News Smartes Heizen: Hydraulischer Abgleich mit Tado-X-Thermostaten möglich

KainerM schrieb:
Wärmepumpen reagieren übrigens keineswegs träge, im Gegenteil.
Braucht man ja nur im Sommer die Klimaanlage im Auto anschalten. Paar Sekunden und es kommt kalt. Kombiniert man Wärmepumpen mit (großen) Radiatoren heizt es auch sofort.
Was bei Wärmepumpen aus wirtschaftlicher Sicht anders als bei fossilen Brennern ist, ist die Spitzenleistung. Die wählt man viel niedriger, um sie möglichst viel Zeit im optimalen Arbeitsbereich zu betreiben können / möglichst wenig takten. Technisch könnte man die ebenfalls völlig überdimensioniert auslegen.
 
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Ich dachte die gesponsorten Artikel sind entsprechend gekennzeichnet.

Wenns denn ne neue Technik wäre die ein Anbieter als erstes auf den Markt bringt ok aber ist es nicht es ist ein viel kritisierter Abo Anbieter der durch billige Hardware preise die Kunden an das eigene geschlossene System bindet. Glaub nicht das die noch mehr Hilfe von euch brauchen. Und dann haben sie nichtmal das Zertifikat. Mit ihren Abos sind die ja wohl mit einer der am besten finanzierte Anbieter und trotzdem laufen sie hinterher...Und ihr gebt ihnen noch so ein Highlight als wärs was besonderes.
 
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lowrider20 schrieb:
Ohne derer wirst nicht lange abgleichen können, wegen wechselnder Temperaturen. Denn die Raumtemperatur sollte konstant gehalten werden um die Heizkreise entsprechend einregeln zu können und wie du richtig schreibst, keine einzelnen zu warmen oder kalten Räume zu haben.
Die Heizkurve passt die Temperatur an die Außentemperatur an, aber das hat ja erst einmal nichts mit dem Abgleich zu tun. Der Abgleich sorgt dann aber eher dafür, dass alle Heizkörper gleichmäßig kühler sind, wenn die Heizkurve zu niedrig ist, oder alle gleichmäßig wärmer werden, wenn die Neigung zu steil war.

Sicher ist das auch wichtig, aber das ist eine andere Optimierung als der hydraulische Abgleich.

Das Homematic System fand ich interessant, weil es deutlich günstiger als ein berechneter Abgleich mit Ventiltausch ist und trotzdem für KfW zählt. Die wollen nämlich zwingend einen Abgleich, wenn man Zuschüsse zur Heizung haben möchte.
 
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Kingfisher OK schrieb:
Entspricht das dem, was das Frauenhofer bei Homematic IP Thermostaten bereits festgestellt hat?
https://homematic-ip.com/sites/defa...misch-adaptiver-abgleich-_Zusammenfassung.pdf
Die Studie kannte ich gar nicht - sehr gut und vielen Dank fürs Verlinken :)

piccolo85 schrieb:
Wenn ich ne "Eingangshalle" habe, brauche ich mir um Heizkosten auch keine Sorgen mehr machen.

Wie nennst du dein Gästeklo? Badehaus? :D

GenK schrieb:
Spannend wirds bei so einem System eigentlich erst, wenn man die neuen Möglichkeiten sieht. Meine Heizung ist nachts z.B. aus. Und springt morgens um 6 an. Wenn ich um 7 aufstehe könnte so ein System doch die Heizung im Bad priorisieren. Glrichzeitig brauche ich das Wohnzimmer erst um 18:00. Dann fängt der dort erst um 17:00 mit dem Heizen an. Usw...

Ob das Hoch und Runter Sinn mach kann ich aber nicht sagen.
Und "neu" iat das keinesfalls. Die Trimatic-Steuerung meines Viessmann Heizölkessels besitzt solche sehr filigran einstellbaren Wochenpläne bereits seit Anfang der 90er Jahre.

Natürlich handelt es sich dabei stehts um die gesamte Systemeinstellung und nicht um variable, einzelne Räume. Hier kommen dann "solche" modernen, elektronisch und zeitlich steuerbaren Thermostate zum Einsatz - und bitte bloß nicht auf solche Abofallen eingehen!

Ich nutze ja auch schon seit nun 11 Jahren die Max EQ3-Ventile, die im Grunde auf Homematic basieren - TRAUMHAFT!

Wie geht man vor?

1. Heizkörper mit besagten, elektronischen Thermostaten ausrüsten

2. In den Räumen, in denen man sich häufig aufhält und die Temperatur genau gemessen werden soll, zusätzlich ein Wandthermometer an der dem Heizkörper gegenüberliegenden Wand anbringen, damit die Raumtemperatur zuverlässiger ermittelt werden kann (nicht direkt am eh warmen Heizkörper)

3. Raumtemperaturen und Tages/Wochenplan initial einstellen (hier muss anfangs grob und im Nachgang feinjustiert werden)

4. Heizkurve und Vorlauftemperatur am Heizkessel initial etwas höher einstellen und Schritt für Schritt absenken

5. Das Herabsenken der Temperaturen unter Schritt 4 so lange durchführen, bis die Räume an kalten Tagen nicht mehr warm genug werden und wieder etwas anheben - fertig


So habe ich nicht nur die Vorlauftemperatur einer urig alten Ölheizung deutlich absenken, sondern somit auch gleichzeitig die Heizkosten stark reduzieren können. Da hat sich die Anschaffung des gesamten Systems (ca. 450 Euro) bereits im ersten Jahr amortisiert.

Auch im 1. Stock wird das Bad herrlich schnell warm, obwohl im EG das größte Zimmer (Wohn- und Esszimmer) ebenfalls zeitgleich aufheizt und der Kessel im Keller steht.

Gehe ich hingegen bei meiner Oma in die Wohnung, falle ich erst einmal rückwärts wieder raus, weil gefühlt überall die Heizkörper auf Vollgas laufen, man sich dann aber wundert, dass die hinteren Heizkörper im Kreislauf immer schwächer werden.

crackett schrieb:
Pumpenleistung erhöhen würde das Problem ggf. schneller "lösen"
Sprichst du von der Durchflusspumpe? Die bringt ja nichts, wenn die Wärmequelle (Heizkessel, Wärmepumpe) nicht genügend Wärme liefern kann.
 
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DJMadMax schrieb:
Sprichst du von der Durchflusspumpe? Die bringt ja nichts, wenn die Wärmequelle (Heizkessel, Wärmepumpe) nicht genügend Wärme liefern kann.
Man sieht schon, daß Du noch keine Heizung selber gebaut hast. Das Problem ist ja nicht die Heizquelle. Die Strecken zu den HKs sind naturgemäß immer unterschiedlich lang und um das zu lösen wird der Volumenstrom der einzelnen HKs gedrosselt, theoretisch bis auf den mit der längsten Strecke. Nimm z.B. einen Gartenschlauch mit 10m Länge und einen mit 20m Länge und drück da durch beide gleichzeitig Wasser mit einer 250W Pumpe durch und dann nimm eine Pumpe mit 500W. Was wird da wohl passieren? Druck breitet sich allseitig gleichmäßig aus - haben wir mal gelernt oder? Der Volumenstrom des kürzeren Schlauches hat ja auch eine Grenze 😉 und wenn die erreicht ist...
 
Keine Ahnung, ob es an den vielen Infos hier bereits erwähnt wurde, aber da es sich auf der ersten Seite so rausliest, als ob viele den hydraulischen Abgleich nicht kennen.
Wichtig und das ist Regel Nummer 1: ein Thermostat macht dir einen jeden hydraulischen Abgleich zunichte und dann kann man es auch gleich sein lassen.
Bei einem hydraulischen Abgleich wird jeder Heizkreis so eingestellt, daß jeder Raum seine Solltemperatur erreicht und durch die Anhebung und Absenkung der Vorlauftemperatur hält. Als KEINE Veränderung der Durchflussmenge pro Heizkreis. Denn was passiert denn, wenn ein Thermostat eines Heizkreis öffnet oder schließt (wenn auch nur teilweise) -> es verändert sich der Durchfluss ALLER Heizkreise, denn die Heizungspumpe liefert nunmal nur eine bestimmte Durchflussmenge. Diese ist konstant.
 
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Ich finde es in diesem Zusammenhang komisch, dass eine sowohl hydraulischer Abgleich als auch Einzelraumregelung gefordert wird. Vielleicht weil man an beidem Geld verdienen kann.
 
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Bei Danfoss (siehe hier) und Homematic IP (siehe hier) gibt es das schon lange, und zwar mit bereits abgeschlossener Zertifizierung und ganz ohne Abo-Zwang.
 
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GenK schrieb:
4€ im Monat. Never!

Die Thermostate an sich sind wahrscheinlich auch teuer, aber so ein Abomodell würde ich mir niemals ins Haus holen.
Ist sicherlich richtig. Denn gibt es Tado irgendwann nicht mehr kannst du die Regler entsorgen.
 
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Das wird mit Sicherheit so kommen. Dafür muss nichtmal Tado pleite gehen. Es reicht, das die eine neue Generation auf den Markt bringen und irgendwann die alten Server abschalten.
 
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solange die Temperatur nur am Thermostat gemessen wird und nicht dezentral im Raum durch externen Fühler ist das Ganze sowieso ungenau und falsch...
 
An wie vielen Stellen möchtest denn gerne messen? Was bringt eine höhere Genauigkeit?

Passt ein Thermostat überhaupt nicht, hinterlegt man einfach ein Delta.
 
Micha- schrieb:
Das wird mit Sicherheit so kommen. Dafür muss nichtmal Tado pleite gehen. Es reicht, das die eine neue Generation auf den Markt bringen und irgendwann die alten Server abschalten.
Und wer es nicht glauben mag, hier ein paar aktuelle Beispiele seit Oktober:
Google - End of support for Nest Learning Thermostats (1st & 2nd gen)
Heise - Logitech macht seine POP-Schalter unbrauchbar
Heise - Bose-Lautsprecher verlieren Funktionen
Heise - Vorwerk-Tochter Neato legt Cloud-Server still, Staubsauger verlieren Funktionen

Zu Neato hatte ich hier auch einen Beitrag verfasst:
https://www.computerbase.de/forum/threads/vorwerk-und-der-wolkenbruch.2257632/

Wer sich auf eine Herstellercloud verlässt, der wird verlassen... .
 
Besuz schrieb:
Wer sich auf eine Herstellercloud verlässt, der wird verlassen... .
Die Berge an Elektroschrott sind das Problem. Die sind ja trotzdem da, auch wenn der Tech-Forum-Nutzer die Produkte meidet. So lange es die gibt, kann mir keiner was von "Nachhaltigkeit", "Müllvermeidung" blabla erzählen.
 
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