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NewsSocial-Media-Verbot: Frankreichs Scheitern mit Ansage
Vor rund einer Woche hat der französische Verfassungsrat das von Präsident Emmanuel Macron vorangetriebene Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige überraschend gestoppt. Warum die Entscheidung absehbar war und welche Folgen sie für Deutschland und die Europäische Union haben könnte, hat nun netzpolitik.org analysiert.
Also einerseits wurde das Gesetz überraschend gestoppt aber gleichzeitig war das abzusehen? Das klingt für mich nach Widerspruch.
Ich bin bei dem Thema zwigespalten. Ich selbst nutze keinerlei social media, wenn man von Foren mal absieht und bin der Meinung, dass der Nutzen derer gering ist und uns als Gesellschaft eher schadet.
Gleichzeitig bin ich unsicher, ob ein Verbot hier der Weg sein sollte oder ob es das erst recht attraktiv macht.
Man könnte sagen, ich bin gegen social media (für junge Menschen) wüsste aber nicht wie man das umsetzt. Den Geist bekommt man wohl nicht mehr in die Flasche.
Die Sache mit der Alterskontrolle und dem Datenschutz sollte doch wohl nicht das Problem sein. Eine (staatliche), anerkannte Stelle verifiziert das Alter einer Person und gibt dann auf Geheiß ebenjener an prüfende Dienste nur aus, ob das von denen geforderte Mindestalter erreicht ist. Dafür müssen keinerlei weitere Daten fließen.
Die Sache mit der Differenzierung sehe ich allerdings auch so. Doch sollte das auch nich zuuuu extrem ausarten, denn die Probleme ergeben sich aus relativ klaren Eigenschaften der Dienste. Wenn also bestimmte Features vorhanden sind, kann man gewisse Risiken voraussetzen.
Hinzu käme das im Grundgesetz verankerte Erziehungsrecht der Eltern, was ebenfalls zu berücksichtigen ist. Diese „dürfen und müssen“ grundsätzlich selbst entscheiden, welche Medienangebote ihre Kinder nutzen können.
Achso? Auch da gibt es bereits Grenzen. Selbst die Erwachsenen selbst dürfen nicht alles konsumieren, was sie wollen. Indizierung und Beschlagnahmung gibt es nach wie vor. Von den generellen FSK Stufen ganz abgesehen. Schon die können je nach Situation die legalen Möglichkeiten einschränken.
Und begleitetes Trinken soll (richtigerweise) ja auch abgeschafft werden. Wo ist der Unterschied? Ich wage zu behaupten, dass geringe Mengen Alkohol ggf. sogar weniger Schaden anrichten könnten als so manche Inhalte bzw. Kommunikation über Social Media.
Ein Verbot hätte eh kaum was erwirkt, wir alle wissen doch wie es ist etwas verbotenes zu tun.
Es liegt einfach in der Verantwortung der Eltern sich um ihre Kinder zu kümmern, aber wenn ich schon sehe, dass fast jedes 3 jähriges Kind ein Smartphone oder Tablet vorgesetzt bekommt, liegt das Problem sicher nicht nur an diesen „bösen“ Social Media Plattformen.
Ich möchte darauf hinweisen, dass Millionen Menschen in Kriegen für unsere Grundrechte gestorben sind. In Deutschland gab es bereits eine Diktatur und einen Überwachungsstaat.
Bei solchen Überwachungsmaßnahmen sollte man nicht nur die erklärten Absichten, sondern auch die nicht erwähnten Möglichkeiten berücksichtigen.
Wie im Marketing üblich, werden auch hier nur die Vorteile genannt und die Nachteile bleiben unerwähnt.
Ich nutze brain.exe sowie das Add-On "elterliche Fürsorge" bislang erfokgreich, meine Kids halten Altersgenossen mit Smartphone-Nutzung für nicht gerade schlau (wollte erst dumm schreiben). Früh aufklären, dass das Zeug schadet und man weit besser dran ist, wenn man keine Medien dieser Art nutzt. Und natürlich als Eltern nicht ständig wie Zombies am Mistding hängen, um ein gutes Vorbild zu sein.
Das geplante Handyverbot an Hessens Schulen ist nach den Worten des Medienexperten Peter Holnick eine «Notlösung». «Hätten Sie mich vor zehn Jahren gefragt, hätte ich das Verbot schlecht gefunden, weil ich auf die Eltern gesetzt habe. Die Eltern haben aber zum Großteil versagt und deswegen begrüße ich dieses Verbot», sagt der Geschäftsführer des Darmstädter Instituts für Medienpädagogik und Kommunikation in einem Interview. «Man muss die Handys aus der Schule raushalten, weil die sehr viel kaputt machen.»
Sich im Internet ausweisen zu müssen, ist ein No Go.
Eltern sollen sich selber um ihre Kinder kümmern, und nicht den Staat einschalten.
Mehr Kontrollmöglichkeiten für Eltern wären ein Mittelweg.
Ein generelles Social-Media-Verbot für Jugendliche sehe ich unheimlich skeptisch. Am Ende gibt es immer Mittel und Wege, das zu umgehen. Australien zeigt ja schon, wie schwierig die praktische Durchsetzung ist. Dazu kommt ja auch: das versetzt alle Benutzer von Social-Media in eine Bringschuld. Es wird eine Infrastruktur geschaffen die später missbraucht werden könnte.
Für mich wird damit vor allem an den Symptomen herumgedoktert, statt an den Ursachen. Das ist ein bisschen so, als würde man bei dauerhaften Knieschmerzen ständig Schmerztabletten nehmen, statt sich darum zu kümmern, woher die Schmerzen eigentlich kommen.
Das eigentliche Problem sehe ich eher bei Medienkompetenz, Erziehung und Bildung. Ich habe selbst keine Kinder und bekomme deshalb nix davon mit: Wie wird das Thema heute eigentlich an Schulen behandelt? Ist ein vernünftiger Umgang mit Social Media inzwischen fester Bestandteil des Unterrichts?
Ich weiß viele finden es sinnvoll, aber ich halte allgemein Verbote gerade auch bei Social Media für falsch. Klar Social Media mag negative Folgen, aber diese werden durch ein Verbot eher verstärkt.
Wir sollten lieber ein Trend dahin setzen einfach die Apps zu löschen, weil es einfach zu viel Ki Müll läuft. Das hätte im Endeffekt einen besseren Effekt und wir brauchen kein Verbot, weil Verboten haben wir definitiv zu viele.
Statt die US Plattformen endlich mal in die Pflicht zu nehmen wird lieber weiter die Mündigkeit der eigenen Bevölkerung eingeschränkt.
So schafft man doch Vertrauen in die Politik...