Router für OpneVPN

Drago_r

Cadet 4th Year
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Dez. 2019
Beiträge
68
Erstmal Hallo an alle, bin neu hier und hab natürlich gleich mal eine Frage.

Habe aktuell folgende Konstellation:
Fritzbox 7590 im Modembetrieb und als Dectbasis
dahinter Asus RT-AC66U_B1 als Wlan Router, an diesem sind alle Netzwerkgeräte angeschlossen.
Nun habe ich mir über NordVPN einen Zugang zugelegt und wollte diesen mit Merlin Software im Asus einrichten damit alles hinter einem VPN ist.
Funktioniert auch soweit alles.
Nun sieht es so aus als wäre aber der Asus ein wenig zu schwach auf der Brust. Erreiche hier nur 20k wenn der VPN aktiv ist im Downstream(100k VVDSL mit Vollsync liegen an)
Mache ich den VPN direkt am Laptop erreiche ich an die 80-90k
Meine Frage hier an die Experten wäre, was für ein Router wäre nötig um diese Werte zu erreichen?
Gerne ein Asus und natürlich bezahlbar(roundabout bis 200 Euro ca.)
Danke euch schonmal für eure Ratschläge
Gruß
Drago_r
 
Wenn du auf basteln stehst wäre auch eine Raspi Lösung denkbar.
 
OpenVPN ist nicht gerade die schnellste Lösung was VPN angeht. Hättest du die Möglichkeit auf beiden Seiten auf etwas anderes zu wechseln, z.B. IPSec oder Wireguard?

Ansonsten habe ich bei mir den Router durch einen kleinen Rechner mit Intel Atom ersetzt auf dem Sophos UTM Home läuft, da ist OpenVPN mit 100Mbit auch kein Thema.
 
Masamune2 schrieb:
OpenVPN ist nicht gerade die schnellste Lösung was VPN angeht. Hättest du die Möglichkeit auf beiden Seiten auf etwas anderes zu wechseln, z.B. IPSec oder Wireguard?

Ansonsten habe ich bei mir den Router durch einen kleinen Rechner mit Intel Atom ersetzt auf dem Sophos UTM Home läuft, da ist OpenVPN mit 100Mbit auch kein Thema.
Also der Asus kann nur OpenVPN so wie es aussieht.
Mir wäre die einfachst Lösung aktuell am liebsten, was dies ist weiß ich aktuell eben nicht, was hier Aufwand ist so etwas aufzusetzen. Raspi oder Mini PC. Ich habe einen Mini PC mit Celeron laufen wo 4 Wallets für Masternodes unter Linux Mint laufen, weiß nicht ob dieser geeignet wäre dafür?
Hat 8 Gig RAM akuell ca 3,5-4 noch frei wenn die Wallets laufen.
Bin wie gesagt gerne offen für neues, brauche aber ein Anleitung dafür. Linux kann das IPSec glaube ich?
 
Ein "normaler" (mini) Server ist bei VPN-Verbindungen um Größenordnungen performanter als ein (normaler) Wlan-Router.
Du musst halt wissen, was Du tust, wenn Du darüber VPN laufen lassen willst. Youtube ist voll von entsprechenden Anleitungen.

Wenn Du bei Asus / Merlin bleiben willst, dann schau Dir mal RT-AC86U, RT-AC87U und/oder RT-AC88U an.
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass NordVPN (und andere VPN-Anbieter) die "Sicherheit" nicht erhöhen.
...zum Einlesen: -Link-
 
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Das gesamte Netzwerk über einen VPN-Dienstleister zu Tunneln, ist aus mehreren Gründen eine schlechte Idee.

Zum einen ist man wie du ja schon selbst gemerkt hast massiv von der Leistungsfähigkeit des VPN-Clients abhängig - weshalb man tendenziell auch keine eierlegende Wollmilchsau wie einen 08/15 WLAN-Router nimmt - und zum anderen natürlich von der (aktuellen) Geschwindigkeit des VPN-Dienstleisters.

Darüber hinaus handelt man sich gegebenenfalls zusätzliche Probleme ein, wenn zB Netflix immer mehr VPNs blockt und dann eben auch der Server an der Reihe ist, an dem du hängst.


VPN ist kein Dampfhammer, mit dem man alle vermeintlichen Probleme des Internets erschlägt. Anonymität ist zwar schön und gut, aber anonym wem gegenüber? Ein VPN-Anbieter, dessen Server im Ausland sitzen, unterliegt anderen und vor allem für den Nutzer unbekannten Datenschutzgesetzen. Nur weil ein Anbieter damit wirbt, dass er "keine Logs" führt, muss das in keinster Weise der Wahrheit entsprechen.

Ich an deiner Stelle würde daher Fritzbox und Asus (oder das aus diesem Thread resultierende Nachfolgegerät) als parallele Gateways im Netzwerk betreiben. Dem WLAN-Radio ist es furzegal ob es über VPN geht oder nicht, ebenso dem smarten Kühlschrank. Dem Laptop wiederum, mit dem man US-Netflix nutzen möchte, natürlich nicht. So bekommen Radio und Kühlschrank ganz banal die Fritzbox als Gateway und der Laptop den VPN-Routet - mit dem Unterschied, dass man mit wenigen Klicks (zB eine Batch auf dem Desktop) das Gateway von VPN auf Non-VPN umschalten kann und wieder zurück. In dieser Konstellation ist es auch vollkommen egal wie schnell das VPN läuft, weil man ja problemlos auch ohne VPN ins Netz kann, wenn man beispielsweise das neueste Ubuntu-ISO oder auch die 50 GB vom neuen Konsolen-Hit runterladen will.

Denk also nochmal darüber nach was du von einem VPN erwartest oder besser gesagt was du dir davon erhoffst. Anonymität erlangt man nämlich nicht allein durch ein VPN, weil die IP nur eines von vielen Werkzeugen zur Identifizierung eines Nutzers im www darstellt.


Speziell bezüglich OpenVPN muss man sagen, dass es im Vergleich zu IPsec und Wireguard sehr CPU-lastig ist, das es weitestgehend single threaded arbeitet. Schwache CPUs haben also das Nachsehen, weil sie mit den Berechnungen für die Verschlüsselung einfach nicht hinterherkommen. Die beste Hardware für OpenVPN ist daher ein PC, selbst ein Atom ist dafür in der Regel ausreichend. Meine beiden i3 (2nd Gen) im alten Server und meinem alten Notebook kamen untereinander auf schlanke 800-850 Mbit/s. 08/15 Router-CPUs machen oftmals schon bei <50 Mbit/s schlapp.
Aber wie gesagt, überdenke ob immer-VPN wirklich sinnvoll ist, dann stören sie 20 Mbit/s beim Asus vielleicht schon nicht mehr, wenn darüber zB nur Netflix läuft.....
 
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Odroid H2 + USB Wlan Stick per USB3 wenn man basteln möchte.
Der hat anständige Interfaces im Gegensatz zum Raspi
 
Raijin schrieb:
Das gesamte Netzwerk über einen VPN-Dienstleister zu Tunneln, ist aus mehreren Gründen eine schlechte Idee.

Zum einen ist man wie du ja schon selbst gemerkt hast massiv von der Leistungsfähigkeit des VPN-Clients abhängig - weshalb man tendenziell auch keine eierlegende Wollmilchsau wie einen 08/15 WLAN-Router nimmt - und zum anderen natürlich von der (aktuellen) Geschwindigkeit des VPN-Dienstleisters.

Darüber hinaus handelt man sich gegebenenfalls zusätzliche Probleme ein, wenn zB Netflix immer mehr VPNs blockt und dann eben auch der Server an der Reihe ist, an dem du hängst.


VPN ist kein Dampfhammer, mit dem man alle vermeintlichen Probleme des Internets erschlägt. Anonymität ist zwar schön und gut, aber anonym wem gegenüber? Ein VPN-Anbieter, dessen Server im Ausland sitzen, unterliegt anderen und vor allem für den Nutzer unbekannten Datenschutzgesetzen. Nur weil ein Anbieter damit wirbt, dass er "keine Logs" führt, muss das in keinster Weise der Wahrheit entsprechen.

Ich an deiner Stelle würde daher Fritzbox und Asus (oder das aus diesem Thread resultierende Nachfolgegerät) als parallele Gateways im Netzwerk betreiben. Dem WLAN-Radio ist es furzegal ob es über VPN geht oder nicht, ebenso dem smarten Kühlschrank. Dem Laptop wiederum, mit dem man US-Netflix nutzen möchte, natürlich nicht. So bekommen Radio und Kühlschrank ganz banal die Fritzbox als Gateway und der Laptop den VPN-Routet - mit dem Unterschied, dass man mit wenigen Klicks (zB eine Batch auf dem Desktop) das Gateway von VPN auf Non-VPN umschalten kann und wieder zurück. In dieser Konstellation ist es auch vollkommen egal wie schnell das VPN läuft, weil man ja problemlos auch ohne VPN ins Netz kann, wenn man beispielsweise das neueste Ubuntu-ISO oder auch die 50 GB vom neuen Konsolen-Hit runterladen will.

Denk also nochmal darüber nach was du von einem VPN erwartest oder besser gesagt was du dir davon erhoffst. Anonymität erlangt man nämlich nicht allein durch ein VPN, weil die IP nur eines von vielen Werkzeugen zur Identifizierung eines Nutzers im www darstellt.


Speziell bezüglich OpenVPN muss man sagen, dass es im Vergleich zu IPsec und Wireguard sehr CPU-lastig ist, das es weitestgehend single threaded arbeitet. Schwache CPUs haben also das Nachsehen, weil sie mit den Berechnungen für die Verschlüsselung einfach nicht hinterherkommen. Die beste Hardware für OpenVPN ist daher ein PC, selbst ein Atom ist dafür in der Regel ausreichend. Meine beiden i3 (2nd Gen) im alten Server und meinem alten Notebook kamen untereinander auf schlanke 800-850 Mbit/s. 08/15 Router-CPUs machen oftmals schon bei <50 Mbit/s schlapp.
Aber wie gesagt, überdenke ob immer-VPN wirklich sinnvoll ist, dann stören sie 20 Mbit/s beim Asus vielleicht schon nicht mehr, wenn darüber zB nur Netflix läuft.....
Danke für den Beitrag, so gesehen macht es dann wohl doch mehr Sinn das ich es am Laptop nach Bedarf einschalte. Auch wenn ich den Beitrag davor mit der Verlinkung zu VPN lese ist es wohl besser es Geräte spezifisch zu machen wo es evtl. mal benötigt wird.
Danke für eure Tipps. Erspart mir dann Arbeit und auch Geld.
 
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