Der Daedalus
Commander
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Ich will nicht über Gewalt an Schulen oder sowas sprechen. Viel mehr über die Art wie Unterrichtet wird.
Heute im Englisch Kurs haben wir einen sehr tollen Text gelesen. Ich will ihn hier mal frei übersetzt und etwas gekürtzt wieder geben.
Was will uns diese amüsante Geschichte sagen.
Ich erkenne vieles wieder, was ich auch noch aus meiner Schulzeit kenne (ist jetzt 2 Jahre her). Es war immer/oft nur ein Weg richtig, obwohl es viele Wege gab.
Lehrer waren aber auch oft nicht in der Lage dazu diese Wege zu erkennen bzw. es als richtig anzuerkennen. Sie wollten IHRE Lösung.
Ich kenne auch genug wirkliche Genies, die eigentlich in der Schule untergegangen sind, denn ihre komplexen und oft unkonventionellen Denkweisen wurden nicht anerkannt. Und oft wird genau dadurch diesen Leuten die Zukunft verbaut.
Ich frag mich, wozu wir ein Zentralabi brauchen, da geht die Individuelle Leistungsfähigkeit und Intelligenz noch mehr unter.
Bin gespannt auf eure Meinungen erst recht auf die der Schüler unter uns.
Heute im Englisch Kurs haben wir einen sehr tollen Text gelesen. Ich will ihn hier mal frei übersetzt und etwas gekürtzt wieder geben.
Einleitung: Es geht um einen Lehrer (ich Erzähler) der entscheiden soll, ob die null Punkte die ein anderer Lehrer einem Schüler für die Beantwortung einer Frage gegeben hatte gerechtfertigt sind oder nicht. Es geht um das Fach Physik.
Ich fragte als erstes, was die Aufgabe war. Der Lehrer nannte die Frage: "Wie lässt sich die Höhe eines Hauses mit Hilfe eines Baromethers bestimmen?".
Dann las ich mir die Antwort des Schülers durch: "Man nehme das Barometer, knote ein sehr langes Seil daran fest und begebe sich auf das Dach des Gebäudes. Dann lässt man es herunter bis auf den Boden. Die Länge des Seils bis zum Dach gibt dann die Höhe des Hauses an."
"Gut" sagte ich, "die Frage wurde beantwortet wie verlangt aber eigentlich hat der Schüler ja nicht gezeigt dass er physikalisch denken kann. Also hat er eigentlich auch nicht die volle Punktzahl verdient."
Ich schlug dem Lehrer vor es noch ein zweites Mal zu versuchen ihm die Frage zu stellen, der Lehrer stimmte zu.
Ich stellte dem Schüler die Frage nochmal diesmal mit dem Zusatz, dass er physikalische Gestze zur Beantwortung nutzen muss.
Der Schüler stetze sich hin und kriztelte kurz was auf sein Papier. Nach einer halben Minute war er fertig.
Die Antwort: "Man nehme das Barometer, gehe auf das Dach des Gebäudes und lasse es runter fallen. Dabei stoppe man die Zeit bis es unten aufschlägt. Durch die Formel s=1/2 at² lässt sich dann die Höhe des Gebäudes ermitteln."
Ich und mein Kollege waren verwirrt, aber wir gaben es auf und kamen beide zu dem Schluss, dass wir ihm die volle Punktzahl geben müssen, obwohl er es eigentlich nicht so gemacht hat, wie es erwartet wurde.
Später fragte ich den Schüler, ob es auch noch andere Möglichkeiten gäbe.
"Klar", sagte dieser, "es gibt viele Möglichkeiten"
"Zum Beispiel könnte man die länge des Barometers messen und dann einzeln die Stufen des Gebäudes hinauf gehen. An die Wand macht man immer einen Strich für die Länge des Barometers. Einen über den anderen. Hinterher zählt man dann die Anzahl der Striche und multipliziert diese Zahl mit der länge des Barometers. Dadurch bekommt man die Höhe. Das wäre sicher die direkteste Art und Weise."
"Aber es gibt auch noch eine sehr viel wissenschaftlichere. Man macht aus einem Band und dem Barometer ein Pendel. Mit diesem Pendel kann man dann den Wert für G (Erdbeschleunigung) ermitteln. Das macht man einmal auf dem Boden und dann auf dem Dach des Gebäudes. Aus der Differenz kann man die Höhe ermitteln."
"Aber der bei weitem einfachste Weg ist folgender: Man nimmt das Barometer und geht in den Keller zum Hausmeister des Gebäudes. Dann sagen sie genau das zu ihm: "Ich habe hier dieses wunderschöne Barometer, sie bekommen es, wenn sie mir die Höhe dieses Gebäudes sagen."."
Ich fragte daraufhin den Schüler, ob er die Antwort, die eigentlich gefordert war wisse.
"Selbstverständlich", sagte dieser, "aber ich habe absichtlich eine andere gegeben, weil ich es nicht mag, dass man immer so penetrant einen Weg gehen muss. Es gibt viele Wege das Problem zu lösen und das wollte ich Zeigen."
Was will uns diese amüsante Geschichte sagen.
Ich erkenne vieles wieder, was ich auch noch aus meiner Schulzeit kenne (ist jetzt 2 Jahre her). Es war immer/oft nur ein Weg richtig, obwohl es viele Wege gab.
Lehrer waren aber auch oft nicht in der Lage dazu diese Wege zu erkennen bzw. es als richtig anzuerkennen. Sie wollten IHRE Lösung.
Ich kenne auch genug wirkliche Genies, die eigentlich in der Schule untergegangen sind, denn ihre komplexen und oft unkonventionellen Denkweisen wurden nicht anerkannt. Und oft wird genau dadurch diesen Leuten die Zukunft verbaut.
Ich frag mich, wozu wir ein Zentralabi brauchen, da geht die Individuelle Leistungsfähigkeit und Intelligenz noch mehr unter.
Bin gespannt auf eure Meinungen erst recht auf die der Schüler unter uns.