Studienabschlüsse

Ich habe vor, nächstes Jahr ein Bachelor-Studium an der FOM Dortmund zu beginnen.
Jetzt hat mir jemand gesagt, dass auf meinem Abschlusszeugnis Bachelor of Arts FH stehen würde.

Und er meinte ein Bachelor-Abschluss auf einer FH wäre nicht so hoch angesehen wie auf einer Uni.
Kann das einer bestätigen?
Oder eher unsinn und wichtig tuerei?
 
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Im Bologna-Abkommen steht explizit drin, dass diese Zusätze wie sie zu Diplom-Zeiten noch üblich waren, verboten sind. Hintergrund ist, dass ja eben die Akkreditierung gleichwertige Studiengänge sichern soll und FH-Absolventen natürlich auch beim Master an der Uni keine Steine in den Weg gelegt bekommen sollen.

edit: Auf deinem Zeugnis steht natürlich, an welcher hochschule du studiert hast. Aber das (FH) ist nicht Teil des akademischen Grades - nach dem Abschluss bist du einfach nur ein B.A.
 
Zuletzt bearbeitet:
richtig. Was das Ansehen in der Wirtschafts betrifft, hängt weniger davon ab, ob die Institution nun eine FH oder eine Uni war, sondern vielmehr hängt sie davon ab, welche Reputation die Bildungseinrichtung hat. Es gibt hoch anerkannte FHs und es gibt auch Unis mit sehr bescheidenem Image.
 
Ok danke für die Infos. dann werde ich ihm das nächste mal, wenn ich ihn sehe eines besseren belehren können:)
das mach ich gerne mal^^

Das mit der Reputation stimmt natürlich. da gibt es sehr wohl unterschiede, wo man studiert, aber ich denke die FOM in Dortmund sollte keinen miesen Ruf haben, soweit ich weiß, wenn sie überhaupt einen Ruf hat:D
 
Tja, Vorurteile sind nie rational - meine Dorfhochschule ist in meinem Fach beim CHE-Ranking ganz vorne mit dabei, aber weil kaum jemand außerhalb Thüringens überhaupt den Namen kennt, gibt es da gern mal bissige Kommentare ;)

Letztendlich kann man doch eh nur die Studienbedingungen vergleichen - wenn der Student nichts draus macht, kann er an der besten Uni überhaupt studiert haben und trotzdem im Mittelmaß versinken - man schaue sich nur mal Bush jr. an: Sein Studium in Yale hat seine unternehmerischen Versuche ja auch nicht retten können, auf die Politikkarriere will ich mal lieber nicht eingehen ;)
 
naja immerhin hat er es geschafft das höchste Amt auf dem Planeten Erde zu bekleiden, Präsident der USA...^^

was er aus der Zeit gemacht hat ist allerding mehr als fragwürdig, schweift aber jetzt auch vom thema ab.

Aber klar ichw eiß was du meinst:)
Aber ich sag mal so: selbst wenn du in Yale nur Mittelmaß warst oder in Harvard, ganz ehrlich du bist immer nur mehr wert als jeder fertige Student auf der besten uni in Deutschland mit den besten Noten.

Nicht weil der besser ist, der Name der Uni macht ihn schon wertvoller. meiner Meinung nach.
 
Kommt sicherlich immer auf den Studiengang an. Es sind ja nicht umsonst deutsche Ingenieure dort so sehr gefragt weil Deutsche Hochschulen nur Mittelmaß sind. Bei der Forschung kann eine deutsche Hochschule nicht mit den Eliteamischulen mithalten. Dies ist aber auch klar weil das Geld fehlt, aber bei der Ausbildung würde ich sogar gleichsetzen.
 
Es sind ja nicht umsonst deutsche Ingenieure dort so sehr gefragt weil Deutsche Hochschulen nur Mittelmaß sind
Stimmt wohl. Frag mal jemanden der ein paar Semester in den USA studiert hat. Die sagen alle, dass sie noch nie so einfach an Scheine gekommen sind.
 
Wer viel opfert und sich bemüht, der bekommt auch viel <- sagte man mir immer.
Ich habe jetzt eine Arbeit, würde aber vll gern mehr aus mir machen.
Aber viele - die vorher anderer Meinung waren - meinen jetzt, ich soll froh sein eine Arbeit zu haben.
Und dass in heutiger zeit berufserfahrung mehr zählt als ein studium.
Ich bin jetzt nicht auf nen Titel aus aber irgendwie fänd ichs schade wenn ich mir in 10 jahren vorwerfen müsste, nicht studiert zu haben. Auf der anderen Seite ist es auch schade die Arbeit quittieren zu müssen, immerhin ist man zufrieden mit mir und von rausschmeissen keine spur.
Dazu kommt noch dass ich gern beides machen würde aber das wird so nicht gehen. Und nen relativ guten Job weghauen ist ja dann auch nicht gescheit. Das ist echt eine Zwickmühle!
 
es gibt durchaus Möglichkeiten beides gleichzeitig zu machen oder andere lohnenswerte Fortbildungen.
Allerdings sind diese Wege mit hohen persönlichem Einsatz und einer gewissen Opferbereitschaft verbunden.
Was machst du denn?
 
getexact schrieb:
Und er meinte ein Bachelor-Abschluss auf einer FH wäre nicht so hoch angesehen wie auf einer Uni.
Kann das einer bestätigen?


Hier ein recht interessanter Artikel(u.a.) zum Thema Uni-Bachelor:
http://www.ingenieurkarriere.de/bew.../heikomell/heikomellrecherche.asp?number=2361



FidelZastro schrieb:
Im Bologna-Abkommen steht explizit drin, dass diese Zusätze wie sie zu Diplom-Zeiten noch üblich waren, verboten sind.

Das hindert
a, die Industrie nicht daran, gezielt nach Uni-Absolventen zu suchen und
b, die Universitäten nicht daran, eigenen Differenzierungsmerkmale zu schaffen.
z.B. bekommt man in den Ingenieurfächern der TU München seit kurzem neben dem M.Sc. auch noch einen "Dipl.-Ing. (TUM)" verliehen:
http://portal.mytum.de/pressestelle/pressemitteilungen/news_article.2009-04-06.3287019418
 
FidelZastro schrieb:
Im Bologna-Abkommen steht explizit drin, dass diese Zusätze wie sie zu Diplom-Zeiten noch üblich waren, verboten sind. Hintergrund ist, dass ja eben die Akkreditierung gleichwertige Studiengänge sichern soll und FH-Absolventen natürlich auch beim Master an der Uni keine Steine in den Weg gelegt bekommen sollen.

edit: Auf deinem Zeugnis steht natürlich, an welcher hochschule du studiert hast. Aber das (FH) ist nicht Teil des akademischen Grades - nach dem Abschluss bist du einfach nur ein B.A.

Ich finde das dieser kleine Zusatz Uni, FH oder BA schon da stehen sollte, denn somit können zukünftige Unternehmen auch differenzieren mit wem sie es zutun haben. Die Studienschwerpunkte sind ja doch schon etwas verschieden. Ich finde generell diese ganze Bachlor und Master Sache sinnlos und eigentlich dumm....schon wenn man die Begriffe ins deutsche übersetzt könnte einen schlecht werden.
 
.:Semo:. schrieb:
Ich finde das dieser kleine Zusatz Uni, FH oder BA schon da stehen sollte, denn somit können zukünftige Unternehmen auch differenzieren mit wem sie es zutun haben. Die Studienschwerpunkte sind ja doch schon etwas verschieden. Ich finde generell diese ganze Bachlor und Master Sache sinnlos und eigentlich dumm....schon wenn man die Begriffe ins deutsche übersetzt könnte einen schlecht werden.

Praktisch wird das auch so gehandhabt werden. Der Arbeitgeber wird genau hingucken, in welcher Einrichtung jemand studiert hat. Nur weil Kurse jetzt zu Modulen zusammengefasst wurden und ein Studienabbruch im 7. Semester einen Abschluss einbringt, heißt das nicht, zwischen Universitäten und Fachhochschulen bestünden keine Unterschiede mehr. Da kann in irgendwelchen Bologna-Abkommen stehen was will. Bologna behauptet ja auch, der Aufwand jedes Studiengangs sei identisch (6 Semester, 180 CP). Da sind echte Kabarettisten am Werk. Ein Mathematik- oder Physikstudium ist natüüürlich EXAKT so aufwendig wie ein BWL- oder VWL-Studium.
 
Eine Differenzierung zwischen Bachelor an der FH und Bachelor an der Uni macht keinen Sinn.
Der Bologna-Prozess ist so angelegt, dass die Bachelor-Ausbildung praxisorientiert und auf die berufliche Verwertbarkeit ausgelegt ist. Dies gab es früher an Unis nicht, sondern nur an FHs. So gesehen, sind die Bachelors an Uni und FH gleichwertig. Differenzierungen werden an anderer Stelle stattfinden.
 
.:Semo:. schrieb:
Die Studienschwerpunkte sind ja doch schon etwas verschieden.

Aber gerade seit Bologna haben diese Unterschiede in manchen Fachrichtungen rein gar nichts mehr mit der Hochschulform zu tun - viele kleine Hochschulen haben die Umstellung genutzt, um das eigene Profil zu stärken, sich gezielt in bestimmte Richtungen ausgerichtet. Da hat teilweise der gleiche Studiengang an vier verschiedenen Hochschulen vier verschiedene Profile, von keinem kannst du sagen, dass es besser oder schlechter sei. Und erst recht gibt es da keine Korelation zur Hochschulform.

Die Unterscheidung passiert in der Praxis dennoch, viele Unternehmensberatungen stellen bspw. nur Uniabsolventen ein (über Sinn oder Unsinn will ich mal nicht diskutieren ;)) - und wo man studiert hat, sieht ja jeder an Lebenslauf und Abschlusszeugnis. Aber die Bezeichnungen "Dipl. Inf. (FH)" usw. waren einfach veraltet und haben ihren einzigen Praxisbeitrag zur Stigmatisierung der Fachhochschulen beigetragen. Gut so, dass das abgeschafft wurde. An manchen Universitäten sucht man Innovation nämlich seit 100 Jahren vergeblich.
 
Was soll das ganze gejammer?
Ein Bachellor ist eine Möglichkeit recht schnell einen ersten Akademischen Grad zu erlangen. Ist doch gut so.
Der Master setzt im allgemeinen nochmal einen mehr theoretischen Block oben drauf. Ergänzt also die Basis.

Aktuell wird aufgrund der deutsch Historie noch zwsichen Uni und FH unterschieden. Auf dauer wird man einfach Hochschulen mit unterschiedlich gutem Ruf haben. Und mal ehrlich: Die Unis schotten sich nichtnur gegen die FH's ab sondern auch untereinander.

Ich finde das B/M System an sich sehr gut. Denn hier kann man selber wählen ob man schnell ins Berufsleben einsteigen will oder sich den Zusatzaufwand geben mag. Und bei weitem nicht jeder Diplomant hat Spass an dem ganzen Theoriegedöns.
 
Feyn schrieb:
Praktisch wird das auch so gehandhabt werden. Der Arbeitgeber wird genau hingucken, in welcher Einrichtung jemand studiert hat. Nur weil Kurse jetzt zu Modulen zusammengefasst wurden und ein Studienabbruch im 7. Semester einen Abschluss einbringt, heißt das nicht, zwischen Universitäten und Fachhochschulen bestünden keine Unterschiede mehr. Da kann in irgendwelchen Bologna-Abkommen stehen was will. Bologna behauptet ja auch, der Aufwand jedes Studiengangs sei identisch (6 Semester, 180 CP). Da sind echte Kabarettisten am Werk. Ein Mathematik- oder Physikstudium ist natüüürlich EXAKT so aufwendig wie ein BWL- oder VWL-Studium.

Das ist echt ein Witz!

dogio1979 schrieb:
Eine Differenzierung zwischen Bachelor an der FH und Bachelor an der Uni macht keinen Sinn.
Der Bologna-Prozess ist so angelegt, dass die Bachelor-Ausbildung praxisorientiert und auf die berufliche Verwertbarkeit ausgelegt ist. Dies gab es früher an Unis nicht, sondern nur an FHs. So gesehen, sind die Bachelors an Uni und FH gleichwertig. Differenzierungen werden an anderer Stelle stattfinden.

gaunt schrieb:
Was soll das ganze gejammer?
Ein Bachellor ist eine Möglichkeit recht schnell einen ersten Akademischen Grad zu erlangen. Ist doch gut so.
Der Master setzt im allgemeinen nochmal einen mehr theoretischen Block oben drauf. Ergänzt also die Basis.

Aktuell wird aufgrund der deutsch Historie noch zwsichen Uni und FH unterschieden. Auf dauer wird man einfach Hochschulen mit unterschiedlich gutem Ruf haben. Und mal ehrlich: Die Unis schotten sich nichtnur gegen die FH's ab sondern auch untereinander.

Ich finde das B/M System an sich sehr gut. Denn hier kann man selber wählen ob man schnell ins Berufsleben einsteigen will oder sich den Zusatzaufwand geben mag. Und bei weitem nicht jeder Diplomant hat Spass an dem ganzen Theoriegedöns.

Nur mal noch eine Frage an euch, was ist eigentlich mit dem BA-Studium das vergesst ihr irgendwie immer, es betrifft nicht nur die UNI und FH, sondern auch die BA.
Oder seht ihr das nicht als Studium an?

Mfg
 
Ich zitiere jetzt mal einen Teil aus Wiki, scheint als wenn du den Satz überlesen hast:
"Studierende schließen ihr BA-Studium mit der staatlichen Abschlussbezeichnung „Diplom (BA)“ oder bei akkreditierten Studiengängen mit der staatlichen Abschlussbezeichnung „Bachelor“ ab. Es handelt sich hierbei nicht um akademische Grade, wie sie von Universitäten oder Fachhochschulen verliehen werden."

Demnach eine Gleichstellung des akademischen Grades gegenüber von UNI und FH. Über die Schwerpunkte brauchen wir nicht diskutieren, Fakt ist aber das BA und FH gleich sind.
 
Warum ist das Fakt?
 
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