Studienabschlüsse

Der Thread ist (wieder immer bei diesem Thema) fürs Aquarium. Soviel Halbwissen, so viele Unwahrheiten - und zwar von beiden Seiten. Klar, Semo pauschalisiert recht stark, aber die Gegenseite spart ja auch nicht gerade an Pauschalisierungen und abfälligen Kommentaren.

FidelZastro schrieb:
Kannst du das auch belegen, oder ist das nur wieder eine deiner unreflektierten Pauschalisierungen? Wenn du dieses Arbeitspensum so mühelos bewältigst, warum bist du dann nicht an der Uni und zeigst uns allen, wie's geht?

Ein tolles Beispiel. Du wirfst Semo unreflektierte Pauschalisierungen vor, aber selbst implizierst du durch deine Aussage "Wenn du so gut bist, warum bist du dann nicht an einer Universität, sondern nur an einer Berufsakademie/Dualen Hochschule?", dass selbige nur etwas für die "Schlechteren" sind, wohingegen die "Besseren" natürlich nur an Universitäten gehen. Vielleicht kommt dieses Vorurteil, dass die dualen Studenten an einer Universität sich nie behaupten könnten, von frustrierten Uni-Studenten - ich weiß es nicht und es interessiert mich auch nicht. Es ist jedenfalls Fakt, dass die allermeisten DAX-Unternehmen in der Regel Abiturienten mit einer Eins vor dem Komma als duale Studenten einstellen. Ob man sich für ein duales Studium entscheidet oder nicht hängt jedenfalls, wenn überhaupt, nur marginal von der eigenen Leistungsfähigkeit ab, sondern viel mehr von den persönlichen Neigungen. Und dualen Studenten zu unterstellen, sie würden nur eine etwas gehobene Ausbildung machen und an einer Universität hoffnungslos versagen ist in der Regel genauso daneben und falsch wie Uni-Studenten zu unterstellen, sie würden nur feiern und gammeln. Meiner Meinung nach entbehrte es jedenfalls nicht einer gewissen Komik, wenn der 3,5-Abiturient, der sich mit Müh und Not an der Universität durchschlägt, dem 1,5-Abiturienten, der gute bis sehr gute Leistungen in seinem dualen Studium erzielt, unterstellt, wenn dieser wirklich etwas könne, würde er an eine Universität gehen, aber da würde er ja ohnehin hoffnungslos versagen.

Wie auch immer, es ist sowieso unmöglich, eine objektive Diskussion zum Thema Uni vs. FH. vs. BA/DH zu führen, da jeder Student seine eigene Hochschulform verteidigt und als die mit Abstand beste ansieht. Genauso wie es unmöglich ist, vernünftige Diskussionen zum Thema Bachelor und Master zu führen... Ich gehe dann mal einer Kuh das Sprechen beibringen - ist zumindest einfacher als mit anderen Studenten über Hochschulformen zu diskutieren.
 
Zweipunktnull schrieb:
Der Thread ist (wieder immer bei diesem Thema) fürs Aquarium. Soviel Halbwissen, so viele Unwahrheiten - und zwar von beiden Seiten. Klar, Semo pauschalisiert recht stark, aber die Gegenseite spart ja auch nicht gerade an Pauschalisierungen und abfälligen Kommentaren.



Ein tolles Beispiel. Du wirfst Semo unreflektierte Pauschalisierungen vor, aber selbst implizierst du durch deine Aussage "Wenn du so gut bist, warum bist du dann nicht an einer Universität, sondern nur an einer Berufsakademie/Dualen Hochschule?", dass selbige nur etwas für die "Schlechteren" sind, wohingegen die "Besseren" natürlich nur an Universitäten gehen. Vielleicht kommt dieses Vorurteil, dass die dualen Studenten an einer Universität sich nie behaupten könnten, von frustrierten Uni-Studenten - ich weiß es nicht und es interessiert mich auch nicht. Es ist jedenfalls Fakt, dass die allermeisten DAX-Unternehmen in der Regel Abiturienten mit einer Eins vor dem Komma als duale Studenten einstellen. Ob man sich für ein duales Studium entscheidet oder nicht hängt jedenfalls, wenn überhaupt, nur marginal von der eigenen Leistungsfähigkeit ab, sondern viel mehr von den persönlichen Neigungen. Und dualen Studenten zu unterstellen, sie würden nur eine etwas gehobene Ausbildung machen und an einer Universität hoffnungslos versagen ist in der Regel genauso daneben und falsch wie Uni-Studenten zu unterstellen, sie würden nur feiern und gammeln. Meiner Meinung nach entbehrte es jedenfalls nicht einer gewissen Komik, wenn der 3,5-Abiturient, der sich mit Müh und Not an der Universität durchschlägt, dem 1,5-Abiturienten, der gute bis sehr gute Leistungen in seinem dualen Studium erzielt, unterstellt, wenn dieser wirklich etwas könne, würde er an eine Universität gehen, aber da würde er ja ohnehin hoffnungslos versagen.

Wie auch immer, es ist sowieso unmöglich, eine objektive Diskussion zum Thema Uni vs. FH. vs. BA/DH zu führen, da jeder Student seine eigene Hochschulform verteidigt und als die mit Abstand beste ansieht. Genauso wie es unmöglich ist, vernünftige Diskussionen zum Thema Bachelor und Master zu führen... Ich gehe dann mal einer Kuh das Sprechen beibringen - ist zumindest einfacher als mit anderen Studenten über Hochschulformen zu diskutieren.

Unterschreib, mehr kann ich eigentlich dazu nicht sagen. Du hast es mal auf den Punkt gebracht.
 
Meine Provokationen waren natürlich gewollt, aber so krass sollten sie eigentlich nicht empfunden werden. Ich selbst habe ein Jahr an der Universität studiert, bevor ich in einem Studium an einer Fachhochschule mein Glück gefunden habe - ich weiß also sehr wohl, was es heißt, den eigenen Weg zu gehen, und nicht auf eventuelles Prestigedenken anderer zu hören.

Ihr habt wohl recht: am wichtigsten ist es, den für sich selbst richtigen Weg zu finden - dabei lernt man fürs Leben. Wie nun der Titel heißt, mit dem man sich danach schmückt, ist eigentlich nebensächlich. Ich selbst habe mich in der Diskussion zu sehr in Kleinigkeiten verstrickt. Die Formellen Unterschiede sind schon wichtig, insbesondere wenn man Aufbaustudiengänge in Betracht zieht, aber ansonsten nicht wirklich zielführend.

Also welche Erkenntnis sollten wir jetzt aus dem Threadverlauf ziehen? Das Zitat von getexact bringt es eigentlich gut auf den Punkt: man sollte das Studium - unabhängig vom damit verbundenen Abschluss - wählen, in dem man gut und erfolgreich sein kann, Spaß an der Sache ist die notwendige Bedingung dafür. Ob das nun auf eine BA, eine sogenannte Elite-Uni oder ein duales Studium an der FH hinaus läuft, ist für die Zukunft des Fragenden eigentlich irrelevant.
 
Diese Diskussion ist nur dadurch entstanden, dass wir zu weit vom Ursprungsthema abgeschweift sind, deshalb beende ich diese Diskussion jetzt mal und bitte darum, nur noch etwas beizutragen, wenn man auf den Ursprungspost antworten kann:

Viele Hochschulen/Universitäten haben ja bereits angefangen, jedem Bachelorstudenten, der bei ihnen einen Abschluss macht, einen Masterplatz zu garantieren. Es gab eine Weile lang mal das Gerücht, die Hochschullandschaft in die Richtung umgestaltet werden soll, dass jeder Bachelorabsolvent überall einen Masterstudienplatz angeboten bekommt.

Weiß da jemand, ob sich sowas in den nächsten Jahren etablieren wird?

Gruß,
[sauba]
 
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