SSD gebrickt nach BSOD?

sconic

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Moin zusammen,
während einem Update von MS Teams in W11 (aktueller Build im Beta channel ) hatte ich einen BSOD:
"system service exception" und nun wird meine nvme im Bios nicht mehr erkannt.

System:
Gigabyte X570 Gaming X Rev. 1.0
Windows 11Build 22000.348
Samsung 980 Pro NVMe



Habt ihr Ratschläge?
Wüsstest ihr, was ich da machen kann?


Idee von Jesterfox
1. Ich nehme die SSD raus und lasse sie 24h spannungslos liegen?


Danke und Gruß Benjamin / sconic
 
gebrickt das ist der tot der deutschen Sprache.
Einfach versuchen die SSD in einen anderen PC einzubauen und testen ob sie da erkannt wird. Wenn nicht ist sie hops ähm sorry gebrickt.
Wenn Sie nicht bei dem update gestorben wäre, wäre sie halt etwas später gestorben.
 
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Rausnehmen und außen liegen lassen ist eine gute Idee. Hatte ich auch schon mit einer SATA-SSD bei OC-Versuchen. Erst minutenlanges Abstecken aller Kabel brachte Erfolg.
 
Wie lange die SSD Spannungslos ist, ist egal... Was dagegen helfen kann ist, das System zu starten und auch wenn das BIOS die SSD nicht erkennt, ein paar Minuten einfach stehen zu lassen im angeschalteten Zustand. Und danach nochmal neustarten.

Das obige Vorgehen hilft bei einem Fehlerbild welches durchaus ab und zu bei SSDs, insbesondere mit DRAM, vorkommen kann. Durch plötzlichen Poweroff der SSD werden die Management Daten korrupt und die SSD muss diese beim nächsten Poweron wiederherstellen aus de n Daten im Flash. Das ganze dauert aber bei großen Kapazitätenmehrere Minuten und in der Zeit kann sich die SSD nicht am System melden - daher sieht sie aus wie tot. Die Micron M4 war damals z.B. berüchtigt für dieses Problem.

Ist nen Versuch wert, auch wenn neben diesem Fehlerbild dutzende andere Probleme zum plötzlichen Totalausfall der SSD führen können.
 
sconic schrieb:
Ich nehme die SSD raus und lasse sie 24h spannungslos liegen?
Wozu? Siehst du da irgendwelche Bausteine, welche die Spannung auch nur länger als ein paar ms puffern könnten?

Die SSD mal im anderem Slot oder gleich in einem anderem Mainboard probieren. Man kann auch mal ein Live Linux oder WindowsPE starten und sehen, ob da ein Zugriff möglich ist.

Wenn die aber schon im Bios nicht angezeigt wird, sehe ich schwarz.

wern001 schrieb:
das ist der tot der deutschen Sprache.

der tot? :D Gebrickt ist aber schon ein legitimer Begriff, der so in der deutschen Sprache keine Entsprechung hat. Die SSD ist "geziegelsteint" klingt irgendwie seltsam.
 
"gebrickt" ist vielleicht ein nutzbarer Begriff wenn man ein Gerät durch einen eigenen Fehler z.b. beim flashen zerstört hat und auf denglische Begriffe steht.
Die richtige Frage hier würde aber lauten: Ist meine SSD nach einem BSOD defekt/gestorben/kaputt/hinüber/Elektronikschrott/ein Garantiefall ?

Ich würde vermuten das der BSOD eine mögliche Folge der defekten SSD war.
Dann wäre die SSD wohl dauerhaft kaputt aber den Tipp von Chuuei solltest Du natürlich noch ausprobieren.
Länger Stromlos liegen lassen ist relativ sinnlos (wie auch schon geschrieben wurde).

Einzig die NVME noch in einem anderen Mainboard zu testen, falls verfügbar, wäre noch eine Option.
Ein/Ausbauen wegen Kontaktproblemen kann man auch noch versuchen auch wenn da wenig Hoffnung besteht.
 
Moin zusammen,
Danke für die Tipps. Vor allem an @puri und @Chuuei .

Rausnehmen hat dann wirklich geholfen. Hab sie über Nacht halt rausgenommen.
Konsequenz: "Rollback" Auf W10 und keine Insider-Spielchen mehr ;)

--> "Gebrickt"-Diskussion ... Typisch deutsche Besserwisserei?
Die Computer-Komponente war halt nutzlos in dem Zeitraum und dann hab ich es mit nem kaputtgeflashten Android-Gerät verglichen ;)

Grüße und schönes Wochenende!
 
sconic schrieb:
Rausnehmen hat dann wirklich geholfen. Hab sie über Nacht halt rausgenommen.
Wenn sie jetzt funktioniert ist ja alles gut, da du dir unnötigen Ärger mit Umtausch usw. sparen kannst :)

Ich hoffe es zieht bloß keiner daraus die Schlussfolgerung, dass man jedweden Fehler auf eine NVMe-SSD (oder auch jeder anderen SSD) durch rausnehmen und "liegen lassen" heilen kann.
 
Nee das sollte nicht getan werden.
Ich war gestern nur ziemlich überrascht, dass nach einem Bluescreen (durch herkömmliches MS Teams Update) eine NVMe-SSD zunächst scheinbar "zerstört" werden kann.

a. Da entsteht bei mir so ein "Geschmäckle", dass man bald "nur noch" auf "Business/B2B" 24h/7d-Komponenten vertrauen kann.

b. Ich kann Microsoft hier nur innerlich nichts vorwerfen, weil es ja ein Insider-Build war :D
 
sconic schrieb:
Ich war gestern nur ziemlich überrascht, dass nach einem Bluescreen (durch herkömmliches MS Teams Update) eine NVMe-SSD zunächst scheinbar "zerstört" werden kann.
So wie sich das liest, hätte man im Nachhinein gesehen einfach mal den Rechner für 30 Sekunden vom Netzt trennen sollen und dann wieder einschalten. Dann hätte vermutlich alles wieder wie vorher funktioniert.
Ansonsten kann es ein Kontaktproblem gewesen sein, oder Windows hat sich dermaßen in den UEFI Speicher reingefressen, dass da nichts mehr so richtig wollte. Könnte aber auch ein unentdeckter Bug im UEFI selber sein.

Hauptsache es geht wieder.
 
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