Kingfisher OK schrieb:
Entspricht das dem, was das Frauenhofer bei Homematic IP Thermostaten bereits festgestellt hat?
https://homematic-ip.com/sites/defa...misch-adaptiver-abgleich-_Zusammenfassung.pdf
Die Studie kannte ich gar nicht - sehr gut und vielen Dank fürs Verlinken
piccolo85 schrieb:
Wenn ich ne "Eingangshalle" habe, brauche ich mir um Heizkosten auch keine Sorgen mehr machen.
Wie nennst du dein Gästeklo? Badehaus?
GenK schrieb:
Spannend wirds bei so einem System eigentlich erst, wenn man die neuen Möglichkeiten sieht. Meine Heizung ist nachts z.B. aus. Und springt morgens um 6 an. Wenn ich um 7 aufstehe könnte so ein System doch die Heizung im Bad priorisieren. Glrichzeitig brauche ich das Wohnzimmer erst um 18:00. Dann fängt der dort erst um 17:00 mit dem Heizen an. Usw...
Ob das Hoch und Runter Sinn mach kann ich aber nicht sagen.
Und "neu" iat das keinesfalls. Die Trimatic-Steuerung meines Viessmann Heizölkessels besitzt solche sehr filigran einstellbaren Wochenpläne bereits seit Anfang der 90er Jahre.
Natürlich handelt es sich dabei stehts um die gesamte Systemeinstellung und nicht um variable, einzelne Räume. Hier kommen dann "solche" modernen, elektronisch und zeitlich steuerbaren Thermostate zum Einsatz - und bitte bloß nicht auf solche Abofallen eingehen!
Ich nutze ja auch schon seit nun 11 Jahren die Max EQ3-Ventile, die im Grunde auf Homematic basieren - TRAUMHAFT!
Wie geht man vor?
1. Heizkörper mit besagten, elektronischen Thermostaten ausrüsten
2. In den Räumen, in denen man sich häufig aufhält und die Temperatur genau gemessen werden soll, zusätzlich ein Wandthermometer an der dem Heizkörper gegenüberliegenden Wand anbringen, damit die Raumtemperatur zuverlässiger ermittelt werden kann (nicht direkt am eh warmen Heizkörper)
3. Raumtemperaturen und Tages/Wochenplan initial einstellen (hier muss anfangs grob und im Nachgang feinjustiert werden)
4. Heizkurve und Vorlauftemperatur am Heizkessel initial etwas höher einstellen und Schritt für Schritt absenken
5. Das Herabsenken der Temperaturen unter Schritt 4 so lange durchführen, bis die Räume an kalten Tagen nicht mehr warm genug werden und wieder etwas anheben - fertig
So habe ich nicht nur die Vorlauftemperatur einer urig alten Ölheizung deutlich absenken, sondern somit auch gleichzeitig die Heizkosten stark reduzieren können. Da hat sich die Anschaffung des gesamten Systems (ca. 450 Euro) bereits im ersten Jahr amortisiert.
Auch im 1. Stock wird das Bad herrlich schnell warm, obwohl im EG das größte Zimmer (Wohn- und Esszimmer) ebenfalls zeitgleich aufheizt und der Kessel im Keller steht.
Gehe ich hingegen bei meiner Oma in die Wohnung, falle ich erst einmal rückwärts wieder raus, weil gefühlt überall die Heizkörper auf Vollgas laufen, man sich dann aber wundert, dass die hinteren Heizkörper im Kreislauf immer schwächer werden.
crackett schrieb:
Pumpenleistung erhöhen würde das Problem ggf. schneller "lösen"
Sprichst du von der Durchflusspumpe? Die bringt ja nichts, wenn die Wärmequelle (Heizkessel, Wärmepumpe) nicht genügend Wärme liefern kann.