• ComputerBase erhält eine Provision für Käufe über eBay-Links.

Samsung Server-SSDs

websurferin83

Lieutenant
Registriert
Aug. 2011
Beiträge
890
Hallo zusammen,

bisher gab es von Samsung für Server die SSD-Serien 845DC EVO und 845DC PRO.

Nun scheint es eine weitere Serie zu geben, die PM863.

Bei der letztgenannten scheint das 3D V-NAND zum Einsatz zu kommen, wie es auch in der 850 EVO verwendet wird. Leider haben diese SSDs aber nur 3 Jahre Garantie, dafür aber ein höheres TBW als die 845er.

Aktuell gibt es meinerseits Überlegungen, für einen WSUS-Server eine separate SSD anzuschaffen, auf die nur die WSUS-Dateien abgelegt werden sollen (da die System-SSD sich immer mehr durch WSUS füllt). Eine herkömmliche HDD soll definitiv dafür nicht zum Einsatz kommen.

Da bei WSUS ja normalerweise mehr gelesen als geschrieben wird, sind die TBW eigentlich zweitrangig.

Ich hätte an eine 240 GB SSD gedacht, entweder die 845DC EVO oder die PM863:
http://www.heise.de/preisvergleich/samsung-ssd-845dc-evo-240gb-mz-7ge240ew-a1136107.html
http://www.heise.de/preisvergleich/...e-mz-7lm240z-mz7lm240hcgr-00003-a1276560.html

Da sie preislich ziemlich dicht beinander sind, bin ich unschlüssig, welche ich dafür nehmen soll.

Wer kann mir dazu sachdienliche Hinweise geben, welche SSD die richtige Wahl dafür wäre?

Viele Grüße und danke
websurfer83.

PS: Für den Einbau würde ich so eine Halterung anschaffen. Hat jemand Erfahrungen damit oder noch alternative Modelle, die man nehmen könnte und die in einen Low Profile-Slot passen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Von was für einem Server reden wir denn? Für gewöhnlich ist die SSD die richtige, die der Hersteller offiziell supportet.
 
DunklerRabe schrieb:
Zitat entfernt - Bitte Regeln beachten!​

Keine Sorge, der Server nimmt so ziemlich alles, so dass ich nicht auf offizielll freigegebene SSDs achten muss...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Zitat entfernt)
Ich persönlich nehme Samsung nur für Desktop Systeme. Für Server nehme ich die Intel an Intelcontroller. Mir geht es da nicht um die höchsten Werte, sondern mehr um die Zuverlässigkeit. Und die habe ich bisher gehabt in allen Servern ( dürften so um die 60-70 SSDs bisher gewesen sein in 4j ohne eine defekte).


lg
fire
 
firexs schrieb:
Zitat entfernt - Bitte Regeln beachten!​

Hallo,
danke, die System-SSDs (RAID 1) sind auch von Intel. Ich dachte jetzt an die Samsung-SSDs, da die WSUS-Daten nicht ganz so kritisch sind und die Samsung-SSDs doch etwas günstiger sind als Intel.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Zitat entfernt)
naja, die PM Serie kann ich nicht beurteilen. Hat viel Leistung für wenig Geld und das bei Business? Da muss doch was faul sein ^^
 
websurfer83 schrieb:
Keine Sorge, der Server nimmt so ziemlich alles, so dass ich nicht auf offizielll freigegebene SSDs achten muss...

Mir ging es eigentlich eher um die Supportsituation und nicht um technische Beschränkungen. Wenn dir Support egal bzw. das grundsätzlich kein Thema ist, dann könntest du im Grunde auch eine Consumer SSD benutzen. Richtige Enterprise SSDs sind diese Modelle von Samsung sowieso nicht, das ist bestenfalls so Entry Level Enterprise Hardware. Quasi Consumer Hardware mit etwas mehr Anspruch.

Ob du von der höheren Garantiezeit der 845DC Evo profitierst ist eine Frage deines Use Cases.
 
websurfer83 schrieb:
bisher gab es von Samsung für Server die SSD-Serien 845DC EVO und 845DC PRO.
und deutlich mehr. Die 845 DC sind quasi die alten "Retail" Server SSDs. Im OEM Geschäft gibts bzw. gabs da deutlich mehr und besseres.
Schau dir mal als Beispiel die 845 DC Pro an. Die gibts als 400GB und als 800GB Modell. Die wurde durch massive Erhöhung des Overprovisioning servertauglich gemacht.
Bei der 845DC EVO wurde auch das OP erhöht und afaik das Turbowrite Caching deaktiviert, da sich das ebenfalls negativ auf die Endurance auswirkt.

websurfer83 schrieb:
Nun scheint es eine weitere Serie zu geben, die PM863.

Bei der letztgenannten scheint das 3D V-NAND zum Einsatz zu kommen, wie es auch in der 850 EVO verwendet wird. Leider haben diese SSDs aber nur 3 Jahre Garantie, dafür aber ein höheres TBW als die 845er.
Samsung bietet die "normalen" SATA Server SSDs, jetzt übergreifend für OEMs / Integratoren und Retail an. Der Produktname PM863 (oder SM863) ist dabei gleich, nur die Artikelnummer ändert sich:
Retail: MZ-7LM240Z (oder auch MZ-7LM240E als USA Version)
bulk: MZ7LM240HCGR-00003


websurfer83 schrieb:
Da bei WSUS ja normalerweise mehr gelesen als geschrieben wird, sind die TBW eigentlich zweitrangig.

Ich hätte an eine 240 GB SSD gedacht, entweder die 845DC EVO oder die PM863:
http://www.heise.de/preisvergleich/samsung-ssd-845dc-evo-240gb-mz-7ge240ew-a1136107.html
http://www.heise.de/preisvergleich/...e-mz-7lm240z-mz7lm240hcgr-00003-a1276560.html

Da sie preislich ziemlich dicht beinander sind, bin ich unschlüssig, welche ich dafür nehmen soll.

Dann bist du bei den PMs schon richtig. Die SM Serie wäre Overkill.
Ich würde zur PM863 raten, da sie ein erwachsendes Enterprise Produkt ist und nicht ein auf Server getrimmtes Consumerprodukt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ h00bi:
Danke für die Erklärung, ich tendiere auch zur PM863.

Ich bin nur noch unschlüssig, ob für WSUS 240 GB reichen. Es werden von WSUS ausschließlich Windows 7 und Windows 8.1-Updates verteilt (kein Office - Click-to-Run lässt sich nicht per WSUS aktualisieren).
 
Die Menge reicht. Firmenserver mit Win7/8 und Office hat auch nur 200gb max. und 40gb frei. Und da laufen auch noch anderen Dienste. Wird etwa alle 6monate bereinigt.

lg
fire
 
h00bi schrieb:
und afaik das Turbowrite Caching deaktiviert, da sich das ebenfalls negativ auf die Endurance auswirkt.
Bei Enterprise Anwendungen und mit viel OP mag das sogar stimmen, aber generell und vor allem für Heimanwender reduziert so eine fester Pseudo-SLC Bereich den Verschleiß der normalen NANDs dagegen schon, denn alles was schon kurz nach dem Schreiben gelöscht und getrimmt oder überschrieben wird, muss ja nicht mehr ins normale NAND kopiert werden.
 
Holt schrieb:
denn alles was schon kurz nach dem Schreiben gelöscht und getrimmt oder überschrieben wird, muss ja nicht mehr ins normale NAND kopiert werden.

Der pSLC Bereich ist der normale NAND. Es ist quasi schon geschrieben. Nur muss es dann nochmal geschrieben werden aber eben als 3 bit pro Zelle. Die WA ist dabei zwangsläufig über 2.

So lange bleiben die Daten doch nicht im Cache, oder? Der wird ja konstant weggeschrieben wie der NAND halt nach kommt. Das ist ja eher ein Schreibpuffercache als ein Vorhaltecache.
 
h00bi schrieb:
Wenn die Clients regelmäßig an sind und du die Updates nicht mehrere Wochen vorhalten musst reicht das. Hast sonst du keine Windows Server? Weil die brauchen ja auch Updates.

Das hätte ich ja fast vergessen. Doch, natürlich für Windows Server 2012 R2 muss WSUS die Updates auch bereitstellen.

Eine Frage noch @ firexs:
Wie machst du die WSUS-Bereinigung alle 6 Monate? Ich mache das ca. alle 14 Tage mit dem Server-Bereinigungs-Assistenten, aber verringert sich die Menge kaum. Gibt es noch effektive Bereinigungsmethoden?
 
Nein, nicht wirklich. Ich schaue auch alle 14tage rein, was ich dann freigebe und was ich ablehne. Wenn man 'blind' alles freigibt, dann kann es sein, das es locker mehr als 200GB werden. Hab das nie ausprobiert.

Weil es mich aber grad mal interessierte, schaute ich mal nach auf dem Firmenserver: Platte C: mit System (AD, WSUS, etc) hat 300GB.
WSUS Ordner 138GB groß. Produkte: Office2007 - 2013, Windows 7, 8, 8.1, Defender, Server 2003, 2008R2.

lg
fire
 
h00bi schrieb:
Der pSLC Bereich ist der normale NAND.
Nein, das ist organisatorisch ein eigener, fixer Bereich und die Zellen die im Pseudo-SLC Modus laufen, werden immer nur so verwendet, daher halten sie dann auch viel mehr Zyklen aus, als wenn sie mit 3 Bits pro Zelle beschrieben würden. Die P/E Zyklen in diesem Bereich zählen auch in den S.M.A.R.T. Werten nicht, zumindest nicht bei den bei den Samsung Consumer SSDs mit der Technologie.

Das ist ja der Unterschied zu dem was bei MLC üblich ist und von Toshiba, OCZ oder neuerdings auch Micron/Crucial verwendet wird und wo die gleichen Zellen mal mit nur einem Bit und mal mit beiden beschrieben werden und wo die Daten dann eben so umorganisiert werden, dass die WA dadurch steigt.
h00bi schrieb:
So lange bleiben die Daten doch nicht im Cache, oder? Der wird ja konstant weggeschrieben wie der NAND halt nach kommt.
Und wenn es eine Pause gibt, aber je nach Anwendung kann das reichen um die Daten dann schon wieder überschrieben oder gelöscht zu haben. Nimm das Entpacken eines Archives, wenn das erst in TEMP entpackt und dann auf das Ziellaufwerk kopiert wird, dann hat die SSD keine Pause, da ja sofort nach dem Schreiben im Rahmen des entpackens die Daten wieder gelesen werden um sie zu kopieren und danach löscht das Programm die Daten aus TEMP auch sofort wieder, da besteht also eine gute Chance das der Controller diese noch gar nicht in den normalen Cache Bereich übertragen hat. Jedenfalls habe ich schon S.M.A.R.T. Werte von 840 Evo und 850 Evo von Heimanwendern gesehen, wo die mittleren P/E Zykeln mal der Kapazität deutlich unter den Host Writes lagen, da gab es solche Situationen also öfter und weil eben nur die P/E Zyklen des normalen NAND Bereiches zählen, ergibt sie damit aus der Sicht eine WA von unter 1. So falsch ist es auch nicht die P/E Zyklen des Pseudo-SLC Cachbereiches nicht mitzuzählen, die NANDs halt ja in dem Betriebsmodus auch viel mehr Zyklen aus.
 
Eigentlich genehmige ich alles automatisch, aber diese Prozedur muss ich wohl überdenken.

Ich habe gerade diese Anleitung im Forum gefunden:
https://www.computerbase.de/forum/threads/wsus-bereinigen.1070019/

Besonders die Treiber-Updates sammeln sich da gewaltig a, lehne gerade Tausende davon ab. Hoffentlich wird es nach der Bereinigung dann auch ein sichtbar kleinerer WSUS-Ordner.
 
Auch wenn es leicht off-topic ist, aber durch das Ablehnen der ganzen nicht benötigten Treiber Updates lässt sich richtig viel Platz sparen. Auf einem WSUS-Server ist der Ordner von 158 GB auf 26 GB geschrumpft (der versorgt Win 7, Win 8.1, Win 2012 R2, Office 2013 und Windows 10). Auf einem anderen ist der Ordner von 40 GB auf 2 GB geschrumpft (versorgt nur Win 7, Win 8.1 und Win 2012 R2).

Das lohnt sich wirklich. Außerdem habe ich nun die Treiber-Updates nicht mehr auf "Automatische Genehmigung" eingestellt.

Um wieder zum Thema zurück zu kommen: Eine 240er-SSD müsste daher locker ausreichen.
 
Ja. 200-240gb. Dabei ist nicht entscheidend, wie hoch die Lese und Schreibwerte sind, sondern vielmehr die Berichte über Ausfälle.

Btw, je nach Gehäuse kann so ein Low Profile Slot auch wurscht sein, da die SSDs ja keine Mechanik enthalten. Unser erster Firmenserver hatte 2 Stk. im Disketten-Schacht, da es sonst keinen sinnvollen Platz gab :)

lg
fire
 
Danke.

Ich habe gerade noch einen Artikel von CB über diese SSDs gefunden:
https://www.computerbase.de/news/st...sds-sm863-und-pm863-mit-bis-zu-3-84-tb.50762/

Kann mir jemand sagen, ob sich diese SSDs auch mit Samsung's Magician-Software "verwalten" lassen? Bei der 845DC-Serie ist dies laut technischen Daten möglich.

EDIT: Für diese Modelle gibt es eine spezielle Version der Software:
http://www.samsung.com/global/business/semiconductor/minisite/SSD/global/html/support/downloads.html

Noch eine Frage:
Wäre die SM863 auch für eine Workstation geeignet, bei der mächtig viel geschrieben wird? Momentan habe ich dort eine Toshiba Q-Serie mit 256 GB verbaut, tendiere aber dazu diese eventuell durch zwei Samsung 850 PRO im RAID 1 zu ersetzen. Aber die SM863 hat eine höhere TBW-Angabe und diese Power Loss Protection, was beides nicht schlecht wäre...
 
Zurück
Oben