Sollte die Auslagerungsdatei nicht auf die SSD?

autoexe

Lieutenant
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Hey zusammen,

ein Bekannter meines Vaters, der sich wirklich sehr gut mit PCs auskennt, meinte zu mir, dass ich bei meinem neuen Rechner am besten die Auslagerungsdatei nicht auf der SSD lassen sollte. Der Vorteil sei der, dass die SSD schön "sauber" bleibt.
Jetzt Frage ich mich inwiefern dies sinnvoll ist. Ich habe mit Hilfe von google Anleitungen zur Verlagerung der Auslagerungsdatei auf herkömmliche Festplatten gefunden, bin jetzt aber momentan noch unsicher. Manche Quellen behaupten, dass SSDs für die Auslagerungsdatei optimal seien, während andere dem widersprechen.

Wie handhabt ihr das? Habe bisher nur Windows und die Standardprogramme auf der SSD und würde gern die "optimale" Einstellung vornehmen.

Danke für eure Meinungen.
 
Auslagerungsdatei seit 2 Jahren auf der SSD und keine Probleme gehabt. Schön "sauber" bleibt? Nach seinem Motto, dann wohl auch die temporären Dateien auf die HDD auslagern, oder? Sinnfrei.
 
Ich habe die Auslagerungsdatei bei mir auf der SSD belassen, denn laut Microsoft bringt die SSD hier einen maßgeblichen Leistungsvorteil. Zwar würde die SSD geschont werden, wenn man die Auslagerungsdatei auf eine andere Festplatte auslagert, aber man kauft sich schließlich keine SSD, nur um sie zu schonen.
Eines habe ich bei mir allerdings gemacht, und zwar den Ruhezustand deaktiviert (per Befehl in der Eingabeaufforderung s. Google), dadurch kannst du sehr viel Speicherplatz sparen. Denn es wird bei aktiviertem Ruhezustand eine Datei angelegt, die die Größe des Arbeitsspeichers hat (in meinem Fall 4GiB), und wenn man den Ruhezustand deaktiviert, wird diese Datei nicht mehr angelegt.
 
Auch wenn Du die Liste nicht schlecht findest, sie ist nicht besser als was pcgameshardware sonst über SSDs schreibt. So wird z.B. empfohlen die Defragmentierung komplett zu deaktivieren, womit dann auch keine HDDs im System mehr defragmentiert wird. Darauf geht man überhaupt nicht ein. Auf die Auslagerungsdatei sollte man generell nicht verzichten und diese sollte auch auf der SSD liegen. Auf den Browsercache oder Ruhezustand möchte ich auch nicht verzichten, nur weil ich eine SSD habe. Wie man im Dauerschreibtest auf xtremesystems.org sieht, halten gute SSD eine gewaltige Menge geschriebender Daten aus. Die Crucial m4 64GB dort hat schon 716,7737 TiB geschrieben, 11200 mal ihre Kapazität! Man also täglich die volle Kapazität drauf schrieben, über 30 Jahre lang!
 
Wie Holt schon sagt, diese tollen Tipps zum SSD schonen sind alle überflüssig bei Win7, oft sogar leistungsmindernd.
Wieso soll man denn Superfetch/Prefetch abschalten? Ist die SSD etwa schneller, als RAM? Nein, deshalb hat MS die Funktion auch für SSDs aktiviert.
Und willst du wirklich auf den Suchindex verzichten, nur damit du 74,35 MB Schreibleistung einsparst? Wozu? Es verschlechtert nur deine Windows-Benutzung und bringt in absoluter SSD Lebensdauer mal rein gar nichts (oder im 0,00x Bereich)

Wenn du nicht genug Platz hast, dann kannst du den Ruhezustand inklusive Datei deaktivieren ("powercfg /h off") oder vielleicht auch die Systemwiederherstellung. Aber nur, wenn du diese Funktionen nicht brauchst! Ich würde der SSD zu liebe auf keine einzige Funktion verzichten, die ich nützlich finde und gerne verwenden möchte!
 
> der sich wirklich sehr gut mit PCs auskennt, meinte zu mir, dass ich bei meinem neuen Rechner am besten die Auslagerungsdatei nicht auf der SSD lassen sollte.

Genau das Gegenteil ist der Fall, siehe Drum-Storage aus den 50er Jahren. Alle Programme, System und Anwendungsdaten die relevant sind, sollen auf das schnellste Speichersystem.

Der Grund warum immer wieder derartige Ratschläge gegeben werden, waren früher SSDs mit hoher Write-Amplification. Ist aber bei modernen SSDs kein Thema.

Über die "Abnutzung" von Flash-Zellen braucht man sich auch kaum Gedanken machen, da es egal ist, ob die SSD nach 20, 50 oder 200 Jahren ausgeschrieben ist. In dieser Zeit hat man viel mehr Geld in den Sand gesetzt, da meist ohnehin alle paar Jahre ein neuer PC angeschafft wird, dessen Wertverlust einen bedeutend grösseren "Schaden" im Portemonnaie hinterlässt, als ein paar unnötige Writes auf eine SSD je verursachen könnten ;)
 
Vielen Dank für eure Infos, dann werde ich einfach nichts umstellen und alles auf den Standardwerten lassen.
 
Richtig, wenn man Windows7 direkt auf die SSD installliert, dann erkennt Windows das eigentlich immer und stellt auch alles passend ein. Das prüft man am besten, indem man einmal checkt ob TRIM aktiv ist und der Defragmentierer deaktioviert ist oder zumindest die SSD nicht im Scheduler steht. Defragmentieren kann (im Sinne das die Daten dadurch hintereinanders im Flashspeicher stehen), braucht und soll man eine SSD nicht.
 
Alternate 1
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