SSD oder CPU für Programmierer

wahli

Fleet Admiral
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Feb. 2010
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Hallo,

ich entwickle mit eclipse (Java) sowie MS Visual Studio (c#). Welche Hardware-Komponenten bringen mehr Geschwindigkeit beim kompilieren?
Ist es eher die CPU? Bringt eine Quadcore-CPU einen Mehrwert?
Oder würde eine SSD einen Geschwindigkeitsschub bringen?

Arbeitsspeicher ist genügend vorhanden bzw. diesen Einfluss möchte ich hier nicht mit einfließen lassen.
Es geht mir auch nur um ungefähre Erfahrungswerte und nicht um exakte Benchmarkwerte bzw. Zeitmessungen in Sekunden. Sagt einfach, ob z. B. es bei einer SSD dann ca. doppelt so schnell geht oder noch schneller.

Meine aktuelles Notebook:
CPU = Intel T3400 (2,16GHz)
Festplatte = WDC WD2500BEVS (250GB)

Mein (größtes) Javaprojekt:
ca. 21000 Dateien mit 750 MB

Mein c# Projekt:
ca. 3400 Dateien mit 130 MB

Viele Grüße Wahli
 
Wenn genügend RAM vorhanden ist dann eindeutig die CPU. Man kann die schnelle Zugriffszeit auf SSDs mit RAMdisks mehr als aufwiegen. (Im Bezug aufs Übersetzen und Linken. IDE-Start außen vorgelassen)

I.d.R. ist aber die HDD/SDD zu vernachlässigen. RAM und CPU sind wichtig(er).
 
Hi,

I.d.R. ist aber die HDD/SDD zu vernachlässigen

Möchte ich so nicht unterschreiben. Bin selber auch Entwickler, meine SSD gebe ich (gerade bei VS mit grooooßen Assemblies) nicht mehr her :)

Das reine Compilieren mag davon unabhängig sein, aber VS mal beenden und neu startet oder so etwas geht einfach wesentlich wesentlich wesentlich flotter.

Ich denke, du profitierst von allem: RAM, CPU und eine schnelle SSD und du arbeitest wie im 7. Programmiererhimmel :)

VG,
Mad
 
Eclipse startet schneller mit einer SSD. Von einem Vorteil beim kompilieren hab ich bei meiner SSD noch nichts gemerkt. Also würde ich auch sagen CPU wenn Ram genügend vorhanden ist.
 
würde schnellstmöglich die CPU tauschen auf eine T5xxx oder T7xxx wenn möglich
 
wahli schrieb:
Hallo,

Meine aktuelles Notebook:
CPU = Intel T3400 (2,16GHz)
Festplatte = WDC WD2500BEVS (250GB)

Viele Grüße Wahli

Die Frage ist doch eher, was kannst Du denn überhaupt ohne größeren Aufwand tauschen (lassen). Bei einem NB sind die Komponenten ja aufeinander abgestimmt. Also Lüfter auf CPU usw.

Wenn Du die CPU tauschen lassen kannst, OHNE dass dein NB danach der frühe Hitzetod ereilt, dann ist das zum kompilieren besser. Ggf. RAM aufrüsten.

Allerdins ist eine SSD halt für alles was startet, ausgelagert wird oder I/O einfach der Hammer. :D
Am besten ist also: BEIDES! ;)

Unnu
 
Ich weiß ja nicht was du da genau programmierst. Ich selbst kam mit meinem T5870 (2Kerner, 2Ghz) wunderbar klar. Wobei ich auch nur verhältnissmäßig kleine Programme (max. 10 Seiten Quelltext pro Datei) in C++ oder Java geschrieben habe.

Haben deine Programme intensive Festplattenzugriffe würder sich auch eine SSD lohnen. Den Start des Compilers beschleunigt es jedenfalls enorm. Dem eigentlichen Komapilieren dürfte es eher weniger helfen.

Und je nachdem was für Berechnungen du in deinen Programmen machen lässt reicht dein Prozessor, oder eben nicht. Für die Sachen die ich gemacht habe würde auch ein Atom-Prozessor ausreichen. Arbeitest du viel mit Threads lohnt sich auch ein 4Kerner.

Also, ohne genauere Info kann man das nicht beurteilen. Als Programmierer dürfte dir das aber klar sein, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Unnu schrieb:
Die Frage ist doch eher, was kannst Du denn überhaupt ohne größeren Aufwand tauschen (lassen). Bei einem NB sind die Komponenten ja aufeinander abgestimmt. Also Lüfter auf CPU usw.

Das ist nur begrenzt so.

Seine CPU hat eine TDP von 35W. Er kann also zumindest mal JEDE Merom CPU mit 35W einsetzen.

Der stärkste ist, soweit ich mich entsinnen kann, der T7800 mit 2 x 2,6 Ghz.

IdR passen in solche Books nach einem BIOS-Update auch die "neuen" Penryn-CPUs, da gehts hoch bis T9500 mit 2 x 2,6 Ghz.

Sehr wichtig ist auch der L2 Cache, da hat der T4300 sehr wenig, nur 1MB. Der T9500 hat 6 MB, das spürt man deutlich. Ich programmiere zwar nicht, betreibe aber rechenintensive Anwendungen, die extrem von viel L2 Cache profitieren.

Schau dich also mal um, obs ein BIOS-Update für Penryn CPUs gibt.

Dann den T9500 als ES (Engineering Sample) bei ebay für 120€ schiessen.

Falls kein BIOS-Update, dann T7800 bei ebay kaufen.
 
Eine SSD bringt sehr wohl etwas. Gerade eine SSD basierend auf SandForce, kann hier extrem viel bringen, da die Daten generell extrem gut komprimierbar sind.

Allerdings würde ich auch zuerst die CPU aufrüsten. Ich finde leider gerade keinen Test, vielleicht kann aber jemand mit einer V2/V3 und grösseren Softwareprojekten etwas dazu sagen.
 
Ach wie toll, da geben Nicht-Programmierer Programmierern Tipps im Bereich CPU-Aufrüstung zum Programmieren.

Ihr wisst doch gar nicht was er GENAU macht!!!
 
Nenne uns doch mal das Notebook-Modell.

T7800: http://cgi.ebay.de/Fast-Intel-Core-...-NR-/370519595324?pt=CPUs&hash=item5644b0593c

T9500: http://cgi.ebay.de/Intel-Core-2-Duo..._Elektronik_Computer_CPUs&hash=item43a5fa66e2

Der T9500 ist nicht nur um einiges schneller, sondern auch günstiger. Wirklich ne sehr schnelle CPU.

BIn damals vom T7500 mit 2 x 2x2 umgestiegen und hatte 40% Leistungszuwachs.
Von deiner CPU dürfte es locker 60% und mehr sein.

Also mal nach BIOS-Update ausschau halten.

Ggf. kann man auch eine günstige SSD mit 64GB einbauen und über eine USB3.0 Steckkarte eine USB3.0 HDD dranhängen für mehr Speicherplatz.

Windows, eclipse und kleinere bis mittlere Projekte passen locker auf 64GB.

Empfehlenswert ist, wie gesagt, SandForce:

Diese hier wäre sehr gut: http://geizhals.at/a540375.html

Etwas billiger: http://geizhals.at/a565532.html Diese hat zwar SATA3, was du nicht spürst, da dein Chipsatz wohl nur SATA2 macht, damit wärst du aber zukunftssicherer, wenns ein neues NB wird.

Bei G.Skill gefallen mir halt die 3 Jahre garantie und ich hab meine 1Jahr und keine Probleme, auch der Speed ist nach wie vor extrem hoch, da TRIM unterstützt wird.
Ergänzung ()

Frader schrieb:
Ach wie toll, da geben Nicht-Programmierer Programmierern Tipps im Bereich CPU-Aufrüstung zum Programmieren.

Ihr wisst doch gar nicht was er GENAU macht!!!

Entschuldige mal, aber ich glaube schon.
Ich habe auch selbst einmal Programmiert und weiss: Je mehr CPU-Leistung, desto besser.
Und dahin einher geht: Je mehr Takt pro Kern, mehr L2 Cache und mehr Cores bzw. Threads sind für Kompilieren genau das richtige!

Für dich als Info: Ich rendere FULL HD Video mit Plugins, Farbkorrekturen und 5.1 Sound, ich wage mal zu behaupten, dass das mit Komplieren vergleichbar ist. Warum?

Weil beide Anwendungen die CPU bis aufs äußerste auslasten!
 
Entschuldige mal, aber ich glaube schon.
Ich habe auch selbst einmal Programmiert und weiss: Je mehr CPU-Leistung, desto besser.
Und dahin einher geht: Je mehr Takt pro Kern, mehr L2 Cache und mehr Cores bzw. Threads sind für Kompilieren genau das richtige!

Für dich als Info: Ich rendere FULL HD Video mit Plugins, Farbkorrekturen und 5.1 Sound, ich wage mal zu behaupten, dass das mit Komplieren vergleichbar ist. Warum?

Die wenigsten Programme benötigen eine 2 Ghz Dualcore CPU zum Kompilieren.
Und das rendern eines Videos lässt sich damit nicht vergleichen. Das dort nichts über CPU-Leistung geht, dürfte klar sein. Und selbst dort nutzt man heutzutage GPU-Encoding wenn es effektiv sein soll.

Solange uns der TE keine genauen Infos gibt bringt uns das hier nicht weiter.
Aber ihn jetzt hier mit aller Macht ne neue CPU andrehen zu wollen halte ich für zu verfrüht ohne das nötige Hintergrundwissen vom TE.
 
Frader schrieb:
Die wenigsten Programme benötigen eine 2 Ghz Dualcore CPU zum Kompilieren.

Der TE wollte mehr Leistung, daher habe ich es ihm beschrieben. Er kann sichs ja durchlesen und entscheiden.


Frader schrieb:
Und das rendern eines Videos lässt sich damit nicht vergleichen. Das dort nichts über CPU-Leistung geht, dürfte klar sein. Und selbst dort nutzt man heutzutage GPU-Encoding wenn es effektiv sein soll.

Doch, man kann es vergleichen, da noch sehr viel über CPU-Leistung geht. Das ist eben nicht klar, wie du behauptest.

GPU wird NUR zum Schnitt selbst benutzt, zum finalen Rendering IMMER - wenn es professionell sein soll - die CPU. Aus dem Grund nutzt der Adobe Media Encoder rein die CPU und eben NICHT die GPU, obwohl Premiere es kann.

Grund/Quelle: GPU berechnetet Effekte sehen vom Farbraum her anders aus. Qualitativ ein bisschen schlechter als wenn dasselbe von der CPU berechnet wird. In Extremfällen sogar deutlich unterschiedlicher.

Siehe: http://www.slashcam.de/artikel/Test...eich-GPU-CPU-Effekte-unter-Premiere-Pro-.html

Man muss aber abstrahieren: Beim Kompilieren wird die CPU 100% ausgelastet, beim HD-Rendern auch. Welches Programm das ist, ist egal.

Natürlich muss man bei CPU-intensiver Software davon ausgehen, dass diese auch multicore und multithreaded optimiert ist.


Frader schrieb:
Solange uns der TE keine genauen Infos gibt bringt uns das hier nicht weiter.
Aber ihn jetzt hier mit aller Macht ne neue CPU andrehen zu wollen halte ich für zu verfrüht ohne das nötige Hintergrundwissen vom TE.

Natürlich. Es möchte ihm aber niemand eine CPU andrehen. Ich informiere ihn lediglich und nenne ihm zur Info einen Preisrahmen, dass er für sich gleich entscheiden kann.
 
Naja, Kompilieren ist nicht gleich Kompilieren. Bei Java geht das ja recht flott (im gegensatz zu C oder gar C++ wo das schon mal ne kleine Ewigkeit dauern kann...).

Ich selbst würde die SSD bei Eclipse nicht mehr vermissen wollen. Nicht nur weil das schneller startet sondern auch weil die zig (kleinen und größeren) XML-Dateien durch die SSD auch halbwegs schnell aufgehen. Insbesondere wenn Eclipse dafür zuerst mal einen eigenen Editor laden will ist der Zeitgewinn enorm.

Beim eigentlichen Kompilieren bringt die SSD dann wiederum weniger was. Aber ich seh das von der Seite: ob das Kompilieren jetzt 5 oder 7 Minuten dauert ist egal, da ist man schon drauf voreingestellt dass man in der zeit was anderes macht (z.B. auf CB schauen xD), wenn man hingegen auf irgend ne XML Datei klickt und das öffnen von der Editoransicht 10s braucht ist das wesentlich ergärlicher als die 2 Min. die man beim Kompilieren verliert.

Was beim Notebook hinzukommt ist dass man schnell mal dazu verleitet wird es zu ner Präsentation irgendwo hin mitzunehmen. Ohne SSD dauert dass dann ne ganze Weile bis das Notebook einsatzbereit ist, in der man recht dumm vor allen anderen da steht. (Wenn man sich nicht die Mühe gemacht hat vorher alles vorzubereiten und das Ding dann auf Standby gestellt hat.)


Mein Eindruck bisher ist der gewesen dass mein kleines Asus billig-Notebook mit nem i3 330m (der auch nur knapp um die 2GHz hat) und der x25-m g2 wesentlich angenehmer ist zum Arbeiten als die deutlich teureren Notebooks der Kollegen die einen i5/i7 und eine HDD vebaut haben. (Beim Kompilieren sind die bei größeren Projekten aber natürlich klar schneller).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

ob das Kompilieren jetzt 5 oder 7 Minuten dauert ist egal, da ist man schon drauf voreingestellt dass man in der zeit was anderes macht (z.B. auf CB schauen xD), wenn man hingegen auf irgend ne XML Datei klickt und das öffnen von der Editoransicht 10s braucht ist das wesentlich ergärlicher als die 2 Min. die man beim Kompilieren verliert.

Sign, sign und nochmal sign! Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Du sprichst mir aus der Entwicklerseele :)

VG,
Mad
 
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