News SPD-Bundesparteitag: Ja zur Vorratsdatenspeicherung

Plastikman schrieb:
Wie ich bereits erläutert habe.
40% des Exports geht in die EU. Die fallen flach, wenn der EURO weg ist.

Wie sollen denn Käufer ohne Kaufkraft unsere Produkte überhaupt kaufen? Von welchem Geld? Von dem, was wir ihnen vorher geben bzw. von den Krediten für die wir bürgen? Sinn?
 
Was wir brauchen ist vor allem eine Abkehr von diesem Parteiengekrampfe.

Man muß sich das mal vorstellen ... da wird die Piratenpartei nieder gemacht, weil sie kein Vollprogramm hat.

BITTE WAS ?

Wie sieht die Realität denn aus ?

Die CDU mit 35% koaliert mit der FDP mit 17% (Achtung ... Beispiel).

Die Nichtwähler und Wähler anderer Parteien sind mit den beiden Programmen dieser Parteien schon einmal nicht einverstanden.

Ein FDP Wähler hat ja die FDP gewählt ... ihm bringt also das CDU Programm auch nichts.

Ein CDU Wähler feiert den Wahlausgang, bekommt aber durch die Koalition ins Programm nachher einiges von der FDP rein.

Am Ende stehen also unter Betrachtung der Wahlbeteiligung 35% * 0,7 / 2 (Ausländer / Kinder etc. abgezogen) = ungefähr 12,25% der Menschen in Deutschland, die sich halbwegs freuen können, weil ein Teil Ihrer "Wünsche" umgesetzt wird.

Da es dann auch in der CDU noch "Flügel" gibt, werden also die "Glücklichen" mit dem Kolatitionsvertrag weit unter 10% der Bevölkerung gedrückt.

Und darauf sind wir stolz ?

Klar kosten Wahlen Geld ... aber dafür bekommt man bei mehr Mitbestimmung (auch über die Inhalte) auch einen größeren Anteil derjenigen zustande, die sich über das Ergebnis auch wirklich freuen können.
 
@Plastikman:

Wie gesagt, diejenigen die Deutsche Autos haben wollen, werden sie auch weiterhin kaufen, auch wenn sie teurer werden.

Deutschland kann Industriemaessig gar nicht z.B. gegen China bestehen, denn hier gibts nur noch wenig Industrie, ausser Maschinen und Fahrzeugbau. Hier trifft wieder das im vorigen Absatz gesagte.


Und ja, das ist genau das was ich will.
Und genau deshalb beschwere ich mich das es keine waehlbare Partei gibt die das fordert.
Das ist Demokratie, und das ist meine Meinung.


@Tumbleweed: Sehr gut ausgedrueckt :>
 
Tumbleweed schrieb:
Wie sollen denn Käufer ohne Kaufkraft unsere Produkte überhaupt kaufen? Von welchem Geld? Von dem, was wir ihnen vorher geben bzw. von den Krediten für die wir bürgen? Sinn?

Im Moment gab es ein Auftragsplus, gerade auch aus dem europäischen AUsland. Also sie können es.

Aber du hast Recht.
Wie sollen sie das bitte schön machen, wenn Griechenland die Drachme und Spanien den Peso und Italien die Lira hat??
Genau.
DANN kannst du es erst recht vergessen!
Ergänzung ()

MrWeedster schrieb:
@Plastikman:
Deutschland kann Industriemaessig gar nicht z.B. gegen China bestehen, denn hier gibts nur noch wenig Industrie, ausser Maschinen und Fahrzeugbau. Hier trifft wieder das im letzten Absatz gesagte.

Im Moment konnten wir recht gut mithalten. Wir exportieren auch einiges in nach China.
Aber nur, weil der Euro eine weitere Aufwertung einer eigenen Währung verhindert.

Du denkst deine Konsequenzen nicht weit genug.
WIe schon mal erwähnt. Wenn wir aussteigen und es uns wirklich besser geht.
Entsteht Missgunst in der EU, die Grenzen können wir kaum noch offen halten, weil das EU Ausland dann anfängt nach D zu wandern. Etc. pp.

Denk mal dein Ansatz weiter als nur "wir zahlen nichts mehr nach Griechenland"...
 
Außerdem hält der Chinese momentan seine Währung künstlich niedrig. Es sollten stets beide Seiten der Medaille betrachtet werden.
 
Da beißt sich die Katze doch in den Schwanz. Der Grund dafür, dass diese Kaufkraft nicht besteht, egal in welcher Währung, ist doch dass es keinen wirtschaftlichen Gegenwert gibt. Ich komme nicht aus der Wirtschaftsrichtung, kann mir also nur 1 und 1 zusammenreimen als "Außenstehender". Für mein Verständnis basiert Geld und Handeln darauf, dass Menschen/Völker etwas von Wert schaffen, seien es Autos, Maschinen, Kleidung, andere Technologien (...) und diese dann anderen Menschen/Völkern anbieten für einen Gegenwert.
Nur scheint dieser Gegenwert bei einigen Ländern nicht zu existieren, aus Gründen, die ich jetzt mal nicht weiter erläutern will, denn auf der vermeintlichen Lebenseinstellung der Mittelmeerstaaten rumzuhacken wäre mir auch zu undifferenziert und nur basierend auf Vorurteilen - kurz - ich weiß es einfach nicht. Ich verstehe aber nicht, warum Griechenland bei Thyssen-Krupp deutsche U-Boote bestellt. Zum einen verstehe ich es nicht, weil es sinnlose Geldverschwendung für die Griechen ist, zum anderen sehe ich das auch als bezeichnendes Beispiel dafür, was da unsere ach so tollen Exportzahlen verursacht. Von was werden sie denn unsere U-Boote bezahlen?
 
@Plastikman

Aber so wie es im Moment ist kannst du ja auch nicht zu frieden sein.
Wenn die EU so unabdingbar ist, dann sollte man nun endlich das Konzept und den Gedanken eines gemeinsamem Staates konsequent zu Ende denken. Sprich keine Souveränität der einzelnen Staaten in der EU mehr.
Im Moment behindern sich alle nur noch gegenseitig.

Sputnik
 
Plastikman schrieb:
Im Moment gab es ein Auftragsplus, gerade auch aus dem europäischen AUsland. Also sie können es.

Aber du hast Recht.
Wie sollen sie das bitte schön machen, wenn Griechenland die Drachme und Spanien den Peso und Italien die Lira hat??
Genau.
DANN kannst du es erst recht vergessen!

Siehst du? Es ist so oder so aussichtslos.


Plastikman schrieb:
Ergänzung ()

Im Moment konnten wir recht gut mithalten. Wir exportieren auch einiges in nach China.
Aber nur, weil der Euro eine weitere Aufwertung einer eigenen Währung verhindert.

Du denkst deine Konsequenzen nicht weit genug.
WIe schon mal erwähnt. Wenn wir aussteigen und es uns wirklich besser geht.
Entsteht Missgunst in der EU, die Grenzen können wir kaum noch offen halten, weil das EU Ausland dann anfängt nach D zu wandern. Etc. pp.

Denk mal dein Ansatz weiter als nur "wir zahlen nichts mehr nach Griechenland"...

Naja dann kommt mit dem Euro Austritt auch ein EU Austritt zu stande, hilft ja nichts.

Was man nicht vergessen darf: Wenn es so weiter geht und Deutschland nicht mehr in der Lage ist zu bezahlen, bekommen wir einen Banker als Kanzler.

Gesehen in Griechenland und Italien. D.h. wir werden dann von einer Banker Diktatur regiert. Das kann in niemanden Interesses sein.


Abgesehen davon: Der Euro ist ja Garant fuer Frieden und Sicherheit in Europa.
Genau deswegen hassen uns die Griechen inzwischen so und Auslaendische Karikaturisten zeichnen Merkel mit Hitlerbaertchen.

Toller Frieden das.


@Tumbleweed: Mit Ouzo, Oliven und Schafskaese :>
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@MrWeedster
Naja ich finde die Merkel genauso schlimm. DIe hat die Karikaturen redlich verdient.

@Sputnik
Da gebe ich dir Recht. Die Souveränität der Staaten muss gerade in der Fiskalpolitik eingeschränkt werden.

@Noxiel
Ja und warum kann sich China das leisten und Deutschland nicht?
Weil Deutschland alleine eben nicht gewichtig genug ist. Genau darum braucht man ein starkes Europa.
Das hat China richtig clever hingekriegt. Erst alle mit Niedriglohn anlocken und die Staaten abhängig machen und schwupps kann man sich einen Wunschkurs leisten.

Was ich eh nie verstanden habe.
Die Firmen zahlen in China teilweise, besonders als ausländische FIrma, MEHR steuern als hier!
Einzig die Lohnkosten etc. pp sind halt niedriger.
 
Du argumentierst scheinheilig MrWeedster. Es sind sicher nicht die Griechen die uns hassen. Du würdest der BILD schließlich auch nicht zugestehen, dass sie für alle Deutschen spricht. Oder das Titelbild des FOCUS vorvergangenes Jahr, dass es zu zweifelhafter Berühmtheit geschafft hat. Ihr tut so, als ob Griechenland erst seit Beitritt in die Eurozone fiskalische Probleme hätte. Um nicht zu vergessen, die Statistiken wurden schon Jahre zuvor frisiert und auch Deutschland lag und liegt über den Kriterien für einen soliden Haushalt laut Maastricht.

Es hilft nichts auf den vermeintlich Schwächsten einzuprügeln, wenn die Kernprobleme innerhab der EU nicht gelöst werden. Das Vertragswerk muß überarbeitet werden und es muß der EU die Möglichkeit gegeben werden, direkt auf nationale Haushalte Einfluss zu nehmen, wenn gegen die Stabilitätskriterien verstoßen wird. Griechenland aus der EU zu schmeißen und am besten gleich den Staatenbund aufzulösen, würde bedeuten, dass Pferd von Hinten aufzuzäumen.

Die Auflösung der EU wäre nur ein Spiel auf Zeit. Glaubt hier wirklich irgendjemand, wir könnten uns bequem zurücklehnen, wenn wir "nur" Deutschland sind und beispielsweise Frankreich zahlungsunfähig wird? Das Bankenwesen ist schon längst international, ein Rückfall in Kleinstaaterei würde nichts ändern, im Gegenteil würde das nur wieder Steueroasen wie den Caymann Inseln Auftrieb verleihen.
 
Plastikman schrieb:
@Noxiel
Ja und warum kann sich China das leisten und Deutschland nicht?
Weil Deutschland alleine eben nicht gewichtig genug ist. Genau darum braucht man ein starkes Europa.

Falsch, weil die Währung in China vom US $ abhängt geht es dem US $ schlecht geht es in China auch schlecht.
 
@Tumbleweed: das finanzsystem ist weit komplexer als du denkst. an der börse kannst du z. b. auf kursverluste spekulieren... reale güter sind schon lange keine ausschließliche grundlage für die finanzmärkte mehr. im grunde genommen ist das geldvolumen, das an börsen gehandelt und verspekuliert wird sogar deutlich größer als das aus dem handel mit realen gütern (gab da vor einiger zeit mal ne interessante sendung im fernsehn drüber).
um das ganze in letzter konsequenz zu überblicken brauchts schon einiges an hintergrundwissen. aber ich kann dir versichern, dass auch das geld, dass die griechen nicht haben, wem gehört ;) retten wir griechenland, retten wir unsere eigenen investitionen und einen wichtigen wirtschaftspartner.
das geld aus dem rettungsschirm ist auch erst dann weg, wenn wir griechenland fallen lassen. wenn es wieder auf die beine kommt, fließt das geld ja zurück. das wird sicherliche jahre dauern, bis der letzte cent zurückgezahlt wurde, aber wenn wir jetzt hunderte milliarden komplett fallen zu lassen, werden wir auch in vielen jahren keinen cent davon mehr wiedersehn.
 
Cool Master schrieb:
Falsch, weil die Währung in China vom US $ abhängt geht es dem US $ schlecht geht es in China auch schlecht.
Falsch, schwächelt der Dollar (v.a. im Vgl. zum Euro), freut sich der Chinese wie ein 7-jähriger an Weihnachten.
 
Nicht das es in diesem Forum und auf diesem Niveau irgendwen interessieren würde aber euch ist schon klar, dass Deutschland die entsprechende Richtlinie umsetzen muss und eigentlich damit schon lange in Verzug ist?

So funktioniert Europa halt.
 
Als die "Bestreben der FDP" würde ich es wirklich nicht bezeichnen. Die Schnarrenberger-Fraktion in der FDP ist extrem klein und steht im fast kompletten Gegensatz zum Rest.
 
Hellbend schrieb:
Fakt ist, die Nichtwähler sind die drittstärkste Kraft im Land.

Schlimm genug. Dh nur, dass es denen scheinbar vollkommen egal ist, was in Deutschland passiert, solange nicht das eigene Haus abbrennt.
 
@DocFoster: Danke erst einmal für den pauschalen Rundumschlag gegen unser Niveau, damit bist du direkt sehr willkommen und schaffst gutes Diskussionsklima.

Dann zu deinem Beitrag - Deutschland muss vor allem erst einmal sein Grundgesetz beachten, völlig egal was die EU uns aufdrücken will. Wenn die EU von uns etwas fordert, was gegen unsere Verfassung verstößt, dann kann daraus nur der Austritt oder eine Anpassung der Forderung/der generellen EU-Richtlinien resultieren und kein Einknicken. Was wir Deutsche wollen, das hat hier zu zählen und nichts anderes.
Eigentlich halte ich nicht viel von der britischen Einstellung zur EU, aber wenn ich mir ansehe, wie sich manche hierzulande der EU auf Gedeih und Verderb hingeben wollen, wäre mir etwas mehr britische Einstellung hier doch lieber.
 
Die tolle britische Einstellung hat dazu geführt das die Arbeitslosigkeit sehr hoch ist im Vergleich zu den anderen EU Ländern, das deren Währung noch schwächer ist als vor Euro Einführung und das sie sich immer mehr ins Aus befördern durch ihre teils schwachen politischen Leistungen in der EU. Ja die britischer Einstellung ist ein absoluter Garant dafür unter zu gehen.
 
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