News Street View für deutsche Großstädte verfügbar

Jelais99 schrieb:
Du wirst aber nicht bestreiten können, dass es auch viele gibt die Street View genau dazu nutzen bzw. die das Bildmaterial nach Peinlichkeiten absuchen usw. Beispiele dafür gibt es im Netz bereits genug.

Nein, kann ich nicht bestreiten. Aber dieses Problem ist so alt wie User Generated Content. Bei StreetView hat man zumindest die Möglichkeit, derartige Auffälligkeiten relativ einfach entfernen zu lassen. Garstig wird es dann, wenn derartige Inhalte ihren Weg in andere Netzwerke gefunden haben. Will man dagegen vorgehen, kann man aber auch gleich die Abschaffung des "User Generated Contents" fordern.

Sightwalk ist übrigen gegen dieses Problem ebenso wenig gefeit.

@Dawo
Vielleicht haben die extremen Lichtverhältnisse die automatische Bilderkennung erschwert. Die Damer, die im Hintergrund über die Straße läuft, ist auch nicht unkenntlich gemacht worden (allerdings tut die tief stehende Sonne ihren Teil, um die Personen unkenntlich zu machen).
 
Ein Verbot der Zoomfunktion würde rein garnichts bringen. Man kann ohne weiteres auf Vollbild umstellen, einen Screenshot machen und dann dieses Bild abspeichern. Dann kann der Voyeur sich auch noch Stunden und Tage später einen drauf keulen... ;)

Ich weiß auch nicht was sich manche hier deswegen so ein Kopf machen. Ich bin heute geschätzte 5 Stunden durch Deutschland gefahren, es macht echt ein Riesenspaß. Durch Streetview konnte ich mir super die Gegend von einigen Bekannten anschauen die ich demnächst mal besuchen möchte.

Mit der Gafferei mein Gott, wer macht das nicht. Ich hab vorhin auch die "Strichlisten" abgeklappert in Deutschland. Kurfürstenstraße, Große Freiheit, Reeperbahn, Geestmünder Str. usw.
Auf der Straße kann die ja auch jeder sehen...
 
Nur wäre Google meiner Meinung nach verpflichtet, gerade so etwas zu unterbinden, indem man Personen wesentlich stärker unkenntlich macht (nicht nur Gesichter sondern auch andere körperliche Merkmale) und auch die Zoomfunktion herausgenommen hätte, auch wenn das den Nutzen für Smartphonebesitzer einschränkt.
Hier wurde das auch recht gut zusammen gefasst: http://cybernetz.net/google-streetview-pro-contra
 
dMopp schrieb:
hab sogar noch ne Idee, Fotos bei Nacht .. Dann kann man sich Berlin mal bei Nacht angucken (da wirkt es schöner^^)

Wird bestimmt kommen, wäre fürs Navigieren bei Nacht/Dunkelheit evtl gar nicht schlecht.
eselwald schrieb:
Also ich finde es super ... leider ist Google nicht ganz seinen versprechen nachgekommen und alle Kennzeichen zu verpixxeln ;-) Habe schon einige gefunden die gut lesbar sind.

Für sowas ist der "Problem melden" Button gedacht.
Lars_SHG schrieb:
[...], dass nicht jeder Dieb über google sehen soll, was für eine Auto ich fahre, damit er schon mal weiss, wo er den Ersatzteildieb hinbestellen muß!

Nn erkläre mir bitte mal wie man bei mehreren Jahren Abstand noch davon ausgehen kann, dass dein Auto
A: Noch existiert
B: Noch im guten Zustand ist

Ich glaube da lohnt es sich mehr auf den Firmenparkplätzen von großen Firmen wie z.B. VW ausschau zu halten.
(VW Bora von meinem Vater: 3 mal brauchte wer nen Außenspiegel und einmal den Heckscheibwischer inklusive Motor)

Lars_SHG schrieb:
@ AngryAngel
egal oder da google draufsteht oder was anderes - finde ich mein Haus irgendwo, werde ich dagegen vor gehen!
Andererseits aber auch schwierig, weil ich diese Seiten nicht nutze - kann ich mich nur darauf verlassen, dass ich von anderen was höre um aktiv zu werden!

Viel Spaß, die Rechtsanwälte werden sich freuen ;)
Lars_SHG schrieb:
Mal abgesehen, dass man die Dame kaum erkennt, steht sie direkt an einem offenen öffentlich zugängliche Fenster in der Aufmachung.
Meinst du, das stört sie?
PS: Dafür gibt es auch den "Problem melden" Button.

Thor2404 schrieb:
Pass nur auf, dass Dir nicht irgendwann mal jemand Deine Sony DSC WX-1 sonstwohin schiebt, wenn Du fremde Häuser fotografierst...
Schadensersatz + Geld für eine neue bessere Kamera, auch nicht schlecht ;)

held641 schrieb:
Aber rechtlich ist das Fotografieren auf öffentlichen Plätzen, also Straßen erlaubt, solange keine Personen groß drauf sind und keine besonderen Hilfsmittel verwendet werden.
Also einfach mit ner Kamera ein Bild vom Haus machen müsste ok sein oder?

Jap, am besten verpixelst du noch die Gesichter der Leute, dann biste auf der ganz sicheren Seite.

dMopp schrieb:
Wer gibt EINEM Mieter in einem Mehrfamilienhaus das Recht sich gegen den Willen ALLER durch zu setzten und das komplette Haus verpixeln zu lassen?

/signed

dawo schrieb:
"Auch Gesichter und Kfz-Kennzeichen wurden mit einem Weichzeichner bearbeitet"

heir nicht, oder?
"Problem melden"-Button

@Topic:
Sollte Google mal bei mir vorbeikommen/ich in ein SV Gebiet ziehen, lasse ich mein Haus auch verpixeln.
So bekomme ich dann später ein topaktuelles Bild von wem aus der Community.
(Selber machen ist doof, meine Kamera ist zu schlecht^^)
 
@Jocotty
sicher es gibt diesen Meldebutton. Allerdings ist das ganze dann schon zu sehen. Bei so etwas müsste Google sorgfältiger arbeiten, egal wieviel aufwand das bedeutet.
 
Mag keine gute Diskussiongrundlage zu sein, aber soweit ich weiß müsst Google die Gesichter noch nichtmal verpixeln.
Ist auf keiner Postkarte so...
 
Also ich finde, man kann das mit der Verpixelung auch sehr gut nutzen, um einen Eindruck der Bewohner einer Straße zu bekommen.

Eine Wohnung in einem Mietshaus, das sich online nicht blicken lassen will, würde für mich in der Gunst durchaus sinken.
Und in einer Straße mit verpixelten Einfamilienhäusern würde ich auch zweimal z.B. über den Kauf einer Immobilie nachdenken. Denn da liegt auch der Verdacht nahe, dass entweder die Häuser schäbig sind, oder die Bewohner zu der Sorte gehören, die auch in anderen Angelegenheiten gerne gegen etwas sind. Etwa Polizei oder Anwalt schnell mal kontaktieren, wenn es um 5 nach 10 Abends ein lauteres Geräusch gibt oder ein Baum zu nah am Zaun steht.

Ich bin lieber von offenen, technikfreundlichen Menschen umgeben.
 
Jocotty schrieb:
Mag keine gute Diskussiongrundlage zu sein, aber soweit ich weiß müsst Google die Gesichter noch nichtmal verpixeln.
Ist auf keiner Postkarte so...

Das stimmt nach folgender Einschätzung eben nicht. Denn aufgrund der Zoomfunktion sind die abgebildeten Personen kein Beiwerk mehr.
Argumentation und Ergebnis werden noch weiter durch
die Tatsache gestützt, dass Google StreetView mittels
einer Zoom-Funktion die weitere Annäherung an abgebildete
Personen und die Vergrößerung ihrer Einzelheiten
unter gleichzeitiger Veränderung des Bildausschnitts
ermöglicht. Dass der Zoom dies möglicherweise nicht
bezwecken mag, ist unerheblich, denn er ermöglicht es,
was auch in Kauf genommen wird. Dies führt dazu, dass
für die Beurteilung der Frage, ob überhaupt ein „Beiwerk“
vorliegen kann, der engstmögliche Bildausschnitt
mit der imEinzelfall betroffenen abgebildeten Person für
die Entscheidung über die Anwendbarkeit des § 23Nr. 2
KUG zugrunde gelegt werden muss.Die Konsequenz ist, dass die Anwendbarkeit des § 23
Nr. 2 KUG allenfalls auf sehr wenige Einzelfälle beschränkt
werden kann, weil sich die erkennbar abgebildeten
Personen naturgemäß so weit im Vordergrund der
Straßenfotos befinden werden, dass sie bei Anwendung
der Zoom-Funktion stets in den Mittelpunkt gerückt
werden können. Personen imHintergrund werden ohnehin
wohl nur in selteneren Fällen überhaupt erkennbar
sein.

Quelle: http://www.donaukurier.de/storage/med/pdf/750001_Seiten_aus_CR_2010_Heft03.pdf_-_Adobe_Acrobat.pdf
 
Die Frage ist doch eigentlich:
Wie groß ist das Bild dahinter?
Nur weil wir nur einen Menschen sehen, heißt das ja nicht, dass das Bild selber einfach viel größer ist.
 
Wieso stellt sich die Frage? Wenn ich aufgrund der Zoomfunktion einen Passanten in den Fokus meiner Betrachtung rücken kann, ist er kein Beiwerk mehr, daher musste Google wohl die Personen unkenntlich machen.
 
Ich hoffe mal nur, daß alle die ihr Haus verpixeln haben lassen auch so konsequent sind Streetview nie zu benutzen, da sie ansonsten in meinen Augen nichts anderes als bigotte Heuchler sind.
 
Colonel Decker schrieb:
Es handelt sich aber doch nur um einen Digitalzoom, oder? Das wäre dann nichts anderes, als wenn ich mir Leute auf einer Postkarte mit einer Lupe anschaue.

Vielleicht solltest Du einmal den Artikel zu Ende lesen, da wird es letztendlich eindeutig geklärt.
Und übrigens musste Google in Japan wesentlich mehr aufwand betreiben als in Deutschland. Das ein oder andere davon sollte bzw hätte man hier auch fordern sollen:

Auch in Japan wurden Klagen über den Missbrauch der Privatsphäre wegen unzureichender Zensur laut. Bereits im Mai dieses Jahres musste Google Japan zahlreiche Panoramabilder aus einer 40 Zentimeter tiefer angelegten Perspektive neu aufnehmen, da sich die Beschwerden über unfreiwillige Einblicke in Wohnungen gehäuft hatten.

Google Japan hat zwar von Anfang an den Leuten die Möglichkeit gegeben, Beschwerden und Aufforderung zur Löschung von Inhalten direkt abzulegen. Dies genügte dem japanischen Ministerium für Inneres und Kommunikation aber nicht. Im August hat es Google Japan aufgefordert, seine Bemühungen um den Schutz der Privatsphäre auszuweiten.

Vorankündigung von Aufnahmen nötig

So hat das Kommunikationsministerium verlangt, dass Google künftig öffentlich bekanntgeben muss, wo und wann der Aufnahmewagen für die Panoramabilder durchfahren wird. Über eine Informationsbroschüre müssen die lokalen Behörden und die betroffenen Einwohner vor einer Street-View-Aufnahme benachrichtigt werden.
In der Broschüre muss klar angegeben sein, wie sich die Bilder löschen lassen. Eine Telefonnummer von Google ist ebenfalls notwendig. Zudem müssen sie den Menschen, die keinen Internetanschluss haben, die Möglichkeit geben, ihre Beschwerden gegen eine unerlaubte Street-View-Aufnahme möglichst einfach deponieren zu können. Hierfür hat Google bereits ein Callcenter eingerichtet.

Die böswillige Zweitverwendung von Bildern

Die Aufregung um Street View hat sich in Japan jedoch immer noch nicht gelegt. Denn seit kurzem machen vermehrt Klagen über böswillige Zweitverwendungen von Street-View-Bildern auf Webseiten von Drittpersonen die Runde. Google musste auch hier Abhilfe versprechen.
Künftig können sich entsprechende Opfer direkt bei Google melden. Falls der Tatbestand der Ehrverletzung oder Belästigung gegeben ist, muss Google den Administrator der betroffenen Webseite auffordern, die Bilder sofort vom Netz zu nehmen. Weigert sich der Administrator, so wird die Webseite in der Google-Suche blockiert. Japan ist das erste von neun Street-View-Ländern, das sich der Problematik der Zweitverwendung angenommen hat.

Quelle:http://bazonline.ch/digital/internet/Street-View-Japan-viel-haerter-als-die-Schweiz/story/11012071
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Endlich ist SV auch hierzulande Verfügbar.:)
Mein Mehrfamilienhaus ist auch nicht verpixelt:D, aber dafür mehrere anderen Häuser in meiner Straße hat mich schon gewundert.
Ich mein was bringt das bei Miethäusern mit <20 Partein wo man maximal nen Fenster sehen kann...
 
Krass! Bin jetzt komplett durch die Wohnsiedlung durch"gefahren" und muss morgen sage und schreibe 52 Fotos nachreichen!

Das wird aber in ner halben Stunde erledigt sein, weil ich das wie Google mit dem Auto erledigen werde. Habe ein Schiebedach :D
Allerdings muss dann noch alles auf Panoramio hochgeladen werden. Naja, schaun ma mal!

PS: via Twitter verabredet sich derzeit gerade eine große Gruppe zum "Entpixeln". In Bremen wollen wohl die ersten Hobbyfotografen an diesem Wochenende beginnen. Offensichtlich haben die Hausbesitzer mit ihrem Widerspruch nochmehr ins eigene Fleisch geschnitten und fallen jetzt nochmehr auf.
Stichwort #Entpixeln
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin!
Habe mal gerade eine(n) virtuelle(n) Fahrt/ Gang durch Berlin gemacht.
Es ist einfach lachhaft !
Die Fotos sind aus verschiedenen Jahren, Monaten und Tagesabschnitten zusammengestückelt und in einen Eimer geworfen worden.
Die Fahrt durch meine kleine Seitenstraße muß wohl 25 Anläufe gebraucht haben.:evillol:
Mein Haus ist trotzdem nicht sichtbar! (kam wohl wieder jemand entgegen):D

Teilweise scheinen mir die Rohdaten aber doch etwas älter als 2 Jahre zu sein, belegen kann ich es aber noch nicht !

Schon allein der Weg über die B96 vom Tempelhofer- zum Kirchhainer Damm ist, für Ortskundige, mehr als ein breites Grinsen wert ! :D

Berlin oder eine andere Stadt "by night" wäre sehr interessant, ist aber nicht umzusetzen, wenn man die jetzigen Probleme in betracht zieht.
So eine große Menschenmenge in und vor Bars, Discotheken, Clubs, usw. zu "verpixeln", bringt wohl auch google an das Ende der Rechner- und Personalkapazität.

Agi
 
Oh Mann ... ich hoffe die PSEUDO-Datenschützer sind stolz auf die hässlichen geblurrten Flächen in Streetview.
Gab leider doch mehr Idioten als ich vermutet hätte ... :(

Find's übrigens lustig, wie zum Teil so Leute wie Ärtzte ihre Praxis geblurrt haben. Mir als potenziellem Kunden/Patienten würde das verdächtig vorkommen. Warum will die Frau Doktor das verbergen?
Einladend wirkt so etwas nicht (und zeugt außerdem von blindem Aktionismus), aber naja .. selbst schuld!
Ergänzung ()

Hey .. unser Haus ist echt gut geworden. :D
 
Hier werden die Contra Leute derart schlecht dargestellt, dabei nutzen die gerne das freiwillige Angebot von Google ihr Eigentum nicht ins Netz stellen zu lassen.
Aufregen könnte ich mich eher über andere Firmen, die mir diese Wahl eben nicht lassen.

Bisher ist es auch jedem seine Sache, ob er sein Privatleben bei Facebook und Co für jeden Verfügbar ins Netz stellt oder nicht. Jetzt kommt eine Firma, die aus reinem Eigeninteresse (an Gewinn) mein Privatleben ins Internet stellt, das ich Nein sagen darf gehört sich ja wohl von selbst.

Das dann weitere Dritte ankommen und aus reiner Schadenfreude, diese Informationen ins Netz legen nur weil diese Nein gesagt haben ist unverschämt.

Stalking ist das sicher nicht, aber mit der Absicht das Haus zu fotografieren nur um das anderen im Netz verfügbar zu machen, nicht mehr im Sinne von "Nebenwerk" erlaubt.

Dann noch im selben Atemzug von Datenschutz und Antistaat zu sprechen ist eher typische deutsche Doppelmoral.
 
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