Notiz Serverprozessor: AMD Epyc 7451 fällt um über die Hälfte im Preis

Volker

Ost 1
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Der Ausverkauf der ersten Epyc-Generation hat nach dem Start der Nachfolger begonnen. War das 24-Kern-Modell bis vor kurzem noch stets für über 2.100 Euro gelistet, wechselt es jetzt für deutlich unter 1.000 Euro den Besitzer. Es scheint sich bisher nur um vereinzelte Angebote zu handeln, doch sie werden mehr.

Zur Notiz: Serverprozessor: AMD Epyc 7451 fällt um über die Hälfte im Preis
 

darkcrawler

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Die neuen Epycs der "unteren liga" sind IMHO viel zu günstig, grad weil teilweise 4 (oder gar 8 beim 128mb cache modell) chiplets schon bei den budget modellen verbaut sind, da hätte AMD höher "testen" können, grad wenn man auf das grandiose gesamtpaket schielt
 

Schnitz

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Tobi-S.

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gustlegga

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Nice, hatte ich jetzt gar nicht so auf dem Schirm.
Muss ich mal mit Daddy reden.
Der alte Ivy E5-Xeon bedürfte ja schon mal nach einer Ablösung fürs kleine Firmennetzwerk. :)
 

RalphS

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Haha... das fällt denen jetzt ein? Bißchen spät... :lol:

Aber danke für den Hinweis. Mal schauen ob und wie das mit dem Fenster paßt bis zum Abverkauf, ob/was sich da noch unterbringen läßt, während die Dinger noch so preiswert sind.

Natürlich haben EPYCs auch ein bißchen das Problem, daß man erstmal ein passendes Board dafür finden muß, welches einem der ATX-Standards genügt.

So gesehen ist Abwarten vielleicht doch die bessere Idee. Gucken wie sich das mit der Scalable Xeon Plattform entwickelt und was AMD dem entgegenstellt. Wenn das dann etabliert ist... kann man ein bißchen informierter entscheiden, aus welcher Generation und für welche Plattform man kauft.
 

MK one

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Mit nem bezahlbaren SP3 Board könnte man jetzt glatt ne geniale Worstation (oder nen fetten Server für zu Hause) für "kleines Geld" zimmern :o
ich würde mir trotzdem überlegen ob ich da nicht eher einen 16C Epyc 7302P Rome nehme , kostet auch unter 1000 Euro ( 995 ) oder 498 Euro drauflege und den Epyc 7402P 24 C Rome nehme , wenn es denn unbedingt 24 C sein sollen .
Der Rome hat die wesentlich bessere Ram Ansteuerung und den höheren Takt samt besserer Boost Steuerung und geringeren Verbrauch
 

Hias_L

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Wie laufen im Server Bereich eigentlich die Verträge ab, bzw gibt es da Verträge die längerfristig an Intel binden? Z.B Wartung, Service?
 

noxcivi

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Die einzig "bindende" Variante eines Vertrages, die mir bisher unterkam, ist bei Großbestellungen das Nachkaufsrecht von Serversystemen zum ursprünglichen Preis. Das ist allerdings eine freiwillige Bindung des Käufers und wird gern von Rechenzentren genutzt, die ein möglichst homogenes Inventar haben wollen, wenn sie sich vergrößern bzw. aufrüsten.

Es könnte natürlich sein, dass die Distributoren wie Dell, Lenovo, Huawei, Sysgen, Megware etc. Rabattverträge mit Intel haben.
 

luckysh0t

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Wenn Epyc 1 nur nicht so viele Nachteile ggü. Epyc 2 hätte, könnte ich glatt schwach werden..aber nein ich muss mich beherrschen ^^
 

xexex

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Bin neugierig inwiefern Verträge die Verschiebung von Marktanteilen ausbremsen können.
Es sind nicht so sehr die Verträge, aber in erster Linie die vorhandene Hardware und Software die nicht von heute auf morgen von allein EPYC kompatibel wird.

Allen voraus sind hier zum Beispiel vorhandene Virtualisierungsumgebungen. Du stellst dir nicht zu einem bestehenden VMware oder Hyper-V Cluster einfach einen EPYC Server hinzu und gut ist. Du musst da schon einen neuen rein Epyc basierten Cluster aufbauen, weil du keine Maschinen einfach so zwischen AMD und Intel CPUs verschieben kannst.

Dann kommen natürlich auch die unterstützten Systeme dazu, auch wenn sich die Lage wegen ablaufendem Support hier mittlerweile verbessert haben dürfe.
814532


Trotzdem wirst du auch heute noch genug Systeme im Einsatz sehen, die schlichtweg keine Unterstützung für die CPUs haben, von einer Zertifizierung reden wir da gar nicht erst.

Im Server Bereich mahlen die Mühlen langsam und hier werden wohl erst größere Kunden Interesse an EPYC Rome Systemen zeigen. Hier bezahlt man aber auch kaum Listenpreise, weshalb es sich erst zeigen muss welche Marktanteile AMD, in der nächsten Zeit abzwacken können wird.
 
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MK one

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oh , ich denke es werden so einige Interesse haben , weil sie von Intels Preis und Produktpolitik die Nase voll haben , auch abseits der reinen Rechenzentren .
Epyc Rome wird auf eine wesentlich breitere Basis zugreifen können als es bei Naples noch der Fall war .
https://www.gamestar.de/artikel/amd-epyc-rome-server-prozessoren-dominieren-intel-xeon,3347774.html
Historischer Triumph?
Die amerikanische Tech-Seite Anandtech konnte einen Blick auf zwei 64-Kern Epyc-Prozessoren werfen und sieht daher in der Markteinführung von Rome einen technischen Führungswechsel von geschichtsträchtigem Ausmaß:


"Hat AMD das Undenkbare geschafft und Intel so geschlagen, dass es keinen Wettbewerb gibt? Nach unseren vorläufigen Tests ist dies der Fall. Die Markteinführung der zweiten Generation von AMD Epyc-Prozessoren ist nicht weniger als »historisch« und übertrifft die Konkurrenz in nahezu jeder Hinsicht um ein Vielfaches: Leistung, Leistung pro Watt und Leistung pro Dollar."

Das wird sich durchsetzen , ganz sicher ... und Intel kann nur durch hohe Rabatte gegenhalten , jedoch müssen sie da aufpassen , sie wurden schon mal angezählt , das nächste Bußgeld dürfte weit höher als 1 Milliarde ausfallen

Bis mitte 2020 hat Intel auf alle Fälle nichts entgegenzusetzen , beim 10 nm bin ich weiterhin skeptisch ob sie damit die großen Die der Server Cpus fertigen können . Könnten sie es , würden sie es schon längst tun , denn im Mobil Bereich hat Intel bis mindestens Anfang 2020 weiterhin die Nase vorn auch ohne 10 nm , da Amd erst dann 7 nm in den Mobil Bereich bringt .
 

Hias_L

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Vielen Dank für Eure Antworten @xexex und @MK one ein Einblick in einen Bereich in welchem ich mich auch gar nicht auskenne. Finde es aber spannend, was AMD zustande bringt, wenn man den Vergleich von der "finanziellen Power" her sieht - Hut ab!

Der mögliche Gewinn von Marktanteilen ist natürlich auch für die Aktie interessant.
 

xexex

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Bis mitte 2020 hat Intel auf alle Fälle nichts entgegenzusetzen
Wenn Intel schon Mitte 2020 im Serversegment eine Antwort liefern kann, dann passiert in diesem Segment wenig bis gar nichts. Wir beginnen schon teilweise damit Budgetpläne für das Jahr zu erstellen und AMD hätte dann von der Verfügbarkeit der Epyc Server, bis zu Intels Antwort, nicht einmal ein Jahr um auf Kundenfang zu gehen.

oh , ich denke es werden so einige Interesse haben , weil sie von Intels Preis und Produktpolitik die Nase voll haben , auch abseits der reinen Rechenzentren .
Leute die politisch entscheiden wird es immer geben, davon lebte AMD auch über die Jahre, in denen sie kaum konkurrenzfähige Produkte auf dem Markt hatten.

Ich glaube jedoch kaum, dass abgesehen von der Spectre/Meltdown Problematik viele IT verantwortliche ein grosses Problem mit Intels Produktpolitik haben. Letztendlich ist hier eine Kontinuität und Stabilität der Plattform seit Jahren gegeben, etwas was man bei AMD sich erst über die Jahre erarbeiten müssen wird.
 

MK one

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Kontinuität äußert sich bei Intel nur darin das sie einen 1000 Euro Preisaufschlag bei 100 Mhz mehr Takt verlangen ... , Service oder Wartungsverträge haben nicht mit Intel zu tun .
Ich bin mir zwar nicht absolut sicher , aber Intel zieht bei den Server CPUs garantiert wieder dasselbe ab wie bei den Desktop CPU s = alle Nase lang neue MoBo , obwohl die Architektur seit 10 Jahren ein und dieselbe ist .
Und stabil werden sie wohl sein , sonst würde man sie nicht in Supercomputer einbauen ...
wie zb das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart mit ihrem HAWK , die gehen übrigens bald für 2 Tage vom Netz um den Anschluß des Hawk vorzubereiten
https://www.hlrs.de/whats-new/news/detail-view/2019-08-22/
https://www.golem.de/news/hawk-deutscher-24-petaflops-supercomputer-nutzt-amds-rome-epyc-1811-137696.html
 
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