Bericht Speicherpreise 2025 ausgewertet: Es sieht schlimm aus, aber es gibt auch Anlass zur Hoffnung

Chrissssss schrieb:
Mein derzeitiger PC wird dann auch mein letzter gewesen sein. Das Hobby ist für mich gestorben.

Erst wilde Grafikkartenpreise, und jetzt Arbeitsspeicher und zum Teil auch SSDs. Können Händler und Hersteller sich sonst wo hinstecken.
Nicht nur das, irgendwie ist das alles auch nicht mehr so casual. Ich muss nur Black Ops 2 mit modernen CoDs vergleichen. Da musst du gefühlt studieren, um vernünftige Klassen zu erstellen.
In anderen Spielen wie F1 kommt auch immer mehr Firlefanz mit wöchentlichen Challenges, Coins usw.

Bin letztes Jahr auf eine Stunde und sechs Minuten auf Steam gekommen. Und das über den Laptop mit APU. Den PC habe ich im Herbst aussortiert.

Wenn ich auf meinen Heimserver gucke, fehlt auch immer mehr die Zeit. Vom alten DDR3-System will ich gerade auch nicht weg (sackteuer zur Zeit).
 
Slowz schrieb:
Ich sehe hier keinen Effekt, selbst wenn massiv boykottiert werden würde.
Wenn die Blase platzt und der Speicher in den Lagerhallen vergammelt müssen sie ihn loswerden.
Falls nicht. Dann halt nicht. Die müssen verdienen. Privatpersonen nicht. :schluck:
 
Korrigiert mich gern, wenn ich falsch liege aber limitiert sich diese Krise nicht am Ende selbst?


Vor einiger Zeit gab es 32 GB DDR5-6000 CL30 noch für etwa 110–130 €.
Preisschwankungen hat es beim RAM-Markt schon immer gegeben.
Aktuell erleben wir nun den KI-Boom. Dabei sollte man jedoch unterscheiden:
Der KI-Boom betrifft in erster Linie VRAM und HBM , nicht klassischen DDR5-Konsumer-RAM.
Rechenzentren und KI Cluster benötigen extrem hohe Mengen und speziellen Speicherlösungen.
RGB DDR5 für Endkunden spielt dort faktisch keine Rolle.

Was meiner Ansicht nach aktuell passieren wird;
Die Hersteller haben Produktionskapazitäten von DDR5-Consumer-RAM reduziert und stärker auf VRAM und HBM ausgelagert, da dort deutlich höhere Margen erzielt werden können. Dadurch entsteht eine künstliche Verknappung im DDR5 und NVME Bereich.
Die Preise steigen, gleichzeitig sinkt mit jedem Preissprung aber die Nachfrage.
Wenn man die aktuellen Berichte weiterdenkt und von täglichen Steigerungen von 1–2 % ausgeht, würde ein 32 GB DDR5-6000-Kit in 5–10 Wochen plötzlich 800 € bis über 1000 € kosten. Im April wären wir schon bei 1.500€.
Das halte ich für nicht mehr tragfähig:
Der Konsumer- Markt würde damit nahezu vollständig wegbrechen.
Auch OEM-Gaming-PCs würden sich massiv verteuern, was sie für den Massenmarkt unattraktiv macht.
Der klassische Käufer wird für einen Einstiegs- oder Mittelklasse-PC keine vierstelligen Aufpreise akzeptieren.

In der Folge würde die Nachfrage stark einbrechen, Lager würden sich wieder füllen und die Preise müssten zwangsläufig wieder sinken.
Daher gehe ich persönlich eher von einer Wellenbewegung aus:
Monate mit starken Preissteigerungen, gefolgt von Monaten mit Preisverfall, sobald der Markt reagiert. Das macht er ja jetzt schon aber es kommt eben Zeitverzögert bei uns an.

Ich glaube nicht an einen dauerhaft, über Jahre explodierenden DDR5 und NVME Preis, sondern zyklische massive Erhöhungen und anschließende deutliche Korrekturen nach unten, wie man sie im RAM Markt schon öfter gesehen hat.

Da die Hersteller bereits jetzt Ihre Produktionskapazitäten ausbauen wird der Höhepunkt der Preise, sofern es bei den 1-2% am Tag bleibt, im ersten Halbjahr 2026 erreicht und von da an sowieso wieder langsam sinken.
Der Prozess wird sich vermutlich ebenso mit 1-2% pro Tag nach Unten bewegen.
Bis dahin haben die Hersteller SK Hynix, Samsung etc. ihre Produktionskapazitäten weiter ausgebaut und die Wellenbewegung wird immer weiter abflachen.
 
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floTTes schrieb:
Sollten sie vielleicht lieber ins Depot packen! :evillol:
Aber am besten nicht in irgendein Bankschließfach :D
 
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Slowz schrieb:
Nicht ohne Grund hat Crucial den Vertrieb an Privatkunden eingestellt
wie meint ihr beiden das?

PS. Wie kann ich beim bearbeiten ein anderes Zitat nachträglich mit dem User einfügen? Es geht nur selbst zitieren ohne Name/Kennzeichnung.
Deswegen der Doppelpost sry.
 
Icepeakjr schrieb:
Wo ist das problem wenn weniger konsumiert wird an nicht existenziellen Gütern?
Ähm? Du weißt also nicht, dass wir in einem kapitalistischen System leben, in welchen es absolut wichtig ist, dass wir ohne Ende konsumieren.
Viele Führungskräfte, CEOs und Gründer äußern sich wohlwollend über ein bedingungsloses Einkommen. Weil diese Firmen vom Konsum leben.

Du hast also keine Ahnung darüber, dass es ein Muss ist, sich in der digitalen Welt zu bewegen. Schule, Ausbildung, Beruf. Bewerbungen, Recherche und überhaupt den Umgang mit digitalen Geräten.
 
Floppy5885 schrieb:
In der Folge würde die Nachfrage stark einbrechen, Lager würden sich wieder füllen und die Preise müssten zwangsläufig wieder sinken.

das legt zu grunde, dass client computing weiterhin existiert, aber der Trend geht ganz klar richtung thin clients + cloud compute.

sprich der heimcomputer ist am aussterben, zukünftig wird alles über Rechenzentren laufen und Endanwender mieten Hardware (Performance) und Software.

würde mich nicht wundern, wenn in naher Zukunft Hardware exklusiv an Rechenzentren verkauft wird, so wie es micron macht.
 
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SSD Freak schrieb:
Ist es das nicht sogar jetzt schon so? Ich sag nur Spaltung der Gesellschaft.
Aber klar, weiß was du meinst. Dagegen wäre es aktuell noch harmlos.
Wir sehen die Symptome eines endenden Gesellschaftssystems. Die Frage ist eigentlich nur auf welche Art und Weise sich diese Transformation vollziehen wird.
SSD Freak schrieb:
Da es ein PC Forum ist: Hier ist es zwar nicht sichtbar, aber in meinem Umfeld haben immer weniger Leute Lust oder "Zeit" für PC und erledigen das meiste nur noch am Tablet (viele auch mit Tastatur). Das wird zwar nichts mit dem Speicher zu tun haben, auf der anderen Seite werden die Geräte ja auch teurer weil sie auch (aber deutlich weniger) RAM benötigen.
Bezüglich Nachhaltigkeit sind solche Preisanstiege auch kein Nachteil. Wer braucht schon wirklich das neuste Handy usw? Wir können uns diese Überfluss- und Wegwerfgesellschaft so oder so nicht mehr leisten (konnten wir eh noch nie).
SSD Freak schrieb:
Ich bin jedenfalls auf die 2026 Modelle und deren Preise gespannt.
Ob es da wohl großen/kaum/kein Anstieg gibt?

Ich tippe schon auf Anstieg, nur wie hoch kann ich nix anderes als rätseln.
Das dürfte wohl zu einem Großteil auch von der weltpolitischen Lage abhängig sein.

Aber da der Preis im Normalfall eh nur eine Richtung kennt...
Ergänzung ()

Alesis schrieb:
Du hast also keine Ahnung darüber, dass es ein Muss ist, sich in der digitalen Welt zu bewegen. Schule, Ausbildung, Beruf. Bewerbungen, Recherche und überhaupt den Umgang mit digitalen Geräten.
Wenn du ein totes Pferd reitest - steig ab.

Man kann natürlich versuchen auch weiterhin die Kapitalismusschiene noch irgendwie zu fahren - wird halt in einem Desaster enden.
 
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„Bei HDDs und DDR5-RAM-Kits ist der Preistrend nach oben bereits rückläufig – Festplatten und Arbeitsspeicher werden nicht mehr so schnell teuer wie noch vor wenigen Wochen. Ein Grund zur Freude ist das vorerst aber nur bedingt, denn noch immer verteuert sich der ohnehin schon teure DDR5-RAM täglich um über ein Prozent.“

Irgendwie widerspricht sich das. Also Rückläufig ist da nicht wirklich etwas. Schönreden kann man sich viel.
Ergänzung ()

treky-tom schrieb:
Ich würde es nicht glauben, wenn ich es nicht sehen würde :kotz:
Mir tut jeder leid, der aufrüsten muss.
Keiner MUSS aufrüsten.
 
HOCLN2 schrieb:
Wie? OpenAI ist nicht an der Börse gelistet… wie/woher willst du dann den Gewinn einsehen können?
Über Umwege. Microsoft besitzt 20% dieser Klitsche.

OpenAI macht noch keinen Gewinn, sondern verbrennt weiterhin Milliarden, um das Wachstum zu finanzieren, hat aber einen beeindruckenden Umsatz erzielt und erwartet, bald die Profitabilität zu erreichen. Das Unternehmen hat im Jahr 2025 einen Jahresumsatz von über 20 Milliarden Dollar angepeilt (mit bis zu $13 Mrd. in Q3/Q4), hat aber auch hohe Ausgaben, die zu Milliardenverlusten führen, wie aus Microsoft-Berichten hervorgeht. Die Bewertung ist astronomisch hoch (bis zu $500 Mrd.), trotz der Verluste, da Investoren auf zukünftige Einnahmen setzen.
 
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duskstalker schrieb:
das legt zu grunde, dass client computing weiterhin existiert, aber der Trend geht ganz klar richtung thin clients + cloud compute.

sprich der heimcomputer ist am aussterben, zukünftig wird alles über Rechenzentren laufen und Endanwender mieten Hardware (Performance) und Software.
Und spätestens da kann man schon Konsum- Boycott machen. Es zwingt einen ja keiner dazu. Ein low end system für zu Hause wird es schon noch geben. Einfach keine Spiele streamen und vielleicht auch das ein oder aber Abo überdenken. 🤷🏻‍♂️
 
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SchwabiSabi schrieb:
Unglaublich.

Da will man sich in einem Forum mit dem Themenschwerpunkt Computer und Technik bei vermeintlich Gleichgesinnten über die historische Preisexplosion bei Arbeitsspeicher und Co. auskotzen.

Und dann gibt es hier echt noch solche Möchtegernphilosophen, die sich ernsthaft an dem Wort "brauchen" abarbeiten und einem am besten noch einreden wollen, dass man ja stattdessen auch einer nassen Wand beim Schimmeln zugucken könnte.

Kannste dir nicht ausdenken sowas.
Wäre für dich u.U. Sinnvoller gewesen als diesen Sinn und Contentbefreiten Kommentar hier reinzuseiern.
 
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fab.erg schrieb:
Vielleicht [...] ja bald KI Serverhardware als Ramschware in der Bucht
Einen Freund von mir würde es gigantisch freuen :D
 
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Es ist so absurd gerade, dass die early/first adopter Preise, die ich immer gezahlt hatte, viele Monate später für manche Komponenten die "besten" Preise waren 💀:freak:

Dass quasi alles teurer wird - statt günstiger im Verbund - ist ziemlich absurd.

Und das dumme Gelaber der "KI Blase", die angeblich bald platzt, nervt nur noch, das hören wir jetzt seit 4 Jahren nonstop.
Nichts platzt hier, gar nichts. Nur mein Kragen angesichts der naiven Ignoranz der Realitäten.
 
GOOFY71 schrieb:
Die Hoffnung auf normale Preise im neuen Jahr stirbt zuletzt.
Versteh ich das im Fazit richtig dass cb mit einer Normalisierung der Preis in den nächsten 3 Monate rechnet oder das zumindest für möglich hält?
 
EUROFlGHTER schrieb:
Interessant ist auch, was für Nebeneffekte das hat. AM4 CPUs sind bspw ab Oktober auch deutlich teurer geworden (wahrscheinlich wollen viele nochmal günstig aufrüsten):
Was vorübergehend sein kann, da AMD sicherlich nicht mehr all zu viele Zen3 ausliefert wie noch vor einem Jahr, die x3D sind komplett verschwunden aus dem DIY Markt, gut möglich das AMD diese wieder auf den Markt wirft um bei den Aufrüstern noch ein paar Euro zuholen der 5800x kostet nun soviel wie der 5700x3d im September letztes Jahr, auch die UVP lag bei nur $249, wenn die Ram Preise wirklich teuer bleiben sollten wird es ende des Jahres sicher auch wieder Zen3 mit x3d im DIY Markt geben,
 
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