Strom im Tank 2.0

AW: CO2 das große Politikum

Scheitel schrieb:
Du hast aber bedacht, dass gerade in dicht besiedelten Gebieten es extrem viele extrem große Idioten gibt?
Ich sprach von Leuten, die auf ihrem Privaten Grundstück laden. Was hat das mit Idioten zu tun?
 
AW: CO2 das große Politikum

Dass, solange es nicht eingezäunt ist, sondern sich (halboffen) in Straßennähe befindet, quasi eine Einladung ist, damit Schabernack zu treiben. Die meisten Menschen wohnen nun mal prinzipbedingt in (Groß)Städten und somit haben die meisten davon kein komplett eingezäuntes Grundstück. Kann man sich ja denken.
Da du aber von Millionen dieser Kunden sprichst, du zuhause laden können, sind wohl auch Millionen davon betroffen. Die wenigsten wohnen aufm Land und haben riesige Grundstücke oder Nachbarn, zu denen man erst minutenlang laufen muss.

Das Verhindern des Betretens oder aber das bloße Überwachen eines privates Grundstück ist manchmal, wenn sich an geltende Gesetze halten muss, unmöglich in Großstädten.
 
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Die Anschlüsse verriegeln sich.
Ohne schlüssel steckt das keiner ab.
Und nur wer lebensmüde ist, durchtrennt das Stromkabel
 
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Auf Privatgrundstücken stehen und liegen noch ganz andere Dinge, an die theoretisch jeder Passant rankommt. Wohnst du in einem Luftschutzbunker?
 
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Und nur wer lebensmüde ist, durchtrennt das Stromkabel
Ein vollkommener Idiot zu sein reicht in der Regel schon aus ;) Aber wenn die verriegelt sind, immerhin :)

Wohnst du in einem Luftschutzbunker?
Wohl kaum, nur in einer Großstadt, wenn auch glücklicherweise in einer ruhigen Gegend. Aber wie die meisten Menschen achtet man wohl drauf, das nichts herum liegt, was von der Straße einsehbar ist, das Interesse erwecken könnte.
 
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Ihr vergesst alle das autonome Fahren und die Digitalisierung.
Laut diversen Zukunftsstudien brauchen wir dadurch nur noch 1/8 der heutigen Autos.
Die wenigsten werden ein eigenes Auto besitzen und dem entsprechend auch keinen Parkplatz- oder Ladeproblematik haben.
Städte werden wieder begrünt und lebenswerter sein. Parkhäuser und Parkplätze werden verschwinden...
 
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derMutant schrieb:
Die wenigsten werden ein eigenes Auto besitzen und dem entsprechend auch keinen Parkplatz- oder Ladeproblematik haben.

Könntest du durch besseren ÖPNV auch ohne autonomes Fahren schon haben, wollen es die Leute (Pendler, ich rede nicht von der Stadtbevölkerung!)? Nein. Mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln gependelt wird, wenn's sehr bequem ist und zeitlich passt (direkte Verbindungen, nahe Haltestellen), ansonsten muss das eigene Auto her.
 
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Glaub ich nicht. Der Trend, weg vom Eigen-PKW hat mit UBER und Co. bereits begonnen. Künftig wird es total uncool sein einen eigenen PKW zu haben, so wie es jetzt bereits bei Platten-, CD- oder Filmsammlungen ist.

Das Auto/Mobilität wird zur digitalen Dienstleistung, ihr werdet es noch erleben.
 
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derMutant schrieb:
Ihr vergesst alle das autonome Fahren und die Digitalisierung.
Laut diversen Zukunftsstudien brauchen wir dadurch nur noch 1/8 der heutigen Autos.
Die wenigsten werden ein eigenes Auto besitzen und dem entsprechend auch keinen Parkplatz- oder Ladeproblematik haben.
Städte werden wieder begrünt und lebenswerter sein. Parkhäuser und Parkplätze werden verschwinden...
Da bin ich an für sich bei dir. Nur ist es schwer das in diese Diskussion einzubinden, da sich einfach alles ändern würde.

Man muss sehen wie such das entwickelt. Ich vermute 2020 (+/-1 Jahr) wird Waymo in den USA den ersten autonomen Taxidienst starten. Wenn es soweit ist, kann man sowas wesentlich besser in die Diskussion einbeziehen. UBER gibt es in Deutschland ja leider so gut wie garnicht.
 
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Euch ist dabei aber bewusst, dass des Deutschen liebstes Kind nunmal sein Auto ist? Das wird noch die ein oder andere Generation andauern, bis das weg ist, sofern das überhaupt klappt.

Selbst hier in der Großstadt ist die Öffis Anbindung so nervig, dass wir, wenn es Sinn macht, lieber mit dem Fahrrad irgendwo hin fahren statt mit der Bahn/Bus. Und der Aufwand nen Großeinkauf/Baumarkt etc nicht mit dem eigenen PKW... never.
Bin kein Student mehr, wo ich nen Kasten Bier im Rucksack trage. Es soll sogar Leute geben, die gerne mit ihrem Auto fahren und da auch Spass dran haben ;)
 
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Für all diese Anforderungen wird es künftig maßgeschneiderte Lösungen geben.
Ich gehe von einer Art Mobilitätsflat mit Grundleistungen + ZZ für Dienste wie Umzugswagen/Transporter oder Sportwagen.
Werden halt am Monatsende 100 Euro draufgeschlagen auf die Rechnung, dafür dass ich am WE Porsche fahren durfte :)

So müsst ihr euch das vorstellen. Diese Dienste werden den Verlust des eigenen PKWs mehr als wett machen. Daher gehe ich auch von einem viel schnelleren Wechsel aus, so ca. 10-15 Jahre maximal, vielleicht auch schneller.
 
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Und wie viele Leute lieben ihr Auto echt noch so? Das werden immer weniger und wenn man Geld sparen kann und bequemer sein kann, interessiert es so gut wie niemanden mehr ob er selber ein Auto hat.
 
CO2 das große Politikum

Hahaha, wenn ihr glaubt, dass man am Ende wirklich Geld spart dadurch, wartet mal ab.

Diese Dinge werden irgendwann bis zur Marktdurchdringung saugünstig angeboten, dann werden sich die Konkurrenten aufkaufen und im Anschluss können die (Fast-)Monopolisten den Preis diktieren. Der durchschnittliche Bürger ist ja von ihnen abhängig und bekommt kein eigenes KFZ mehr.

Wieder eine Möglichkeit dem Durchschnittsbürger Gegenstandswerte wegzunehmen und ihn in die Abhängigkeit vom Mieten und Leasen von großen Unternehmen zu treiben und den Kapitalfluss nach oben zu sicherm. Getreu dem Motto: Wer nichts hat, hat auch nichts zu sagen.

Bevor jetzt wieder jemand kommt mit, aber... Es funktioniert beim Mieten von Wohnungen und Autoleasing schon wunderbar.
 
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@Neon: Könnte passieren, ich hoffe das dann der Staat eingreift. Aber das liegt noch alles sehr weit in der Zukunft.


Was anderes, Lazard (eine US Investmentfirma) hat gerade ihren neusten Report zu unsubventionierten Stromgestehungskosten in den USA herausgebracht. Wind und Solarenergie sind am günstigen. In den letzten acht Jahren ist Solarenergie um 72% günstiger geworden und Wind um 47%

final-chart-2.jpg

https://www.lazard.com/perspective/levelized-cost-of-energy-2017/
 
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@Kallenpeter

Damit du mich nicht sofort als "ungebildeten Feind" siehst, schreibe ich gleich zuerst, das ich auch gerne gute Elektroautos hätte.

Habe eben zufällig ein paar Bilder des Chevy Bolt (in Europa ist das der Opel Ampera) gesehen. Das Ding ist gar nicht mal schlecht, hat aber die typischen Schwächen aktueller Akku und Ladetechnik.

Wie schon mal von mir geschrieben: Wer schnell der reichste Mensch der Welt werden will, brauch nur eine stark verbesserte Akkutechnik erfinden!

Zitat aus der Wiki über das Akkugewicht https://de.wikipedia.org/wiki/Chevrolet_Bolt
Der Bolt-Akkumulator besteht aus 288 einzelnen Lithiumionenzellen, die in 96 Gruppen mit je drei Zellen pro Gruppe verbaut sind. Das Gewicht des Akkumulators beträgt 435 kg

Wo die Akkus liegen
https://www.google.at/search?q=chev...AQIRQ&biw=2048&bih=1009#imgrc=jqhaIdcCNmU07M:
 
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Bin ich doch sofort bei dir, die Batterien müssen noch besser werden, sonst wird das nichts. ABER: Es braucht keinen Durchbruch. Die Technik muss einfach nur so schnell weiterentwickelt werden wie über die letzten 15 jahre. Und alles spricht dafür das dies auch passiert. Das heißt 15% pro Jahr billiger, wobei die Energiedichte um ca. 7% pro Jahr steigt. Von solch einer Kostendegression können Verbrennungsmotoren nur träumen.
 
Ganz offensichtlich muss hier einer mal erzählen, was das eigentliche Problem der E-Mobilität ist:
1. nicht der Preis, ganz sicher nicht
2. nicht die Rohstoffe, nicht zwangsläufig die Beschaffung
3. nicht die Politik
4. nicht der massive Lobbyismus
5. nicht irgend welche Wahnvorstellungen bezüglich der Reichweite
6. noch nicht mal die Ladedauer

Es ist 7., die Leistung zum Laden.
Schaut mal in eine x beliebige Großstadt, Frankfurt zum Beispiel.
Jetzt geht zur Mainova, und sagt, "ich will meinen nagelneuen Telsa S in meiner Firma laden, mit der Ladeleistung von 135kW die Telsa an ihren "Superchargern" erreicht laden".
Die Antwort ist "nein, diese Leistung haben wir nicht im Netz zur Verfügung, wir können Ihnen aber statt dessen 11kW anbieten, mehr geht nicht". (der Witz dabei, mehr als eine bekommt Ihr nicht, 2 dürfen kein E-Autro haben und laden..)
Zur Erklärung, mit 11kW dauert es etwa 10 mal so lange eine 60kWh Batterie zu laden. Also nicht ~65 Min, sondern in etwa 650 Min, also knapp 11h.
Und immer dran denken, in deiner kleinen Gemeinde sieht es genauso blöd aus. Wenn jeder Hausbesitzer mit 22kW (normale durchschnittliche Hausanschlussleistung) in der Nacht sein E Auto läd, sind am morgen weder die Straßenlampen noch die Handyladegeräte noch irgend was anderes an..
 
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Du überdramatisierst das ganze.
Für die 100% elektromobilität braucht man 10% mehr strom. 24/7 Das ist kein Problem. Klar, wenn jetzt die Autos statt 24h am Tag immer nur zwischen 9 und 10 Uhr geladen werden dürfen, dann ist das ein richtiges Problem.

das ganze kann man aber auch "smart" machen.Der Akku wird immer auf 50% geladen.
100% wird er nur geladen, wenn der Strompreis grad günstig ist.
Wann ist der Strompreis günstig? Wenn zu viel strom da ist....
z.b. braucht man Nachts relativ wenig Strom.
Wind weht trotzdem.
Weht viel Wind, ballert man alle Elektroautos mit Windstrom voll.
Weht wenig Wind, macht man den Akku nur zu 70% Voll.
Und deine Straßenlaternen leuchten auch noch...
 
Die Power Charger stellen das Stromnetz sicherlich vor besondere Herausforderungen. Als letztens der Vorschlag von Parkhäusern voll mit Ladestationen kam, habe ich bildlich schon das Umspannwerk dahinter gesehen.

Autonomes Fahren & Elektromobilität stellen die deutsche Autoindustrie sicherlich vor bisher noch nie dagewesene Herausforderungen.
 
Das es punktuell zu Engpässen kommen kann, bestreitet niemand. Aber nicht systematisch. Selbst eine Komplettumstellung auf Elektroautos steigert den deutschen Strombedarf "nur" um 15-20%. An für sich ist das natürlich schon nicht wenig, aber wir reden hier über einen Zeitraum von 20-30 Jahren, damit würde der jährliche Strombedarf um deutlich unter 1% steigen. Warum sollte das nicht möglich sein?
 
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