Der Test bei Hartware.net ist reichlich undurchsichtig gemacht. Sprüche wie
Hinweis: Auf Grund der Resonanz unserer Leser zu den Stromverbrauchsmessungen werden wir diese Messwerte zukünftig nicht mehr aufführen. Moderne Netzteile erreichen mittlerweile in etwa identisch gute Werte, so dass die Unterschiede als recht gering einzustufen sind.
lassen mich heftig an der Kompetenz der Tester zweifeln. Ebenso wie das vorher dazu verwendete nicht eichfähige "Meßgerät". Dinge wie Störimmunität usw. wurden erst gar nicht gemessen, aber hierbei befindet man sich in guter Gesellschaft mit praktisch allen Netzteil-Tests im Web.
Einige Daten zum Wirkungsgrad der getesteten Netzteile
aus dem letzten Test der c't in der Klasse ab ca. 450W:
ATX off: 0,5W .. 5,0W
ATX Standby (10W Mainboard-Verbrauch): 13,7W .. 19,2W
Wirkungsgrad bei 20% Last: 67% .. 80%
Wirkungsgrad bei 50% Last: 68% .. 84%
Wirkungsgrad bei 100% Last: 69% .. 82%
"Identisch gut" ist anders. Die Mindestwerte nach ATX12V - Norm wurden von den schlechtesten Kandidaten knapp verfehlt. Bei 50% Auslastung führt ein Wirkungsgrad von 68% bis 84% bei einem Netzteil der 500W - Klasse zu einem Verbrauch von 368W bis 305W ab Steckdose. In diesem Fall müssen beim schlechtesten Netzteil 63W Wärmeleistung mehr aus dem Netzeil herausgekühlt werden als beim besten Netzteil. Das Netzteil mit dem schlechtesten Wirkungsgrad bei Volllast (Levicom SW450S.Bl) war dort auch das lauteste.
Speziell wenn man seinen PC 24h/7d laufen lässt, aber auch schon wenn man keine abschaltbare Steckdosenleiste spendiert, ergeben sich Unterschiede, die auch im Geldbeutel spürbar sind.
Immerhin scheint das Cooltek-Netzteil sehr sauber aufgebaut zu sein. Sowas ist normalerweise nicht mit dem schlechtesten Wirkungsgrad gepaart.
