Mickey Mouse schrieb:
wenn da die Regler für die CPU mal kurz mehrere hundert Watt liefern müssen und der Strom dafür über dieselben "Leitungen" (Gehäuse als Masse, inkl. der Kontakte dazu) fliesst, dann fällt da eine nicht zu unterschlagende Spannung ab, auch für die anderen(!!!) Spannungen, die sich ja diese Masse(leitung) teilen. Und diese Spannungen werden dann schön mit den Spitzen der anderen Spannungen "moduliert". Jeder Peak in der CPU Last oder Grafik-Aktivität ist auch als Spannungseinbruch auf der 5V Leitung zur SSD zu sehen...
Nun erstmal machst Du gleich ein paar Gedankenfehler: Die 12V zum MB sind zwar schon "vorgeregelt", liefern aber letztendlich nur die Eingangsspannung für die Spannungsregler des MBs. Der Strom wird so oder so umgewandelt, ob die Masseverbindung über die Pins des MB-Steckers erfolgen oder über Kabel spielt doch keine Rolle oder?
D.H. auch wenn deine Überlegung bezüglich (analoge) Audioqualität und MB-Spannungswandler absolut richtig sind, inwiefern spielt dann die Art der Leitungsführung eine (tragende) Rolle?
Ich habe übrigens tatsächlich auch mal einen Verstärker selbst gebaut (so lange her, daß es für mich in einem anderen Leben war). Und tatsächlich genug Erfahrungen mit Brummschleifen u.ä. im Audiobereich. Meines Wissens nach reduziert man Brummschleifen ja speziell damit daß man überhaupt eine Schleifenverbindung verhindert, sprich man möglichst Masse-Redundanzen minimiert in dem man doppelte Leitungsführung zu verhindern versucht. In diesem Sinne müßte es doch ja ein positives Ergebnis auf z.B. eine analoge Soundkarte haben. Denn bei normaler Verkabelung hast Du ja Massekontakt einmal über die Gehäuse-MB-Kontakte und gleichzeitig über die MB-Stecker Massekontakte - eine klassische Brummschleife. Entferne ich aber einen Leitungsweg aus der Gleichung, nehme ich der Brummschleife den Rückweg weg, und es kommt zu keiner, oder?
Mickey Mouse schrieb:
wer einmal versucht hat "wirklich sauberen" Sound analog aus dem Rechner heraus zu bekommen, der weiß vielleicht was ich meine.
Wenn einer das nur "versucht", dann hat er mMn kA was er da tut. Denn es ist wirklich einfach. Wer versucht analogen Sound aus dem PC raus zu bringen, hat einfach nicht verstanden, daß analoger Sound gar nichts in einem PC verloren hat. "Sauberen Sound" kriegt man nur wenn:
Möglichkeit A: HDMI benützen
Möglichkeit B: Externe Soundkarte
Alles andere ist nur "versuchen" oder "probieren", oder einfach nicht wissen was man da tut.
Wirklich gut oder "am saubersten" wird der Sound wenn der DA-Wandler auf derselben Platine wie der Endverstärker sitzt, und es keinerlei analoge Kabel- oder Steckverbindungen, gleich welcher Art, im analogen Signalweg existieren, und der analoge Signalweg dadurch auf ein absolutes Mindestmaß an Länge (in wenigen cm) gehalten wird. Alles andere sind nur faule Kompromisse.