AW: CO2 das große Politikum
florian. schrieb:
Überflüssiges
Zitat entfernt
Also erstmal muss man den Strompreis aufdröseln. Nach Abzug von künstlicher Belastung (Stromsteuer, EEG) bleiben noch 20cent/kWh über. Stromsteuer und EEG Umlage sind politisch motivierte Umlagen. Langfristig dürften sich die Abgaben bei Wasserstoff und Strom angleichen. Muss zwar nicht so kommen, aber das wäre am sinnvollsten. Aber du hast recht, wenn ich Strom mit Steuern und Abgaben künstlich immer teurer mache, kann ich Strom auch teurer als Gold machen, dann lohnt es sich auch Wasserstoff von einem anderen Planeten zu importieren um damit unsere Autos anzutreiben.
Außerdem ist der hohe Strompreis eine sehr Deutsche Sache. Der Rest der Welt ist da anders.
Wasserstoff
Ausgang 5cent/kWh, Erzeugungskosten (Gas, PV, Wind)
Inklusive Wirkungsgrad Verlausten also ca. 15cent/kWh
Nur wie kann man Strom zu reinen Erzeugungskosten beziehen? Garnicht. Außer man gehört zur durchsubventionierten energieintensiven Industrie. In dem Fall hättest du also ein hoch subventioniertes Produkt mit einem hoch besteuerten Produkt verglichen. Das geht im kleinem Maßstab gut. Aber bei einer Komplettumstellung auf Wasserstoff würde unser Strombedarf um 60% steigen. Das Subventioniert dir niemand mehr.
Auch außer Acht gelassen hast du die Kapitalkosten. Anlagen zur Herstellung von Wasserstoff kosten Geld.
Auch außer Acht gelassen: Die Logistik. Beim Strompreis ist das in den Netzentgelten. Beim Wasserstoff hast du es ignoriert.
Auch außer Acht gelassen: Die Mehrwertsteuer. Ist beim Strompreis mit drinne. Muss auch noch auf den Wasserstoff aufgeschlagen werden.
Alternativmethode 1: Du Stellst die Anlage zur Wasserstoffgewinnung direkt neben dein eigenen Windpark oder PV-Anlage. Dann musst du 1/3 der EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch zahlen. also 2,2cent oder so. Verrechnet mit dem Wirkungsgrad kommt man auf wie viel an Mehrkosten....?
Alternativmethode 2: Wie 1, nur komplett ohne Netzanschluss, dann muss man keine Eigenverbrauchsabgabe zahlen. Ergebnis: Auslastung geht in den Keller, Kapitalkosten in den Himmel.
Zusammenfassend: Natürlich kann der Gesetzgeber durch Steuer und Umlagen alles ändern, aber es ergibt Volkswirtschaftlich wenig Sinn und desto größer alles wird, desto teurer werden solche Subventionen. Das ist irgendwann nicht mehr tragbar.