Soundsystem für Studentenbude

Buri

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#1
Hallo zusammen,

ich wohne in einer WG und würde gerne für unser gemeinsames Wohnzimmer, ca 18m^2, ein kleines Soundsystem zusammenbasteln.
Dabei haben wir keine extremen Ansprüche was die Soundqualität angeht.
Den einzigen Wunsch den ich habe, ist das man die Anlage mit dem Handy/Laptop steuern kann und das ganze sollte natürlich nicht zu teuer sein. Ich würde gerne unter 100 Euro bleiben. Mir ist bewusst, dass jeder Audiophile mich sofort für diesen Satz kreuzigen würde, aber wie gesagt, wir haben keine extremen Ansprüche.

Mein Ansatz bisher, wie man das ganze löst wäre folgendermaßen:

Bei Ebay-Kleinanzeigen bzw. Gebrauchtwarenhandel günstige gebrauchte passive/aktive 2.0/2.1 Boxen besorgen.
Raspberry Pi 3 + Soundkarte + OpenElec
SD-Karte
Stromversorgung für den Raspberry Pi
15-20 € Autoverstärker ( würden bei aktive Lautsprecher natürlich wegfallen)


Habt ihr ansonsten Alternativvorschläge. Die Idee mit dem Raspberry habe ich eigentlich nur, da wir evtl. im Laufe des Jahres oder nächstes Jahr einen Beamer anschaffen wollen.

Über Hilfe würde ich mich freuen.

Liebe Grüße,

Buri
 
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Fortatus

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#2
Muss alles in den Budget sein? Wenn du 100€ ausgeben kannst nur für Lautsprecher+Verstärker geht da sogar schon was. Z.B. solche Lautsprecher (wild rausgepickt) https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/2-mb-quart-ql-40c-standlautsprecher/796332475-172-1823 und dazu für 40€ einen gebrauchten Stereoverstärker (gibts auch bei Kleinanzeigen oder in jeder deutschen Großstadt in irgendeinem verrauchten Minilädchen für 20€ aufwärts). Kann per Cinch-Klinke-Kabel an jede moderne Hardware angeschlossen werden und dürfte eure Nachbarn schon freuen (bei guter Qualität).

Sonst... 30€ Raspberry3, 10€ SD-Karte, vllt 5€ Netzteil. Da bleibt wirklich nur unterste Schublade, was Boxen angeht. Zumal bei Boxen gilt: Gute Boxen halten ewig (20+ Jahre) und sind daher mMn als gut investiertes Geld zu sehen. Die Boxen in dem Link z.B. haben 1993 noch 1000DM gekostet. Funktionieren noch und dafür sind 65€ VB halt echt kleines Geld.
 
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Buri

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#3
Hi,

Naja, gerade unsere Nachbarn sollte es nicht freuen, auch wenn es lustig wäre uns mal für die ganzen Parties, die sie ohne uns gefeiert haben zu revanchieren. Dementsprechend sollte auch ein relativ günstiger Verstärker reichen.
Mit etwas Glück kann ich zwei RB 245 Grundig Boxen für 15 Euro bekommen.

Eine andere Alternative wäre auch eine gebrauchte Komplettanlage für um die 30-50 Euro zu holen und noch einen Bluetooth Audio Adapter anzuschließen. Macht dann nur die Sache schwieriger, wenn man sich später einen Beamer besorgen möchte.

Grüße
 
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#4
Nur weil man gute Lautsprecher hat, muss man nicht laut aufdrehen...denk mal drüber nach.
Ich sehe das ganz genauso wie Fortatus. Die MB Quart sind ne gute Investition. Stereo-Amp dazu und los geht´s. Nächsten Monat kauft ihr dann den Raspi... ohne Witz...knausert nicht am falschen Ende.
 

sweber

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#5
Die Idee mit der Soundkarte ist schonmal gut, da der analoge 3,5-mm-Ausgang meiner Erfahrung nach grauenhaft ist.

Alternativ ist es möglich, einen digitalen Ausgang für die Soundausgabe zu benutzen, zum Beispiel HDMI. Dann brauchst Du allerdings einen DAC (Digital Analog Converter) oder HDMI-Receiver, die Dein Budget wahrscheinlich sprengen.

Dann bräuchtest du noch die Boxen selbst. Es gibt bei Auktionen oder in Kleinanzeigen immer mal wieder die günstigeren Modelle der guten Boxenhersteller zu erträglichen Preisen. Die klingen nicht so gut wie die teureren Modelle, sind aber ein Anfang. Ich habe zum Beispiel 2x Magnat Supreme 200 für 60€ bekommen.

Ich selbst habe zuhause einen RPi 2 mit OpenElec, der Audio und Video über HDMI an einen Receiver ausgibt, der das Bild an den Beamer und den Ton an die einzelnen Boxen (5 davon) weitergibt. Das funktioniert exzellent, allerdings kostet so ein Receiver auch ein Bisschen. Immerhin sparst Du Dir die Soundkarte.

(Mit dem Beamer an der Decke befestigt ergibt das ganze übrigens eine wirklich recht Kino-ähnliche Erfahrung. Kann ich nur epfehlen. Bei mir spielt der RPi Musik und Videomaterial von einer Netzwerkfestplatte ab, die Medienbibliothek kann OpenElec automatisch mit Meta-Informationen aus dem Internet organisieren. Sehr schön, alles.)
 
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#6
statt Mini Komplett Anlage und diesem ganzen "Spielkram" würde ich auch auf jeden Fall auf:
- "ordentliche" gebrauchte Lautsprecher
möglichst keine "5-Wege Disco" Teile und keine allzu hoch gehypten Marken, da muss man halt sehen was man bekommt, wie die MB im Beispiel hier. Manchmal hat man auch Glück, dass die Teile technisch 1A sind aber irgendwo eine Ecke abgeplatzt ist. Wenn das nicht allzu sehr stört oder repariert werden kann, dann kann man richtig sparen.

- Verstärker
nehmt keinen aus dem Auto Bereich, das ist wieder "Spielkram".
im Prinzip dasselbe wie bei den LS, günstige Stereo Verstärker werden immer in den Kleinanzeigen angeboten.

- Quelle
RasPi ist eine Lösung. Der interne Audio Ausgang aber wirklich nicht zu gebrauchen (der wird per PWM Ausgang per Software angesteuert). Die analogen Zusatzschaltungen kosten relativ gesehen viel Geld, die digitalen auch und dann muss es auch schon wieder ein Verstärker mit digitalen Eingängen sein.
daher würde ich mal gucken ob ein Chromecast Audio von den Funktionen passt, vielleicht reicht ja auch schon ein einfacher Bluetooth Adapter?
 

Buri

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#7
Hallo,

vielen Dank für eure Antworten.

Ich hab die Möglichkeit für 50 € eine Sony GX511 Stereoanlage inklusive großer JBL Boxen zu bekommen.
Vorausgesetzt die Boxen sind nicht schlecht, lohnt sich das in euren Augen?
Das einzige was ich gelesen habe ist, dass diese etwas Bassschwach sein sollen, ist aber denke ich für uns jetzt nicht das große Problem.

Was sagt ihr ansonsten zu den Grundig Boxen, von denen ich zuvor geschrieben habe.

Was den Raspberry Pi bzw. Tinkerboard (wegen besserem Audiochip) angeht, so ist der Hintergedanke, dass ich mir im Laufe dieses/nächstes Jahres einen günstigen, gebrauchten Beamer besorge und quasi für die WG eine kleine Heimkinoanlage bastel.
Was das noch angeht, mal eine ganz, ganz blöde Frage. Ist eigentlich ein Verstärker nicht ein kleiner Overkill?
Wenn ich von meinem Handy per Bluetooth ein Signal an den Raspberry Pi schicke und dieser wiederum das Signal an die Steroanlage weiterleitet, dann habe ich eigentlich die Maximalqualität von dem Soundchip in meinem Handy, oder? Klar man die Lautstärke kann noch erhöht werden, aber wenn bestimmte Frequenzen fehlen, können diese ja logischerweise nicht ersetzt werden. Oder habe ich gerade einen Denkfehler?

Lg
 
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#8
Welche JBL Boxen sind es denn genau? Als kleiner JBL Fan kann ich dir sagen, dass es darauf ankommt welche es genau sind. Die alten JBL Boxen sind normal bassbetont und wären meiner Meinung mehr für Filme und weniger Musik geeignet. Kommt aber eben auf den Typ an.

Seit wann kann man über den Raspberry Pi per Bluetooth Musik hören? Und nein Bluetooth bietet nicht die beste Qualität.

Falls du den Raspi wirklich benutzen willst dann kauf dir einen PiFi mit entsprechendem Anschluss dazu. Die Klangsteigerung ist enorm.
 
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w764

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#9
€ 100 ist eine Herausforderung...

Für 18 qm...

Ich gehe jetzt mal schnell über dein Budget:

2 x JBL Control auf Ebay refurbished - € 60.- (kennst du evtl. aus Kneipen)
1 x Mivoc SW 1100a € - 130.- (Subwoofer für den "Bumms")
1 x Sabaj A2 Vollverstärker mit Bluetooth €69.-

--> 260.-...ich weiss - Faktor 2,6; dafür gut und neu und klein mit der Möglichkeit, via BT anzusteuern.

Alternativen:

auf Ebay gibt es zahllose Kombis von z.B. Denon, Onkyo, Yamaha,... für kleine Geld; dazu noch Boxen und gut ist. Poste doch mal die ersten deine PLZ - dann kann ich nach entsprechenden Angeboten bei dir in der Nähe suchen...
 

Buri

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#10
@Spassmuskel

Gerade habe ich die Modellbezeichnung bekommen. Bei den besagten Lautsprechern handelt es sich um die JBL TLX 40.

@w764 Ich schaue momentan sehr intensiv bei den Ebay-Kleinanzeigen und finde wenig gute Angebot. Der Großteil sind Kompaktanlagen die typischerweise bei Discounter verramscht werden. Einzige Ausnahme ist die Anlage, die ich oben bereits erwähnt habe.
Trotzdem kann ich mal die ersten Ziffern meiner PLZ posten : 370
 
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#11
Ach die TLX Serie. Ich hatte zum Einstieg einmal die JBL TLX25. So wie es aussieht haben sie die gleichen Chassis. Nur dass die TLX40 ein 6 Öhmer ist und mehr Volumen hat. Natürlich gibt es bessere Boxen, aber für den Preis inkl Verstärker kann man nicht meckern. Bass müsste für den Einstieg auch genug da sein. Beim Kauf musst du darauf achten ob die Sicken noch einwandfrei intakt sind, da sie aus Schaumstoff sind.
Aber im Gegensatz zur LX Serie sind diese normal nicht anfällig. Die TLX Serie war mal die Einstiegsserie von JBL Mitte der 90er.

Laut gehen sie JBL typisch

Für 50€ inkl. Verstärker (falls er einwandfrei geht und die Boxen auch) ein guter preis von meiner Seite aus. ;)
 
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#12
Sofern du dich vor Kauf davon überzeugen kannst, das alles ok ist kann man bei 50€ für den Sony Receiver und die JBLs nicht viel falsch machen. Für Spotify noch für 35€ einen Chromecast Audio dazu mit bspw. so einem Kabel dran und gut ist.

Vorausgesetzt natürlich du kannst die Lautsprecher stellen, da gehe ich in einem typischen WG Wohnzimmer mal davon aus.
 

w764

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#13
Dann schau und hör dir das Paket mal an.

Kleiner Hörtest: Lautsprecher einzeln anhören (also Balance rechts und links jeweils bis zum Anschlag), dann mit normaler Lautstärke bis etwas lauter anhören: kein Kratzen, kein Scheppern oder ähnliches? Keine Beschädigungen an den Chassis oder hinten an der Kabelaufnahme? Klingt halbwegs? Zuschlagen :). Habe das Set gerade bei Ebay Kleinanzeigen gesehen. Wird schwer, das zu toppen für das kleine Geld...
 
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#14
Bei Schaum-Sicken ruhig mal vorsichtig die Sicken anfühlen. Sind sie trocken und spröde bzw. fangen fast an zu bröseln, wenn man sie berührt, dann lass die Finger davon oder drück den Preis!
Auf der anderen Seite ist alleine der Verstärker fast den Setpreis wert... :D
 

Buri

Cadet 1st Year
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#15
Momentan gibt es noch einen anderen Interessenten, wenn der nicht auftauchen sollte, kann ich die Boxen haben.
Sehe ich dann morgen oder am Sonntag.
Ansonsten werden auf Ebay auch noch andere Stereoanlagen, bzw. Verstärker(z.b. eine alte von Denon verkauft, die laut dem Internet gar nicht mal so schlecht sein sollen. Sollte es mit dem Komplettset nichts werden, melde ich hier nochmals.
Den Raspberry habe ich mir aber trotzdem geholt. Ich bastel gerne und dafür ist der ja auch gedacht. Im Idealfall habe ich ein kleines Mediacenter, wenn nicht finde ich eine anderweitige Verwendung dafür. Ich wollte mir auch mal einen Bluetooth-Brüllwürfel basteln. Oder ein Lobyisten-Meter :evillol:.
Vielen Dank nochmals für eure Antworten! Die haben mir auf jeden Fall weitergeholfen.
 

w764

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#17
Kenne ich nicht...deswegen habe ich ihn nicht empfohlen :).

Schnell mal angeschaut: in der Überschrift steht BT 4.0, im Text "nur" 3.0. Dafür hat er aber das für die bessere Audioqualität aus meiner Sicht erforderliche "Advanced Audio Distribution Profile – A2DP". Ohne hört sich BT einfach nur...sagen wir...mittelmäßig an.

Der Sabaj hat BT 4.0 und Advanced Audio Distribution Profile – A2DP. Wegen der neueren BT-Version würde ich mich eher für den Sabaj entscheiden.

Die Beurteilungen beim Dschungelfluß lesen sich ja ganz gut... hast du den Amp selbst?
 
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#18
Aber noch einmal zur Klarstellung: mit dem Raspi und Libreelec kannst du per Default nicht Musik an den Raspi über Bluetooth senden.
Das funktioniert nur über WLAN (oder AirPlay) per Kore oder Yatse.
Der Pi braucht also eine Verbindung zum Netzwerk. Nicht, dass du denkst man kann ihn so einfach mit dem Handy koppeln wie bei Bluetoothlautsprechern oder sonstige.

Vlt geht es mit viel Gefrickel, mir wäre der Aufwand dann aber zu hoch, falls es überhaupt möglich wäre.
 
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