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News Spieleentwicklung mit KI: Valve konkretisiert Richtlinien für KI-Kennzeichnung

Ich finde es total ok, wenn KI zum Einsatz kommt. Doch als Kunde wünsche ich mir einen offenen Umgang damit und Transparenz. Wenn mir ein Entwickler den Einsatz von KI verschweigen will, fühle ich mich dezent verarscht. So als würde ein Lebensmittelhersteller auf die Zutatenliste verzichten. Was sie wohl auch tun würden, wenn sie dürften.
 
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LamaMitHut schrieb:
Dank des Technologischen Fortschritt hoffentlich bald nicht mehr, aber hier gibt's leider genug Deutsche im Endstadium die das anders sehen.
Dieses Versprechen der sich selbst erledigenden Arbeit gibt es seit der Erfindung des Rades und bisher hat sich doch noch immer etwas gefunden, was man erledigen konnte. Auch ein KI-generiertes Produkt muss geprüft und evtl. nachgebessert werden. Abgesehen davon geht es hier in erster Linie um eine kreative Arbeit und kein Fließband, das automatisiert wird. Generierte Inhalte gibt es ja bereits in jeder Spiele-Engine.
 
Bei manchen von vorn bis hinten verbugten Spielen mit dämlicher Gegner-KI wünsche ich mir schon, dass eine KI (vielleicht in einer zukünftigen leistungsfähigeren Version) drüberschaut, weil die Devs es aus zeitlichen oder anderen Gründen nicht hinbekommen.

Geht noch nicht? Abwarten, nicht mehr lange, dann geht’s. Da muss noch jemand drüberschauen? Ja, Stand heute, bald auch nicht mehr zwangsläufig.
Neulich ist erst ein Artikel erschienen, dass mehrer KI-Programme im Verbund ein altes mathematisches Problem samt Beweis erstmals gelöst haben, ohne nur Infos aus dem Internet zu benutzen.
 
ErnstHaft99 schrieb:
Ist so eine Diskussion wie bei handgemachten Pralinen. Ob industriell oder händisch hergestellt, am Ende schmecken sie alle gleich.
Da fühl ich mich aber als Schweizer angegriffen :)
 
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Kunst bezeichnet nicht das Objekt des Künstlers, sondern Kunst ist es dafür unglaublich viel Geld verlangen zu können ;)
 
Simanova schrieb:
der Künstler hat die KI beauftragt und das Ergebnis begutachtet und ausgewählt. Nicht anderes macht ein Künstler der selber ein Bild malt.
Was ist denn das für ein dämlicher Vergleich?

Wenn ein Künstler jemand anderen beauftragt (egal ob das nun eine KI oder eine andere Person ist) ein oder mehrere Bilder zu erstellen die er dann begutachtet und auswählt, dann ist das sehr wohl was anderes als wenn er es selber malt mit seinem eigenen Skill und seiner Vorstellungskraft und seine eigene Kreation ist das dann auch nicht.

Simanova schrieb:
Das ist ungefähr so, als wenn ein Maurer angeben müsste, welche Maurerkelle er verwendet hat.
Nein, ist es auch nicht es sei denn die Maurerkelle macht das von zauberhand alleine und der Maurer liegt nur daneben und sieht zu wie die Kelle gerade von alleine arbeitet.

Ich würde dann schon auch gerne als Auftraggeber des Objekts wissen ob der Maurer das mit seinem angelernten Können selber gemacht hat oder ob eine automatische Kelle benutzt wurde.
 
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flynn9 schrieb:
Dann mach den Scope für dein Spiel kleiner. So ensteht tightes game design.
Aber der Spieler will doch auf 1000 Türme klettern und beim ersten öffnen der Map 1337 Symbole für challenges, Nebenquests und Storyquests sehen?

Ich gucke dich an Assassin's Creed
Ergänzung ()

Pisaro schrieb:
Mit KI anscheinend schon. Und nun?
Wollen die Spieler nicht. Und nun?

Die wollen (arbeitende) Menschen und keine C Level Pimps und shareholder bezahlen mit ihrem Kauf.
 
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Gute Rules, ich würde dennoch fühlen das dort AI oder KI immer draufstehen sollte.
Nur, ich kann es aber nachvollziehen, hier wo ich Arbeite wird auch viel KI Hilfe geholt beim Programmieren, sprich es unterstützt einem, es ist nicht so, das die KI alles macht!
Das ist aktuell nicht mehr verzichtbar.

Dennoch, bei Games sollte es eine Handarbeit sein, mit Liebe zum Detail usw.
Indie spiele kann ich es verstehen, aber große Studios, sollte mit KI keine Welten erschaffen!
 
Widerstand am falschen Ende. Das Kind ist in dem Moment bereits in den Brunnen gefallen, als die KIs ohne Beschränkungen "mit dem Internet/Wissen" befüttert worden sind. Sich jetzt gegen die Potenziale zu wehren ist auf verlorenem Posten und gefährdet die Künstler noch mehr. Man sollte lieber die verbleibende Zeit nutzen, um sich aufzuschlauen, in der Hoffnung als menschliche Arbeitskraft relevant zu bleiben. Das wird aber nicht funktionieren durch versperren, sondern durch kreativen Einsatz der Toolkette, die ein Tool selbst so nicht hinbekommt.

Auf der anderen Seite ist doch heute alles so gläsern, aber viele Konsumenten sind halt faul. Einfach eine Woche nach Release abwarten und oftmals wird sehr schnell deutlich welche Spiele Müll oder AI Slop sind. Das war auch vor KI schon so. Einfach auch mal mit Hirn und Geldbeutel den Unterschied machen. KI kann auch ethisch genutzt werden, allein deshalb sind solche Sticker schon wenig zielführend. Man versucht jetzt in Kategorien zu regulieren, das wird niemand bewerkstelligen können - außer mit KI ;)
 
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Solange die Games qualitativ gut sind, ist es ja ok. Hoffentlich bekommen die Gegner KI's etwas davon ab ^^
 
Ich fände es vollkommen in Ordnung wenn zb Texturen oder Stimmen mit KI erstellt oder bearbeitet würden.
 
Ich finde, man sollte einen Unterschied zwischen harte Arbeit und KI Slop machen.
Daher finde ich auch die Kennzeichnung ok. Wer meint, dass das nicht stört, kann ja trotzdem das Spiel kaufen.
Lasst das doch den Käufer entscheiden, ob das relevant ist.
Die Befürworter von KI, die meinen, man soll das verschweigen: Ich mache auch einen Unterschied, ob auf bestimmten Lebensmittel Gen-veränderter Mais draufsteht, oder nicht. Da gibt es leider auch eine Unmenge von Lobbyisten, die meinen, man sollte die Kennzeichnungspflicht aufheben. Dem Käufer hilft das aber nicht.
 
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In jedem "KI in Spielen"-Thread das gleiche Gesülze.

Vorgeschobene Argumente warum KI (und alles was damit auch nur in Berührung kommt) nur "Slop" sein kann. Letztendlich fürchten sich Viele nicht vor den (vermeintlich) schlechten Ergebnissen, sondern vor der KI selbst.
Denn selbst wenn das Ergebnis stimmt, dann switcht man halt auf das Argument um "ich bezahle doch für Handwerkskunst" blabla...
Auf einmal zählt dann die Moral (aber den Piratenhut rausholen, wenn die Streaminganbieter die Preise anziehen).

Warum sollte man kennzeichnen, wo KI "drin" (beteiligt in welcher Form auch immer) ist? Warum können nicht die "sauberen" Anbieter halt mit dem Prädikat "100% KI-frei"werben. Auch dann hat der Kunde die freie Wahl.
Aber das geht wahrscheinlich nicht, weil das dann (für die KI-Gegner) nicht stigmatisierend genug wäre.
 
Zweite Sonja schrieb:
Kunst wie eine Banane mit Tesa auf weißer Leinwand?
Oder ein einzelner blauer Strich?
Oder einfach Farbe zufällig gegen die Leinwand gespritzt?

Bis zu einigen Millionen, wie es scheint...

Hinter Kunst steckt in erster Linie viel Einbildung. Manchmal auch Geldwäsche oder echtes Talent, aber größtenteils nur Einbildung.
Ich verstehe nicht, warum du Games mit diesem Teilbereich von Kunst vergleichst. Das wirkt wie ein Strohmann-Argument. Ich finde die Banane an der Leinwand uninteressant und wollte nicht dafür argumentieren, dass sowas künstlerisch wertvoll ist.
Zweite Sonja schrieb:
immer unterschiedlich durch eine KI generiert
Da sehe ich das Problem. Eine KI kann nichts neues generieren. Es ist immer nur ein Mischmasch aus den Trainingsdaten. Ich denke das kann nur überwunden werden, indem man eine Intelligenz schafft, die dem menschlichen Gehirn viel näher kommt und die eigene Erfahrungen sammeln kann, die das Ergebnis beeinflusst. Die KI müsste dann quasi ein eigenes Leben führen und dadurch einen Charakter entwickeln, der sich in dem Ergebnis äußert.
Zweite Sonja schrieb:
So kommt der Ansatz und der Feinschliff vom Menschen und die Fleißarbeit dazwischen von der AI.
Den Ansatz finde ich gar nicht so verkehrt. Aber ich wünsche mir sehr, dass wir KI-Werkzeuge schaffen. Also keine Automaten, die man beauftragt, ein komplettes Werk zu erschaffen und mehr soetwas wie ein schlauer Pinsel in Blender.
 
Creeping.Death schrieb:
Vorgeschobene Argumente warum KI (und alles was damit auch nur in Berührung kommt) nur "Slop" sein kann. Letztendlich fürchten sich Viele nicht vor den (vermeintlich) schlechten Ergebnissen, sondern vor der KI selbst.
Schon jetzt (und die letzten Jahre) ist der Großteil aller Neuerscheinungen auf Steam in einem Jahr billigst hingerotzte Müllsoftware. Nein, ich hab dazu keine Zahlen aber scroll doch einfach mal selber durch die Neuerscheinungen und mach dir selber ein Bild.

Ich garantiere dir, dass die Anzahl an Neuerscheinungen von Müllsoftware in den nächsten Jahren dank KI exponentiell steigt (so wie auch jeder andere Content wie Videos, Musik, Bücher, usw).

Klar wird es durch KI auch gute Spiele und sonstigen Content geben aber der Großteil wird nunmal KI Slop sein. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche und wer was anderes glaubt, ist maximal naiv und hat die letzten Jahre unter einem Stein gelebt. Das hat auch nichts damit zu tun dass man sich vor KI fürchtet.

Es ist jetzt schon sogut wie unmöglich nur durchs stöbern guten Content zu finden und mit KI wird das nicht besser sondern schlimmer aufgrund der schieren Masse von Müllcontent mit der man Dank KI noch mehr zugeschissen wird als eh schon weil sich die Leute davon das schnelle Geld erhoffen mit minimalsten Aufwand.
 
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Ubisoft arbeitet etwa daran, generative KI für das Verhalten von NPCs zu nutzen. Sie sollen damit wie Schauspieler dynamischer und interaktiver, letztlich improvisierend auf Spieler reagieren können.
Also sehen möchte ich sowas schon mal gerne. Die Frage ist ja ob man dadurch ein gutes Spiel bekommt oder ob es nervt. Aber schon cool wenn im Rollenspiel dann alle NPC ihre Rolle wirklich leben. Da darf dann nur nicht der Fischer in der Kneipe den Questgeber im Streit erstechen 🤣
 
Mr.Zweig schrieb:
Wenn aber menschliche Kreativität für Story, Design und Artworks etc. durch AI ersetzt wird, ist das für mich ein absolutes No-Go.
Ich bin wahrscheinlich alleine hier mit der Meinung:

Wenn man es merkt, dass es mit KI generiert wurde, liegt das wahrscheinlich daran, dass was auch immer die KI erstellt hat, schlecht ist.

Aber wenn die KI funktioniert (irgendwann) und ich Story, Design und Artworks von der KI erstellt tatsächlich gut finde, warum soll mich das als Spieler so extrem stören?

Am Ende ist für mich ein Spiel gut oder schlecht, ziemlich unabhängig davon welche Teile mit KI erstellt worden sind und wie involviert eine KI war. Die KI kann ein Grund sein, warum ein Spiel schlecht ist, muss es aber nicht. Mir kommt vor dass das Thema hier eher für die Prinzipienreiter ist und es weniger um die Qualität der Spiele geht.

Die brauchen kein Qualitätssiegel imho - Wenn ein Spiel keinen Spaß macht, wird sich das auch unabhängig eines solchen Siegels bemerkbar machen und wenn ein Spiel trotz intensiver Nutzung von KI Spaß macht, dann schreckt so ein Siegel nur unnötig ab, da es den Kunden bevormundet und ihm suggeriert dieses Produkt sei von schlechterer Qualität. Ob ein Spiel Spaß macht können Spieler eigentlich recht gut und schnell selbst erörtern (auch vor dem Kauf schon). Hinzu kommt, dass das Siegel unfassbar schnell überholt sein wird - Nicht nur weil die KI an sich besser wird, sondern v.A. weil die Entwickler besser darin werden KI gezielter da einzusetzen, wo es den Kunden weniger stört (was man gerade am ausloten ist).

Das hier ist daher eher Image-Marketing, weil der Wind halt gerade so steht, dass KI auf Grund vieler schlechter Inhalte selbst ein schlechtes Image hat. Als Kunde hab ich davon aber recht wenig, außer ich bin einer der Prinzipienreiter.

Statt wirklich schlechte Müllspiele auf Steam nicht mehr anzubieten (was den Store mal grundsätzlich aufräumen und gut tun würde), bzw. eine gewissen Qualitätsstandard vorauszusetzen um auf Steam veröffentlichen zu können, entscheidet sich Valve hier einfach dafür KI-Spiele zu kennzeichnen. Ich sehe darin halt nicht mehr als ein Zeichen für's Valves Image.
 
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Azeron schrieb:
Klar wird es durch KI auch gute Spiele und sonstigen Content geben aber der Großteil wird nunmal KI Slop sein.
Wahrscheinlich 95% des gesamten Spieleportfolios auf Steam (oder sonstwo) ist Slop - egal ob mit oder ohne KI.

Auch in Zukunft kauft man (zumindest wenn einen Funken Verstand besitzt) nicht nach den bunten Bildchen im Store, sondern nach Reviews jedweder Art. Das war schon immer so und wird vermutlich immer so bleiben.
Der Kunde entscheidet mit seinem Kauf, ob ein Spiel erfolgreich wird oder nicht.

Die KI ist nicht das Problem. Sie ist nur ein Werkzeug, mit dem man Gutes oder Schlechtes bewirken kann.
Das gilt hier ebenso wie für die verwendete Programmiersprache, Grafik-Engine, Entwicklungsumgebung, ... usw.
 
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Azeron schrieb:
Klar wird es durch KI auch gute Spiele und sonstigen Content geben aber der Großteil wird nunmal KI Slop sein
Nadella hat mich angerufen. Du sollst nicht Slop sagen. Das könnte Investitionen gefährden.

Denkt denn niemand an die armen shareholder??? (Mich zb?)

Aber du hast natürlich Recht. Der Löwenanteil ist einfach nur dummer brainrot slop.
 
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Ich bin da zwiegespalten. Einerseits ein nützliches Werkzeug, andererseits verleitet es dazu die KI zu viel machen zu lassen.

Ich habe am Wochenende als völlig Unerfahrener innerhalb von ein paar Stunden mit KI einen kleinen Vampire Survivors Clone erstellt (1 Map, 1 Hero, 2 Gegnertypen, 2 Waffen).
Ein paar Texturen, Soundtrack und den Code habe ich von der KI genieren lassen. Auch bei der Optimierung hat mir die KI geholfen. Es läuft jetzt rund und macht Spaß und ist von der Grafik usw. her stimmig.

Würde ich das so in Steam einstellen? Sicher nicht. Davon abgesehen, dass ich nur eine Spielidee kopiert habe, würde ich mich dafür schämen, wieviel Arbeit die KI übernommen hat, im Verhältnis zu dem was ich gemacht habe (schätzungsweise 80-90%). Aber da sind andere vermutlich rücksichtsloser.

Es ist aber auch nicht so, dass ich der KI sage "mach ein fertiges Spiel" sondern, ich habe nach und nach den Code erzeugt, Features hinzugefügt, musste Fehler finden und beheben. Die Performance optimieren (größere Gegnermassen waren ein Problem). Teilweise konnte mir die KI dabei auch nicht weiterhelfen und ich musste Hirnschmalz reinstecken. Ich habe aber auch selbst viel gelernt. Die generierten Pixel Sprites habe ich z.B. genommen und händisch animiert. Später habe ich dann auch Charaktere per Skelett animiert. Die KI hat mich im Grunde auch dabei unterstützt mit Godot und anderen Programmen umzugehen und ständige Rückfragen beantwortet.

Ich kann mir gut vorstellen, dass das den Studios und vor allem kleinen Teams viel Arbeit abnimmt. Sie sollten dann aber auch so fair sein und das dem Kunden gegenüber kommunizieren das KI verwendet wurde und in welchem Ausmaß. Dann kann der Kunde anhand vom Preis und anderen Bewertungen abwägen und entscheiden. Die ein oder andere Perle wird sicher dabei sein. Nur weil KI im Spiel ist, muss das ja nicht heißen, dass das Produkt dadurch schlechter ist als ohne.

Für mich war es ein schönes Bastelprojekt und meinen Kindern macht es Spaß. :D
 
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