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News Spieleentwicklung mit KI: Valve konkretisiert Richtlinien für KI-Kennzeichnung

Aus Spielersicht ist das ganz sinnvoll, so wird klar, ob man direkt mit KI generierten Inhalten konfrontiert wird, oder diese nur unterstützend im Hintergrund genutzt wird.

Moralisch finde ich es aber sehr fraglich. Es ist also nicht akzeptabel, wenn ein Teil der Künstler durch KI ersetzt wird, wenn aber ein paar Programmierer durch KI ersetzt werden ist das also OK?
Und das KI beim coden nicht nur als Hilfswerkzeug eingesetzt wird, sonder gleich den kompletten Code schreiben soll zeig Microsoft, die offen damit prallen, dass x % des neuen Codes von KI erstellt wurden.
 
Wenn ich als Solo Dev für irgend n Game 50 3D-Modelle brauche inkl Animation, was zahl ich für einen Freelancer und wie lange bräuchte ich selbst mit KI um mir das Zeug zu basteln ?! Wer mal eben 10k für outsourcing rumliegen hat, ok, aber viele haben das nicht und da ist KI für Asseterstellung ne Lösung.
 
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DerMond schrieb:
Wenn ich mir die ganzen talentlosen und faulen Entwickler ansehe die ein Spiel nach dem anderen mit der lausigen Unreal Engine 5 auf den Markt knallen dann ist die Nutzung von KI nur ein weiterer Sargnagel für jegliche Kreativität.
Das ist ein wichtiger Punkt.
"Slop" gab es schon vor KI.
Es gibt gefühlt eine Schwemme aus zusammengeklickten Assets aus dem Unreal oder Unity Shop, kombiniert mit den Game-Templates welche da wohl irgendwie mitgeliefert werden.

Noch früher gab es diverse "Gamemaker"-Kits zB "Klick & Play", mit denen man ohne zu programmieren Spiele erstellen konnte.
Diese Spiele sahen in den Screenshots oft recht gut aus waren spielerisch zu 99% aber schlecht.

KI hat sicher unglaublich viel Potential.
Mir scheint, oft wird KI nicht genutzt um etwas besser zu gestalten sondern nur um es billiger zu machen.
Es gibt dann auf der Map eben nicht hundert verschiedene Häuse die außen und innen alle unterschiedlich aussehen. Sondern immer noch die selben paar Räume mit den 2, 3 Tischen und Gegenständen. Nur dass diese Gegenstände nun teilweise KI-generiert sind.
Schon davor waren die Modelle aber vielleicht aus einem Asset-Shop zugekauft.

Das handgemachte ist interessant.
Bei Musik ist es denke ich noch nachvollziehbarer als bei Spielen. Oder hört jemand ernsthaft KI-Musik?
Würde man sich KI-Bilder ins Wohnzimmer hängen? Warum also KI-erzeugte Spiele spielen?

Bei alten Spielen bleibe ich manchmal vor irgendetwas banalem stehe und gucke es mir an. Denn es ist irgendwie spannend, zu wissen dass zB dieses drehende Alarmleuchte eine gewisse Mühe kostete und seine Platzierung eine bewusste Entscheidung war. Die Geometrie eines Treppenhaus in zB Halflife 1 Mods ist genau so, wie der Erschaffer das bewusst gebaut hat, Polygon für Polygon. In modernen Shootern werden hundertmal detailiertere Objekte aus riesigen Listen gesucht und in die Welt geklickt. Genau so rennt man dann aber auch durch.
 
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Auch mir ist es relativ egal, ob KI eingesetzt wurde und wie diese eingesetzt wurde, mich interessiert der Preis und die Qualität.

Mir kommt es so vor als hätten wir das Rad erfunden und jetzt sollen wir es nicht verwenden.

Ich verstehe also die ganzen Regulierungen dahinter nicht.
 
Manegarm schrieb:
Allgemein ist valve als Unternehmen ein Vorzeigemodell.
Haben bisher auch keine negativen Schlagzeilen generiert.
Vielleicht bis du noch zu jung oder auch einfach nur etwas vergesslich...

Als Valve uns seinerzeit mit Half-Life 2 dazu gezwungen hat zu akzeptieren, dass man seine gekauften Spiele nicht mehr besitzt, sondern nur noch eine Lizenz diese zu spielen, war der Aufschrei gewaltig.
 
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DriveByFM schrieb:
Die meisten Entwickler bekommen nicht mal so vernünftige Games hin, da wird es mit Einsatz der KI wohl kaum besser.
Hat idR nichts mit den Entwicklern zu tun sondern mit dem Top-Management bzw. Druck vom Publisher. Alles sollte am besten gestern fertig sein, unter den Budgetkosten liegen und natürlich in bester Qualität vorhanden sowie ins letzte Detail getestet worden sein, versteht sich ja von selbst.
 
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Zweite Sonja schrieb:
Hat jemand verlässliche und seriöse Quellen zu dieser Aussage?
Dass dies die Meinung derjenigen ist, deren Job (un)mittelbar von KI bedroht ist, sollte logisch sein.
Aber wie sehen es die Spieler tatsächlich?
Ich kann Dir ein Beispiel geben, was meiner Meinung nach übertragbar ist. In Köln gibt es einen Skulpturenpark. In diesem sieht man einen Parkplatz. Die Kunst an diesem soll sein, daß er gebaut wurde während das Auto dort stand (ist auch schon lange weg).
Num die Frage: ist der Künstler wirklich der, der die Kunst machte, auch wenn er keinen Finger gerührt hat sondern hat bauen lassen?
 
Finde ich richtig von Valve und im Sinne der Spieler. Ich persönlich würde ein Spiel mit KI-Artworks wohl eher skeptisch betrachten. Kunst ist einfach etwas handwerkliches und nichts generatives.
 
aLanaMiau schrieb:
Kein Designer hat jemals davon geträumt, täglich als Auftragsarbeit 999 Steintexturen oder Bäume zu produzieren.
Kein Chrirug hat jemals davon geträumt, täglich nur Blinddarme und Mandeln zu entfernen.
Es gibt in jedem Job langweilige Dinge, die nan dennoch tun muß.
 
Muntermacher schrieb:
Es gibt in jedem Job langweilige Dinge, die nan dennoch tun muß.
Dank des Technologischen Fortschritt hoffentlich bald nicht mehr, aber hier gibt's leider genug Deutsche im Endstadium die das anders sehen.
 
NikkyD schrieb:
Wenn ich als Solo Dev für irgend n Game 50 3D-Modelle brauche inkl Animation, was zahl ich für einen Freelancer und wie lange bräuchte ich selbst mit KI um mir das Zeug zu basteln ?! Wer mal eben 10k für outsourcing rumliegen hat, ok, aber viele haben das nicht und da ist KI für Asseterstellung ne Lösung.
Dann mach den Scope für dein Spiel kleiner. So ensteht tightes game design.
 
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NikkyD schrieb:
Wenn ich als Solo Dev für irgend n Game 50 3D-Modelle brauche inkl Animation, was zahl ich für einen Freelancer und wie lange bräuchte ich selbst mit KI um mir das Zeug zu basteln ?! Wer mal eben 10k für outsourcing rumliegen hat, ok, aber viele haben das nicht und da ist KI für Asseterstellung ne Lösung.

Wenn ich etwas will, das X kostet, ich aber nur Y erübrigen kann, dann kann ich das Vorhaben eben nicht umsetzen.
 
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aLanaMiau schrieb:
Kompletter Schwachsinn. Jedes Asset aus aktuellen Tools ist irgendwo mit KI in Berührung gekommen. Verstehe nicht warum plötzlich Unterschiede zwischen verschiedenen KI-Arbeiten gemacht werden. Besonders bei solchen "unkritischen" Dingen wie Texturen, Animationen oder Sprache ist es doch vollkommen egal ob die per KI erstellt wurden? Verbuggte Gamelogik von Vibe-KI-Artists, die das ganze Game unspielbar macht, sollte als erstes gekennzeichnet werden.
Auch die Codequalität wird bestimmt nachlassen, davon bin ich auch überzeugt.
Früher wurden in Games Level von Hand gebaut, einzelne Details eingefügt, manche so subtil, dass die meisten sie gar nicht bemerkten.
Ich will keinen AI-Dreck spielen, der einfach nur sowas ähnliches wie ein Spiel ist. Ich will keine Dialoge (und Synchronstimmen) hören, die auf dem Niveau von zufälligem ChatGPT-Müll sind.
Und falls eine Lokalisation angeboten wird (ich spiele eh ausschließlich auf Englisch), dann bekommt man die hingerotzte KI - Übersetzung?
Nein danke.
Soll jeder kaufen, was er mag. Aber wenn einer mir sowas unterjubelt, ohne es zu kennzeichnen, will ich mein Geld zurück.
 
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Wenn ich hier einige regulierungswütige Kommentare lese, kann ich (angesichts des damit verbundenen Aufwands bzw. der Bürokratie zur Überprüfung, für die dann alle Gamer aufkommen sollen, da die Kosten dafür auf diese umgelegt werden dürften) nur mit dem Kopf schütteln.

Zudem stellt sich hier vor allem die Frage nach der Umsetzbarkeit und Aussagekraft?

Sollen hier KI Einsatz und KI Strukturen (vergleichbar mit der Detektion von Inhaltsstoffen in Lebensmitteln) mit Hilfe von KI quantitativ in Spielen nachgewiesen werden und wie präzise/verlässlich soll das denn sein, um sich KI Labels bei Steam und anderweitig zu "verdienen"?

Stand jetzt würde ich das als groben, undifferenzierten Aktionismus- oder Marketing-Unfug von Steam/Valve ansehen, der wenig ändern wird und nur für Spaltung und damit generierten Unmut (siehe Diskussionsverlauf hier im Thread) sorgt.

Ich werde jedenfalls weiterhin beim Spielekauf entscheiden, ob die abgelieferte Qualität stimmt und nicht angesichts von verliehenen KI Labeln u.ä. auf Steam oder anderweitig, wo man glaubt, dass man substanzlos/undifferenziert kategorisieren/polarisieren muss.

Es hat schon (mehr als) einen Grund, wieso ich das europäische GOG im Zweifelsfall immer dem US-amerikanischen Mainstream-Marktführer Steam (der mit dieser Aktion alles andere als glänzt) vorziehen würde beim Spielekauf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Valve macht grundsätzlich klar, dass die Angaben nicht überprüft werden können und warnt zugleich, dass Steam-Nutzer Werkzeuge zum Melden von Verstößen sowie unangemessenem und urheberrechtsverletzenden Inhalten an die Hand bekommen werden.
Also komplett zahnlos der Tiger. Wir als Kunden müssen rausfinden ob wir betrogen werden, nachdem wir etwas gekauft haben.

Denn genau darum handelt es sich, wenn ein Entwickler sagt "wir verkaufen ein Spiel" bei dem immer klar ist, es ist "Mensch gemacht" aber dann stellt sich raus, die "KI" ist für Teile verantwortlich. Ähnlich wie bei anderen Kunst-Formen möchten die aller meisten schlicht keine "KI" und hier fehlt in den Richtlinien Strafen für Hersteller, sowie eventuell erweiterte Rückgabe-Richtlinien.

Und klar, dass es für Steam technisch kaum machbar ist, zu prüfen ob das "KI" Assets drin sind.
Aber bitte etwas mehr Härte für etwas, was fast alle Kunden nicht haben wollen wäre drin gewesen.

Ansonsten dürften wir uns schon durch die "KI" "Helfer" auf noch schlechter optimierte Spiele freuen, schön Spagetti Code im besten Fall und natürlich hat der Algorithmus auch keinerlei Ahnung von Optimierung und Laufzeit-Analyse kann das Tool natürlich überhaupt nicht und Entwickler die sowas dann immer weniger machen, lernen es nie oder werden schlechter, so dass die Code-Qualität immer weiter sinken wird. Und ja, dass dürfte vor allem AAA Titel betreffen, aber da diese ohnehin fast immer solche Probleme haben, wird dass definitiv nicht besser werden mittelfristig...
 
Der Einfluss von KI bei der Spieleentwicklung ist nicht aufzuhalten. Damit meine ich, dass ein Mitarbeiter eines Spieleentwicklers seine Augen und Ohren nicht verschließen kann, sondern bereits im Alltag mit KI Inhalten konfrontiert wird. Wenn der Mitarbeiter jetzt zufällig davon eine Idee oder Eingebung bekommt, welche in die Spieleentwicklung fließt, müsste man das Spiel nach den alten Regeln auf Steam mit "KI" kennzeichnen.

Das ist ungefähr so, als wenn ein Maurer angeben müsste, welche Maurerkelle er verwendet hat.
KI ist ein Werkzeuge und sollte es auch bleiben. Wenn ein Künstler mit KI ein Bild erschafft, ist es trotzdem seine Kreation - der Künstler hat die KI beauftragt und das Ergebnis begutachtet und ausgewählt. Nicht anderes macht ein Künstler der selber ein Bild malt.
 
DonDonat schrieb:
Also komplett zahnlos der Tiger. Wir als Kunden müssen rausfinden ob wir betrogen werden, nachdem wir etwas gekauft haben.
Daher schrieb ich ja auch, dass es ein undifferenziert regulierender und polarisierender Aktionismus- und Marketing-Move von Steam/Valve ist, mehr leider nicht.

Sympathischer wird mir damit Steam/Valve jedenfalls nicht, wenn man sich als Vorreiter in Sachen KI-Regulierung bei den Verbrauchern inszeniert ohne jegliche Substanz (bzgl. halbwegs akkurater und damit fairer Umsetzbarkeit) dahinter.
 
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