Mr.Zweig schrieb:
Kannst Du ja mal den ganzen freundlichen Game Designern/Kreativen und Künstlern erzählen, denen nicht nur das Copyright ihrer Arbeit durch die Datenkrake geklaut wird, sondern gleich noch noch der Job hinterher verloren geht. Schon lästig so Menschen, die man auch noch bezahlen muss.
Du meinst die Künstler, die im Ultimate-AI-Photoshop-Abo 10.000 € für ein Set AI-Brushes und AI-Filter ausgeben, diese
seit Jahren als "eigene Kunst" verkaufen und jetzt frustriert sind, weil es plötzlich mehr als genug kostenlose Tools gibt, die eine vergleichbare Qualität liefern und so einfach zu bedienen sind, dass Kunden sich den teuren und umständlichen Weg über Agenturen direkt sparen können?
Keine Ahnung, was dieser brainwash Kommentar bezwecken soll - du hast offensichtlich keine Vorstellung davon, wie die Branche tatsächlich funktioniert.
Zurück in die Realität:
Kein Designer hat jemals davon geträumt, täglich als Auftragsarbeit 999 Steintexturen oder Bäume zu produzieren. Bei der Preisentwicklung der letzten Jahre ist es schlicht unmöglich, ohne hochautomatisierte Tools damit noch Geld zu verdienen. Und niemanden interessiert, ob Assets in China oder Indien unter furchtbarsten Bedingungen erstellt werden (weder Kunden, noch Consumer - lol) - entscheidend sind Preis und Qualität. Aber klar: Globalisierte Ausbeutung ist natürlich viel besser und moralisch wertvoller als AI.
Kunst definiert sich durch das, was man ausdrücken und erreichen will - nicht durch die Werkzeuge, die man dafür benutzt. Dieses Thema ist längst entschieden, und seit der Digitalisierung wird es jeden Tag "schlimmer". Das toxische Gatekeeping von austauschbaren Social-Media-Artists, die in der Vergangenheit feststecken und belanglose Arbeiten produzieren, braucht niemand. Alle anderen werden damit ohnehin keine Probleme haben.
Bezüglich „AI Slop“: Warum sollte man sich die Mühe machen, etwas Neues zu erstellen, wenn die integrierten Marktplätze bereits bis oben hin mit kostenlosen Assets gefüllt sind, die sich mit einem Klick einbinden lassen? Selbst mit den besten Tools kann man problemlos Schrott produzieren. Das Buzzword „AI“ ist weder ein verlässlicher Indikator für besondere Qualität noch automatisch ein Zeichen für schlecht umgesetzte Visionen. Jahrelange Arbeit an Videospielen abzuwerten, nur weil an geeigneten Stellen AI eingesetzt wurde um Ressourcen für wichtigere Bereiche freizumachen, ist schlicht respektlos und kurzsichtig - und genau dafür wird das AI-Label von Steam missbraucht.
Beispiele? Arc Raiders - vollgestopft mit AI, trotzdem ein unglaublich gutes und liebevoll entwickeltes Spiel.
Laphonso schrieb:
Sind die Tools für die Engine nicht auch bereits "AI"?
Jup, die meisten Engines und IDEs bieten extrem mächtige und komfortable AI-Tools - nicht nur für Assets oder Logik, sondern auch für Planung, Strukturierung und Optimierung. Wenn man die nicht benutzen will, gibt es eigentlich keinen Grund überhaupt eine mächtige IDE zu verwenden - denn genau das ist ja auch das Ziel: Zeit sparen um die eigene Vision besser umsetzten zu können, statt sich mit "Ballast rumzuärgern".