News Social-Media-Verbot: Frankreichs Scheitern mit Ansage

Status
Neue Beiträge in diesem Thema müssen von einem Moderator freigeschaltet werden, bevor sie für andere Nutzer sichtbar sind.
Es ist doch eindeutig wie man dazu Stellung nehmen muss: Ablehnen!

Es bleibt nicht beim Social Media Ausschluss für Kids, WEIL in ein paar Jahren müssen wir die Kinder vor KI beschützen - oder nicht?

Ihr wisst das Grok durch einen Befehl in den Adult Modus geht?! Minimax2-Her oder Dolphin Mistral 24b und viele weitere sind ebenfalls offene Modelle ohne Altersverifikation. Hmmmkay?

Ein Beispiel zur Verdeutlichung:
Der lokale Judo, Karate, Fußball, Basketball Verein postet Trainings- und Lehr-Videos auf seinem Instagram, TikTok, Snapchat usw Kanal. Ein 12 Jähriger kann sich das nun wegen der Login-Wand nicht anschauen und muss die Eltern um ihr Gerät bitten. Auch der Social Media Account vom Onkel, der Mutter oder des älteren Bruders darf nicht angeschaut werden. Das ist komplett abstrus!

Was meint ihr wohl was passieren wird?

Genau, die Großeltern, Eltern, älteren Geschwister oder Freunde geben dem Kind einfach ihren Zweitaccount bis altes Smartphone/Tablet mit verifiziertem Account. Und in unter 3 Minuten ist der angebliche Jugendschutz umgangen.

Und Youtube hat das Gesetz in Australien einfach damit umgangen, das man ohne Account auch alles sehen kann, es gibt einfach nur kein Abonnieren, Liken, Kommentieren, eigener Kanal, Monetarisierung - aber logischerweise würde auf Dauer natürlich irgendwann in der EU eine Login-Wand bei YT umgesetzt werden "müssen".



In Australien hat diese Altersverifikation genau deswegen nicht funktioniert: Siehe hier!

Die Kids haben einfach ihr Geburtsdatum "gefälscht" oder Accounts der Eltern bis älteren Geschwister oder von Freunden genutzt. Wahlweise werden Telegram-/WhatsApp Kanäle gegründet und dort die Videos hochgeladen - vom Creator/Influencer selber. Das sind Messenger und kein Social Media. Höhö!

Dieses gesetzliche Social Media Verbot ist NOCH unwirksamer als Von der Leyens DNS Internet Stop Schilder es gewesen sind.



An die Beführworter einer Social Media Sperre für Kids kann ich nur appelieren:
Wenn bildungsferne Eltern ihre kleinen Kinder stundenlang vor TikTok parken, dann wird das mit einer Social Media Sperre genauso weiterlaufen.

Wahlweise werden sie halt im Wohnzimmer am TV vor Netflix, einer Switch, PS5 oder Tablet mit Roblox drauf geparkt.

Und jetzt?


Wie läuft denn so eine Altersverifikation in Australien ab?

Und somit - worauf können WIR uns einstellen?

Bei Instagram crawlt in Australien eine KI alle (auch die alten vor dem Gesetz) Posts durch, ob sich dort Geburtstage, Altersangaben oder "Schulklasse" hinter verstecken. Desweiteren können User Kinder melden: Roflmao :)

Die Kids müssen ihre Accounts also auch geheim halten, sonst werden die von Freunden, Klassenkameraden oder dem grantigen Rentnernachbarn gemeldet. Und wenn ich als Erwachsener dich erwachsenen nicht leiden kann, dann melde ich dich mit meinen Freunden und wünsche dir viel Spaß ...

Was ist WENN die KI anschlägt oder einige Meldungen rein kommen?
  1. Video Selfie einreichen - wird von KI überprüft und eingestuft.
  2. Amtlichen Ausweis + Foto Selfie einschicken.
Dich als Erwachsenen möchte ich mal sehen wie du, der eigentlich bedacht mit seiner Privatsphäre im Internet umgeht, deinen 5 bis 10 Social Media Accounts Live Video, Foto und Ausweiß von dir schickst.

Um den Beitrag etwas zu würzen :D
Am nächsten Tag siehst du die 10 jährigen Nachbarskinder aus der sozial schwachen Familie oder dem gut betuchtem Ärzte-Eltern-Haus wieder an ihrem Smartphone vor TikTok sitzen. Die grinsen dich nur an.

Gehst du dann zu den Eltern und pöbelst die an, das das verboten ist?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 0815burner
DriveByFM schrieb:
Ein Verbot hätte eh kaum was erwirkt, wir alle wissen doch wie es ist etwas verbotenes zu tun.
Es liegt einfach in der Verantwortung der Eltern sich um ihre Kinder zu kümmern, aber wenn ich schon sehe, dass fast jedes 3 jähriges Kind ein Smartphone oder Tablet vorgesetzt bekommt, liegt das Problem sicher nicht nur an diesen „bösen“ Social Media Plattformen.
Ich habe vor ein paar Tagen auch zu dem Thema genau mal das Gleiche geschrieben, daß eben die Eltern mehr in der Verantwortung sind, dafür wurde ich geprügelt.
Ja, schlimm was Eltern ihren Kindern antun, und das wischen mit dem Finger zum nächsten Bild wird dann als Zeichen höchster Intelligenz bewertet.
Anderer Einwand war dann auch, daß die Kinder ja ihren Eltern heut so was von überlegen wären mit der Nutzung von Smartphones und Social Media, auch das lasse ich nicht gelten, dann muss halt das Kind ohne Smartphone leben oder halt eingeschränkt leben.
Verbote an sich machen die Sache nur attraktiver und ganz ehrlich: ich sehe in den Social Medias nicht wirklich die größte Gefahr, warum darf die junge Generation nicht ihren Spaß bei Tiktok Faceboob etc. haben?

Und solle mir hier keiner mit Verbreitung von Fake News kommen, die gibt es woanders auch.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DriveByFM
Ich halte auch wenig von Alterkontrollen oder Verboten. Mein Vorschlag wäre die Social-Media Dienste einfach zu löschen :evillol:. Alternativ einfach die Kommentarfunktionen, Bewertungssysteme (Likes, Dislikes) und Anzeige der Aufrufzahlen deaktivieren - das würde die ganze psychologische Ebene der Jagd nach Dopamin durch Aufmerksamkeit direkt erschlagen.
 
Guten Morgen

Wenn die Eltern mal richtig schauen würden was der Google, Apple, Microsoft hat. Da gibts so was feines wie Google Familienkonto https://support.google.com/accounts/answer/1350409?sjid=10500750592825432129-EU da kann ma Instagramm unter 13 Jahren gar nicht installiern und als Elternteil kann ich regeln welche App installiert werden darf usw. Des is wieder nur so ein Politscher schwachsinn wie alles andere
 
Und die staatliche Stelle hat dann die Zuordnung zwischen Account und Klarnamen.
Moep89 schrieb:
Man kann beide Seiten anonymisieren und auf wenige Daten runterbrechen.
Wie schon geschrieben, nicht zwingend nötig. Man muss es nur wollen.
Ich sehe es so:

Für Deutschland ist vorhersehbar klar, wie das laufen würde. Irgendeine Sicherheitsbehörde wird etwas von "zwingend" und "alternativlos" schreien oder ein Politiker irgendwas von "erforderliche Befugnisse" faseln und dann wird es eben nicht richtig anonymisiert, sondern so, dass es gegen den Nutzer ausnutzbar sein wird.

Selbst wenn eine anonymisierende Funktionsweise verkündet werden würde: Ohne vollständige Offenlegung von Quelltexten und Architektur sowie einer laufenden unabhängigen Kontrolle, würde dies ein Vertrauen in die Implementierung voraussetzen, dass ich persönlich nicht habe.
 
Man muss akzeptieren, das es ein Bedürfnis gibt, sich zu vernetzen. Aber ich verstehe nicht, warum man da nicht das Fediverse nutzt. Jede Schule, jede Stadt oder Region hat einen eigenen Server.

Vor allem an Schulen sollte das recht leicht umsetzbar sein. Und die Wirkung dürfe nachhaltig sein.
Der Verfassungsrat hat ja nur das generelle Verbot von "Soziale Medien" gekippt. Ein Verbot spezieller Plattformen wie Tiktok, Instagram, Meta und co. sollte man doch weiterhin beschießen können im besonderen dann, wenn es alternativen gibt? Oder man arbeitet die unterscheide heraus: (süchtig machende) Algorithmen und verbietet diese.

Hilft das alles nichts, müssen eben die Eltern ran und dem Kind Whatsapp etc. verbieten und Fediverse erlauben. Gleichzeitig müssen Schulen und Lehrer dieses Netzwerk anbieten, darauf aufmersam machen. Dieser Gruppenzwang - der herrscht - muss aufhören.
 
DriveByFM schrieb:
Ein Verbot hätte eh kaum was erwirkt, wir alle wissen doch wie es ist etwas verbotenes zu tun.
Sorry was ist das für eien Einstellung? Klar werden Verbote auch von einigen umgangen. Es geht aber ums grundsätzliche. Wenn man schon vorher aufgibt ist das sehr schwach. Bin auf jeden Fall dafür Kinder und Jugendliche diesen ganzen SM Mist fern zu halten. Wenn die Betreiber da kindgerechte Konzepte vorlegen und nicht rücksichtslos wie bisher vorgehen kann man gerne drüber reden. Aber so? Nein! Aber klar das hier in der EU und dann noch speziell DE eh nichts passieren wird. Ist ja Tag täglich zu erleben wie unfähig die Politik ist.
DriveByFM schrieb:
Es liegt einfach in der Verantwortung der Eltern sich um ihre Kinder zu kümmern, aber wenn ich schon sehe, dass fast jedes 3 jähriges Kind ein Smartphone oder Tablet vorgesetzt bekommt, liegt das Problem sicher nicht nur an diesen „bösen“ Social Media Plattformen.
Klar sind auch Eltern in der Verantwortung. Brauchen wirr also daher keine Gesetze mehr zum Jugendschutz?
 
0815burner schrieb:
Ein Schultablet mit sehr genau definierten Zugriffrechten ermöglicht das auch.
Man kann bei jedem Smartphone genau definieren was wann und wie lange genutzt werden darf. Google bietet dafür Tools an, Apple sicherlich ebenfalls. Die Eltern müssten diese nur nutzen.

Mit einem Schultablet mit dem Internet vertraut zu werden ist utopisch. Die 1-2 Stunden in der Woche die dafür Zeit wären, sollten sich lieber mit den Gefahren beschäftigen.

Die Eltern könnten dem Kind z.B. einfach 30 Minuten YouTube freischalten wenn Hausaufgaben und Haushalt erledigt sind.

0815burner schrieb:
Können wir uns darauf einigen, das die wertvollsten sozialen Interaktionen nicht über ein Handy ablaufen?
Schwierig zu sagen, das war eher früher so. Heute lummern die Kids nicht mehr den ganzen Tag draußen. Die kopieren sich die Hausaufgaben über WhatsApp und daddeln dann gemeinsam Fortnite.

Ich habe auch einen Großteil meiner Kindheit draußen verbracht. Ich hatte aber auch weite Felder, Wälder und Bäche in meiner Nähe. Als Kind mitten in einer größeren Stadt hätte ich wohl auch keine Lust auf draußen gehabt.
0815burner schrieb:
Definitiv ein Problem, aber offline sowie online.

0815burner schrieb:
Okay, hier bin ich raus (musste aber herzhaft lachen). Vielleicht magst du das weiter Ausführen, vor allem wo bei dir "ältere Leute" anfängt, und welche Themen diese Zwangsschulungen beinhalten sollte.
Ältere Leute sind in dem Fall diejenigen, die vor dem Internet-Boom aufgewachsen sind, Baujahr <1980 würde ich sagen.

Ich kenne mehrere die kaum Ahnung von Internet und Technik haben. Die erkenne nicht einmal offensichtliche KI-Videos. Diese Leute können die Smarthones der Kinder gar nicht einschränken, da sie gar nicht wissen dass das überhaupt möglich ist. Eben diese bräuchten eine Schulung.

Aber bis da irgendetwas in der Richtung passiert sind die Kinder schon längst volljährig und die kommende Generation ist bereits sehr viel besser im Umgang mit dem Internet.

0815burner schrieb:
Und sind nicht eher die Konzerne Schuld, das mit immer pervideren Tricks die Leute und Kinder von Social Media abhängig werden?
Ja die Konzerne sind überhaupt erst die Auslöser. Es laufen aber nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene Gefahr abhängig zu werden. Hier muss die Politik einschreiten und die Konzerne zum Umlenken zwingen.

So oder so, Jugendliche vom Smartphone zu trennen wird nichts. Praktisch alle haben bereits eines und das werden die sich kaum wegnehmen lassen.
 
Toomsday schrieb:
Da gibts so was feines wie Google Familienkonto https://support.google.com/accounts/answer/1350409?sjid=10500750592825432129-EU da kann ma Instagramm unter 13 Jahren gar nicht installiern und als Elternteil kann ich regeln welche App installiert werden darf usw.
Da gebe ich dir schon Recht. Aber warum sind diese Sperren nicht per Default drin, und wer sich diese Berieselung geben will, muss es aktiv anstellen?
Ich finde auch die Anforderungen zu hoch, das kann man wirklich nicht von jedem erwarten. Für Leute hier in einem Computerforum sicher kein Problem, aber das bekommt einfach nicht jeder hin.
Ausserdem setzt sowas einen aktiven XY Account voraus, wodurch die Konzerne Unmengen an Daten sammeln kann. Und wenn sie morgen die Regeln ändert? Weiß nicht, ob wir da nicht den Bock zum Gärtner mit machen.

longusnickus schrieb:
wie hoch ist im gegenzug der prozentanteil der kinder, die wirklich durch soziale medien schaden nehmen? ich behaupte mal, dass dieser weit kleiner ist als der schaden durch alkohol
Da hier freies Behaupten praktiziert wird, behaupte ich das Gegenteil!

Piecemaker schrieb:
Es bleibt nicht beim Social Media Ausschluss für Kids, WEIL in ein paar Jahren müssen wir die Kinder vor KI beschützen - oder nicht?
Ja, da geb ich dir Recht. Nur sollen wir uns direkt ergeben und alles offen lassen? Ich habe auch keine Lösung aber da lauern reale Gefahren und Fortschritte, die unser gesamtes bisheriges System auf den Kopf stellen könnten. Da muss es legitim und erlaubt sein, dafür Grenzen zu diskutieren und auch zu definieren.

Piecemaker schrieb:
Auch der Social Media Account vom Onkel, der Mutter oder des älteren Bruders darf nicht angeschaut werden. Das ist komplett abstrus!
Ist das mittlerweile echt schon so in unser Leben integriert, das ein Leben ohne all das nicht mehr vorstellbar ist? Kann man nicht mit seinem Bruder direkt reden, in der Regel schläft der im diskutierten Alter im Zimmer nebenan..

Piecemaker schrieb:
Wahlweise werden sie halt im Wohnzimmer am TV vor Netflix, einer Switch, PS5 oder Tablet mit Roblox drauf geparkt.
Das wird genauso passieren, trotzdem ist das kein Grund, das seinen Kindern auch anzutun und ich denke die Zukunft wird diese Entscheidung belohnen.

Insgesamt sehe ich in der ganzen Diskussion und auch darüber hinaus irgendwie einen Rückfall in das 19. Jahrhundert. Kinder werden als kleine Erwachsene betrachtet, die die selben Freiheiten und Rechte wie Erwachsene haben müssen (Früher mussten sie arbeiten wie kleine Erwachsene, aber "nur" 8h statt 12h pro Tag). Kinder sind aber keine kleinen Erwachsene und müssen daher von solches Riesenkonzernen und ihren Tricks geschützt werden.
 
S.Kara schrieb:
So oder so, Jugendliche vom Smartphone zu trennen wird nichts. Praktisch alle haben bereits eines und das werden die sich kaum wegnehmen lassen.
Darum kann und sollte es auch nicht gehen. Primär geht es um den Schutz vor negativen und gesundheitsgefährdenden, vor allem hinsichtlich mentaler Gesundheit, Nutzungsverhalten. Autonomie und Selbstregulierung sind in diesem Alter noch nicht sehr gut ausgeprägt, selbst bei vielen Erwachsenen nicht, denen es dann wiederum an den Fähigkeiten fehlt, eben das in der Erziehung zu vermitteln.

Die neue U10 (Vorsorgeangebot für Kinder von 9 bis 10 Jahren) zielt u.a. auch auf die Faktoren Sport und Bewegung, Mediennutzung, Gewaltprävention und Stressbewältigung.

https://www.dak.de/dak/leistungen/kindervorsorge/u10-elfte-vorsorgeuntersuchung-fuer-kinder_10920
 
ric84 schrieb:
Schafft endlich diesen Verdummungsquatsch wie TikTok und Co ab, das produziert nur dumme Zombies.

Ich habe bei TikTok Politiker aboniert, die mich interessieren, einen ehemaligen Finanzamtmitarbeiter, der dort Steuertipps gibt und einen Rechtsanwalt.

Das Ganze kann also auch sinnvoll genutzt werden.

Im Fernsehen kommen ja auch mal schlechte Sendungen. Deshalb will man auch nicht Fernsehen komplett verbieten.
 
habla2k schrieb:
Ich finde ja gut, dass ihr da auf einen guten Umgang achtet, aber sich damit dann wieder selbst erhabener zu fühlen geht auch ein bisschen am Zweck vorbei. Selbst informiert sein, aber andere nicht zu verurteilen wäre wünschenswert.
Hat auch wenig mit Schlau zu tun. Am Ende ist es eine Form der Sucht. Und die trifft alle. Ob Alkohol, Koks, Gras, Spielsucht, was auch immer...
 
xexex schrieb:
Ich kann jetzt leider nichts zu den aktuellen Inhalten sagen, aber mir wäre es zumindest neu, wenn man sich da mit Smartphones, Social Media oder Medienkompetenz beschäftigt.
Ich schon, da das mein Metier ist. Und es ist genau das Problem von Außenstehenden, die nichts mit den Lehrplänen zu tun haben, die dann ein eigenständiges Schulfach fordern, was per se schon vorhanden ist bzw. eben fächerübergreifend behandelt wird. Liegt natürlich - wie bei allem - letztendlich an den jeweiligen Lehrkräften dann, was tatsächlich umgesetzt wird.

Die Problematik ist aber, dass man die Sozialisation maximal noch bis zur 5. / 6. Jahrgangsstufe ändern kann, danach ist das Thema größtenteils durch, dank beginnender Pubertät.

Hinzu kommt, dass das auch wieder eine Thematik ist, die eben sozi-kulturelle Herkunft, Elternhaus und finanzielle Möglichkeiten betrifft. Lernen endet nicht mit der Glocke um 13 Uhr und dann ist gefragt, was es an Möglichkeiten für Schüler zu Hause gibt bzw. wie die Eltern die Thematik handhaben.

Ein Schulfach alleine kann die komplexen Variationen an Problem gar nicht bewältigen.

Extrembeispiele (die aber leider immer mehr zur Alltagsrealität werden): Medienkompetenz und der richtige Einsatz von Werkzeugen endet schon da, wo die Kinder keine Möglichkeit zum 10-Finger-Schreiben haben, weil es keine physische Tastatur zu Hause gibt, es außer dem "Handy" kein eigenes Endgerät gibt, bei Geräten der Eltern sich nichts installieren lässt, etc. Die Gründe sind sehr vielfältig. Die "Vollausstattung" trifft man immer seltener an, so dass selbst 10. Klässler starke Probleme haben, in den Office-Anwendungen noch so eine Banalität ala "Datei speichern" am Ende des Schuljahres hinzubekommen.

Der Zugang zu "Werkzeugen" ist auch so eine Sache, wenn ein Endgeräte vorhanden ist. Gute LLM-Ergebnisse bzw. ohne Nutzungslimit sind mit Abokosten verbunden. Die ganze gängige Software ebenso und der Horizont, sich um kostenlose Lösungen zu bemühen bzw. rauszusuchen, kommt ganz weit hinten auf der Prioritätenliste. Die Masse wird nie etwas abseits von Google, Microsoft, Apple nutzen. Da sind wir Aufgeklärten wie hier auf CB eine absolute Nische, auch wenn das für Manche schwer nachvollziehbar ist.

Zum Umgang mit Inhalten alllgemein: Aus Erfahrung würde ich schätzen, dass heute 60-70% der Schüler in der Grundschule schon dank Social Media mit den härtesten Dingen (Vokabular, Bilder, Videos, Filme) aus allen Bereichen des Internets konfrontiert wurden. Ungezügeltes Streaming von zu Hause aus, erledigt den Rest.

Ein Verbot wäre für jene unter der Pubertätsgrenze eben wichtig. Jene Kinder bzw. deren Eltern, die sich trotzdem zu Grunderichten wollen, die kann man eh nicht aufhalten. Aber für den Rest die Schwelle des Aufwands nur so hoch setzen, dass sie darauf keine Lust haben. Das wäre an sich schon erfüllt, wenn man den Zugang zu einem Social-Media-Konto mit einem Video-Identverfahren verbindet.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Vigilant
S.Kara schrieb:
Mit einem Schultablet mit dem Internet vertraut zu werden ist utopisch. Die 1-2 Stunden in der Woche die dafür Zeit wären, sollten sich lieber mit den Gefahren beschäftigen.
Alle Schultablets die ich kenne dürfen auch zu Hause genutzt werden. Kein Kind braucht ein privates Smartphone. Wenn diese Regel für alle gilt, ist es durchsetzbar.
S.Kara schrieb:
Definitiv ein Problem, aber offline sowie online.
Das Mobbing im Internet steht da erst mal für die Ewigkeit und die Reichweite ist was ganz anderes. Nicht vergleichbar.
S.Kara schrieb:
Diese Leute können die Smarthones der Kinder gar nicht einschränken, da sie gar nicht wissen dass das überhaupt möglich ist. Eben diese bräuchten eine Schulung.
Die Lösung wäre doch eher eine Opt-In Variante für Social Media. Wer den Driss braucht, kann sich für die Freischaltung schulen lassen.
S.Kara schrieb:
Praktisch alle haben bereits eines und das werden die sich kaum wegnehmen lassen.
Sind Kinder jetzt schon die Herren der Eltern? Also wenn die Eltern soviel Angst vor den eigenen Kids haben sollten, können sie ja immer noch die Finanzierung beenden. Da muss niemand, niemals miteinander reden.. Das Kind kann ja am letzten Tag mit Guthaben per WA informiert werden.

S.Kara schrieb:
Schwierig zu sagen, das war eher früher so. Heute lummern die Kids nicht mehr den ganzen Tag draußen. Die kopieren sich die Hausaufgaben über WhatsApp und daddeln dann gemeinsam Fortnite.
Dieser Satz macht mir Angst, wenn dass das neue Normal sein soll, dann werden wir ähnlich viele Psychotherapeuten wie Altenpfleger brauchen. Niemand hat etwas gegen daddeln, aber Kinder müssen unter Menschen und unter Gleichaltrige und zwar physisch!

Alle gehen im Moment davon aus, das es im Grunde so weitergeht wie bisher. Wenn aber keiner unter 15 ein Handy hat, gibts auch keinen Neid. Bei Verstössen meldet das z.B. die Schule und die Eltern bezahlen ein Ordnungsgeld. Wir sind doch noch keine willenlose Herde von Social-Media-Nutzvieh!
 
0815burner schrieb:
Da hier freies Behaupten praktiziert wird, behaupte ich das Gegenteil!

also behauptest du, dass 100.000 kinder,denen man alkohol gibt weniger schaden nehmen als 100.000 kindern denen man social media gibt?

weiiißßßßßßß niiiiiiiichtttt brudddiiiiiiiiiiiiiiiii
ich bin mir sicher die wette würdest du verlieren
 
@0815burner Also ist deine Lösung allen Kindern bis 15 das Smartphone wegzunehmen? Das wird nicht funktionieren. Man kann diese Menschen so etwas nicht einfach verbieten, die werden es sich wenn nötig auf anderem Weg besorgen und der Haussegen hängt gewaltig schief.

Und für was? Um Jugendliche zu haben die mit dem Internet nicht umgehen können. Lose-Lose Lösung.

0815burner schrieb:
Kinder müssen unter Menschen und unter Gleichaltrige und zwar physisch!
Ist das so? Ich würde eher sagen das war mal so. Die sehen sich ja trotzdem noch in der Schule. Am Nachmittag langt es dann auch wenn man sich nur in Discord hört.

0815burner schrieb:
Wenn aber keiner unter 15 ein Handy hat, gibts auch keinen Neid.
Komm, nehmen wir allen in Deutschland ihre Autos und Eigenheime weg.

0815burner schrieb:
Bei Verstössen meldet das z.B. die Schule und die Eltern bezahlen ein Ordnungsgeld.
Wenn ich mir so überlege wie viele auf meiner Schule damals in den Pausen geraucht und Drogen genommen haben, mag ich zu bezweifeln dass da viel gemeldet würde.

0815burner schrieb:
Wir sind doch noch keine willenlose Herde von Social-Media-Nutzvieh!
Wir alle sind Sklaven der Unterhaltungsindustrie und des Marketings.
Firmen geben unmengen an Geld aus um Menschen anzulocken und zu binden - und es funktioniert.
 
@longusnickus:
Das war nicht deine ursprüngliche Behauptung. Es ging darum ob mehr Kinder (absolut) unter Alkohol oder Social Media leiden. Nahezu jedes Kind hat Kontakt zu Social Media, aber die wenigsten konsumieren hart Alkohol.
Ausserdem behaupte ich, sodass Kind nicht an der Alkoholvergiftung stirbt ist es nach 2 Tagen wieder fit und hat keinen Bock mehr so schnell Alk anzufassen. Da wirkt die Social Media Sucht ganz anders.

Also selbst deine Unterstellung, einmaliger Alkoholkonsum ist nicht so schlimm wie dauerhafte SM Berieselung unterschreibe ich.
longusnickus schrieb:
weiiißßßßßßß niiiiiiiichtttt brudddiiiiiiiiiiiiiiiii
gebe ich dir zurück, den so kommuniziere ich nicht.

 
0815burner schrieb:
Ja, da geb ich dir Recht. Nur sollen wir uns direkt ergeben und alles offen lassen? Ich habe auch keine Lösung aber da lauern reale Gefahren und Fortschritte, die unser gesamtes bisheriges System auf den Kopf stellen könnten. Da muss es legitim und erlaubt sein, dafür Grenzen zu diskutieren und auch zu definieren.
Natürlich muss man darüber reden das Social Media Konsum schädlich, gerade für Kids, sein kann.

Aber diese Diskussion führen wir schon seit vielen Jahrzehnten:
  • Comics verderben die Jugend,
  • durch Comics verlernt man das Lesen,
  • Fernsehen macht rechteckige Augen,
  • Fernsehen verblödet,
  • Killerspiele machen gewalttätig,
  • Spiele machen süchtig,
  • das Internet/Smartphone macht süchtig,
  • Social Media verführt zu Hass und Hetze ...
  • Next Up: KI!

In den 50er Jahren wurden Comics zum Schutz der Jugend in den USA und England verboten. Und Deutschland hat sogar schon in den 1920er Jahren angefangen das "Gesetz zur Bewahrung der Jugend vor Schund- und Schmutzschriften" einzuführen, woraus später dann die "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" wurde.

Aus einer öffentlichen Moralpanik entsteht politischer Druck der in einer unüberlegten Gesetzgebung mündet. So war es schon immer und auch heute sind wir nicht schlauer.

Man mag lachen, es ist wirklich surreal, das Kids einst Comics verboten wurden. Du wirst wahrscheinlich in 10+ Jahren darüber lachen, das man einst versuchte Social Media für Kids abzuschaffen.

Wer wäre denn dafür, KI für Kids altersbedingt einzuschränken?

Wie in meinem vorherigen Beitrag angemerkt, es gibt freie Modelle, die von jeglicher Art der Moral, Ethik oder Schutzfunktion befreit sind und 24/7 online kostenlos erreichbar sind. Wir müssen nicht mal über Fotos/Videos reden, sondern nur über Text.

Next big thing wird sein, seinen Ausweis vor KI Nutzung vorzeigen zu müssen. Und auch wenn sich das nach Trust me Bro anhört, denk mal drüber nach.

:)
 
Eisbrecher99 schrieb:
Ein Verbot wäre für jene unter der Pubertätsgrenze eben wichtig. Jene Kinder bzw. deren Eltern, die sich trotzdem zu Grunderichten wollen, die kann man eh nicht aufhalten. Aber für den Rest die Schwelle des Aufwands nur so hoch setzen, dass sie darauf keine Lust haben. Das wäre an sich schon erfüllt, wenn man den Zugang zu einem Social-Media-Konto mit einem Video-Identverfahren verbindet.

Auch wenn die Idee wohl überlegt ist, wird sie nicht funktionieren.

Ein (Video-) Identverfahren lässt sich einfach umgehen.

Jemand der ü15 ist, macht das Identverfahren für u15 Account.

Früher wurden gebrannte CDs auf dem Schulhof verkauft, demnächst halt Video-Ident verfahren. Für jene die alt sind und ihren Internetführerschein noch nicht gemacht haben - das ist die Realität.


FYI:
Das Game Roblox hat 2026 ein Video-Ident Verfahren eingeführt.

Ein 16 jähriges Nachbarmädchen wurde auf 8 Jahre eingeschätzt, nach mehrmaligen Versuchen (über 20+) kam sie nicht über 13 Jahre.

Ihre Freundin 11 Jahre alt, wurde auf 20 Jahre festgelegt und nach mehrmaligen Versuchen, ging das Alter nur höher.

Dir ist klar das diese Foto-/Video-Verfahren nur auf KI gestützt sind?

Das Resultat ist folgendes:
Die können in Roblox nicht miteinander Chatten. 5-8 Jahre, 9-15 Jahre und ab 16 Jahre ist unterteilt in andere Chats. Wie sollen sie sich jetzt dort schreiben? Geht nicht. Also schreiben/voicen also über WhatsApp oder Discord. Somit kamen die Eltern zu mir ... und guess what? DIe Kids sind jetzt 40+.

Sagte ich Discord? Ohje ...

"Gesichtsscan: Ein KI-System schätzt das Alter anhand eines Video-Selfies, wobei die Analyse laut Discord komplett auf dem Gerät stattfindet und keine biometrischen Daten das Gerät verlassen."

Und es ging von vorne los!

Achja und Discord hatte dann noch einen Datenleck von 70.000 hochgeladenen Ausweisdokumenten. Aber sorge dich nicht, sie werden KI einsetzen um Cybersecurity herzustellen.
 
Status
Neue Beiträge in diesem Thema müssen von einem Moderator freigeschaltet werden, bevor sie für andere Nutzer sichtbar sind.

Ähnliche Themen

Zurück
Oben