Soundkarte für Musik von Amazon Prime?

Satchmo

Ensign
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Hi Leute,

ich frage mich seit längerer Zeit, ob eine neue Soundkarte her muss:

Zu Hause höre ich nun häufiger Musik über den Streaming Dienst von Amazon Prime, soweit so gut...
...die ehemalige MP3-Bibliothek existiert nicht mehr, Streaming reicht mir...

Jetzt keimt aber in mir die Frage auf, ob es nicht eine neue Soundkarte sein dürfte, die meine Kombo22 von Teufel
adäquater als der OnBoardSound von Mainboard bedient?

- Ist die Qualität von Amazon Prime in diesem Fall ausreichend gut, damit man von einer Soundkarte profitiert?

- Gibt es überhaupt noch Soundkarten, die sich lohnen?
 
Ja, onBoard Sound ist immer noch in 99,9% der Fälle nicht konkurrenzfähig wenn's um Musik geht. Eine ordentliche Soundkarte kostet nicht grundlos noch mal so viel wie ein ganzes Mainboard inkl. Soundchip. Wobei ich inzwischen externe Audiolösungen bevorzuge: Weniger Gebastel. Lautstärkeregler direkt zum Anfassen vor der Nase. Keine Sorgen dass irgendwelche elektromagnetischen Felder im PC den Sound stören, etc. Und von den Kosten ist man da auch auf einem ähnlichen Level.

Und auch bei mp3 merkt man natürlich, ob man ein kontinuierliches Grundrauschen hat oder nicht. Ich hatte bisher nur verschiedenste ALC-irgendwas onBoard Chips, aber jeder von denen stinkt ab im Vergleich zu einer dedizierten Soundkarte. Das trifft ganz besonders zu wenn man Kopfhörer nutzt.
 
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- Ist die Qualität von Amazon Prime in diesem Fall ausreichend gut, damit man von einer Soundkarte profitiert?

MP3s sind zwar schlechter als FLAC, einen hörbaren Unterschied gibt es aber erst bei höheren Lautstärken (im negativem Sinne).

Mit meinem DT 1770 hören sich meine amazon Mp3s zum Teil kratzig an weil die Tonspur bei MP3 schneller übersteuert. Die Lieder sind halt zu laut aufgenommen für das Format MP3.

Quid Pro Quo - Palästinalied in FLAC von CD gerippt:

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Das gleiche als Amazon MP3:

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Das rote sind Übersteuerungen in der Tonspur.

Eine Soundkarte kann sich dennoch lohnen, eine Asus Xonar DSX wäre sinnvoll. Klanglich kann man sich nämlich dennoch verbessern. Voraussetzung wäre nur das du die Lautsprecher auch Analog an die Soundkarte anschließt und nicht eh schon digital vom Mainboard zu einem DAC gehst.
 
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Ich klinke mich jetzt mal ein habe mir gerade DT-770 Pro 250 Ohm gekauft gibt es noch was anderes als denn FiiO E10K als Alternative ?
 
Was gibt es denn für sinnvolle externe Soundkarten?

P.S.: hab ein Board von MSI mit der üblichen Realtek-Lösung
 
Quid Pro Quo - Palästinalied in FLAC von CD gerippt:

Das ist ja überwiegend fürchterlich komprimiert in der Dynamik ... Brickwall lässt grüßen ... Ich finde, dass so kaputtgemasterte Aufnahmen gerade an hochwertigeren Ausgabegeräten besonders schlimm klingen.

hab ein Board von MSI mit der üblichen Realtek-Lösung

Das heisst nicht, dass es schlecht klingen muss. Mein altes H87I von MSI mit schnödem ALC892 klingt beispielsweise sehr gut. Und ich verwende an meinem Hauptrechner auch eine Xonar STX. ;)
 
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rumpel01 schrieb:
Das ist ja überwiegend fürchterlich komprimiert in der Dynamik ... Brickwall lässt grüßen ...

So wie 99 % der Musik die man heute auf CD kauft. Als Mp3 nicht anhörbar. Nur Verlustfrei sauber. ;-)
 
Wobei man sagen muss, das man mit schlechten oder mittelmäßigen Kopfhörern so schnell den Unterschied nicht raushört, mit dem DT 1770 ist das schon deutlich stärker zu hören als vorher mit dem AKG 702 oder MMX300.

Ein sehr positives Beispiel, von Maxim Noise aus dem Album Mucke auf Rezept - Wie ein Mensch. Und das als MP3. :-)

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Satchmo schrieb:
Was gibt es denn für sinnvolle externe Soundkarten?

P.S.: hab ein Board von MSI mit der üblichen Realtek-Lösung

sry für das off topic.

Evtl eine Asus Xonar U7. Die hat auch einen digitalen wie auch analogen Ausgang.;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
@Topic:
Wenn du nur die Boxen dran angeschlossen hast und am Mainboard 'nen SPDIF-Ausgang (digitaler Ausgang) über Toslink oder Coaxial hast, würde ich einfach zu einem DAC greifen, z.B. FiiO Taishan.
Das Ding hängt bei mir auch vor den Boxen, weil der Line-Out vom E10K Störgeräusche macht und ist absolut still und sauber.

OT: Sorry fürs Auseinandernehmen ...

O-Saft-Killer schrieb:
MP3s sind zwar schlechter als FLAC, einen hörbaren Unterschied gibt es aber erst bei höheren Lautstärken (im negativem Sinne).
Hat mit der Lautstärke der einzelnen Samples und mit der empfundenen Durchschnittslautstärke des Stückes nicht viel zu tun.
Die Qualität des Encoders und die Bitrate entscheidet.
Ausnahme ist digitales Clipping (einfaches Abschneiden der Wellen im Peak-Bereich) - das wird tatsächlich gerne ekelhaft.
Mit meinem DT 1770 hören sich meine amazon Mp3s zum Teil kratzig an weil die Tonspur bei MP3 schneller übersteuert. Die Lieder sind halt zu laut aufgenommen für das Format MP3.
Nicht zu laut aufgenommen.
Zu viel digitales Clipping, was bei MP3 zu extremen Verzerrungen führen kann.
Quid Pro Quo - Palästinalied in FLAC von CD gerippt:
<Tonspurvergleich>
Das rote sind Übersteuerungen in der Tonspur.
Das sind einzelne Samples, die den Maximalwert erreichen, ziemlich irrelevant normalerweise, normaler MP3-Noise.
Das eigentlich Problem sind wie gesagt oben abgeschnittene Wellen - gerade Linien. Durch MP3 werden die zu Sägezahnmustern und das kann dann noch mieser klingen als das Clipping selbst ...

Sachen, die nicht geclippt, sondern mit Softlimiting aka vorausschauendem Kompressor dynamikkomprimiert sind, klingen sowohl lossless als auch als MP3 ziemlich gleichschlecht ...

BTW: Ich finde ja, dass sich eins der widerwärtigsten Beispiele für mieses Mastering, Subway To Sally - Feuerland, als MP3 besser anhört als lossless :D

Vernünftig gemasterte Musik mit richtiger Dynamik gibts auf Originalpressungen aus den 80ern und frühen 90ern.
Beispielalben:
Aphaville - Forever Young
Scorpions - Love at first Sting
Pet Shop Boys - Please, Actually
Warlock - Triumph and Agony
Michael Jackson - Thriller, Bad, Dangerous, HIStory, Blood on the Dancefloor
Laura Branigan - Self Control
uvm ...

Streaming kann ich mir deshalb nicht anhören:
slam.png
Alphaville - Sounds like a Melody
Oben CD, unten Spotify ...
 
Caedus schrieb:
Streaming kann ich mir deshalb nicht anhören:
Anhang anzeigen 575900
Alphaville - Sounds like a Melody
Oben CD, unten Spotify ...

Verstehe nicht wo das problem liegt, wenn es digital soweit verstärkt wird das der größte peak die grenze bestimmt.
(man kann bei spotify auch die automatische lautstärke ausschalten)
 
Das Problem ist, dass die höchsten Peaks leiser gemacht werden, damit die weniger lauten Bereiche lauter gemacht werden können. Dadurch steigt die Durchschnittslautstärke und damit auch die empfundene Lautstärke. Gleichzeitig sinkt aber die Dynamik und Geräusche, die eigentlich herausstechen sollten, verschmelzen mit eigentlich leiseren Geräuschen zu einem Dröhnen, das schnell ermüdend und langweilig wird.

Verschwörungstheorie: Dass Musik durch fehlende Dynamik schnell langweilig wird, ist der eigentliche Grund für den Loudness War ...

Die automatische Lautstärke ändert nur nichts am übertragenen Quellmaterial. Ob ich etwas generell lauter oder leiser stelle, ist ziemlich egal, wenn die Dynamik schon vorher gekillt wird.
 
dann ist das wahrscheinlich irgend ein remaster was sie auf spotifiy von dem album haben, aber spotify selbst ist für die kompression nicht verantwortlich.
 
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