Schulabbruch....was jetzt?

Fu Manchu schrieb:
sonst würdest du nicht programmieren können

90% meiner Kenntnisse habe ich mir selber beigebracht. Im Studium wurde mir gesagt, dass man nicht Informatik lernt um Programmieren zu lernen :freak: - Allerdings gabs da auch andere Dozenten.

Fu Manchu schrieb:
Gib mal ein Beispiel. Welches IT Wissen ist veraltet und welches ist völlig falsch?

Naja also allein das mit den Prozessoren ist doch ein gutes Beispiel. Wenn ich jetzt nem Kunden sagen würde: Ein Pentium 4 ist das nonplusultra - der würde mich auslachen.
Ich hatte in Datenbank die PROPHET Datenbank. Das ist eine Zeigerorientierte Datenbank gewesen die sowas von Scheiße war aber von unserem Prof als das goldene Kalb dargestellt worden ist - gibt`s nicht mehr.
Heterogene Netze. Wir haben Netzwerke aufgebaut die es so in einem realen Umfeld nie gegeben hat.
Gut vielleicht ist der Satz falsch formuliert worden.

Fu Manchu schrieb:
Nur weil wir heute Terabyte haben und Multi-CPU heißt das nicht, dass das alte Wissen falsch ist.

Ich kann auch ein JCL Programm von Grund auf Programmieren oder ein COBOL Programm schreiben. Sogar in SAS. Aber im Studium hab ich sowas nicht beigebracht bekommen.


Fu Manchu schrieb:
Und das bedeutet die Welt. Wer öffnet denn wohin die Türen? Das Abi/Studium zu den Arbeitgeber, diese zu den Jobs, die Jobs zum Einkommen und wohin das führt wissen wir alle.

Tja, ich will jetzt nicht über Dich speziell herziehen aber hier ein paar Beispiele:

mein Vater, Ausbildung Schloßer -> letzte Anstellung Geschäftsführere bzw. später Senior Vice President ( mit zwischenzeitlicher Verantwortung der IT )

ein Chef den ich hatte , Ausbildung Hotelfachmann ( oder so ) -> letzte Anstellung IT-Leiter und mit einem Wahnsinn Wissen über die AS400 und weiteren Spielereien

aus dem Bekanntenkreis , Lagerist -> Aus dem Lager wegen besonderere Befährigungen in die IT gehohlt worden.

Meine Erfahrung ist mittlerweile das manche Consulting Firmen echt alles einstellen was ein Keyboard halten kann und nen Abschluß hat. Zum Glück gibts noch andere.

Und die Arbeitslosenquote kommt unter anderem dadurch zustande, dass die Leute nicht aus Orten wegziehen wollen die ihnen keine Arbeit geben können - als Beispiel Berlin, Jena usw.

In den Niederlanden werden Händeringend Mitarbeiter gesucht. Dann muss man eben mal in den saureren Apfel beißen und für 2 Jahre Berufserfahrung sammeln, dann kann man sich hier wieder bewerben und bekommt auch einen Job.
So hab ich das auch gemacht.

Fu Manchu schrieb:
wir kriegen hier täglich Bewerbungen auf den Tisch, wer kein abgeschlossenes Studium hat, wird gleich aussortiert.

warum? wenn du ein Problem hast, würdest du dann jemanden nehmen der jahrelange Berufserfahrung eben gerade in diesem Gebiet hat oder jemanden der gerade frisch von der Uni kommt?

Außerdem herrscht bei den Consulting Firmen Mangel an qualifizierten Kräften weil die alle immer wegrennen und sich Festanstellungen suchen. Und dann werden Uni Abgänger an die Aufgaben gesetzt und fahren das in die Grütze :lol:

Alles schon erlebt.
 
Token001 schrieb:
...Naja also allein das mit den Prozessoren ist doch ein gutes Beispiel. Wenn ich jetzt nem Kunden sagen würde: Ein Pentium 4 ist das nonplusultra - der würde mich auslachen.

Man bekommt doch nicht um Studium gesagt, was aktuelle Hardware ist, das schaut man im Katalaog nach und bietet das aktuelle an. Aber die Rechenlogic (Architektur) ist immer noch die selbe und die wird gelehrt. Wen interessiert, ob es ein Pentium ist oder ein Quad-Core? Die Logic hinter den Systemem ist wichtig, nicht die Leistung.


Token001 schrieb:
...aber hier ein paar Beispiele:...

Alles nicht repräsentativ. Klar gibt es Einzelbeispiele (zum Glück), aber die große Menge, die wirklich repräsentativ ist, sieht anders aus. Sorry, ist leider so, auch wenn ich mir selber was anderes wünschen würde. Warum habe ich mich 4 Jahre parallel zu meinem IT-Job damals durch das Fernstudium gequält?! Auch damals habe ich IT berate, aber heute sieht das deutlich besser aus.


Token001 schrieb:
......Meine Erfahrung ist mittlerweile das manche Consulting Firmen echt alles einstellen was ein Keyboard halten kann und nen Abschluß hat. Zum Glück gibts noch andere.

Auch nicht korrekt. Zur echten Beratung werden Leute mit Studium UND Erfahrung eingestellt. Es gibt auch sogenannte Junior-Consultants, die aber nicht sofort losgeschickt werden, sondern ausgebildet werden vom Arbeitgeber.

Token001 schrieb:
...Und die Arbeitslosenquote kommt unter anderem dadurch zustande, dass die Leute nicht aus Orten wegziehen wollen die ihnen keine Arbeit geben können - als Beispiel Berlin, Jena usw.

Ich sprach von Arbeitslosenquoten in den Branchen und Bildungsschichten, nicht die lokale örtliche.
 
Fu Manchu schrieb:
Ich sprach von Arbeitslosenquoten in den Branchen und Bildungsschichten, nicht die lokale örtliche.

Geht für mich meiner Meinung nach Hand in Hand. Ich hab da echt genug Beispiele im persönlichen Bekanntenkreis. Master mit 1,0 abgeschlossen und im Raum Frankfurt keinen Job ( bzw. nicht den gewollten ) bekommen. Also auch Arbeitslos gewesen.

So einfach ist es halt nicht - aber Recht haste natürlich schon, dass jemand mit einer gewissen Bildung es leichter haben wird, als jemand komplett ohne.

Wobei ich wiederum der Meinung bin, dass Bildung die durch Erfahrung beim Beruf gesammelt wird wesentlich hochwertiger ist als eine die durch Professoren vermittelt sind die von der Welt außerhalb ihres Campus keine Ahnung haben.

Zitat einer Professorin an meine Freundin ( um die Aussage zu unterlegen ): "Wie sie gehen noch neben dem Lateinstudium arbeiten? - Wer Latein studieren will der kann auch nur das studieren"

Es gibt bestimmt gute Professoren und Lehrer, aber die kann ich an einer Hand abzählen.

und zu den Consulting Firmen:
Welche macht das denn WIRKLICH so? Dass nicht doch auch mal ein Junior Consultant raus geschickt wird. Da will ich aber bitte mal nen Namen hören :-) .

Meine jetztige Firma vermeidet das auch, allerdings gibt`s doch immer mal wieder personelle Engpässe.

Zum Thema meines Studiums:

Das stimmt natürlich, dass man das nicht gesagt bekommt. Aber es ging ja auch um die Thematik der Dual Core Prozessoren - das ging auch aus der Behauptung hervor, dass es 2004 schon 1TB große USB Festplatten bei Aldi gab.

Da gab`s nämlich noch KEINE solche USB Festplatten ( die der Commerziellen Nutzung offen standen )

Und wieso sind meine Beispiele nicht represantiv? Hab sogar eins mit veraltet und falsch gebracht.

Mein Fazit soweit wäre, dass man EINEN Abschluß machen sollte. Allerdings ist es Wurst ob es Bachelor oder Master oder ein Abschluß an der Abenschule ist. Das wäre jetzt so als wenn ich sagen würde dein Fernstudium ist nichts wert, weil du ja keinen Professor hattest der es dir wirklich erklärt hätte.
Ich unterstellt Dir aber, dass Du durch dein Fernstudium und deinem Job eine bessere Ausbildung hast als ein Vollzeituniabsolvent ;-)
 
Token001 schrieb:
Geht für mich meiner Meinung nach Hand in Hand. Ich hab da echt genug Beispiele im persönlichen Bekanntenkreis. Master mit 1,0 abgeschlossen und im Raum Frankfurt keinen Job ( bzw. nicht den gewollten ) bekommen. Also auch Arbeitslos gewesen.

Frankfurt/Oder? Das glaub ich gerne.

Token001 schrieb:
...Wobei ich wiederum der Meinung bin, dass Bildung die durch Erfahrung beim Beruf gesammelt wird wesentlich hochwertiger ist als eine die durch Professoren vermittelt sind die von der Welt außerhalb ihres Campus keine Ahnung haben.

Zustimm. Das Problem bei einer Bewerbung ist aber, das Titel und Abschlüsse einfach viel schneller zu prüfen sind (Zeugnis/Urkunde zeigen), als die Erfahrung der letzten Jahre. Nur weil jemand zig Jahre in einer Firma gesessen hat und in seinem Anschreiben schreibt, er sei der Erfahungsmann, heißt das ncht, das er Berufserfahrung mitbringt, das kann man leider nicht prüfen und stellt das erst in der Probezeit fest. Und welcher Unternehmer will diese teure Zeit nutzen um das festzustellen?



Token001 schrieb:
...Mein Fazit soweit wäre, dass man EINEN Abschluß machen sollte. Allerdings ist es Wurst ob es Bachelor oder Master oder ein Abschluß an der Abenschule ist. Das wäre jetzt so als wenn ich sagen würde dein Fernstudium ist nichts wert, weil du ja keinen Professor hattest der es dir wirklich erklärt hätte....

Aber das sag ich doch, das man einen (Studien)Abschluss machen soll. Du hast aber gemeint, Abi und Studium seien nicht so wichtig und es reiche Berufserfahrung. Jetzt meinst du doch, das man studieren sollte, egal ob Bachelor, Master oder Abend-/Fernstudium?!
Oder was meinst du? Berufsschulabschluss only?
 
Token001 schrieb:
Überlege Dir erstmal was du machen willst und dann mach auf den schnellsten und einfachsten Weg den Abschluß.

Gut, aus dem Zusammenhang genommen ist meine Argumentation natürlich etwas komisch. Aber ich habe nie gesagt, dass ein Abschluß quatsch ist ;-)

Und nein, es ist nicht Frankfurt/Oder sondern Hessen. Die Argumentation ist ja fast so toll wie mit dem Duo Core und das es 2004+- schon fette USB Stick/HDs gab. :rolleyes:

Weißt Du was 2004 auf dem IT Markt los war? Weißt Du warum es so schwierig war eine Stelle zu bekommen? Ich glaub nicht. Master ist nun mal nicht der Freifahrtschein zu ner Stelle.
Aber es gibt Unternehmen die nehmen sich die Zeit ihre Zöglinge unter die Lupe zu nehmen.

Also, wenn man ne Ahnung hat was man machen will kann man sich ja mal den Abschluß überlegen den man dafür braucht. Um Bäcker zu werden brauche ich bestimmt keinen Bäckeruniabschluß :D
 
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