob du davon auf dem Desktop-System sofort viel merkst ist aber eine andere Frage.

Was an Reiser4 so toll ist, am besten http://en.wikipedia.org/wiki/Reiser4 lesen (und hyperlinks nutzen). Wer das nicht versteht, sollte derzeit erstmal nicht auf Reiser4 setzen, weil ein Dateisystem, dass nicht im Linuxkernel aufgenommen ist, immer wieder Probleme bereiten kann, wenn die Kernelentwickler Kernelpatches einpflegen, die sich mit dem Dateisystem stoßen - das passiert in der Kernelentwicklung und wird nur dann von der Kernelentwicklungsleitung (Anrew Morton?) verhindert, wenn das Dateisystem Teil des offiziellen Kernels ist.

Wie btrfs wird, ist irgendwie noch nicht ganz klar - der name ist jedenfalls erstmal nicht so sehr verheißend, denn B-Bäume werden mit Ausnahme von UFS, Ext und ZFS bei sonst jeem aktuellen Dateisystem eingesetzt - das erste B-Baum_Dateisystem war glaube ich HFS (classic) auf dem Apple Macintosh anno 1985 - vielleicht auch schon auf der Appe Lisa ein Jahr früher. Ich weiß auch nicht ob jetzt sowohl ZFS als auch Oracles btrfs überleben werden - oracle hat btrfs ja eigentlich gesponsort, weil es auf Linux mit Solaris/ZFS konkurrieren wollte, aber jetzt gehört Solaris/ZFS zu Oracle.
 
grad bei kleinen dateien soll das ja was bringen. auf meinem desktop habe ich aber nichts davon gemerkt. ich warte für den nächsten test ab bis es ofiziel supportet wird.
 
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* die spürbare Verbesserung im Desktopbetrieb, die du bemerken wirst, ist dass die Startzeiten von Programmen um einiges kürzer sind :)

* im Betrieb mit Gentoo siehst du den Vorteil ganz eindeutig mit einer separaten Partition für Portage mit der gzip- oder lzo-Kompression und kürzeren Dependency-Erfassungszeiten (mit dem sqlite-backend geht das natürlich noch um einiges schneller ^^⁾)

ich werde noch weitere Argumente bzw. Erfahrungen posten, doch das später
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (off-topic entfernt!)
Ich habe den Off-Topic Müll mal entfernt! Das hat nun wirklich nichts mit dem Dateisystem zu tun.


Das ReiserFS benutze ich selber schon ewig und würde es deshalb sehr begrüßen, wenn es denn nun endlich seinen Weg in den Kernel finden würde. Ich bin aber der Meinung, dass es eine ähnliche News schonmal vor einiger Zeit gab, daraus wurde dann aber bekanntlich gar nichts. Ich glaubs erst wenn ich es sehe ;)
 
Hmm ich kann mich nur an Reiser 3 so erinnern (Suse9), dass sobald ich das als File System auswählte, hatte ich nach einem neustart schon einen Mörder Datenverlust :D. Hatte ich mit ext3 nicht. Soweit ich weiß hat die Platte aber bis heute nicht den Geist aufgegeben. Aber das kann evtl auch an meiner damals imensen Unkenntnis gelegen haben.


Wenn Reiser eh nur Vorteile bei kleinen Dateien, die in großer Menge vorhanden sind, bringt wäre es ja nur für nischensachen geeignet wie z.B. Bildarchiv für Datenbanken oä.
 
Reiser ist nicht nur bei kleinen Dateien in den inodes flotter, der directory lookup ist bei Reiser auch sehr viel schneller als bei Ext - ich glaub da ist nur XFS schneller, wobei XFS den Nachteil von sehr langsamen Schreibvorgängen in bestimmten Situationen hat.

Die Datenverlustprobleme in der frühen Anfangszeit von ReiserFS3, hingen vielleicht mit den gleichen Code-Unsitten zusammen, die bei Einführung von Ext4 bei einigen Leuten zu Datenverlust auf Ext4 geführt hatten.
 
Vor Jahren, glaube es war auch eine der 9er Suse-Distributionen gab es wegen ReiserFS auch
Datenverlust, direkt nach einem neustart.
Zum Glück ist mir mit ReiserFS in letzer Zeit nichts schädliches passiert. Ich finde das ReiserFS ganz nett, denn die Festplatte rödelt/lärmt nicht mehr so wie bei XFS.
 
freak01 schrieb:
* im Betrieb mit Gentoo siehst du den Vorteil ganz eindeutig mit einer separaten Partition für Portage mit der gzip- oder lzo-Kompression und kürzeren Dependency-Erfassungszeiten (mit dem sqlite-backend geht das natürlich noch um einiges schneller ^^⁾)

und du sagst also das reiser4 eindeutig besser ist für ein desktop system (das ja aus tausenden kleinen dateien besteht) und spürbar schneller ist?

unter mir@
erledigt!
 
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noch was: welche mount optionen empfehlen sich denn für reiser4? (gerade wenn man viele kleine dateien wie den portage tree drauf hat)
Ergänzung ()

ich wollte gerade die mount optionen nolog und noborder testen weil ich mir davon eine verbesserung erhoffe. leider erhalte ich die fehlermeldung
Code:
mount: wrong fs type, bad option, bad superblock on /dev/hda5,
       missing codepage or helper program, or other error
       In some cases useful info is found in syslog - try
       dmesg | tail  or so
ich habe auf die normalen 2.6.30 sources den reiser4 patch angewendet und normales mounten klappt auch. habe ich irgendetwas übersehen? braucht man den unbedingt die zen sources dafür? habe nicht groß lust den kernel komplett neu zu konfigurieren.

weiterhin frage ich mich welche clustergröße optimal ist. speicherplatz ist mir egal aber ich denke das größte was geht zu setzen macht bei den vielen kleinen dateien auch keinen sinn. genauso frage ich mich ob die option notail etwas bringt. diese verstehe ich nicht ganz und kann es wie gesagt auch nicht testen.

hinweis: es geht um den portage tree (für alle nicht gentoos: das sind sehr sehr viele kleine dateien)

ich denke mal die fragen sind bei reiser4 besser aufgehoben als in dem anderen von dir verlinkten thread bin mir aber nicht sicher.
 
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Dann ist gentoo eben nichts für dich, wenn du so was einfaches nicht selber hinkriegst.

Man page lesen und ein paar guides dazu, danach probierst du es selber aus und berichtest.
 
@arterius:

mit reiser4 und der dokumentation sieht es momentan leider etwas mau aus

@chinamaschiene:

so bitte sehr: Reiser4 / reiserfs (v3.6) thread (ist sogar im selben Unterforum !)

der Artikel ist zwar noch nicht ganz vollständig, sollte aber soweit reichen

Merke: wenn das Mounten nicht gelingt, dann im syslog oder den output von dmesg nachschauen, was für eine Fehlermeldung gezeigt wird

reiser4 bekommst du direkt vom kernel.org bzw. eu.kernel.org server: reiser4-patches auf dem kernel.org server in den USA (?) ; reiser4-patches auf dem Mirror Server in der EU
 
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vielen dank für deine hilfe und die links.

EDIT
alle deine links haben immer ein http// zu viel

Commander arterius@
du hast vollkommmen recht. ich merke dank deinem post was für ein minderwertiger user ich bin und habe vergessen das gentoo nur was für promovierte informatiker oder freaks ist die 24/7 nur manpages lesen. in einem linux thread eine hilfestellung zu suchen (und dann noch zu gentoo!) ist absolut unwürdig. aus gutem grund gibt es ja auch nicht sowas wie gentooforums.org. und wenn es sowas geben würde wären da bestimmt keine user die fragen stellen würden. eine mailliste für kernel developer reicht vollkommen aus. auch stimmt es das ich selbst meine gentoo boxes auch nur durch fragen in primitivforen aufgesetzt habe und ich weiß auch nichtmal was du mit manpages meinst. jetzt weiß ich es ja besser und habe mein gentoo deinstalliert und wieder windows und linuxmint am laufen. gott sei dank gibt es user wie dich die mich auf den richtigen weg leiten. die gentoo community braucht mehr leute wie dich auf das gentoo unter den linux distributionen noch berühmter wird als es jetzt schon ist. kurz: dein beitrag ist zum kotzen!
Ergänzung ()

das problem scheint einfach zu sein das es diese mount optionen bei reiser4 nicht mehr gibt. ich würde halt gerne das journaling ausschalten scheint aber nicht mehr zu gehen. dann begnüge ich mich eben mit noatime und nodiratime.
 
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danke, hab die überzähligen http// nun korrigiert

mir erschließt sich der Sinn nicht, dass du ein Journaling-Dateisystem verwendest nur um dann explizit das Journaling abzuschalten - nimm doch gleich ext2 ;)

oder hast du eine UPS und dein Rechner stürzt bzw. hängt sich nie auf ?

<-- nicht zuviel dazu, das wird sonst wieder zuviel Off-Topic
 
hmm da ich ja nicht im klassischen sinne den baum durchsuche dachte ich bringt das performance. habe mir auch schon gedacht dass ein ext2 mit großen clustern nicht schlecht ist (im vgl zu ext3 / ext4). würde auch mal das ganz neue brfs testen. das problem ist nur das ich keine idee habe wie ich das vernünftig benchmarken könnte. reicht es einfach ccache auszuschalten und dann z.b. das emergen vom xorg-server zu testen.

echo "Start: $(date)" >> benchfile.log && emerge xorg-server && echo "Ende: $(date)" >> benchfile.log

es gibt doch bestimmt eine sinnvollere methode die versch. filesystems zu testen die z.b. nicht den prozessor belastet. über vorschläge würde ich mich freuen.

zur USV: nö das habe ich nicht. der pc stürzt auch sogut wie nie ab und selbst wenn das mal passiert ist es mir egal wenn mein portage tree schrott ist. meinst du das die gefahr dafür ohne journal höher ist?

ich suche performance. speicherplatz und sicherheit ist mir egal. (vergleichbar mit dem was man mit raid0 macht also)

EDIT
ich möchte mir selbst antworten: das tool heißt bonnie++ und macht benchmarks. wenn ihr wollt könnt ihr ja mal vergleichswerte reiser4 / ext4 / xfs posten...
 
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