News Social-Media-Verbot: Frankreichs Scheitern mit Ansage

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M@tze schrieb:
Meine Tochter hat an ihrem Gymnasium früher eine Arbeitsgruppe "Medienkompetenz" geleitet, wo sie in die Unterstufen (also 5. Klasse aufwärts) gegangen sind und den Kids den richtigen Umgang mit Sozialen Medien usw. beigebracht haben. Da waren meist keinerlei Vorkenntnisse vorhanden und wir reden hier über Kindern im Alter von 10-12 Jahren. Soviel zu "das müssen die Eltern regeln". Und ich lehne mich mal aus dem Fenster und bezweifle, dass so etwas an Haupt- oder Realschulen auch praktiziert wird, wo es vielleicht noch viel angebrachter wäre.

Das ist ein schöner Ansatz! Das wird mit Sicherheit auch besser funktionieren, als wenn die Lehrer das vermitteln sollen...
 
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DAASSI schrieb:
Das ist wie mit dem Alkohol, der ist auch erst ab 16 erlaubt und genau so sollte Social Media erst ab 12 Jahren erlaubt sein
Ich würde sogar soweit gehen und Smartphones bis 15 Jahre schlicht verbieten. Kinder brauchen auch mal Langeweile, um Phantasie für die Selbstbeschäftigung zu entwickeln. Ausserdem ist es über so ein Verbot leichter für die Eltern umzusetzen.
Die Helikoptermama kann das Kind ja mit einem Nokia XYZ ausstatten und alle 6,5 Sekunden einmal anrufen.

M@tze schrieb:
Und die Kinder, bei denen die Eltern das nicht tun (weil es ihnen egal ist oder sie selber komplett in Social Media versumpft sind) haben dann einfach Pech und fallen "hinten runter"?
Wie willst du die ganze Welt retten? Ich wäre ja auch dafür, das solche Eltern bestraft werden oder besser, dass sie gar keine Kinder in die Welt setzen würden.. Aber wie willst du das rechtsstaatlich umsetzen? Mal wieder alle bestrafen und kriminalisieren mit Gesetzen, die am Ende keiner durchsetzen kann? Es gibt eine Fürsorgepflicht der Eltern!

Umgekehrt, wenn wir absolut jeden Mitschleifen bremsen wir die Starken aus. Also ja, erst mal Pech gehabt. Trotzdem zeigt die Geschichte, das sich auch sehr Viele aus ärmlichen Verhältnissen nach oben schaffen konnten, z.B. James Cook.
 
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Moep89 schrieb:
Achso? Auch da gibt es bereits Grenzen. Selbst die Erwachsenen selbst dürfen nicht alles konsumieren, was sie wollen. Indizierung und Beschlagnahmung gibt es nach wie vor. Von den generellen FSK Stufen ganz abgesehen. Schon die können je nach Situation die legalen Möglichkeiten einschränken.
FSK ist halt auch etwas deutsches, das es in keiner anderen demokratie gibt. was noch in D verboten und nicht aufrufbar ist zB steam spiele, kann man ein paar schritte über die grenze ganz normal konsumieren

Moep89 schrieb:
Und begleitetes Trinken soll (richtigerweise) ja auch abgeschafft werden. Wo ist der Unterschied? Ich wage zu behaupten, dass geringe Mengen Alkohol ggf. sogar weniger Schaden anrichten könnten als so manche Inhalte bzw. Kommunikation über Social Media.
das ist halt einfach unsinn. alkohol hat eine wirkung auf jeden menschen

wie hoch ist im gegenzug der prozentanteil der kinder, die wirklich durch soziale medien schaden nehmen? ich behaupte mal, dass dieser weit kleiner ist als der schaden durch alkohol
ist gibt eben millionen kinder in der EU, die gut erzogen wurden und richtig von falsch unterscheiden können. beim alk ist es ja auch ähnlich. selbst wenn millionen kinder zugang zu alkohol hätte, würden nicht alle direkt zu säufern werden

das ganze ist nunmal in erster linie ein ERZIEHUNGSTHEMA, das die politik nichts angeht
 
@DAASSI
Ich bin gegen Verbot und damalige Eltern hatten weder einen Computer noch Ahnung von Internet.
Das hat uns zu keinen anderen Menschen gemacht, im Gegenteil, die meisten die früh einstiegen wurden die besten Schüler in Technikfächern und haben neue Technologie erschaffen.

Das was viel zu kurz kommt, deine Kinder haben Grundrechte die DU ihnen zugestehen musst. Die müssen sich austauschen dürfen, sie können mit anderen in Kontakt bleiben oder wie es die Nachfolgegeneration tut selbst einen Kanal aufbauen.
Ich glaube nicht das viele von euch so "fortschrittlich" geworden sind und deshalb ablehnend unterwegs sind.

Sobald einfachere Jobs wegradiert sind bleibt dir wahrscheinlich kaum was anderes. So weit denkst du widerum nicht. ;) Da braucht es offenbar Nachhilfe vom eigenen Nachwuchs!

PS: Erziehung hat viel mit Reden & erklären zu tun. Grenzen setzen wie zum Beispiel bei der Dauer.

@M@tze
In einem System welches wir hier haben fallen immer welche herunter.
Es wird nicht jeder einen Arbeitsplatz erhalten oder speziell gefördert, oftmals nicht erkannt das dort Bedarf besteht.
Zugleich gibt es im Land schon Jugendamt was sich kümmert - was genau willst du ändern? Die sind offensichtlich bei vielen analogen Themen gefragt.
 
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Ich glaube der bessere Ansatz wäre es die Anbieter in die Pflicht zu nehmen zu regulieren, welche Art von Inhalten auf Plattformen wie TikTok & Co überhaupt bereitgestellt werden kann.
Derzeit gibt es dort gefühlt zu 90% geistige Diarrhoe (aka "Brainrot") und damit die Konsumenten dieser Plattformen (Die ja nicht nur aus Kindern und Jugendlichen bestehen) nicht vollkommen verdummen, wäre es wünschenswert dort Mechanismen einzuführen, die diese Flut eindämmen.

Natürlich birgt ein solches Unterfangen enorme Herausforderungen: Sei es überhaupt zu definieren, was erwünscht ist und was nicht; die Gratwanderung im Hinblick auf Zensur und die Gefahr dass diese Mechanismen von staatlicher Seite eben dazu mißbraucht werden; etc.

Social Media wie es derzeit existiert, macht die Welt zu einem schlechteren Ort.
Das muss irgendwie angegangen werden, wenn wir eine selbstständige, informierte Gesellschaft und die freiheitlich-demokratische Grundordnung haben und erhalten wollen.
 
" Wie lässt sich eine verbindliche Altersgrenze durchsetzen, ohne dafür unverhältnismäßig in die Rechte sämtlicher Internetnutzer einzugreifen?"

In dem jener gefragt wird wie alt er ist !
Und wer beim schummeln erwischt wird, kommt eine Woche in eine Erziehungsanstalt und muss dort täglich 16 Std. lang die Schwarzwald Klinik anschauen. Fall erledigt ... :freaky:
 
Ein solches Verbot würde beispielsweise auch vergleichsweise harmlose Angebote erfassen. Dadurch würde die Meinungs- und Kommunikationsfreiheit junger Menschen, die durch die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 geschützt ist, unverhältnismäßig verletzt, da die Regelung weder danach unterscheidet, welche Risiken von einem Dienst ausgehen, noch danach, ob dieser bereits ausreichende Schutzmaßnahmen bietet. Darüber hinaus sieht der Verfassungsrat mögliche Auswirkungen auf die Bildungsmöglichkeiten Minderjähriger.
This! Ich bin ebenso der Meinung, dass ein generelles Verbot einfach die Meinungs- und Kommunikationsfreiheit der Jugendlichen zu sehr einschränkt.
Das sind ebenfalls Menschen mit Bedürfnissen und Gefühlen genauso wie bei Erwachsenen. Das sollte man respektieren.
 
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Das man sowas nicht vorher genau prüft, bevor man sich für solchen "Gang" entscheidet. Einfach nur peinlich...

Ich sehe es ebenfalls so, dass die Verantwortung eher bei den Eltern (Vorbilder!) liegt.
Gibt bei vielen Smartphones etc. auch so Art "Kindermodus", welche auch zusammen mit den Kids eingestellt werden können, damit sie auch merken, dass das keine Willkür ist.

Aber wir sehen es ja selbst überall...beim Konzert, im Urlaub, in den öffentlichen und einige sogar im Auto usw..... überall starren die Leute nur auf ihre tollen Smartphones in der Hand! Kriegen von ihrer Umwelt nix mehr mit.
Urlaub und Konzerte etc. sollte man genießen, abschalten und alles aufsaugen....und nicht ständig alles fotografieren oder filmen, vom Konzert kriegt man dann nicht mehr viel mit und anschauen tut sich das doch eh keiner mehr im Nachhinein.
Oder halt zum angeben für Bekannte oder im Status (warum auch immer, ständig dieses Bedürfnis sich irgendwem mitteilen zu müssen).
Selbst das Essen im Restaurant wird fotografiert und gepostet - wer möchte sowas sehen?!

Gutes Beispiel erst im Urlaub gesehen...im Hotel am Tisch zum Essen sitzen die Kinder mit vorgelegtem Tablet und gucken Trickfilme (beim Essen), einfach nur, damit sie ruhig sind und ihre Eltern ihre Ruhe haben - ganz großes Kino.
Die Entwicklung finde ich ehrlich gesagt furchtbar.

Nutze selbst kein sozial Media , außer WhatsApp und hier in Foren unterwegs...das wars.

Obwohl viele Menschen inzwischen mobilen Internetzugang nutzen können, habe ich persönlich das Gefühl, dass die Leute eher verdummen, anstatt das viele Wissen im Netz auch sinnvoll zu nutzen ^^
Sieht man ja an der Pisa-Studie...lol

Sorry fürs auskotzen.
 
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Moep89 schrieb:
Eine (staatliche), anerkannte Stelle verifiziert das Alter einer Person und gibt dann auf Geheiß ebenjener an prüfende Dienste nur aus, ob das von denen geforderte Mindestalter erreicht ist.
Und die staatliche Stelle hat dann die Zuordnung zwischen Account und Klarnamen. Nice, da haben wir gleich noch eine Vorstufe der Klarnamenpflicht!

Brauch ich nicht.
 
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Klebezettelcity schrieb:
Bevor der Staat mit drastischen Maßnahmen einschreitet, sollte er auch die Eltern schulen.
Ich weiss ja nicht ob Mehmed und "Tschakeline" da so Bock drauf haben. :D
Sorry für die verallgemeinernde Darstellung, will da keinem auf den Schlips treten, wollte nur sichergehen das jeder versteht was gemeint ist und habe die Namen als Platzhalter genommen.

crsye schrieb:
Das wird mit Sicherheit auch besser funktionieren, als wenn die Lehrer das vermitteln sollen...
Ja, das hat es auf jeden Fall und ich fand es superklasse. In dem Alter schauen die noch mit etwas "Ehrfurcht" auf die älteren Schüler und diese können sich auch besser in die Jüngeren einfühlen, wie man was rüberbringt ohne spießig oder zu erzieherisch zu wirken. Sie haben dann auch später im Rahmen des P-Seminar Grundschülern das Schwimmen beigebracht und mussten dafür selber erstmal eine Rettungsschwimmerausbildung machen. Fehlende Schwimmkentnisse ist nämlich auch ein größerer Problempunkt bei den Kids mittlerweile. :(

0815burner schrieb:
Wie willst du die ganze Welt retten? Ich wäre ja auch dafür, das solche Eltern bestraft werden oder besser, dass sie gar keine Kinder in die Welt setzen würden..
Duran schrieb:
In einem System welches wir hier haben fallen immer welche herunter.
Natürlich kann man nicht alle retten, aber es gibt ja auch nicht umsonst Hilfe für lernschwache Schüler oder für Kinder aus Familien wo die Eltern schon Probleme haben ihren eigenen Namen zu schreiben. Die lässt man ja auch nicht einfach so unter die Räder kommen. Zumindest gibt es da Angebote - ob diese genutzt werden steht wieder auf einem anderen Blatt.

longusnickus schrieb:
FSK ist halt auch etwas deutsches, das es in keiner anderen demokratie gibt.
Dann versuch mal in einem US Horrorfilm neben ein paar Kettensägen-Massaker-Szenen noch ein paar nackte Titten unterzubringen... ;)
 
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Da das Ziel nicht der Kinderschutz ist sondern die Ausweißpflicht für alle, ist doch egal ob das kommt erstmal baut man die Infrastruktur macht den 1. Schritt zur Klarnamenspflicht (das eigentliche Ziel) und dann wird wegen mir auch alle Kinderschutzsachen wieder abgeschafft gestrichen, das Ziel wurde erreicht schon man die Ausweispflicht für jedes Internetportal der Konzerne, dann kommt irgendwann Salamitaktik oder mitten in der Nacht oder wenn die meisten im Urlaub sind noch die Klarnamenspflicht überraschungsmäsig beschlossen, wenn die von den Gegnerparteien grad zufällig nicht da sind, und dann kann man in kürzester Zeit das hart stellen weil die Daten der Anbieter ja schon hat.
 
0815burner schrieb:
Ich würde sogar soweit gehen und Smartphones bis 15 Jahre schlicht verbieten.
Unsere Welt ist digital, ob es manchen Leuten passt oder nicht. Kinder bis 15 Jahre davon abzukapseln würde sie im internationalen Vergleich weit zurückwerfen und viele Berufseinstiege erschweren.

Auch soziale Interaktionen bis hin zu Lerninhalte sowie Vertretungsplänen über WhatsApp sind heutzutage Standard. Sorry aber diese Idee ist nur von 12 bis Mittag gedacht.

Eltern haben genügend Möglichkeiten die Verwendung von Smartphones zu regulieren. Dann braucht es eher eine zwingende Schulung für ältere Leute, denn diese sind das tatsächliche Kernproblem.
 
Moep89 schrieb:
Die Sache mit der Alterskontrolle und dem Datenschutz sollte doch wohl nicht das Problem sein. Eine (staatliche), anerkannte Stelle verifiziert das Alter einer Person und gibt dann auf Geheiß ebenjener an prüfende Dienste nur aus, ob das von denen geforderte Mindestalter erreicht ist. Dafür müssen keinerlei weitere Daten fließen.
Habe ich den Ironietag irgendwie übersehen? Oder ist es wirklich dein Ernst?

Du meinst also es sei eine gute Sache, zukünftig dem Staat die völlige Kontrolle darüber zu überlassen, auf welche Webseiten jemand zugreifen darf, und gleichzeitig eine Überwachungsfunktion für jeden Bürger zu liefern, damit der Staat sehen kann wer, wann und wie oft eine Webseite aufruft?

M@tze schrieb:
Meine Tochter hat an ihrem Gymnasium früher eine Arbeitsgruppe "Medienkompetenz" geleitet, wo sie in die Unterstufen (also 5. Klasse aufwärts) gegangen sind und den Kids den richtigen Umgang mit Sozialen Medien usw. beigebracht haben. Da waren meist keinerlei Vorkenntnisse vorhanden und wir reden hier über Kindern im Alter von 10-12 Jahren.
Ich kann dazu nur folgendes sagen:
1787242679648.png

https://www.amazon.de/dp/3551191549

Ich wette mit dir, die meisten Eltern würden an den Fragen gnadenlos scheitern. Sowas sollte schlichtweg ein verpflichtendes Fach in der Schule sein und den Kindern ein sinnvoller Umgang mit den Medien beigebracht werden, statt auf irgendwelche Verbote zu pochen.

Ich würde sogar einen drauf setzen und behaupte schlichtweg, die Verbote werden oft von Menschen gefordert, die selbst keinerlei Medienkompetenz besitzen und sich damit nicht beschäftigen wollen. Es ist scheinbar leichter etwas zu verbieten, statt den Kindern beizubringen wie sie mit Social Media umgehen, Fake News erkennen oder generative KI sinnvoll einsetzen.

ps. Ein hervorragendes Buch das ich allen Eltern empfehlen kann... für die Kinder natürlich. ;)
 
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Diese Alibi Verbote bringen doch alle nichts - die Politiker wissen selbst sehr genau das diese auch sehr leicht umgangen werden können - also wem verbieten sie zum guten Schluss was ? Much work for zero effect.
 
Robert. schrieb:
Sich im Internet ausweisen zu müssen, ist ein No Go.
Eltern sollen sich selber um ihre Kinder kümmern, und nicht den Staat einschalten.
Mehr Kontrollmöglichkeiten für Eltern wären ein Mittelweg.
Dann heißt es wieder Helikoptereltern.
 
MountWalker schrieb:
Von der staatlich verifizierten Stelle zum Dienst flößen keine Daten, aber meine Zugriffsdaten flößen damit vollständig an eine staatlich verifizierte Stelle. Das ist schon nicht mehr nur ein bisschen Überwachungsstaat.
Warum? Auch das kann man lösen. Man kann beide Seiten anonymisieren und auf wenige Daten runterbrechen.
MountWalker schrieb:
Da bräuchten wir über Vorratsdatenspeicherung gar nicht mehr diskutieren, wenn ich mich jedes Mal, wenn ich mich in einem Forum anmelde, mit meiner Identität beim Staat dafür authorisieren würde.
Jedes Mal? Wieso sollte das bei jedem Login nötig sein? Bei Erstellung des Accounts und das war's. Da braucht dann auch keiner zu befürchten, dass die entsprechende Stelle jeden Zugriff auf einen Dienst protokolliert.
Knuddelbearli schrieb:
Und diese Behörde kennt dann jeden einzelnen Service wo du registriert bist, inklusive, so hochsensible Sachen wie Grinder usw usf
Nö. Ließe sich regeln. Zur Not über verschiedene Stellen, die die jeweiligen Partner verifizieren und anschließend Anfragen anonymisiert an die andere Stelle leiten.
longusnickus schrieb:
das ist halt einfach unsinn. alkohol hat eine wirkung auf jeden menschen
Ich habe auch nichts gegenteiliges behauptet.
longusnickus schrieb:
wie hoch ist im gegenzug der prozentanteil der kinder, die wirklich durch soziale medien schaden nehmen?
Je nach Auslegung könnte der beängstigend nah an die 100% ranreichen. Die Auswirkungen sind gewaltig.
pseudopseudonym schrieb:
Und die staatliche Stelle hat dann die Zuordnung zwischen Account und Klarnamen. Nice, da haben wir gleich noch eine Vorstufe der Klarnamenpflicht!
Wie schon geschrieben, nicht zwingend nötig. Man muss es nur wollen.
xexex schrieb:
Du meinst also es sei eine gute Sache, zukünftig dem Staat die völlige Kontrolle darüber zu überlassen, auf welche Webseiten jemand zugreifen darf, und gleichzeitig eine Überwachungsfunktion für jeden Bürger zu liefern, damit der Staat sehen kann wer, wann und wie oft eine Webseite aufruft?
Wie kommt ihr nur auf solchen Schwachsinn?
Wieso zur Hölle sollte jeder Zugriff protokolliert werden? Die Verifizierung braucht man genau EIN MAL!
Zum Rest habe ich auch schon genug geschrieben.

Ich habe dargelegt, wie man eine Lösung umsetzen kann. Dass ich unseren Politikern zutraue das auch wirklich sauber zu machen, habe ich mit keinem Wort gesagt, denn das tue ich leider nicht. Diese realistische Annahme legt aber das französische Gericht sicher nicht zugrunde und auf dessen Argumente beziehe ich mich.
 
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xexex schrieb:
Ich wette mit dir, die meisten Eltern würden an den Fragen gnadenlos scheitern. Sowas sollte schlichtweg ein verpflichtendes Fach in der Schule sein und den Kindern ein sinnvoller Umgang mit den Medien beigebracht werden, statt auf irgendwelche Verbote zu pochen.
Das Schulfach gibt es schon in zweierlei Hinsicht: a) Informationstechnologie (IT) bzw. den diversen unterschiedlichen Formen je Bundesland und b) als fächerübergreifende Kompetenz, die jeder Lehrer, egal ob Deutsch, Englisch, Wirtschaft, etc. jederzeit in seinen Unterricht integrieren kann. Ansonsten, was wäre der Inhalt, der ein ganzes Schuljahr füllt?
 
...da die Regelung weder danach unterscheidet, welche Risiken von einem Dienst ausgehen, noch danach, ob dieser bereits ausreichende Schutzmaßnahmen bietet. Darüber hinaus sieht der Verfassungsrat mögliche Auswirkungen auf die Bildungsmöglichkeiten Minderjähriger.
Jetzt unabhängig davon ob das Verbot zumindest bis jetzt keine großen Auswirkungen zeigt, solche Aussagen finde ich schon etwas absurd.

Was für ein bürokratischer Aufwand wäre das immer wieder zu überprüfen ob sämtliche Social Media Plattformen Schutzmaßnahmen anbieten und ob die ausreichen oder nicht, besonders da sich das ja jederzeit ändern kann?

Und Social Media ist darauf ausgelegt möglichst konträre Meinungen zu zeigen, um quasi salopp formuliert Nutzer zu baiten.

Dort große Bildungsangebote zu vermuten ist realitätsfremd, deshalb geht man ziemlich sicher nicht auf z. B. Webseiten wie X, dafür gibt es andere Webseiten.
 
S.Kara schrieb:
Kinder bis 15 Jahre davon abzukapseln würde sie im internationalen Vergleich weit zurückwerfen und viele Berufseinstiege erschweren.
Die wenigsten gehen heute mit 15 in die Ausbildung, digitale Kompetenz kann man auch mit einem Schultablet erlernen, ein eigenes Smartphone ist dafür nicht notwendig. Natürlich nützt es nicht die Kinder bis 15 von allem fernzuhalten und ihnen dann ein völlig ungeschütztes Smartphone in die Hand zu drücken. Das muss man schon geführt machen und ja, da sehe ich in erster Linie die Eltern in der Pflicht. Da das aber ein allgemeines Thema ist, könnten z.B. VHS Kurse oder über die Schulen Informationen für die Eltern angeboten werden.
S.Kara schrieb:
Auch soziale Interaktionen bis hin zu Lerninhalte sowie Vertretungsplänen über WhatsApp sind heutzutage Standard.
Dafür muss kein Kind ein Smartphone besitzen. Ein Schultablet mit sehr genau definierten Zugriffrechten ermöglicht das auch.
Können wir uns darauf einigen, das die wertvollsten sozialen Interaktionen nicht über ein Handy ablaufen? Das ist als Spielerei mal ganz nett, aber das Risiko (Mobbing) ist einem Kind mit vielleicht 10 Jahren schlicht nicht bewusst. Dafür sind sie noch viel zu jung und unerfahren. Und das Internet vergisst nicht.
S.Kara schrieb:
Dann braucht es eher eine zwingende Schulung für ältere Leute, denn diese sind das tatsächliche Kernproblem.
Okay, hier bin ich raus (musste aber herzhaft lachen). Vielleicht magst du das weiter Ausführen, vor allem wo bei dir "ältere Leute" anfängt, und welche Themen diese Zwangsschulungen beinhalten sollte. Und sind nicht eher die Konzerne Schuld, das mit immer pervideren Tricks die Leute und Kinder von Social Media abhängig werden? Sollte dieser Rotz nicht eher bei Default für alle aus sein, und wer es unbedingt braucht schaltet es mit Altersnachweis frei? Auch viele Erwachsene vertragen diese Dauerberieselung nicht.
 
Eisbrecher99 schrieb:
Das Schulfach gibt es schon in zweierlei Hinsicht: a) Informationstechnologie (IT)
Ich kann jetzt leider nichts zu den aktuellen Inhalten sagen, aber mir wäre es zumindest neu, wenn man sich da mit Smartphones, Social Media oder Medienkompetenz beschäftigt.

Eisbrecher99 schrieb:
Ansonsten, was wäre der Inhalt, der ein ganzes Schuljahr füllt?
Das worüber man ja scheinbar Diskutieren muss und weshalb man Verbote aussprechen möchte. Social Media und jeglicher Umgang damit, Medienkompetenz, Fake News und Deep Fakes, generative KI mit Vorteilen und Gefahren, Mail, Spam, Phishing, Datenschutz, Spiele, Suchtgefahren. Letztendlich aktuelle Inhalte und was die jungen Menschen gerade beschäftigt.

"Ein ganzes Schuljahr" hört sich ja immer nach viel an. Wenn dafür jedoch gerade einmal ne Stunde pro Woche anfällt, sind es keine 40h für das mehr als komplexe Thema. Kinder sollten lernen mit den Werkzeugen umzugehen und das beste für sich draus holen zu können. Wenn man sie nur machen lässt, machen sie das was sie um sich sehen, laute Menschen die sich mit Schwachfug auf ihren Smartphones ablenken.

Es ist zudem eine verpasste Chance Kindern ein Werkzeug verbieten zu wollen, der sie vermutlich ein Leben lang begleiten wird, nur weil man ihren scheinbar nicht die dafür nötige Kompetenz vermitteln kann oder will.
 
Zuletzt bearbeitet:
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