Studienabschlüsse

Ich bin BA-Student, um das erstmal so zu sagen. Wir haben bzw. hatten Dozenten bei uns die auch an der FH sind, sie haben zu uns gesagt das sie genau das gleiche unterrichten wie an der FH, nur in weniger Stunden.

Das ist nicht nur bei einem Dozenten so, sondern bei mehreren. Das BA-Studium verschwidet nur bei vielen....entweder die meisten kennen es nicht oder wollen es nicht kennen.
 
Was macht ein Elektrotechniker ohne Master? Nichts... völlig klar, dass man einen Masterabschluss anstrebt.

Bachelor ist nur ein offizielleres Vordiplom.
 
Semo:
Fakt ist dennoch, dass ein FH-Abschluss ein akademischer Grad ist, ein BA-Abschluss aber nicht. Deine sinnlos pauschalisierte Aussage ist daher von vornherein humbug.

Dazu kommt, dass deine persönlichen Erfahrungen nun nicht unbedingt repräsentativ sien müssen. Bei Akkreditierten Studiengängen bestätigt die Akkreditierungsagentur, dass ein Mindestmaß an inhaltlicher und struktureller Qualität geboten wird - viele BAs (ud traurigerweise auch einige FHs und Unis) bieten aber auch nicht akkreditierte Studiengänge an. Die müssen dadurch nicht gleich schlechter sein, die inhaltliche Vergleichbarkeit ist aber kaum gewährleistet.

Dass die Profs zweimal das gleiche Unterrichten hat übrigens nicht notwendigerweise etwas mit ihrem inhaltlichen Anspruch zu tun, sondern schlicht damit dass kein klar denkender Mensch die gleiche Vorlesung für zwei Zielgruppen zweimal konzipieren/ vorbereiten würde ;) Will dir dein Studium nicht madig machen, ganz im Gegenteil. Aber BAs sind schon rien formell nicht das gleiche wie FHs, inhaltlich kann man eh immer nur Einzelfälle vergleichen.
 
Fakt ist dennoch, dass ein FH-Abschluss ein akademischer Grad ist, ein BA-Abschluss aber nicht. Deine sinnlos pauschalisierte Aussage ist daher von vornherein humbug.

Deswegen steht bei Wikipedia auch das es ein akademischer Grad ist???
Ein BA-Studium ist akademischer Abschluss....das ist das was viele anscheinend nicht wissen...
 
Ein BA- Studium verleiht doch aber keinen Titel oder irre ich mich da?
 
Da irrst du dich, ich werde zum Beispiel mal Dipl. Ingenieur sein, ich habe eine Diplomvorprüfung, schreibe eine Diplomarbeit und muss diese auch verteidigen.
 
Und?

Wenn ich auf nen Fiat ein Pfer klebe, ist es auch noch kein Ferrari (sorry für den plakativen Vergleich, etwas gemäßigteres fiel mir leider gerade nicht ein). Ich zitiere mal Wiki:

Abgrenzung zu anderen Bezeichnungen

Folgende Bezeichnungen sind keine akademischen Grade:

* Die Abschlüsse staatlicher Berufsakademien sind staatliche Abschlussbezeichnungen, da es sich nicht um Hochschulen handelt und somit auch keine akademischen Grade vergeben werden dürfen. Dies gilt sowohl für die Diplom-(BA)- als auch für die Bachelorabschlüsse der Berufsakademien.[3] Die Duale Hochschule Baden-Württemberg als Nachfolgeeinrichtung der baden-württembergischen Berufsakademien vergibt akademische Grade; die vorher an den Berufsakademien erworbenen Abschlüsse sind aber weiterehin keine akademischen Grade. Eine Nachgraduierung ist möglich.
Ob die Unterteilung inhaltlich Sinn macht, kann ich nicht einschätzen. Formell ist es aber unmißverständlich.
 
@FidelZastro: Naja, wenn ich neben meinem Studium noch Vollzeit arbeite, würde das auf eine 80+ Stundenwoche rauslaufen. Ich denke die inhaltliche Tiefe wird sich schon unterscheiden.
Ich wollte mit meiner Frage auch nicht die BA angreifen. Vorteile bei den BA sehe ich in der Bindung zum Unternehmen, in der Praxiserfahrung, die in der Zeit gesammelt werden kann, dazu gerade in der IT in möglichen Zertifizierungen etc.
 
.:Semo:. schrieb:
Deswegen steht bei Wikipedia auch das es ein akademischer Grad ist???
Ein BA-Studium ist akademischer Abschluss....das ist das was viele anscheinend nicht wissen...

Da steht:

Studierende schließen ihr BA-Studium mit der staatlichen Abschlussbezeichnung „Diplom (BA)“ oder bei akkreditierten Studiengängen mit der staatlichen Abschlussbezeichnung „Bachelor“ ab. Es handelt sich hierbei nicht um akademische Grade, wie sie von Universitäten oder Fachhochschulen verliehen werden.

Auch beim VDI:

Alle, denen ein Studium zu theoretisch ist, die aber mehr wollen als eine klassische Lehre, sind in Berufsakademien gut aufgehoben. Sie basieren auf dem dualen Ausbildungsprinzip, der praktische Unterricht wechselt sich also mit dem Lernen an einer Akademie ab. Den Ausbildungsvertrag schließt man mit einem Unternehmen ab. Man erwirbt nicht, wie an Universitäten und Fachhochschulen, einen akademischen Grad, sondern einen staatlichen Abschluss.

http://microsites.vdi-online.de/index.php?id=962

Eine Studium an einer Berufsakademie stellt eine Berufsausbildung mit wissenschaftlichem Touch dar. Man spricht auch von einer "besseren Lehre". Es heißt ja nicht aus Spaß Berufsakademie. Ein wissenschaftlich ähnlicher Tiefgang in die Materie wie an FHs kann auch gar nicht gewährleistet werden, wenn ein Teil des Studiums aus einer praktischen Ausbildung in einem Betrieb besteht und das ganze Studium meistens nur 6 Semester andauert. Und selbst FHs sind noch praxisorientiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist ein ein Dipl. Ing (BA) oder Dipl. Ing (FH), oder?
Bei den Dipl. Studiengängen stand das noch explizit dabei, an welcher Art von Hochschule man seinen Abschluss gemacht hat.
Ergänzung ()

Feyn schrieb:
Da steht:
Ein wissenschaftlich ähnlicher Tiefgang in die Materie wie an FHs kann auch gar nicht gewährleistet werden

Ein wissenschaftlicher Tiefgang, wie an einer Uni kann an FHs und BAs gar nicht gewährleistet werden :D
 
An FHs wäre dies durchaus möglich. Ich bin selbst FH-Student und an der FH hat der Bachelor schon eine Regelstudiendauer von 7 Semester, wenn man das Praxissemester rausrechnet wären noch 6 Semester über, genau wie an einer Universität auch. An einer BA hingegen dauert das Studium ja schon nur 6 Semester, und davon besteht die Hälfte auch noch aus normaler Arbeit.

Von daher, schon ein Unterschied. Vom Abschluss mal abgesehen.

Gruß,
[sauba]
 
Kannst du das auch belegen, oder ist das nur wieder eine deiner unreflektierten Pauschalisierungen? Wenn du dieses Arbeitspensum so mühelos bewältigst, warum bist du dann nicht an der Uni und zeigst uns allen, wie's geht?
 
...der Bachelor schon eine Regelstudiendauer von 7 Semester, wenn man das Praxissemester rausrechnet wären noch 6 Semester über, genau wie an einer Universität auch. An einer BA hingegen dauert das Studium ja schon nur 6 Semester, und davon besteht die Hälfte auch noch aus normaler Arbeit.
ich kann dir auch bachelor studiengänge an einer uni nennen, die wenn man sich beeilt, sogar in 5 semestern durchziehen kan. ebenso den master in 3 statt 4 semestern usw. usf.

die letzten einträge hier haben mich nur daran bestätigt, dass man in zeiten des bachelor/master-systems einfach schon vor beginn des studiengangs sehr genau auf die inhalte/praxisnähe etc. des studiengangs gucken sollte. ist es nicht mehr wie früher, wo man eh überall erstmal das vordiplom vor sich hatte, und sich dann erst in eine richtung orientieren musste. dadurch hatte man einen ziemlich breiten theoretischen unterbau und mehr zeit zum überlegen. im bachelor bekommt man im vergleich eine nicht ganz so breite theorie, muss aber auch keine unnütze theorie lernen, die man gar nicht braucht. dafür ist man dann teilweise vom 1.semester an eingeschränkt!

halten wir außerdem fest: die ba bietet keinen akademischen grad, wobei da wirklich die frage ist, inwieweit das wirklich von praxis-relevanz ist. ich denke sowas ist u.u. nur zu beachten, wenn man da noch an einer uni promovieren will, da gibts ja auch durchaus unis, die sich querstellen, wenn einer mit fh dipl. den doktor machen will.

das die zu erbringende leistung und das arbeitspensum nicht mit der anzahl der zu vergebenden credits korresponidert, sollte klar sein. und ob man an der ba wirklich in der halben zeit genau das gleiche wie an der fh lernt, ist sicherlich in frage zu stellen. selbst wenn formal die gleichen vorlesungen auf dem stundenplan stehen, ist damit noch lange nicht geklärt, wie schwer die klausuren sind, wieviel übungsblätter zu machen sind, wie tief im einzelnen die vorlesungen gehen etc. kurzum: ein vergleich ist wohl nur schlecht möglich.
(ich erlebe genau das grade. ich hab hier im master eine vorlesung, die heißt genauso wie eine vorlesung an meiner alten uni im bachelor, sie hat genau gleich viele sws und cr, aber: hier wird deutlich mehr stoff in der gleichen zeit durchgezogen und nacher abgefragt)

[spaß]so pauschal gehts nunmal nicht, ansonsten fang ich jetzt auch an: in meinen augen machen die ganzen geistis, bwler, vwler, juristen, sozis eh nur ein spaß-studium (egal ob uni, fh oder ba) mit massig freizeit. so wenig vorlesungen wie die hätte ich auch gerne im bachelor mal gehabt, immerschön freitags frei und bitte maximal einmal die woche um 8. und statt nachmittags ins labor bis um 18h zu müssen, schön in die sonne legen. und dann sich beschweren, wenn man mal 2-3 wochen im stress ist wegen einer hausarbeit. und dann ne bachelor arbeit schreiben, die eine seitenmaximalbegrenzung von 20 seiten hat (sowas gabs an meiner alten uni tatsächlich in einem fach :D ). [/spaß]
 
Zuletzt bearbeitet:
kaigue schrieb:
Ein wissenschaftlicher Tiefgang, wie an einer Uni kann an FHs und BAs gar nicht gewährleistet werden :D

Weiß ich. Deswegen schrieb ich ja, dass selbst FHs noch praxisorientiert sind. Aus dem Grunde kannst du an einer FH auch keine reinen (Natur-) Wissenschaften studieren, sondern anwendungsorientierte Teilgebiete (Biotechnologie statt Biologie, Medizintechnik statt Medizin, angewandte Mathematik statt Mathematik, technische Physik statt Physik ...).
 
Ein BA-Abschluss ist ein staaticher Abschluss, daher vergleich bei zb. mit einem staatlich geprüften Betriebswirt, einen Meister oder einem Techniker. Der Unterschied zu diesen ABschlüssen ist nur, dass der BA-Abschluss parallel zur sonstigen Ausbildung gemacht wird.

Unis können einen BA-Abschluss als FH gleichwertigen Abschluss anerkennen (wie bei einer Freundin von mir), sie müssen es aber nicht, weil es eben kein akademischer Grad ist und die meisten S"Studiengänge" nicht akkreditiert sind. BAs zählen klassicher Weise eben nicht zum Hochschulwesen.
 
FidelZastro schrieb:
Kannst du das auch belegen, oder ist das nur wieder eine deiner unreflektierten Pauschalisierungen? Wenn du dieses Arbeitspensum so mühelos bewältigst, warum bist du dann nicht an der Uni und zeigst uns allen, wie's geht?

Äpfel und Birnen kann man nicht vergleichen. Du kannst einen Uni Studenten nicht mit einem BA Studenten vergleichen.

Mührlos ist es mit Sicherheit auch nicht, aber wenn ich einige Studenten an der Uni sehe könnten sie ihr Studium sicher in kürzerer Zeit schaffen, bei dem gegammel. Allerdings kenne ich auch welche die es gerade so schaffen und nicht wissen wo sie anfangen sollten.
Man kann nicht immer alles pauschalisieren...aber wie ich sehe bringt die Diskussion nichts...
 
Ja klar, an den Unis wird gegammelt... Schon mal was von Studiengebühren und Bologna-Prozess gehört?
 
Ich glaub das Thema führt zu nichts, außer streit:)

Wir sollten einfach die Fakten nehmen und sagen: Ein BA-Studium oder wie man es auch nennen mag, verleigt keinen Akademischen Grade.

Da kann man nun über Sinn und Unsinn reden, aber jeder wird seinen Weg gehen und das wichtigste ist doch, dass wir alle mehr sein wollen als wir gerade sind:)

Das zitiere ich doch mal gerne: "Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden."
 
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