Seagate One Touch Hub mit 4 TB - kein Zugriff mehr möglich

fischfilet schrieb:
Für welche Kompatibilität?
Für die unsägliche Macht der Legacy-Formate. Es war nunmal jahrzehntelang Standard, das ein Sektor 512 Byte groß ist. Heutzutage nutzen alle Festplatte intern 4K-Sektoren, nach "Außen", also betriebssystemseitig, werden trotzdem 512 Byte Sektoren emuliert (512e). Es gibt auch Festplatten, die diese Emulation weglassen (4Kn), die sind aber nach wie vor in der Minderzahl. Selbst bei Enterprise-Festplatten. Manche Festplatten erlauben die Umstellung in der Firmware, z.B. mittels hdparm.
 
Evil E-Lex schrieb:
Es war nunmal jahrzehntelang Standard, das ein Sektor 512 Byte groß ist. Heutzutage nutzen alle Festplatte intern 4K-Sektoren, nach "Außen", also betriebssystemseitig, werden trotzdem 512 Byte Sektoren emuliert (512e).
Genau. 512-Byte-Sekotren sind immer noch üblich, auch wenn die AF-Festplatten intern mit 4096 Byte pro Sektor arbeiten. Man kommt bei diesen 512e-Disks also auch nicht um GPT herum, wenn größer als 2 TB.
Der Vorredner argumentierte aber, dass diese Platte doch größere Sektoren hat, um auch mit MBR die vollen 4 TB nutzbar zu machen. Das halte ich zwar für möglich, aber wenig wahrscheinlich, eben weil GPT schon so lange von Windows (seit Vista bzw. 64-Bit XP/2003)) verdaut wird, zumindest als Datenlaufwerk.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, in der Tat. Das hatte ich so zuerst nicht gelesen. Eine 4TB-4Kn-Festplatte mit MBR hatte ich noch nie in den Fingern und ich arbeite täglich mit Festplatten.
 
Evil E-Lex schrieb:
Eine 4TB-4Kn-Festplatte mit MBR hatte ich noch nie in den Fingern und ich arbeite täglich mit Festplatten.
Zudem bräuchte man eh min. Windows 8 um solche Platten überhaupt nutzen zu können. Und Windows 8 widerum kann natürlich GPT. Es gibt also keinen Grund auf MBR zu setzen, wenn die Sektorgröße eh ein Windows erfordert, das GPT beherrscht.
 
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recu schrieb:
Du hast es immer noch nicht verstanden.
Das muss ich Dir zurück geben.
Bei Datenrettungsversuchen ist man äußerst gut beraten zuerst ein Imagebackup zu machen bevor man sich an irgendwelchen anderen Tools versucht.
Ich weiß auch nicht, was es an dieser einfachen Logik nicht zu verstehen gibt. 🤷‍♂️
 
mchawk777 schrieb:
Ich weiß auch nicht, was es an dieser einfachen Logik nicht zu verstehen gibt. 🤷‍♂️
Vielleicht weil du (immer noch) nicht verstanden hast, was ddrescue (und auch gdisk -l) ist und macht?
 
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Hallo zusammen, noch mal vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Ich habe jetzt versucht ohne weiteren großen Aufwand Roh Daten von der Seagate One Touch Hub HDD auf meine einzige verbliebene leere 4TB HDD zu kopieren. Dafür habe ich das Tool GetDataBack Pro verwendet. Es kam jedoch sehr wenig sinnvolles raus. Es gab zwar zwar einige Erfolge mit mp4 filmen und auch mp3 Aber ich schätze mal das über 80% der gefunden Datei(Stücke) nicht mehr funktionieren.

Jetzt versuche ich aktuell ein 1:1 Backup mit dem Tool DMDE auf meine freie 4TB HDD zu ziehen. Trotz mehrmaliger Abbrüche und Neustart läuft es immer im Moment noch. Abbrüche -Lücken der Sicherung etc. werde ich im Nachgang manuell hinzufügen.
Ich habe mittlerweile schon mehr als 1 TB auf die gesunde HDD gesichert
Wenn die kranke HDD auch dort nach weiteren Versuchen den Geist aufgibt werde ich das ganze abbrechen.
Auch wenn ich mich nicht immer gleich melde bin ich noch da. Es dauert mitunter 12-18 Stunden bis ein Vorgang abgeschlossen ist.

Ich versuche nun bereits seit 5.10. die Partition zu retten.
Es ist nervend mittlerweile ohne Erfolg, aber ich bin immer noch voll motiviert.
Einzig mit den Vorschlägen der Linux Software werde ich wahrscheinlich nicht aktiv werden. Der Stick ist zwar schon vorbereitet zum Booten mit Linux aber das ist im Moment keine Option mehr, zumal ich nur Windows sehr gut kenne.
Deshalb läuft immer noch alles über Win11.

​

 
mchawk777 schrieb:
Das muss ich Dir zurück geben.
Bei Datenrettungsversuchen ist man äußerst gut beraten zuerst ein Imagebackup zu machen bevor man sich an irgendwelchen anderen Tools versucht.
Ich weiß auch nicht, was es an dieser einfachen Logik nicht zu verstehen gibt. 🤷‍♂️

Das "irgendwelche anderen Tools" vielleicht in einer Datenrettungssituation geeigneter sind, kommt Dir nicht in den Sinn?
Ich möchte nicht wissen, wieviele Daten von fragenden Hilfesuchenden Du mit Deinen "Ratschlägen" schon in den Orkus geschickt hast.
 
Ein Klon/Image ist als allererster Schritt IMMER die beste Lösung, sofern man selbst daran herumbasteln will. Andernfalls natürlich der Fachmann mit Ausrüstung.
 
TorenAltair schrieb:
Ein Klon/Image ist als allererster Schritt IMMER die beste Lösung
Nein. Erstmal sollte man wissen, ob man es mit einer potentiell defekten Platte mit kaputten Sektoren zu tun hat. Wenn nicht, kann man nämlich normale readonly Tools wie dd benutzen, um die Sektoren zu kopieren.
Und andere Readonly-Ops vorher sind ebenfalls unschädich, gdisk oder auch testdisk wenn man nur Auflistungen und Suchläufe macht.

TorenAltair schrieb:
sofern man selbst daran herumbasteln will. Andernfalls natürlich der Fachmann mit Ausrüstung.
Dafür ist es zu spät, der TO hat bereits selbst gebastelt und mangels Erfahrung mit Linux mit GetDataBack gemacht.
 
fischfilet schrieb:
Wenn nicht, kann man nämlich normale readonly Tools wie dd benutzen, um die Sektoren zu kopieren.
Auch das ist ein Image...
 
@TorenAltair Eben. Genauso kann man gdisk oder testdisk einsetzen um erstmal Infos über die Partitionstabelle zu bekommen. Das wurde hier vehement weggebügelt mit dem (schwachen) Argument, es ginge ja um jede Sekunde.
 
Natürlich muss man davon ausgehen, dass es um jede Sekunde geht. Dass das nicht in jedem Fall so ist, weiß man hinterher.
 
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TorenAltair schrieb:
Natürlich muss man davon ausgehen, dass es um jede Sekunde geht.
Nein. Das muss man nur bei Festplatten, die im Sterben liegen sprich defekte Sektoren haben oder sonstige kritische Werte in SMART. Das ist hier aber nicht der Fall. Deswegen gehe ich auch auch davon aus, dass das exFAT-Dateisystem hier nicht sauber ausgehangen wurde. (was unter Windows Datenträger sicher auswerfen heißt)

Der entscheidende Feler ist und bleibt aber das fehlende Backup. Wenn dann was passiert können Laien sich in fast keinem Fall mehr helfen. Ich hatte mal einen Fall mit Glück im Unglück, irgendeine Nachbarin meinte, Windows starte nicht mehr. Hab's mir unter einem Live-Linux angeschaut und festgestellt, dass auch da alle Partitionen weg waren. Da Testdisk nicht fündig wurde habe ich einfach ein Standardpartitionsschema wiederhergestellt mit den gängigen Partitionen (100 MB ESP, 16 MB RAW und der Rest für C/NTFS)
Danach war man wieder in der Lage die Partition zu mounten und Daten zu sichern. Nicht alles, aber das was zählte.
Die SSD war nicht defekt, irgendwas wurde da zerschossen. Laien sagen ja immer, sie hätten nix gemacht. 😇
Nach der Datensicherung wurde Windows einfach normal neu installiert.
 
fischfilet schrieb:
Nein. Erstmal sollte man wissen, ob man es mit einer potentiell defekten Platte mit kaputten Sektoren zu tun hat. Wenn nicht, kann man nämlich normale readonly Tools wie dd benutzen, um die Sektoren zu kopieren.

Woher weiß man denn, dass die potenziell defekte Festplatte KEINE defekten Sektoren hat?
Selbst der SMART-Parameter, der die Anzahl unlesbarer Sektoren nennt, zeigt nur ein Momentanbild auf Basis der bisherigen Lesevorgänge. Wenn ich höre, dass im Datenrettungskontext dd als Imaging-Tool erwähnt wird, stehen mir die Haare zu Berge.

mchawk777 schrieb:
Bei Datenrettungsversuchen ist man äußerst gut beraten zuerst ein Imagebackup zu machen bevor man sich an irgendwelchen anderen Tools versucht.

Natürlich doch - am besten mit Acronis, Paragon und den sonstigen üblichen Verdächtigen...

Hier habe ich die Vorgehensweise exemplarisch aufgeführt:

https://www.computerbase.de/forum/t...cht-mehr-erkannt-win-10.2132442/post-27931526

Jede Festplatte unter Defektverdacht muss mit Samthandschuhen angefasst werden. Dazu gehört die Minimierung von Wiederholungen bei dem Versuch einen oder eine defekte Sektorgruppe auszulesen.

Dafür nutzt man dann den Spezialisten ddrescue (Paketname: gnuddrescue) unter Linux oder die Distribution "hdsuperclone". Windows-Betriebssysteme verhalten sich beim Mounten von Partitionen, bzw. Volumes außerordentlich unerwünscht invasiv.
 
Zuletzt bearbeitet:
recu schrieb:
Woher weiß man denn, dass die potenziell defekte Festplatte KEINE defekten Sektoren hat?
Wenn SMART mir keine defekten Sektoren zeigt, gehe ich davon aus, dass die Platte in Ordnung ist. Warum denn auch nicht?
Potentiell defekt heißt erstmal, dass man den Verdacht äußert, aber noch keine wirklich Hinweise hat. So auch hier in diesem Thema passiert: defekte Platte, kalte Lötstellen wurden als Verdacht geäußert weil die Partitionstabellen weg waren, aber keine Beweise für Defekte.
Auch bei einer komplett neuen Platte hat du keine 100 % Sicherheit, dass jeder Sektor intakt ist.

recu schrieb:
Selbst der SMART-Parameter, der die Anzahl unlesbarer Sektoren nennt, zeigt nur ein Momentanbild auf Basis der bisherigen Lesevorgänge. Wenn ich höre, dass im Datenrettungskontext dd als Imaging-Tool erwähnt wird, stehen mir die Haare zu Berge.
Es wäre wirklich schön, wenn ihr jetzt alle mit den Hirngespinsten von defekten Sektoren in diesem Thread aufhören könntet. Und ja es wurde erwähnt, dass man in diesem Fall nicht dd nimmt sondern sowas wie ddrescue. Oder man lässt es sein und gibt die Platte einem Datenrettungsunternehmen für viel Geld (weil man das Backup verpennt hat).
 
fischfilet schrieb:
Wenn SMART mir keine defekten Sektoren zeigt, gehe ich davon aus, dass die Platte in Ordnung ist. Warum denn auch nicht?
Weil SMART-Werte nur mögliche Indikatoren sind. Ich hatte schon hunderte Platten mit SMART sieht ok aus, ein Oberflächentest ergab Fehler.
 
recu schrieb:
oder die Distribution "hdsuperclone".
Lieber OpenSuperClone-Live. HDDSuperClone ist der Closed-Source-Vorgänger und mittlerweile veraltet.

Zu den SMART-Werten: Die sind tatsächlich nur ein Indikator über die Zeit und kein verlässlicher Ist-Zustand. Ich hatte hier eine 16TB-Festplatte mit massiven Dellen im Gehäuse. Was damit genau passiert war, wollte oder konnte man mir nicht sagen. Entweder war die Platte auf etwas spitzes gefallen, oder etwas spitzes ist auf die Platte gefallen. Die Platte verhielt sich nach dem Anschließen zunächst völlig normal und die SMART-Werte zeigten ebenfalls keine Fehler an. Innerhalb weniger Minuten zeigten sich dann aber vermehrt I/O-Fehler, bis zu dem Punkt, wo sich die Platte vom OS abgemeldet hat und danach nie wieder erkannt wurde.
 
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TorenAltair schrieb:
Weil SMART-Werte nur mögliche Indikatoren sind. Ich hatte schon hunderte Platten mit SMART sieht ok aus, ein Oberflächentest ergab Fehler.
Nur weil es solche Einzelfälle gibt, musst du nicht so tun, als wenn das hier auch der Fall wäre.
Und nach dieser Argumentation müsste ich täglich von jedem Datenträger ein Abbild ziehen, könnte ja sein, dass die SMART-Werte nicht stimmen - und nicht vergessen: jede Sekunde zählt! 😛
 
fischfilet schrieb:
Nur weil es solche Einzelfälle gibt, musst du nicht so tun, als wenn das hier auch der Fall wäre.
Aber den Schilderungen des TE nach, ist doch genau das der Fall? Die SMART-Werte sind okay, die Festplatte verhält sich trotzdem nicht normal.
 
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