News Spatium M571 DLP SSD: MSI setzt auf Phisons schnellsten Controller

MichaG

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SSDs mit Phisons Flaggschiff-Controller E28 sind rar gesät. MSI liefert mit der Spatium M571 DLP jetzt eine Alternative zur Corsair MP700 Pro XT. Der maximale Durchsatz liegt mit 14,5 GB/s lesend und 11 GB/s schreibend etwas niedriger. Die PCIe-5.0-SSD im M.2-Formfaktor mit 1 TB, 2 TB oder 4 TB erreicht jetzt den Handel.

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Den ganzen überteuerten Kram können sich die Unternehmen aktuell an den Hut stecken!
 
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Gleiche Controller, NAND und DRAM-Menge und... nur 11 GB/s statt 14,5 GB/s beim Schreiben?🤔 Irgendwas ist da faul.
 
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Wie bewertet ihr eigentlich das Fehlen eingebauter Verschlüsselung bei SSDs?

Ist das für euch relevant?

Die eingebaute Verschlüsselung sichert ja nicht direkt die Daten. Baue ich die SSD aus kann ich auf die Daten zugreifen. Wer das nicht möchte muss auf BitLocker, FileVault, VeraCrypt etc. setzen bzw. auf die Unterstützung von OPAL achten (was dann wiederum vom Betriebssystem unterstützt werden muss).

Was bringt dann also der Umstand, dass die SSD standardmäßig die Daten "verschlüsselt" in ihren Zellen speichert?

SSDs die ihre Daten verschlüsselt abspeichern, kann man in Sekunden "löschen", weil hierbei der Controller lediglich angewiesen wird den gespeicherten Schlüssel zu verwerfen. Dadurch, dass die Zellen selbst nicht überschrieben werden, schont dies die SSD. Auf der anderen Seite ist das aber auch kein richtiges Löschen. D.h. würde anschließend jemand die SSD in die Hände bekommen und auslesen, kann er unter Umständen wieder an die Daten gelangen, sofern er an den Schlüssel kommt. Das klingt jetzt einfacher als es in der Praxis sein wird. Auf der anderen Seite habe ich diesen Monat erst eine Crucial T710 erworben und musste anschließend lernen, dass die initialen Firmware-Versionen (PBCR5101 bzw. PBCR5102) womit die Disks ausgeliefert wurden einen Fehler bei der Verschlüsselung gemacht haben (vereinfacht gesagt kann man sich das so vorstellen, als sei überall der gleiche Schlüssel verwendet worden), wodurch Dritte die Daten entschlüsseln können. Erst ab Firmware PBCR5103 ist das Problem behoben. Aber ein Firmware-Update alleine reicht nicht: Man muss die Crypto-Engine neu initialisieren (sanitize), d.h. es müssen eben neue Schlüssel generiert werden. Dabei gehen natürlich alle Daten verloren. Warum erzähle ich das alles? Um zu zeigen, dass die Umsetzung der Verschlüsselung oftmals eben fehlerhaft ist. D.h. wenn man zuvor anführte, dass man die SSD Dank Verschlüsselung "schonend" löschen kann empfiehlt es sich in der Praxis, wenn man sichergehen möchte, genau so wie bei Festplatten die SSD doch komplett zu überschreiben (auf Grund Overprovisioning sogar mehrfach, wobei ein "badblocks"-Durchgang der 4 Läufe umfasst wohl ausreichend sein dürfte).

Ein weiterer Nachteil durch die eingebaute Verschlüsselung ergibt sich auch bei der Datenrettung bei physischen Schäden an der SSD: Prinzipiell kann man den NAND-Speicher mit entsprechendem Werkzeug (bspw. PC-3000 Flash von ACE Labs) direkt auslesen. Im Falle von SSDs wie der Corsair MP700 Pro XT, welche eben von Haus aus die Daten nach AES256 verschlüsselt abspeichert, erhält man dabei dann aber auch nur die verschlüsselten Daten. Ohne den Schlüssel hat man damit Datenmüll. Daher muss in so einem Falle auch der bestehende Controller auf die Donor-SSD mit umgezogen werden, denn nur dort ist der Schlüssel enthalten. Damit wird sogleich auch offensichtlich: Liegt der physische Schaden im Controller selber, kann man bei Hardware-verschlüsselten SSDs gar nichts retten.

Habe ich irgendeinen Vorteil der eingebauten Verschlüsselung übersehen?

Und wie seht ihr das? Legt ihr bislang dennoch Wert auf dieses Feature oder nehmt ihr es lediglich zur Kenntnis aber eigentlich ist es euch egal?
 
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Whistl0r schrieb:
Was bringt dann also der Umstand, dass die SSD standardmäßig die Daten "verschlüsselt" in ihren Zellen speichert?
Ganz einfach: Willst du sie verkaufen, oder formatieren, brauchst du die nicht komplett zu nullen und es bleiben evtl. noch irgendwo daten sichtbar... -> Du schmeisst einfach den Key für die Verschlüsselung weg. Fertig.
 
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Der Geschwindigkeitswahnsinn kann mir getrost den Buckel runter rutschen...

PCIe 3.0 x4 ab 8 TB aufwärts mit ordentlich TBW in bezahlbarer Form, meinetwegen auch als lange 110er Sticks... :rolleyes: damit wären 95% des Cosnumermarktes zufriedengestellt und ausreichend bedient.
 
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Erstmal geht es ja nicht schneller als die Schnittstelle erlaubt und bei den aktuellen Preisen sowieso egal...
 
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massaker schrieb:
Gleiche Controller, NAND und DRAM-Menge und... nur 11 GB/s statt 14,5 GB/s beim Schreiben?🤔 Irgendwas ist da faul.
Also bei mir steht da einmal Sandisk und einmal hynix. Merkwürdiger finde ich, dass alle drei Kapazitäten die gleiche Geschwindigkeit haben sollen.
Zwischen 8, 16 und 32 NAND Dies sollte ein klarer Unterschied bestehen.
 
Sephe schrieb:
Ganz einfach: Willst du sie verkaufen, oder formatieren, brauchst du die nicht komplett zu nullen und es bleiben evtl. noch irgendwo daten sichtbar... -> Du schmeisst einfach den Key für die Verschlüsselung weg. Fertig.
Aber genau darauf bin ich doch in meinem Beitrag eingegangen. Du beschreibst die Theorie. In der Praxis hat sich leider gezeigt, dass zahlreiche SSDs die von Haus aus die Daten verschlüsseln die Verschlüsselung oftmals nicht korrekt umgesetzt haben (siehe das Beispiel mit der aktuellen Crucial T710 SSD). Daher habe ich die These geäußert, dass dieses vermeintliche Versprechen in der Praxis irrelevant ist, denn wenn man auf Nummer sich gehen will (wir als Verbraucher werden nicht erkennen können, ob die Controller korrekt arbeiten) gilt weiterhin: SSD (mehrfach) überschreiben!

Ist es somit ein Vorteil, dass die Corsair MP700 Pro XT im Vergleich zur MSI Spatium M571 DLP von Haus aus die Daten im NAND verschlüsselt ablegt? Achtet hier jemand auf solche Features oder greift bspw. explizit zu Modellen ohne diese Feature (um bspw. die Chance zu erhöhen, selbst bei einem physischen Controller-Defekt noch Daten retten zu können) oder nehmen die meisten hier so eine Auflistung allenfalls zur Kenntnis ohne dass es Einfluss auf ihre Kaufentscheidung hat?

Ich selber habe deswegen in der Vergangenheit SSDs von MSI, Gigabyte und Co. ehrlich gesagt ignoriert, d.h. auf Grund des Fehlens der Verschlüsselung sie als nicht vollwertige SSDs wahrgenommen und zu Produkten anderer Hersteller gegriffen. Seit ich mich jedoch intensiver mit der Datenrettung von SSDs auseinandersetzen musste, denke ich in diesem Punkt zumindest anders über MSI und Co.
 
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bensen schrieb:
bei mir steht da einmal Sandisk und einmal hynix.
Huh? Wo hast Du da SK Hynix gefunden? Etwa andere Quelle?
bensen schrieb:
Merkwürdiger finde ich, dass alle drei Kapazitäten die gleiche Geschwindigkeit haben sollen.
Stimmt, da hast 100% Recht - das ist ungewöhnlich, wenn man vergleichbare Modelle ansieht - dass die Angaben evtl. nur für 1TB gelten und dann copypasted wurden halte ich für wahrscheinlich, vielleicht sind die Angaben "leicht unvollständig" ... ;-)
P.S.: Nope, die Angaben im offiz. Datenblatt sind die selben:
https://storage-asset.msi.com/datasheet/storage/global/SPATIUM-M571-DLP-PCIe-5.0-NVMe-M.2.pdf
 
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Bis die Preise wieder runterkommen, ist dieses Modell schon lange Geschichte.
 
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Bin gespannt, was der neue Controller wieder für Kinderkrankheiten mit sich bringt.
 
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Neodar schrieb:
Den ganzen überteuerten Kram können sich die Unternehmen aktuell an den Hut stecken!
Sehe ich auch so für 4 TB würde ich maximal 266 Euro zahlen für 8 TB dann 530 Euro.
Alles andere ist überteuert. Noch vor nicht mal 6 Monaten eine 990 Pro 4TB für den heutigen Preis der 2 TB bekommen.
Whistl0r schrieb:
Die eingebaute Verschlüsselung sichert ja nicht direkt die Daten. Baue ich die SSD aus kann ich auf die Daten zugreifen. Wer das nicht möchte muss auf BitLocker, FileVault, VeraCrypt etc. setzen bzw. auf die Unterstützung von OPAL achten (was dann wiederum vom Betriebssystem unterstützt werden muss).
Habe sie bei der T5 von Samsung mal getestet, nette Sache aber außer extern würde ich das gar nicht nutzen.
Was ist wenn der PC mal defekt ist, oder basiert die Verschlüsselung rein auf der SSD und ich kann sie auch verschlüsselt extern und an einem anderen PC nutzen, dann wäre es ok.
Fragger911 schrieb:
PCIe 3.0 x4 ab 8 TB aufwärts mit ordentlich TBW in bezahlbarer Form, meinetwegen auch als lange 110er Sticks... :rolleyes: damit wären 95% des Cosnumermarktes zufriedengestellt und ausreichend bedient.
PCI 3.0 ist mehr als ausreichend merke keinen Unterschied bei mir zwischen PCI 3.0 und 4.0
2025 habe ich aber nur noch 4.0 gekauft weil der Preisunterschied echt lächerlich war.
Eine 990 Pro ist noch verpackt im Schrank, wird evtl. im März verbaut.
Die SN7100 ist in einem Ugreen 3.2 Gehäuse für den Acer Aspire 5-517-53 Laptop.
Die Lese/Schreibraten schwanken enorm. Maximal habe ich mal 660 MB/s lesen gesehen.
Heutige Werte sind nicht mal SATA.
1771743311509.png

rentex schrieb:
Bis die Preise wieder runterkommen, ist dieses Modell schon lange Geschichte.
Durchaus möglich ich hätte gerne mal eine 8 TB NVME oder SATA SSD für sagen wir 350-400 Euro.
Ich wollte irgendwann meine 4 TB und 8 TB HDDs ersetzen, war mir aber bisher immer zu teuer.
Und aktuell brauche ich da auch nicht nach gucken.
Liebe Grüße.
 
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2TB für 360€ *schlapplach - da bin ich ja heilfroh das ich im Nov noch ne 4TB SN71000 für 230€ abgreifen konnte. :smokin: Klar, ist nen Tacken langsamer als dieses Modell hier aber Geld ohne Ende gespart ... :p
 
Eh uninteressant bei den Preisen z.Z
 
Mindestens um das Doppelte zu teuer :freak:
 
Jetzt mal ernsthaft, wer braucht diese Geschwindigkeiten? Und bei den Preisen sowiso nicht interessant.
 
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