T
Tandeki
Gast
Du hast die Stimmen in diesem Thread doch auch gehört: wir wählen alle paar Jahre Vertreter und müssen dann alles akzeptieren, was diese sich ausdenken und beschließen. Politische Partizipation? Auf Wahlen beschränkt! Verfassungsmäßiges Recht auf Widerstand? Lähmt den Standort Deutschland und gefährdet Arbeitsplätze!
Die politische Elite hat einen Großteil der Bevölkerung gut dressiert.
Es stellt sich aber auch die Frage, was für Alternativen wir haben. Haben z.B. die Anti-AKW-Bewegungen seit den 70er Jahren etwas bewirkt? Diese gelten als Deutschlands größte Protestbewegung. Aus dieser Konfliktlinie sind die Grünen entstanden und der "Ökogedanke" wurde in den Einstellungen der Westdeutschen gepflanzt. Der Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Atomkraft, z.B. zur Erzeugung von Energie wurde aber nicht erreicht. Im Gegenteil wurde in der zeitlichen Folge die Atomkraft zum zentralen Element im Energiemix.
Ein Kumpel, der in der DDR großgeworden ist und dem System teilweise zugetan war fragte einmal, warum ich die westdeutsche Demokratie als besser empfände. Natürlich wurden in der DDR Meinungen unterdrückt, Gegner verfolgt und Demonstrationen gegen das System nicht zugelassen. In der Demokratie Westdeutschlands könne man hingegen seine Meinung frei äußern, würde dafür nicht verfolgt und könne für seine Überzeugung sogar auf die Straße gehen. Ändern tue es aber nichts, man habe lediglich das Gefühl, frei zu sein. Im Endeffekt tat (und tut) die politische Elite hier wie früher "drüben" was sie und ihre Lobby will.
Somit kann man nur sagen: Protestieren mag philosophisch oder auch für die eigene Individualität sinnstiftend sein. Einen praktischen Nutzen hat das Protestieren aber meist nicht.
Die politische Elite hat einen Großteil der Bevölkerung gut dressiert.
Es stellt sich aber auch die Frage, was für Alternativen wir haben. Haben z.B. die Anti-AKW-Bewegungen seit den 70er Jahren etwas bewirkt? Diese gelten als Deutschlands größte Protestbewegung. Aus dieser Konfliktlinie sind die Grünen entstanden und der "Ökogedanke" wurde in den Einstellungen der Westdeutschen gepflanzt. Der Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Atomkraft, z.B. zur Erzeugung von Energie wurde aber nicht erreicht. Im Gegenteil wurde in der zeitlichen Folge die Atomkraft zum zentralen Element im Energiemix.
Ein Kumpel, der in der DDR großgeworden ist und dem System teilweise zugetan war fragte einmal, warum ich die westdeutsche Demokratie als besser empfände. Natürlich wurden in der DDR Meinungen unterdrückt, Gegner verfolgt und Demonstrationen gegen das System nicht zugelassen. In der Demokratie Westdeutschlands könne man hingegen seine Meinung frei äußern, würde dafür nicht verfolgt und könne für seine Überzeugung sogar auf die Straße gehen. Ändern tue es aber nichts, man habe lediglich das Gefühl, frei zu sein. Im Endeffekt tat (und tut) die politische Elite hier wie früher "drüben" was sie und ihre Lobby will.
Somit kann man nur sagen: Protestieren mag philosophisch oder auch für die eigene Individualität sinnstiftend sein. Einen praktischen Nutzen hat das Protestieren aber meist nicht.